Monatsrückblick – März

Hallo ihr Lieben! 

Der März in Kurzform? – Pony abzugeben. 
Tatsächlich hatte der Monat jedoch noch mehr zu bieten, sodass ich es vielleicht doch hinbekomme, einen richtigen Rückblick zu schreiben. Also, nicht ganz chronologisch :

Vegan lebe ich jetzt seit einem Monat. Es war ein Test, über den ich in den nächsten Tagen noch ausführlich berichten möchte. Soviel vorweg: Dauerhaft Vegan leben? Nein. Endlich wieder Omas Kuchen!

Meine Oma habe ich diesen Monat nur zwei Mal besucht. Beim ersten Mal war sie traurig, dass ich ihren Kuchen nicht essen konnte… Beim zweiten Mal habe ich dann was mitgebracht. Emma, ihr Hund hat sich über den Besuch gefreut. Vor einigen Wochen wurde ich noch regelmäßig angeknurrt. Dann durfte ich sie manchmal streicheln. Jetzt schmeißt sie sich neben mir auf den Boden, obwohl ich in ein Gespräch mit Oma vertieft bin. Und spielen darf ich auch mit ihr. 

Monatsrückblick März

Am ersten Wochenende war ich außerdem mit meinen Freunden essen. Buffet beim Mongolen. Erstaunlich, was man selbst als Veganer alles essen kann. Mal vom Essen abgesehen, war es außerdem lustig ohne Ende. Und mein Glückskeks war der Meinung, ich hätte auf das richtige Pferd gesetzt. Ich zweifle das an. 

Eine Leistenzerrung fiel vom Himmel. Plötzlich konnte ich mich nicht mehr bewegen. Zum Arzt gehen ist Sonntag abends übrigens auch nicht drin, denn ich hätte nach Marburg fahren müssen. Wenn man nicht laufen kann, geht das aber auch schlecht. 
Außerdem war schon der Artzbesuch am nächsten Morgen ein Abendteuer. Wegen Überfüllung wollte mich niemand haben… Und als ich dann am Ende der Welt einen Arzt fand, war naturlich alles voller Grippe. Ein Wunder, dass ich mich nicht angesteckt habe. 
Ganz weg sind die Schmerzen übrigens immer noch nicht. Für noch mehr Arzt fehlt aber die Zeit. 

Monatsrückblick März

Brötchen zum Frühstück sind schwieriger als erwartet. 1. Bäcker in Frankenberg sind Langschläfer. Vor sieben Uhr am Samstag keine Brötchen – in Korbach gibt es die ab fünf. 2. Vegane Brötchen? Nö. Erst der zweite Bäcker hatte welche. 
Aber irgendwie ging es dann doch und so konnte ich in netter Gesellschaft frühstücken. Und Battenberg anschauen. 

Mama und ich haben mal wieder was zusammen gemacht. In diesem Fall haben wir ihre Schafe gemeinsam in den Garten außerhalb der Stadt gebracht. Das wir uns auch zwei Mal Samstag abends verlabert haben, obwohl sie schlafen musste, versteht sich wohl von selbst, oder? 

Monatsrückblick März

Klettern wollte ich mit meinem Schwesterchen. Das mussten wir um zwei Wochen verschieben, weil ich nicht mal schmerzfrei laufen konnte. Dafür hatten wir am Ende sogar Begleitung von meinem Bruder! Und ja – das ist was Besonderes! (Okay, eine Besetzung für den vierten Platz im Auto gab es auch, aber die bleibt geheim.)
Dass ich eigentlich Höhenangst habe und nicht mal auf Leitern klettern kann, steht aber auch noch irgendwo in dieser Geschichte. Trotzdem bin ich höher als einen Meter gekommen – und war richtig überrascht von den Kletterkünsten meines Bruders.

Kletterhalle Willingen

Und dann war da noch die Arbeit. Zu wenig Zeit. Ich voll überfordert. Nach dem Arbeitstag keine Lust zu nichts mehr. Erst recht keine Bildschirme. Und trotzdem freue ich mich nicht auf’s neue Semester. Kann es sein, das gerade etwas schief läuft?

Ponyverkauf. Versucht habe ich es den ganzen Monat. Deprimiert hat es mich den ganzen Monat. Manche vielleicht-Interessenten waren nicht nett, andere hatten unrealistische Erwartungen. Fazit: Pony noch da. Will jemand? 

Monatsrückblick März

Reiten? Nunja. Ich saß drei Mal auf meinem Pony. Ein Mal, als ich es vorreiten musste – gedauert hat das keine fünf Minuten. Etwas später eine Stunde Reitunterricht. Mama habe ich das erst erzählen können, als ich es schon ein paar Tage um war. Sie hätte sauer sein können.
Und das dritte Mal war wieder Reitunterricht. Allerdings stieg ich nach wenigen Minuten wieder ab – heulend. Seitdem schäme ich in Grund und Boden.

Hobbys? Ich habe viel zu wenig Badminton gespielt, weil ich erst krankgeschrieben war und dann das Training noch zwei Mal ausgefallen ist. Und dann waren plötzlich schon Osterferien. Wenigstens kann ich heute noch mit einer alten Freundin ein bisschen Badminton spielen.
Gebloggt habe ich diesen Monat auch kaum – vor allem, weil ich keine Lust hatte. Stattdessen lag ich abends oft mit einem Buch im Bett.
Geschrieben wird auch nur wenig; überarbeitet fast gar nicht. So wird das nichts mit dem Traum vom eigenen Buch.

Fazit: “Lebenskrise”. Zumindest ein bisschen. Ich würde gerade gern einschlafen und erst wieder aufwachen, wenn ich sterbe. Hauptsache nichts mehr machen müssen.
Der März war also irgendwie auch ziemlich doof. Klar – es gab Highlights, aber alles in allem wird 2018 einfach nicht mein Jahr.

- geschrieben von Tabea -


10 Gedanken zu „Monatsrückblick – März“

  1. Es gibt solche Wochen, Tage, an denen läuft nichts richtig. Es ist nie alles gleich, und manchmal gibt das Leben dir Zitronen. Aber auch diese Phasen gehen vorbei, bestimmt. Ich versuche auch gerade aus einer schwierigen Phase herauszukommen und wieder Normalität einziehen zu lassen.

    Ich habe Verständnis für jeden, der sich vegan ernährt, für mich ist das nichts, ich esse ab und an Fleisch. Ohne Eier finde ich es auch schwierig und ich liebe Köse. Was mich an manchen Veganern stört, sie nehmen Ersatzprodukte, die oft chemische Keulen sind. Ich finde immer, so natürlich wie möglich sollte Ernährung sein.

    Tiere zu verkaufen ist nicht einfach, das weiß ich. Meine Freundin hat ihren Hund vor 2 Jahren verkauft, da erlebt man schon seltsames. Ich wünsche dir viel Glück, dass dir der Verkauf deines Ponys gelingt.

    Ein schönes Osterfest für dich, liebe Grüße, Bee

    1. Ich drücke dir die Daumen, dass du der schwierigen Phase auf Nimmer-Wiedersehen wünschen kannst. Nachdem bei mir in den letzten vier Monaten ständig alles schief läuft, merkt man mir langsam wirklich an, dass was nicht stimmt. Ein Bekannter begrüßt mich fast jedes Mal mit “Lach doch mal.”

      Verständnis für Veganer habe ich auch – aber für mich funktioniert das Konzept einfach nicht. Zumindest jetzt nicht. Die chemischen Keulen sind auch mein größtes Problem – aber ohne Joghurt, Käse und Quark fehlt mir was. Die Eier dagegen waren eher weniger ein Problem. Wenn unsere Hühner im Winter schlecht legen, esse ich auch fast keine.
      Doof sind aber vor allem die Nachmittage bei meiner Oma, wo wir beide traurig sind, dass ich den Kuchen nicht essen kann. Aber ich würde nie jemanden bitten, extra wegen mir was anderes zu backen / zu kochen. Fleisch einfach nicht essen ist was anderes als alles tierische zu meiden.

      Danke für das Glück – ich werde es brauchen!

      Liebe Grüße

  2. Moin Tabea,

    “Fazit: “Lebenskrise”. Zumindest ein bisschen. Ich würde gerade gern einschlafen und erst wieder aufwachen, wenn ich sterbe. Hauptsache nichts mehr machen müssen.” – Das klingt furchtbar traurig. Ich hoffe, du kommst nicht auf dumme Gedanken und es ist nur spontan nach dem eher bedrückenden März-Fazit aufgeschrieben und nicht wirklich ernst gemeint!

    LG Lin

  3. Ach Mensch, Liebes. Tut mir echt Leid, dass so viel bei dir gerade suboptimal läuft. Kein Wunder, dass dir die Geschichte mit Adena aufs Gemüt schlägt – und dann auch noch eine Leistenzerrung?! Du nimmst aber auch echt alles mit, was…? :/

    “Hauptsache nichts mehr machen müssen” – ich glaube, du packst dir immer verdammt viel auf deine To Do-Liste. Wirklich verflucht verdammt viel. Studieren, arbeiten, Pferd versorgen, Buch schreiben, Blog führen, die täglichen Doodles zeichnen, Badminton, Ernährungsumstellung (wenn auch nur auf Zeit), regelmäßig deine Familie und Freunde treffen und was nicht noch alles… uff.
    “I can do anything, but not everything”, hat mal ein kluger Mensch gesagt… das muss ich mir selber auch immer wieder ins Gedächtnis rufen. Gib auf dich Acht, bitte. <3

    1. Ja, ich nehme wirklich alles. Nur Grippe fehlt noch auf meiner Liste … das kommt sicher nächste Woche oder so.

      Ich weiß gar nicht richtig, warum immer alle sagen, dass ich so viel mache. Ich meine, wenn ich nichts mache, was soll ich dann tun, um mich nicht zu langweilen? Sobald ich keine Beschäftigung habe, denke ich zu viel über Dinge nach, über die ich nicht nachdenken sollte. Das Ende der Geschichte ist dann, dass ich heulend im Bett oder auf dem Boden liege. Deswegen bin ich froh über jeden, der was mit mir unternimmt – auch, wenn sich das meistens auf einen Tag in der Woche beschränkt. Höchstens zwei. Und das Pony hat ja Vollpension – ich muss da nicht hin, aber ich wüsste nicht, was ich sonst tun könnte. Und studieren und arbeiten läuft ja auch nur wechselweise, nicht gleichzeitig.

      Mal sehen, wie es weitergeht.
      Liebe Grüße

  4. Ohje der Monatsrückblick hört sich überwiegend negativ an 🙁 Fühl dich gedrückt, es kommen auch wieder andere Zeiten. Manchmal denkt man, alles und jeder ist Scheiße… Aber Kopf hoch, weiter gehts und alles macht dich nur stärker 🙂
    Das mit deinem Pferd ist einfach krass und tut mir recht leid. Wie gehts dir körperlich mit deinen Beschwerden? Ich hoffe, es heilt alles schnell und du bist wieder rundum fit. ♥
    Aber ich finde es gut, dass du merkt, dass es so nicht weitergehen kann und deine Gesundheit geht einfach vor!
    Lebst du weiterhin vegan?

    Das Tanzverbot ist mir an sich egal am Karfreitag 😀 Bin eh nicht so die Discogängerin mehr. Aber gerade, dass man kein Fleisch aber Fisch isst finde ich markaber… Lebewesen ist doch Lebewesen? Deshalb halte ich davon gar nichts…

    1. Was meinen Körper angeht, kann ich Entwarnung geben. Ich kann wieder laufen gehen und hab mich diese Woche im Fitnessstudio angemeldet. Und da ich nicht mehr reite, bleibt das hoffentlich auch eine Weile so. Kaputte Knochen sind das Nervigste, was es gibt! (Neben den Kopfschmerzen)
      Vegan habe ich wieder aufgeben. Ich liebe Joghurt einfach zu sehr 😀 Und ich sehe keinen Sinn darin, mir so viel zu verbieten, was ich gern mag. Es fühlt sich einfach zu sehr nach Essstörung an. Und das habe ich mir schon zu lange angetan – und meiner Familie auch.

      Liebe Grüße

  5. Ohje das hört sich aber gar nicht gut an, aber solche Phasen kenne ich auch. Mir fällt es da aber auch schwer das Positive zu sehen und mir zu sagen ,dass es wieder aufwärts geht. Doch das tut es immer und dann kann man über diese Zeit auch wieder lachen und geht stärker daraus hervor ;). Ich drücke dir also die Daumen, dass es bald wieder besser für dich läuft.

    Das mit der Leistenzerrung hört sich aber auch übel an. Mein Bester Freund hatte mal einen Leistenbruch, der lange Zeit nicht erkannt wurde. Er ist da über Monate ständig zum Arzt mit Schmerzen und hat es ewig gedauert, bis das diagnostiziert wurde. Somit habe ich mitbekommen, wie übel das ist. Auch hier gute Besserung ;).

    Dass du trotz Höhenangst geklettert bist, hut ab. Meine Mum hat ja auch Höhenangst, die kann an sowas gar nicht ran. Ich persönlich würde ja auch gerne mal in eine Kletterhalle, auch wenn ich befürchte das ich Sportmuffel es nicht so weit nach oben schaffe. Aber macht bestimmt ne Menge Spaß.

    Zu deinen Gefühlen zum Studium. Das hört sich echt nicht so gut an, vielleicht ist das dann doch nicht dein Studiengang? Vielleicht hilft dir da ja ein Gespräch mit der Studienberatung weiter, die sind dafür ja da und nehmen sich da auch Zeit für die Studenten.

    1. Das Daumendrüken hat geholfen – über Ostern hat mein Leben sich tatsächlich wieder gefangen. Ich war lange nicht mehr so glücklich 🙂

      Ach, keine Angst vor der Kletterhalle! Das kann man auch als Unsportlicher Mensch. Habe ich getestet. Bei mir kam erst die Angst und dann die Erschöpfung. 😉 Und es macht riesigen Spaß – selbst auf halber Höhe.

      Ich weiß auch nicht, ob das der richtige Studiengang ist – aber ihn abzubrechen, kann ich mir finanziell nicht leisten. Und unsere Studiengangsleitung kann mich nicht leiden. Da will ich nicht hin.

      Liebe Grüße

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