Mallorca 07/2019

Eine Woche Mallorca, und am kalten Tag waren es 34 Grad.

Hallo!

An einem Sonntagmorgen, halb 8 landet die Reisetasche im Hausflur. “Hoffentlich hab ich alles. Ach, bestimmt.”, dachte ich. Und dann schrieb ich jemandem noch ein paar Nachrichten, die alle ungefähr so aussahen: “Was, wenn ich was vergessen habe?”
Dieser Jemand hatte das verdient.

Meine Reisetasche und der Koffer vom Schwesterchen landeten in einem Kofferraum – eine nette Person fuhr uns beide samt Gepäck zum Paderborner Flughafen.

Erste Feststellung: Niedlicher Flughafen!
Zweite Feststellung: Unser Schalter ist noch nicht offen, aber wir sind die ersten in der Schlange!

Eine Stunde später die dritte Feststellung: Unser Schalter könnte langsam mal aufmachen.

Nach dem Check-In piepte der Torbogen an der Sicherheitskontrolle nur bei einem von uns. Wir erfuhren: Das Ding fischt nach dem Zufallsprinzip Leutchen raus, die dann auf Sprengstoff kontrolliert werden.

Vierte Feststellung: Wenn man als erstes eingecheckt wird und als erstes durch die Sicherheitskontrolle geht, sitzt man lange am Gate und wartet.
Fünfte Feststellung: Wenn der Flieger dann noch Verspätung hat, sitzt man noch länger am Gate und wartet.

Doch dann … endlich: Boarding. Den Fensterplatz überließ ich großzügig meinem Schwesterchen. Aber nur, weil sie noch nie geflogen ist. Endlich ging es los … wir fuhren entspannt zur Startbahn. Und dann … beschleunigten wir.
Schwesterchen: “Boah, zieht das an! Ich will auch so eins!”
Später fügte sie hinzu, dass es nicht unbedingt gleich ein ganzes Flugzeug sein muss; ein Auto, das wie ein Flugzeug beschleunigt, würde ihr auch reichen.

Zwei Stunden später tauchte Boden unter dem Flugzeug auf. Komisch sieht die Insel aus … was machen die ganzen Bäume auf den Feldern? Und wovon ernähren sich die Tierchen in dieser Steppe? Und – hat etwa jedes Haus seinen eigenen Pool? Und schon rollten wir wieder statt zu fliegen. Und dann standen wir in Palma in einem riesigen Flughafengebäude und mussten ans andere Ende. Mal sehen, ob das Gepäck überhaupt angekommen ist. Sonst hätten wir uns die Mühe, ALLES einzupacken, auch sparen können.

Die Reiseleitung zu finden, war dann noch mal eine ganz andere Herausforderung. Trotzdem hätten wir uns ruhig mehr Zeit lassen können, denn sie ließen uns noch ewig auf zwei andere Leute warten, die mit dem gleichen Bus fahren sollten. Später stellten sie dann fest, dass diese Leute scheinbar nicht in Palma angekommen sind und folglich auch nicht zu ihrem Hotel gebracht werden müssen. Und so wurden wir doch nur zu zweit in den Kleinbus verfrachtet und eine halbe Stunde auf Mallorca herumgefahren.

Im Hotel funktionierte unsere gerade erhaltene Zimmerkarte natürlich nicht. Wir hatten das Glück voll auf unserer Seite. Aber – immerhin bekamen wir als Ersatz für die nicht funktionierende Zimmerkarte zwei funktionsfähige.

Juhu, endlich angekommen.

Gleich mal das Meer testen und einen spanischen Supermarkt stürmen. Gibt doch nichts interessanteres als ausländische Supermärkte, oder?
Und wow – auf dem Balkon zu essen ist voll cool. Bei einem kurzen Spaziergang stellten wir fest, dass die Autos hier irgendwie ganz komisch geparkt werden: total eng zusammen, teilweise gibt es hier extra Bürgersteige, auf denen aber nur geparkt wird. Boah, und Zitronenbäume!

Aber … bäh, zum Schlafen ist es aber echt ein bisschen warm. Und Uhh … wenn man die Zimmerkarte in den vorgesehenen Schlitz steckt, hat man ja sogar Strom. Da war ja was.

Am ersten Morgen mussten wir gleich mal das Frühstücksbuffet testen.

Nächste Feststellung: Gut, dass wir nur Frühstück kriegen, sonst würden wir in einer Woche sicher 10 kg zunehmen. War lecker!

Es folgte eine Schicht Sonnencreme … wie ich das Zeug doch hasse. Der Plan für heute lautete: Wir laufen zu dem Turm, den wir gestern vom Strand aus gesehen haben.

Es stellte sich heraus, dass der Turm nicht so weit weg ist, wie wir dachten. Aber zum Glück fing am Turm ein “Steinmauerweg” an … wirklich ein schöner Wanderweg. Aber anstrengend war’s, bei ca. 36 Grad um die Mittagszeit rum. Also zur Entspannung mal eine Weile lesen … Und, upps. Eingepennt. Wenigstens waren wir zwei Stunden später dann ausgeruht.

Noch mal kurz ins Meer, ein bisschen lesen, und dann kann man ja auch schon schlafen gehen.

Und die restlichen Tage?

Wir waren noch mal wandern, und noch mal, und noch mal. Aber immer eher kurze Strecken, weil es einfach viel zu warm war. Außerdem hab ich mir ein Museum angesehen und dabei eine super schöne Aussichtsplattform gefunden. Folglich habe ich meine Schwester doch noch überredet, zur Aussichtsplattform mitzukommen. Dort entstanden einige Bilder – aber der Wind und unsere Röcke haben sich ein kleines bisschen gegen uns verschwören wollen.

Ach, und einen Botanischen Garten haben wir angeschaut. Der ist schuld daran, dass ich jetzt drei Sukkulenten in meinem Zimmer stehen habe – weil die Dinger richtig cool aussehen, wenn sie groß sind!

Postkarten haben wir auch geschrieben, aber die Hälfte haben wir ohne Briefmarke mitgenommen und selbst in die entsprechenden Briefkästen geworfen. Insgesamt haben wir seeehr viel gelesen und eine Menge Zeit damit verbracht, Sonnencreme aufzutragen.

Eines Abends war ich schon fast eingeschlafen … Und da kam meine Schwester mit “Denk mal an Lasagne! Daaas macht glücklich!” um die Ecke. Da war ich dann wieder wach.
Am nächsten Abend erinnerte ich sie also kurz vorm Einschlafen daran, dass sie an Lasagne denken soll – damit sie dann glücklich einschlafen kann.

Und die Rückreise?

Begann viel zu früh … ein kleiner Bus holte uns am Hotel ab. Und meine Güte – in dieser Stadt hätte ich nicht mal ein Auto fahren wollen, weil mir die Straßen zu eng sind und überall Autos parken. Den Busfahrer schien das aber nicht zu stören.

Am Flughafen kamen wir zwar schnell durch den Check-In und auch schnell durch die Sicherheitskontrolle, dafür stand unser Flug aber noch nicht mal auf der Anzeigetafel. Also wieder mal warten …

Als der Flug dann an der Tafel auftauchte, gingen wir zum Gate … aber Hä? Barcelona? Scheinbar war ich in der Zeile verrutscht, aber schräg gegenüber an einem anderen Gate stand unser Flug dran. Also warteten wir dann dort weiter.

Kurz später durften wir dann in einen Bus steigen und zu unserem Flieger fahren. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir bereits bemerkt, dass man uns zwei Gangplätze gegebenen hatte. Was soll sowas??? Bei meiner Größe braucht man den Gangplatz ja nun wirklich nicht!

Nunja, wie ließen das Schicksal über uns ergehen … 2,5 Stunden später landeten wir auch schon in Paderborn. Und verdammt, ist Deutschland kalt!

7 Kommentare

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Alles in allem war der Urlaub ganz okay, aber meine Schwester und ich haben uns darauf geeinigt, nicht noch mal Urlaub zu machen. Ist einfach zu anstrengend, so lange zusammen zu sein, vor allem, weil wir wegen der Hitze viel zu viel Zeit im Hotel verbracht haben.
Aber ein bisschen schön war es natürlich trotzdem. 😉

Liebe Grüße

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