Weihnachten und solche Dinge …

Werbung: Das unten genannte Buch ist ein Rezensionsexemplar.

Hallihallo!

Noch 11 Tage bis Weihnachten. Gefühlt noch viel weniger. Gleichzeitig zu viele und zu wenig halt.

Weihnachten ist nämlich dieses Jahr besonders nervig. Irgendwie habe ich es nämlich verpasst, mir RECHTZEITIG Gedanken über Geschenke zu machen. Stattdessen habe ich immer nur gedacht: Hilfe, bald ist Weihnachten. Und ich habe mich über Deko geärgert. Das ist mir dieses Jahr alles zu penetrant. Mitte November hatte ich einen Tag Urlaub – als ich zurück in die Firma kam, standen plötzlich Tannenzweige in den Fenstern und ein Adventskranz davor. Etwas später brach eine Diskussion über die Notwenigkeit einer LED-Lichterkette aus.

Weihnachtsdeko aus WeihnachtskartenMeine einzige “Weihnachtsdeko” hängt übrigens schon das ganze Jahr am Kleiderschrank. Die Karten sind vom letzten Jahr.

Ich floh am Wochenende zu Mama, um der Weihnachtsbeleuchtung meines Wohngebiets zu entkommen – und trat auf eine Rentier-Fußmatte. Gut, meinetwegen.

In der Firma tauchten auch noch Weihnachtsbäume auf, kurz später hingen Lichterketten dran. Irgendwie schnappte ich noch etwas von einem gigantischen Weihnachtsmann auf, der irgendwo in Hallen steht.

Und heute krönten meine Kollegen das Ganze dann noch. Nach der Mittagspause, als ich wieder ins Büro kam, leuchten mir auf den ersten Blick zwei elektrische Kerzen aus Tassen von den Schreibtischen der Kollegen entgegen. Auf den zweiten Blick hing auch eine Kerze am LAN-Kabel von der Decke. Und eine klemmte an einem Ordner, der auf einem Tisch an der Seite lag. Oh … und eine am Ladekabel meines Firmenlaptops. Vielen Dank. Dieses Jahr ist es für Grinche wohl besonders schwer, die Vorweihnachtszeit zu überstehen.

Als ich nach Hause kam – in meine fast weihnachtsfreie Wohnung – überfiel mich Weihnachten gleich ein weiteres Mal. Aus dem Briefkasten angelte ich einen Brief von Carolin. Eine Weihnachtskarte, eine ziemlich schön. Vielleicht das einzige bisschen Weihnachten, über das sogar ich mich gefreut habe.

Eine Karte von Carolin (coralinart.net) – vielleicht das einzig Gute an Weihnachten heute.

Aber irgendwie war Carolins Karte auch ein Arschtritt, zumindest ein kleiner. Meine Wohnung ist nämlich doch nicht ganz weihnachtsfrei: Hier liegt ein Weihnachtsbuch. “Blut ist dicker als Glühwein: Schon wieder Weihnachten mit der buckeligen Verwandtschaft” von Dietmar Bittrich.

Und weil das Buch ein Rezensionsexemplar ist, wollte ich da eigentlich auch noch ein paar Worte zu schreiben. (Ich hab sogar vor einigen Wochen mal angefangen … ist nur nie veröffentlichungsreif geworden.)

Also, fangen wir mal mit den Eckdaten zum Buch an: Es ist im Rowohlt-Verlag im November 2018 erschienen. Es handelt sich auch nicht um einen Roman, sondern um eine Kurzgeschichtensammlung. Die meisten Geschichten sind ca. 10 Seiten lang, einige schaffen auch 20 Seiten. Jeder Geschichte hat einen anderen Autor – namentlich genannt zu Beginn der Geschichte und im Inhaltsverzeichnis.

Bevor ich jetzt anfange, vom Buch zu schwärmen oder es zu kritisieren: Ich habe es noch nicht zu Ende gelesen. Es liegt zwar schon seit Wochen neben meinem Bett, aber irgendwie war die Zeit in den letzten Wochen gefühlt einfach zu knapp.

Die Sache mit den Kurzgeschichten finde ich sowohl praktisch als auch unpraktisch. Dadurch, dass alle 10 Seiten eine neue Geschichte anfängt, kann mich das Buch nie wirklich fesseln und lange in seinen Bann ziehen. Gut, weil ich dann nicht die halbe Nacht lang lese; schlecht, weil ich das Buch dann auch nicht so schnell zu Ende lese und es manchmal tage- und wochenlang nicht anfasse.

Weihnachtsbuch: Blut ist dicker als Glühwein

Die Geschichten sind tatsächlich – wie es der Titel vermuten lässt – für Grinche geeignet. Manchmal sind sie eine Spur lustig, manche habe ich aber auch ehrlich gesagt einfach nur ein bisschen doof gefunden. Aber immerhin: Das Weihnachten, was beschrieben wird, ist immer von irgendwelchen Pannen gekennzeichnet.

Passt irgendwie … letztes Jahr habe ich sowas nämlich auch hinbekommen: Schlüssel in meiner Wohnung liegen lassen, Handy in meiner Wohnung liegen lassen und ein Wochenende bei meiner Mutter verbracht … Und dann musste ich hoffen, dass irgendwann irgendwer zu Hause ist, der mich reinlassen kann.

Joar, jedenfalls finde ich das Buch weder wirklich doof, noch wirklich gut. Man kann es lesen, wenn man Langeweile hat, aber man verpasst halt auch nichts, wenn man es nicht liest.
Vielleicht liegt es aber auch an mir. Mit Kurzgeschichten hatte ich noch nie so ganz viel am Hut – da lese ich ein oder zwei und dann in der Regel den Rest des Buches doch “später”, also nie.

Wie ist das bei euch? Gibt es eigentlich außer mir noch irgendeinen Menschen auf dieser Welt, der Weihnachten ähnlich anstrengend und nervig findet?

P. S.: Hilfe … dieses Gutenberg-Editor-Ding ist doch komisch. Sehr komisch.

P. S. #2: Weihnachtspost von mir gibt es vielleicht erst nach Weihnachten. Zeitmangel (oder schlechtes Zeitmanagement) lässt grüßen.

vor 3 Monaten

1 Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.