Schreibupdate – HAHAHA!

Hallo ihr Lieben, 

Ich habe schon länger nichts mehr geschrieben – weder hier auf dem Blog noch in Word-Dokumenten (von Englisch-Hausaufgaben mal abgesehen). Das heutige Schreibupdate sieht daher auch nicht allzu glorreich aus:

Ich hab nämlich mal wieder aufgegeben. Das geht gerade so gut: Pferd abschaffen, Abnehm-Plan verwerfen, nicht mehr schreiben,…
Nunja, ganz aufgegeben habe ich eigentlich nicht. Ich hab mich nur sehr motiviert für das Camp NaNoWriMo eingetragen und nach wenigen Tagen gemerkt, dass es nicht läuft. Aber von vorne: 

Was soll ich schreiben???

Wie ihr im letzten Schreibupdate gelesen habt, habe ich gefühlt tausend angefangene Texte auf der Festplatte. Trotzdem hatte ich keine Lust auf diese angefangenen Dinger. Also schrieb ich mal hier, mal da, aber nie viel. 
Schon mal doof. Nach einer Woche war ich ca. 3.000 Wörter hinter meinem (viel zu hoch) angesetzten Ziel. 

Hat mal jemand Zeit?

Und dann ist es ganz eskaliert. Tagelang nicht geschrieben. Es war gar nicht mal so sehr der innere Schweinehund oder wie man es nennen will. Ich hätte manchmal gern geschrieben, aber: 
Stattdessen habe ich beschlossen, wieder fit zu werden. Wenn Zeit, dann Fitnessstudio nach oder vor der Schule. 
Und: Wenn noch mehr Zeit, dann schlechtes Gewissen. Denn als Student soll man Vorlesungen nicht nur besuchen, sondern lernt bestenfalls auch zu Hause ein bisschen. Also habe ich das getan… Jede freie Minute brauchte ich, um die Vorlesungen zusammenzufassen. 
Und außerdem war da noch Familie. Wenn der Onkel extra anreist, kann ich ja mal vorbei schauen. Wenn jemand gern über zwei Stunden mit mir auf einem knarrenden Bett sitzt und redet… Bin dabei! Wenn ich die Chance habe, Oma zu helfen, indem ich den Hund mal kurz glücklich machte – her mit der Hundeleine. Und wenn Kirmes ist – Leute, dann ist Kirmes!

Kurz: Ich war mit Leben beschäftigt. 

Aufgegeben.

Statt mir (wie sonst öfter mal) Stress zu machen und zu versuchen, noch was aufzuholen, habe ich ungefähr am 10. Tag aufgeben. Wozu schreiben, wenn mir andere Dinge wichtiger sind? 
Und das war es dann. Ich schreibe jetzt manchmal, wenn ich im Zug nach Korbach sitze, aber meistens schlafe ich dann. Generell schlafe ich viel, sehr viel. So viel, dass kaum Zeit für “unwichtige” Hobbys wie das Schreiben bleibt. Deswegen schreibe ich auch zu Hause so gut wie gar nicht mehr. Einfach, weil ich da was für die Schule tun muss. 
Lustigerweise kam aus der Schreib-Cabin, die zum Camp gehört, nach der ersten Woche auch nichts mehr. 
“April ist nicht November.”, hat irgendwer gesagt und hat damit mehr als recht. 

Überarbeiten?

Stimmt ja. Da war noch das Manuskript meines ersten Romans. Ich habe nur wenige weitere Seiten überarbeitet. Gründe: Keine Lust. Wenn Zeit, dann lese ich lieber. Selbst das habe ich kaum getan. Und Schreiben macht auch mehr Spaß. Also: … Projekt “Buch veröffentlichen” wurde verschoben auf “Wenn ich Zeit habe = Wenn ich in Rente gehe = wahrscheinlich nie”.

Neue Ideen

Gespräche im Bett lieferten zwei Zeilen Dialog, die ich UNBEDINGT in einem Roman verarbeiten muss. Ich brauche nur noch eine Idee, in was für eine Geschichte man sowas einbringen könnte. Und Zeit und Lust zu schreiben. 

Fazit

 
HAHAHA. Irgendwann hatte ich einen Traum, der “Buch veröffentlichen” hieß. Irgendwie geht das gerade unter. Vielleicht sollte ich das mit dem Autorendasein probieren, wenn ich in Rente gehe. Also nie… 😀
Aber hey: Ich würde es nicht “Schreibblockade” nennen! Denn gestern habe ich tatsächlich ein bisschen geschrieben – über einen Zug der nicht ankam. Ein verrückter Text, der irgendwann sicher noch ausgebaut wird.

6 Gedanken zu „Schreibupdate – HAHAHA!“

  1. Liebe Tabea,

    Es ist schade zu hören, dass du deine Pläne auf Eis gelegt hast, aber schön, dass du einfach andere Dinge hast, die wichtiger sind. Schreibblockaden ohne Alternative sind nämlich der größte Mist und führen zu Binge-Watching und Langeweile.

    Ich hoffe, dass man deinen Roman noch vor der Rente lesen wird, ich freue mich schon drauf!

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende

    Joanna

    1. Vielleicht ist Schreiben bei mir ja eher ein Winter-Hobby oder sowas? Ein bisschen Hoffnung habe ich noch, dass das noch vor der Rente was wird. 😉
      Binge-Watching dagegen war noch nie so meine Stärke. Ich mutiere dann höchstens zum Bücher-Vernichtenden Leser 😉

      Liebe Grüße

  2. Moin,

    ich denke nicht, dass Du den Traum vom eigenen Buch endgültig begraben solltest – wer weiß, vielleicht packt es Dich ja im November doch wieder? Grau, trist, dunkel, mieses Wetter – wann kann man besser schreiben, als dann, wenn die schönste Zeit des Herbstes vorbei, aber noch nicht Winter und Weihnachtszeit ist? Und wenn nicht dies Jahr, dann irgendwann anders.

    Das Leben zu leben und zu genießen ist jedenfalls eine gute Alternative zum Schreiben!

    LG Lin

    1. Ich weiß gar nicht, ob ich im November wieder schreiben will … denn man kann ja auch noch viel bei grauem Wetter machen. Vor allem muss ich dieses Jahr im November arbeiten; letztes Jahr hatte ich in der Zeit nur wenige Vorlesungen. Das macht einen gewaltigen Unterschied.

      Aber irgendwann versuche ich sicher noch mal, aus den Entwürfen veröffentlichungsreife Texte zu machen.

      Liebe Grüße

  3. “Ich war mit Leben beschäftigt.” – Mensch, das ist doch wunderbar und hat so gar nicht mit Aufgeben zu tun! Manchmal nimmt man sich halt etwas vor und stellt zwischendrin fest, dass es doch keine so gute Idee war oder einfach von den Prioritäten her gerade nicht passt. So ein Tag hat nunmal nur 24 Stunden… 😉

    Liebe Grüße
    Anne

    1. Ja, irgendwie fühlt es sich auch gar nicht so wirklich schlecht an, einfach mal die Pläne zu verwerfen und was anderes zu machen. Aber so ein 48-Stunden Tag wäre schon etwas, was ich manchmal brauchen könnte. 😉

      Liebe Grüße

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