Monatsrückblick Juni

Hallo ihr Lieben,

gefühlt ist der letzte Monatsrückblick EWIG her. Ich meine, der Beitrag für den Mai ist schon VOR der Hessentag entstanden … und alles vor dem Hessentag fühlt sich fast wie ein anderes Leben an. Aber egal, von vorne:

Der Hessentag ging Anfang Juni zu Ende. Leider ging es auch körperlich mit mir so sehr bergab, dass ich am Ende die Karte für Just 90s verkauft habe, obwohl ich echt gerne hingegangen wäre. Aber nach einem Wochenende, an dem ich es mal etwas ruhiger angehen ließ, war ich dann immerhin zur Helferfete wieder fit!

Monatsrückblick Juni

Nach dem ganzen Spaß ging dann das echte Leben weiter – zwischen Helferfete und der ersten WICHTIGEN Klausur lagen genau vier volle Werktage. Und das ohne Kaffee. Und mit schmerzender Hüfte (wie habe ich das eigentlich hinbekommen?) und mit Erkältung. Ich hätte mir schöneres vorstellen können, machte tagelang keinen Sport, sagte allen möglichen Leuten ab, starb jede Nacht an der Erkältung und quälte mich IRGENDWIE durch die Cambridgeprüfung. Mensch, ihr glaubt nicht, wie ich mir in meiner Tatenlosigkeit selbst auf die Nerven gegangen bin.

Am 12. Juni musste ich dann wohl oder übel einsehen, dass ich schon wieder älter bin. Gefeiert habe ich das mit 8 Stunden Sozialkompetenz-Vorlesung, einem Besuch im Pferdestall und Fitnessstudio. Das kommt davon, wenn alle arbeiten müssen, am Arsch der Welt wohnen oder krank sind.
Aber Geburtstage haben auch Vorteile: Ich habe jetzt ein neues Fahrrad! (Wobei ich mir das so oder so gekauft hätte.)

Das neue Fahrrad musste natürlich auch eingeweiht werden – gut, dass ich auf dem Hessentag jemanden kennengelernt habe, der auch gern Fahrrad fährt. Wir sind dann ein bisschen am Edersee rumgeradelt – und weil mir das nicht gereicht hat, habe ich dann die 20 km von Herzhausen nach Frankenberg hinten drangehängt. Hat auf jeden Fall Spaß gemacht!

Das Wochenende danach hatte es übrigens auch wieder in sich. Samstag Schule. Sonntag Morgen: Tabea lässt sich eine Startnummer geben und läuft 10 km beim Fitnesslauf in Frankenberg. Normalerweise wäre das ja gar nicht so schlimm, aber ich habe fünf Wochen vorher aufgehört zu trainieren, weil immer irgendwas wehtat oder ich totmüde oder krank war. Keine Ahnung, wie ich es überhaupt durchs Ziel geschafft habe.
Danach wollte ich eigentlich entspannt was essen und dann zum Zug – aber WhatsApp hat mir mitgeteilt, dass meine Schwester zu Hause ist. Also sprang ich dann doch ins Auto und nahm den gigantischen Karton vom Fahrradkauf mit, als ich nach Korbach fuhr. Mama hat nämlich mehr Platz in ihrer Tonne als ich.
Mit Mama und Schwester habe ich dann eigentlich nur gelacht. Okay, und meinen Karton in die Tonne gestopft. Und beim Obstsalat-machen geholfen. Aber nach dem Essen wollte ich dann auch schon wieder gehen. Aber nicht nach Hause, sondern mich mit einem der anderen Fotoscouts vom Hessentag treffen und fotografieren.
Ja … danach kam ich sogar noch mal bei meiner Schwester vorbei; sie drehte mir LECKERE Kirschen an und ich jammerte. Denn IRGENDWIE tat einfach ALLES weh. UPPS.

Monatsrückblick Juni

ALLES tat auch in den folgenden Tagen noch weh – Muskelkater des Todes. In den Beinen vom Laufen und im Bauch vom Lachen. Die Schule ließ auch wieder grüßen – Halleluja, da ist ja noch eine Klausur am Freitag. Trotzdem MUSSTE ich Dienstag noch mal zu meiner Mutter, weil ich da mal kurz ihre Meinung brauchte. Der Bonus war dann, dass wir zusammen zu ihren Schafen geradelt sind und ich die Tierchen ENDLICH fotografiert habe. Ich glaube, in den zwei Jahren, die wir die Viecher schon haben, habe ich noch kein anständiges Bild davon gemacht.
Doof war nur, dass ich um 1 Uhr den Zug nach Hause nehmen wollte, damit Mama nicht weiter aufgefallen ist. Also doof war nicht, dass ich den Zug nehmen wollte, sondern dass da einfach keiner fährt. Normalerweise stündlich von Korbach nach Frankenberg, aber eben nicht mittags um 1. Tja – und da dachte ich mir: Okay, mein Fahrrad fährt mich. Fazit: Wenn ich eine Stunde auf den Zug warten muss, bin ich mit dem Fahrrad schneller Zuhause. Dauert nur 86 Minuten.

Mein neues Objektiv musste(=wollte) ich zwischendurch auch noch testen. Also bin ich auf die Suche nach schwarzen Dingen gegangen, denn da war ja noch das Fotoprojekt. Geworden sind es ein paar schwarze Kühe – die anderen Bilder von dem Ausflug durchs Feld waren irgendwie nichts besonderes.

Geritten bin ich auch endlich mal wieder – war schön und warm. Haha, hab mir extra den letzten Sommertag vor dem Temperatursturz dafür ausgesucht. Anschließend war dann auch schon das letzte Badmintontraining vor der Sommerpause. Könnte sein, dass ich es ziemlich blöd finde, dass die ganzen Sommerferien kein Badminton ist.

Am letzten Wochenende bin ich einfach mal um 3:50 aufgestanden, nachts. War schon fast hell. Und dann gab es eine XXL-Dosis Kuhstall für mich und ich kann nur sagen: Ich liebe Kühe!
Anschließend ließ ich mich typisieren und lief mit Schwesterchen zu meiner Oma. Mein Onkel war schließlich da. Da ärgerte ich dann noch mal kurz den Hund mit der Kamera … er mag sowas ja nicht, aber mit längerer Brennweite konnte ich ja sooo weit weg, dass er fast nichts “gemerkt” hat.
Und dann war das Wochenende noch nicht zu Ende – jemand in Arolsen wollte besucht werden und ich laberte meine Schwester stundenlang voll. Ach, und einen Zug habe ich auch verpasst.

Die geplante Wanderung letzten Montag ersetzten meine Schwester und ich durch eine Fototour in unserem neu-entdeckten Stadtpark in Korbach, weil kein Zug pünktlich zum Startpunkt der Wanderung führte. Ich glaube, ich fand das kein bisschen schade.

Das verlorene WM-Spiel gegen Südkorea fand ich übrigens klasse – endlich hört dieser Fußballwahn wieder auf. Ich fand es nämlich dezent nervig, dass sogar Vorlesungen wegen spielen verschoben wurden. Und mal ganz ehrlich: Warum interessieren sich zur WM plötzlich fast alle für Fußball, obwohl die meisten von denen sonst kaum Fußball schauen?

Abschließend kann ich noch sagen, dass mein Juni von Gefühlschaos geprägt war. Die meiste Zeit habe ich zwar lachend oder zumindest lächelnd verbracht, wenn ich Gesellschaft hatte, aber trotzdem gab es da auch andere Momente. Die Leute, die das aushalten mussten, tun mir doch ein bisschen leid.

6 Gedanken zu „Monatsrückblick Juni“

  1. Herzlichen Glückwunsch ganz nachträglich (wo du schon mal am gleichen Tag wie ich hast ^^)
    Ein Rad hab ich mir auch quasie als Geburtstagsgeschenk von mir für mich,gekauft. Wurd aber auch Zeit. Hatte ewig keines mehr. Kein Platz ein Rad unter zu stellen in den Mietswohnungen. Mein altes hab ich damals meinem Bruder gegeben,der dringend eines für den Arbeitsweg brauchte.

    *lach* werd erst einmal 36,dann reden wir über´s sich alt fühlen 😛
    20 fand ich klasse irgendwie. Weiß nicht wieso,weshalb,warum … aber so vom Gefühl her,mocht ich das Alter. Die Zeit und was damals passiert ist,eher weniger ^^
    Wobei´s jetzt auch nicht anders ist. Ich ignorier schlichtweg die Zahl die mir mein Geburtsjahr sagt. Find´s generell wesendlich entspannter als die Zeit u 20 und Pupertätszeit.

    Ich zieh auch mein nicht-Interesse an Fußball zu WM/EM-Zeiten durch. Bzw. ich gucke generell keine Sportart im TV. Und find das ewige Theater drumrum/Wochen vorher, ziemlich nervig. Alles ist mit einem Schlag Fußball.
    Hier im Haus geht´s zum Glück. Schwiegerpapa guckt Fußball …. mein Mann eher weniger bzw. ist so ein WM/EM-Gucker,SchwiegerOma guckt auch nur Schwiegermama und ich sind da eher zurückhaltend und schauen höchstens um´s Eck um den Spielstand zu erhaschen 😉

    Eine schöne Woche dir 🙂
    L.G
    Blackmoon

    1. Danke! Dann sende ich mal herzliche Glückwünsche zurück!

      Aber ein Leben ohne Fahrrad? Könnte ich nicht. Ich würde eher das Auto abgeben, als mein Fahrrad (auch, wenn ich dann wohl auch den Job wechseln müsste …)

      Für mich ist 20 auch schon alt … zumal ich behaupten würde, das 17 mein Lieblingsalter war. Doof nur, dass ich von diesem Lebensjahr herzlich wenig hatte, weil da nur dumme Sachen passiert sind. Aber zwanzig ist irgendwie … rund, glatt, langweilig. 😀 Aber was Entspannung angeht: Hahahahaha. Ich doch nicht. Man ist ja nur ein Mal jung. Ich drehe durch, wenn ich mehr als ein, zwei Tage Ruhe habe.

      Schön, dass es doch noch Menschen gibt, die Fußball nicht lebenswichtig finden, sofern WM ist. Man kann ja nicht mal Chips kaufen, ohne dass die plötzlich schwarz-rot-Gold verpackt sind.

      Liebe Grüße

  2. Scheiß auf das Alter, es geht ja offensichtlich gerade ziemlich rund bei dir und das ist doch das, was dein Leben ausmacht: Die Dinge, die passieren, und was sie mit dir machen. Wie alt du bist, ist egal, aber wenn du eine gute Zeit hast, halt sie fest. Und wenn du mal ne schlechte Zeit hast – dann sei dankbar für die Menschen, die dir da durch helfen, schließ sie ab und widme dich danach wieder den guten Dingen, um eine Erfahrung bereichert. Das funktioniert für jeden und für jedes Alter und unabhängig davon, was andere denken, was man tun oder getan haben sollte. 🙂

    1. Wahrscheinlich hast du Recht und das Alter ist verdammt egal. Was mich mehr als das Alter nervt, ist eigentlich der Körper. Sich jeden zweiten oder dritten Tag vom eigenen Kreislauf auf Standby schalten zu lassen, nervt auf Dauer… Und das ständig irgendwelche Gelenke oder Muskeln oder Ähnliches wehtun … nunja.
      Und die andere Sache ist halt die Schule … wenn es mehr als 8 Stunden Unterricht sind, liege ich danach im Bett, statt Dinge zu machen, die Spaß machen. Weil eben dann der Kreislauf nicht mehr will … Und jetzt, nach 3 Tagen intensivem lernen, fängt es wieder an, dass ich den ganzen Tag heulen könnte.
      Es ist halt immer so ein Seiltanz: Ein bisschen zu wenig los in meinem Leben und ich versinke in Selbsthass; ein bisschen zu viel Schule und ich bin total kaputt. Und: Je besser der Tag, desto schlimmer der Moment, in dem man merkt, dass er vorbei ist.

      Und dann noch diese Texte: Wenn ich sowas schreibe, will ich am Ende eigentlich nicht mal wahrhaben, dass das stimmt.

      Liebe Grüße

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