Sonntag, 4. Februar 2018

Valentinstag: Gedanken und alte, schöne Links

Hallo ihr Lieben,

Heute wollen wir mal über den Valentinstag reden. Jedes Jahr ist es das gleiche Prozedere: In den Tagen vor diesem Event quillt das Internet über vor rosanen oder roten Kleinigkeiten und Grußkarten sowie herzförmig angerichteten Speisen. Da gibt es kein Entkommen, schätze ich.

Aber natürlich sind auch die Leute vertreten, die diesen Ehrentag nicht ausstehen können und stattdessen lieber irgendwelche Texte verfassen, die besagen, dass man sich auch an jedem anderen Tag des Jahres seine Zuneigung zeigen kann und sollte. Auch okay, stimmt ja, nur wer denkt da schon regelmäßig dran?

Meine Meinung zum Valentinstag

Ganz ehrlich: Der Tag hat für mich keine besondere Bedeutung. In Beziehungen finde ich es nicht wichtig, dass man sich an diesem Datum trifft oder sich aus diesem Anlass ein Geschenk macht. Ich bin nicht traurig, wenn ich ihn allein verbringen muss, aber ich akzeptiere es, wenn mein Freund (sofern vorhanden) meint, man könne sich eine Kleinigkeit schenken und sich treffen.
Ich gönne aber auch all den Menschen da draußen diesen Tag der Liebe, auch, wenn ich den geschichtlichen Hintergrund des Valentinstag ziemlich traurig finde. Ich schaue mir im Netz die Geschenk- und Koch- bzw. Backideen meiner Bloggerkollegen an, speichere sie aber eher für andere Anlässe ab. Vieles ist ja ganz süß und auch so abwandelbar, dass es nicht nur als Geschenk am Valentinstag gut ankommen kann.

Ich finde übrigens, dass so ein Tag, an dem man sich seine Zuneigung zeigt, durchaus Berechtigung hat. Man kann zwar im Jahr auch an jedem anderen Tag genau das tun – aber viele Menschen denken da nun mal im Alltag nicht dran und ich würde es wohl auch nicht tun. Solange niemand zu nichts gezwungen wird, ist für mich alles okay.

Also, Fazit: Feiert und genießt, wenn ihr wollt. Lasst es bleiben, wenn es euch unnötig erscheint. Aber lasst doch bitte den anderen die Freude und jammert nicht, falls euch der Partner für sowas fehlt…

Valentinstag

Meine verrückte Aktion 2017

Bereits in der Zeit, in der ich noch zur Schule ging, habe ich eine ganz komische Idee gehabt: Ich wollte einem Klassenkameraden einfach so eine Tafel Schokolade zum Valentinstag schenken. Ich war nur gespannt auf den überraschten Gesichtsausdruck – mehr nicht.
Also kaufte ich damals Schokolade, wickelte sie in Rosenpapier und überfiel den armen Kerl, als er mit Freunden Karten spielte. Er hat vielleicht verdutzt geschaut… Und wir hatten alle was zu lachen. Natürlich habe ich auch direkt aufgeklärt, dass das kein Antrag werden sollte, sondern ich einfach nur seine Reaktion sehen wollte! (Und er hatte ja Schokolade als Entschädigung. 😉 )

Letztes Jahr hatte ich dann Lust, jemandem einfach so an diesem Tag eine Freude zu machen. Inspiriert haben mich dazu wohl all die Posts mit Ideen, die eigene Mama oder eine Freundin statt eines eventuellen Partners zu beschenken…

Es stand also fest: Ich kaufe eine Tafel Schokolade und verschenke sie an einen Fremden, ohne eine Gegenleistung zu erwarten, weil ich ihm eben eine Freude machen möchte.

Mein damaliger fester Freund war eingeweiht und hatte durch ein Missverständnis sogar einen Blumenstrauß, den er los werden wollte. Gemeinsam zogen wir los – in den Frankenberger Stadtpark. Als wir ein Paar mit Kinderwagen trafen, erklärte ich ihnen, dass ich einem Fremden heute eine Freude machen will und wir boten ihnen die Schokolade und die Blumen an.

„Das ist jetzt aber komisch, warum macht ihr denn sowas?“
„Das können wir jetzt aber doch nicht annehmen, wir haben ja gar nichts für euch.“
„Warum macht ihr das im Stadtpark?“
- Reaktionen des Paares mit Kinderwagen

Immer wieder erklärte ich, dass ich nur nett sein will und keine Gegenleistung erwarte, aber sie lehnten immer wieder ab. Am Ende nahm die Frau wenigstens den Blumenstrauß. Schokolade esse sie ja nicht, ihr Sohn dürfe die nicht essen und ihr Mann wollte auch nicht.

Also liefen wir mit der verpackten Tafel weiter und sprachen die nächste Spaziergängerin an.

Ein „Das ist ja niedlich! Aber sucht euch dafür bitte wen anders.“ und eine Art „Umarmung“ gab es da als Reaktion. Also sie fasste mich an beiden Schultern an und freute sich scheinbar wenigstens über die witzige Idee, aber die Tafel wollte sie nicht. Ich fragte mich immer mehr, warum es so schwer ist, eine Tafel Schokolade zu verschenken…

Fast hatte ich die Hoffnung schon aufgegeben, als wir am Ende des Stadtparks noch zwei ältere Damen trafen.

Wieder erklärte ich, dass ich die Schokolade einfach so verschenken möchte, wieder kam das Argument mit der nicht vorhandenen „Gegenleistung“ zurück. Aber nach einem kurzen Gespräch nahmen sie mein Geschenk doch an und ich war überglücklich. Ich hoffe, den beiden hat die Tafel geschmeckt.

Ich war wirklich verwundert, dass Fremde so misstrauisch sind und keine Schokolade einfach so haben wollen. Und ich habe beschlossen, in Zukunft lieber wieder Familie und Freunde zu beschenken, denn das ist einfacher. Aber ich war froh die Idee umgesetzt zu haben.

Valentinstag

Die schönsten Posts zum Anlass aus dem Vorjahr

Letztes Jahr habe ich aber auch viele schöne Posts auf meinen Lieblingsblogs gesehen, die sich irgendwie mit diesem besonderen Tag beschäftigen. Da ich es damals wenig zielführend fand, diese Ende Februar in den Linktipps zu verlinken, habe ich mir die Beiträge also schön ordentlich abgespeichert, um sie euch jetzt präsentieren zu können. Das ist doch sicher die bessere Variante, oder? 😉

Und ich bin mir auch recht sicher, dass ihr dafür von mir in diesem Kalenderjahr auf habutschu nichts mehr zum valentinstag lesen werdet… Ich überlasse das mit den Rezepten, Gedanken und Geschenkideen in diesem Fall lieber den anderen Bloggern, die sicher wieder keine Chance für Valentinstags-Content auslassen werden.

Also, Bühne frei für zumindest ein paar Links:

Rezepte

Haferflocken-Pizza

Amaranth-Herzen zum Naschen

Gedanken

50 Dinge, die ich liebe

5 Personen, die du am Valentinstag schätzen kannst

5 Ideen für Nicht-Verliebte

Und wie sieht es bei euch aus? Feiert ihr den Tag mit einem Partner oder vielleicht doch eher deinen Freundinnen und Freunden oder der Familie? Oder ist er euch einfach egal?


12 Kommentare zu Valentinstag: Gedanken und alte, schöne Links

  1. nossy am

    Ich würde Essbares auch eher ungerne von Fremden annehmen, schließlich hat mir das schon meine Mutter im Kleinkindalter beigebracht 😉
    Ich habe damals nicht mal Bonbons vom Nachbar angenommen!

    Eine schöne Idee ist es trotzdem, einem Fremden etwas zu schenken 🙂

    Viele Grüße, nossy

  2. Das ist ja verrückt, dass du es so schwer hattest, jemand Fremdes zu beschenken. Ich wäre vermutlich total verdutzt, würde mich aber riesig freuen. Generell finde ich es total klasse und freue mich meistens den ganzen Tag, wenn Fremde einfach aufmerksam und nett sind. Man erlebt das so selten, da sollte man es würdigen. Misstrauen bringt einen doch nicht weiter und meistens kann man doch nach ein paar Sätzen schon einschätzen, welcher Art die Absichten der Person sind…

    • Stimmt, es ist wirklich schön, netten Menschen zuzusehen, wie sie glücklich sind. Zumal ich ja nun auch nicht bösartig wirke und mich jede der Personen, die ich beschenken wollte, problemlos hätte niederschlagen können, weil ich damals nicht nur klein, sondern auch noch untergewichtig war.

      Liebe Grüße

      • Ich glaub, es geht tatsächlich weniger um die physische Gefahr, angsteinflößend wirkst du ja in der Hinsicht wirklich nicht. Die Leute haben glaube ich einfach Angst vor dem Unbekannten – und das fängt eben auf einer hohen Ebene an, wo es vernünftig ist, wenn man z.B. Leute meidet, die offensichtlich Junkies sind, und geht dann in hundert Abstufungen über alle möglichen ungewöhnlichen Ideen bis hin zu denen, die es schon suspekt finden, wenn sie bloß angesprochen werden von jemand fremdem. Die Eltern geben dir halt ihre Einschätzung davon mit, wenn sie dich davon abhalten, auf bestimmte Leute einzugehen, und man macht sich dann irgendwann selbst ein Bild davon, welche Fremden man meiden möchte / sollte und auf welche man ruhig zugehen kann.

  3. Anne am

    Haha, das ist ja eine tolle Aktion gewesen! Wobei ich vermutlich auch total misstrauisch gewesen wäre, wenn mir jemand Wildfremdes einfach so Schokolade schenken will… :/

    Da ich am Valentinstag Geburtstag habe, wird an dem Tag bei uns immer gefeiert – aber auch wirklich nur der Geburtstag. Das ganze kommerzielle Theater um den Valentinstag geht mir ganz schön auf den Senkel. Gefühlt denkt bei solchen Anlässen jeder nur daran, wie er sie möglichst gewinnbringend ausschlachten kann, wenn die eigenen Produkte auf Deibel komm raus in Herzform gepresst werden.

  4. engy am

    …ist irgendwie traurig das manche Paare den Valentinstag brauchen, um sich sagen zu können, dass sie sich lieb haben… Zum Valentinstag verschenke ich auch ganz gerne lieben Menschen eine kleine Aufmerksamkeit …der Schwiegermama eine Praline, der Freundin ein Sträußchen, deshalb finde ich deine Tafel-Schokolade-Idee voll goldüsch.. ich würde aber von Fremden auch keine Lebensmittel annehmen, ein Blumensträußchen schon 🙂 Auch meine Mam hat mir beigebracht nichts von Fremden zu nehmen 😉 …und ihr Wort war mir immer heilig 😉
    Den kommerziellen Teil vom Valentinstag mag ich auch nicht wirklich! …auch wenn ich eine klitzekleine Kleinigkeit für mein Schatzerl besorgt habe… er wird mich hassen 😉
    …übrigens… bei uns – meinem Schatzerl und mir – ist jeden Tag Valentinstag 😉

    • Meine Eltern haben mir auch gesagt, dass ich von Fremden nichts annehmen soll – aber ich dachte, das gilt nur, solange ich jung und klein bin. Quasi als Schutz davor, dass mich jemand mitnimmt und verschleppt.
      Aber dein erster Satz ist wohl wirklich wahr. Es ist traurig und schade …
      Liebe Grüße

  5. Verena am

    ich find deine Idee, Fremden etwas zu schenken, sehr schön. Aber ich denke, die meisten hatten deswegen Vorbehalte, weil man gelernt hat, von Fremden nichts Süßes anzunehmen. Vielleicht beim nächsten Mal einem Obachdachlosen eine Freude machen oder so. Aber das kann man ja auch an jedem anderen Tag. Hm. Eigentlich kann man jedem etwas an jedem anderen Tag schenken.
    Mein Freund und ich schenken uns nichts am Valentinstag. Der Tag erweckt in ihm auch traurige Erinnerungen, da seine Mutter am 14. Februar 2005 gestorben ist.

    • Kann sein, dass es daran liegt – obwohl ich ja die Schokolade auch keinen Menschen angeboten habe, denen ich körperlich überlegen gewesen wäre. Weil Eltern einem das doch meist erzählen, damit man nicht entführt wird, oder?
      Die Idee mit dem Obdachlosen ist schön, aber davon sind mir noch nie welche in meiner Heimat begegnet. Ich wohne ja nicht in einer Großstadt…

      Oh, wenn seine Mutter an dem Tag gestorben ist, dann kann ich gut verstehen, dass ihr den Tag nicht feiern wollt. Würde ich wohl auch nicht tun.

      Liebe Grüße

  6. Malte am

    Hey, hi. 😊
    Ja deine, bzw. unsere Aktion letztes Jahr war schon interessant. Ich glaube ja, dass es eher an mir lag. 😄 Ich bin ja nunmal nicht der schwächste und vielleicht habe ich einfach gruselig ausgesehen… Aber es war glaube wirklich eher eine Schutzreaktion, wobei ich den Spruch nichts von Fremden annehmen zu dürfen nie gehört habe früher, außer später im Fernsehen. War auf alle Fälle ein interessantes Erlebnis.

    Aber ich bin ja eigentlich schon froh drüber nicht diesen Stress zu haben, wie meine Kollegen, da war heute was los an der Arbeit, einer hatte es vergessen und naja, Freundin war nicht so begeistert… Ich brauche diesen Komerz eigentlich nicht wirklich und bin deiner Meinung, dass man den Tag nicht braucht, um zu schenken.

    Liebe Grüße Malte

    • Wahrscheinlich wäre ich allein auch nicht erfolgreicher gewesen. Vielleicht sollte ich das nächstes Jahr noch mal probieren?

      Mal abgesehen vom Gelaber im Radio habe ich dieses Jahr auch nichts von diesem onimösen Tag mitbekommen.

      Liebe Grüße


Natürlich freue ich mich über jeden einzelnen Kommentar, da es mir viel bedeutet, wenn ihr euch Zeit für meinen Blogpost nehmt und sogar noch ein paar Zeilen an mich verfasst! Trotzdem wäre es nett, wenn ihr die Links zu eurer eigenen Website oder eurem Blog NUR in dem dafür vorgesehenen Feld eintragt, statt sie auch noch in euren Kommentar einzufügen. Solche Links aus Kommentaren entferne ich sonst nachträglich sowieso - und das macht nur Arbeit. Außerdem erhältst du eine Benachrichtigung per Mail, wenn jemand (meistens ich) auf dein Kommentar antwortet. Wenn du damit nicht einverstanden bist, kommentiere bitte einfach nicht. IP-Adressen werden gespeichert. Wenn du ein Kommentar schreibst, stimmst du dem zu.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


«Neuerer Artikel | Älterer Artikel»

Suche


Mehr von mir:


Mein Blog übers Bücherschreiben Das Zeichenprojekt Doodles to you

Impressum | Datenschutzerklärung | Kontakt | Gastartikel auf Habutschu schreiben

Mit Sternchen markierte Links sind Affiliate-Links.
Ich erhalte eine kleine Provision, wenn ihr über einen solchen Link einen Shop aufruft und dort anschließend etwas bestellt.
Ihr zahlt dafür allerdings nicht mehr, als wenn ihr den Shop anders aufruft.