Playlist meines Lebens

Liebe Leute!

Ich bin verdammte 2,5 Jahre lang mit den gleichen 55 Liedern auf den Ohren durch die Gegend gejoggt, teils 30 – 50 Kilometer die Woche. Und mir ist diese Playlist tatsächlich erst vor wenigen Wochen “endlich” auf die Nerven gegangen.

Einen halben Abend habe ich damit verbracht, mich durch meine Musiksammlung zu wühlen und “neue” Lieder zu suchen, die ich beim Sport hören kann. Und ich kann euch eins sagen: Es war komisch.

Gefühlt ändert sich mein Musikgeschmack alle paar Monate. Je nachdem, mit welchen Leuten ich zu tun habe.

Da war 2010, als ich noch die Charts gehört habe. Als “Teenage Dream”, “In my head” und “Hollywood Hills” noch nicht ganz alt waren. Zeiten, in denen ich oft bis nachts um eins im Bett lag und gechattet habe.

Da war 2011, als der erste Kerl mich abserviert hat und jemand mir Lieder von Marilyn Manson unterjubelte.

Da war 2012, als ich Sarah kennen lernte und wieder anfing “normale” Musik zu hören. “Summer Jam”, “Hall of Fame” … war das schon damals oder erst später? Jedenfalls war da “Trying not to love you”. Und ich fing an, Lieder von Skillet zu hören.

Da war 2013. Das Lied “Fast Car” lief im Hintergrund, als mein Bruder mich um Urlaub attackierte und kämpfen wollte. “And we danced” lief beim Ligretto spielen oft. “Take my Hand” von Simple Plan ist auch ein schönes Lied. Generell: Hätte mir mal früher jemand sagen können, wie schön die Lieder von Simple Plan sind?

Da war 2014. “Because the Night” von Jan Wayne und Metallica ohne Ende. Ganz am Ende kam noch Bon Jovi dazu. Ach – und “Last Christmas” klingt Mitte Januar auch besser als im Dezember, finde ich.

Da war 2015. Ein Jahr, zu dem mir spontan gar kein Lied einfällt. Doch. “The Reason” von Hoobastank. Und Nickelback läuft sowieso auf Dauerschleife.

Da war 2016. “Auf gute Freunde” hörte ich, als ich an Neujahr morgens joggen war, als die Welt noch schlief. Verlorene Liebe: passt. Alte Freunde: passt. Neue Ziele: passt. Auf ein neues Jahr? Jep!
Auch “Summer of 69” und “Eye of the tiger” gehören für mich in dieses Jahr – gehört bei unzähligen Joggingrunden und auch an dem Tag, an dem ich mein Mathe-Abitur “verhauen” habe. An sowas erinnert man sich halt. 😉
“Astronaut” und “Shut up and Dance” gehören ebenfalls dazu – Lieder, die was mit meinem Abitur zutun haben.

Da war 2017. Gab es 2017 überhaupt Musik? Ich kann mich an nichts erinnern. Aber als ich in den Urlaub gefahren bin, lief im Auto stundenlang Musik von Fall out Boy.

Und da ist 2018! “Paradise”, “I help you hate my”, “Heartbreak Century”, “Good Things” von Rival Sons und “Broken Arrows” von Avicii.

Ein Haufen Musik, der nicht zusammenpasst. Zusammengewürfelt in einer neuen Playlist, die jetzt, nach drei Wochen eigentlich auch schon wieder ersetzt werden müsste. Denn nur weil manche Lieder eben schön sind, heißt das noch lange nicht, dass ich laufen kann, wenn ich sie auf den Ohren habe. Metallica gehört zum Beispiel garantiert nicht in die Playlist; “If you could see me now” muss leider auch wieder gehen.
Andere Lieder, wie “Good Things” können bleiben, obwohl sie nicht richtig passen. Nur, weil ich den Text gerade mag. “Good Things will happen, bad Things will happen too.” – Stimmt doch, oder?

Am Ende ist es wohl doch so, dass ich fast alles höre – es muss nur entweder der Text gerade zum Leben passen, die Musik schön sein oder der Song mich an einen netten Menschen erinnern.

In diesem Sinne … höre ich jetzt mal auf, am Laptop “Good Things” auf Dauerschleife zu hören und schnappte mir den MP3-Player, um auf dem Weg zum Fitnessstudio das gleiche Lied zu hören. 😉

Welches Lied läuft bei euch gerade total oft?

11 Gedanken zu „Playlist meines Lebens“

  1. Puh, ich muss gestehen, dass ich mit den allermeisten von dir aufgezählten Titeln gar nichts anfangen kann. Abgesehen von den Oldies (die ich ebenfalls sehr gerne mag). 😉

    Während bei mir früher immer ganz viel Musik lief, ist das in den letzten Jahren deutlich weniger geworden. Meistens genieße ich es, meine Ruhe zu haben. Und ganz oft nervt mich Musik entweder, wenn sie nicht zu meiner Stimmung passt, oder hat die Tendenz, mich runterzuziehen (wenn ich den Fehler mache und altes Zeug höre). Daher ziehe ich daheim Stille meistens vor. Beim Laufen höre ich auch nur ziemlich selten Musik (wobei ich derzeit eh superselten laufen gehe 😀 ), da finde ich es ganz witzig, dass ich mit Musik viel schneller laufe, weil ich meinen keuchenden Atmen nicht höre und einfach weitermache. 😀

    Für die Arbeit habe ich eine ziemlich zusammengewürfelte Playlist mit ein bisschen Metall, ein bisschen Synthiepop, ein paar 80er-Songs… zuhause höre ich derzeit sehr gern eine YouTube-Playlist namens “Modern Noir Songs” (https://www.youtube.com/watch?v=AU_PuF59E5g).

    Liebe Grüße
    Anne

    1. Vielleicht ist mein Musikgeschmack auch etwas komisch, sodass es gar kein Wunder ist, dass du einiges nicht kennst. 😉 Aber die Oldies liebe ich. Manchmal habe ich auch das Gefühl, zu jung für meine Musikvorlieben zu sein.

      Beim Laufen geht es mir genau wie dir – ich brauche die Musik, damit ich nicht merke, wie kaputt ich eigentlich schon bin. Es wirkt Wunder … nur doof, dass ich meine Kopfhörer dabei regelmäßig töte.

      In deine Playlist höre ich nachher mal rein. Wenn ich den PC an habe, läuft bei mir meistens eher ein Video nebenbei …

      Liebe Grüße

  2. Witzig, dass die Lieder sich bei dir ständig ändern, aber es selten aktuelle Songs sind, sondern auch teilweise jahrzehntealte Sachen plötzlich auftauchen. Ist bei mir manchmal ähnlich, aber oft sind es dann doch neue Sachen, vor allem neue Songs von Bands, die ich schon länger höre. Zurzeit z.B. “Get Out” von CHVRCHES oder “Pulse” von Icon For Hire, aber auch, nicht mehr sooo neu, “No Roots” von Alice Merton (und eigentlich eh alles von den dreien).

    1. Als die uralten Songs aktuell waren, war ich halt noch nicht ganz geboren oder so alt, dass ich mich dran erinnern kann. Und wenn man dann ab und zu auf irgendwelchen Feiern und Partys sowas hört und es gut findet, taucht es dann halt später im Leben erst auf. 😉

      “No Roots” ist zum Beispiel so ein Lied, dass mir furchtbar auf die Nerven geht, weil es oft im Radio gelaufen ist. Das ist nämlich oft der Grund dafür, das ich aktuelle Musik nicht so mag – die wird zu viel gespielt. 😉

      Liebe Grüße

  3. Hach, ein sehr schöner Post, der mich gleich in Erinnerungen schwelgen lässt. 2010 und 2011 verbinde ich hauptsächlich mit Charthi6s. Lady Gaga, Katy Perry, Ke$ha und solche Sachen. 2012 habe ich mir mein erstes Album gekauft. “Born to Die” von Lana Del Rey. 2013 dann Imagine Dragons, Birdy, Avicii. 2014 ganz viel Lorde und Ed Sheeran. 2017 Daughter, Foals, “The Night We Met” von Lord Huron. Hachja. <3 Ich höre allerdings auch ziemlich oft die gleichen Sachen in Dauerschleife. 😀

    1. Ja – Lady Gaga habe ich ja völlig vergessen! Und Kesha habe ich eine Weile lang auch oft gehört.

      Herrje, der Post ist echt erst vor drei Tagen entstanden und mir fallen schon wieder tausend Interpreten ein, die ich vergessen habe. Die Imagine Dragons höre ich zum Beispiel gerade auch furchtbar gerne, und Daughtry fehlt auch in meiner Aufzählung.

      Musik, die auch auf Dauerschleife noch schön ist, ist auch die einzig Wahre, oder? 🙂

      Liebe Grüße

  4. Ein richtig toller Song. Also ich bin da ähnlich wie du: Ich höre querbeet und somit fast alles. Gehe da bei den Songs auch nach den Texten und der persönlichen Stimmung bzw. verbinde viele Lieder natürlich auch mit Erinnerungen.

    Simple Plan liebe ich ebenfalls, die habe ich rauf und runter gehört und die Jungs hatten auch immer so wahnsinnig tolle Songtexte. “Hall of Fame”, da kam mir sofort wieder Songtext in den Kopf. “The Reason” war einer dieser Songs die wir immer bei Singstar gesungen haben, deshalb verbinde ich mit dem auch tolle Erinnerungen und viele lustige Stunden. “Eye of the Tiger” lässt mich gleich an Supernatural denken, da gibt es eine tolle Szene in der Serie mit dem Song und ein lustiges Outtake. Und bei “Shut Up and Dance” habe ich auch genau das gemacht.

    Meine Grundschulzeit, als wir (meine Freundinnen und ich) gerade anfingen uns so für Musik so richtig zu interessieren, war stark von Britney Spears geprägt. Die Frau war unser Idol, sodass wir ihre Lieder rauf und runter gesungen haben und sogar ihren Film “Crossroads” gemeinsam geschaut haben. Ansonsten war ich da auch ein großer No Angels Fan und es ist eine kleine Welt zerbrochen, als die sich dann getrennt hatten.

    In der Realschule habe ich dann meine Vorliebe für Rock Pop und all die bekannteren Bands aus dem Genre entdeckt, aber auch unbekanntere wie Daughty, Boys like Girls usw. liefen bei mir rauf und runter. Da fallen mir spontan nun so lieder wie “Boulevard of Broken Dreams”, “Over You”, “Perfect”, “Photograph”, “Apologize” ein. Aber auch so Charts Gedöns wie die Pussycatt Dolls waren damals bei mir total angesagt. Und ich hatte mal ne Phase wo ich dann auch Rap gehört habe also Buschido, Sido, Eminem, aber bis auf letzteren ist das heute so gar nicht mehr meines.

    Besondere Erinnerungen habe ich ansonsten noch zu “Boys Boys Boys” von Lady Gaga (falls das so heißt), das lief nämlich immer in Italien in einem Schwimbad und hat so perfekt in die Zeit gepasst. Lustigerweise lief das meistens wenn mein Bester und ich dort ankamen. Auch 1,2 Step von Missy Elliot ist so ein Song zu dem ich eine besondere Verbindung habe, weil der immer bei den Autoscooter gespielt wurde und ich da da jedes Jahr mit meinen Freunden echt ne Schöne Zeit hatte und wir auch ernorm viel geld gelassen haben. Was Schulabschlüsse anbelangt war unser Song bei der BOS damals “Ein Hoch auf Uns”, weshalb ich den auch heute noch gerne höre.

    1. Ach, da hast du auch noch viel genannt, was ich total liebe! “Photograph”, “Apologize” und “Boulevard of Broken Dreams” habe ich eine Weile lang auch viel gehört – “Over you” läuft immer noch ständig!

      Rap habe ich auch nur ganz vereinzelt mal gehört … Meistens auch eher Lieder, in denen nur ein Teil gerappt ist. Aber generell mag ich diese Musik auch nicht richtig. Vielleicht, weil ich das so schlecht mitsingen kann?

      “Ein Hoch auf Uns” verbinde ich mit Trecker fahren – in dem Sommer, als das so oft lief, saß ich nämlich viel mit meiner Schwester gemeinsam auf dem Trecker und wir haben das Radio IMMER sehr laut gehabt. Musik will einfach laut sein, glaube ich. 🙂

      Liebe Grüße

  5. So toll geschrieben! Was fuer eine schoene Zeitreise. Ich habe auch schon tatsaechlich seit 5 Jahren die gleiche Playlist zum Joggen und hoere sie immer noch gerne :). Vor allem Lieder von Gentlemen laufen da immer rauf und runter. LG Jennifer

    1. Danke. 🙂
      Musik ist wirkliche etwas, was mich immer wieder in Erinnerungen versenkt. Da können nur noch die Fotos an meinen Wänden mithalten.
      Wow, dass du 5 Jahre schon mit der gleichen Playlist joggst, finde ich wirklich beeindruckend. Aber manche Musik ist eben einfach dazu gemacht, immer und immer wieder gehört zu werden.

      Liebe Grüße

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