Letztens gelesen – Nr. 9

Hallihallo!

Ich habe mal wieder gelesen. Irgendwann sind mal zwei Bücher am gleichen Tag “fertig” geworden – danach hatte ich dann gar keine Lust mehr, zu lesen. Das war richtig merkwürdig und ungewohnt.
Der E-Reader schreit auch danach, wieder mehr benutzt zu werden. Alle beide – wobei ich sagen muss, dass ich den Kobo inzwischen lieber als den Kindle mag. Der Touchscreen ist einfach praktisch, wo ich doch so gern in Bücher “reinmale”. (Ja, ich habe tatsächlich schon Bilder in Bücher gemalt – über den Text. Damals haben wir den Sandmann in der Schule gelesen und mir war im Unterricht langweilig. Gut war nur, dass meine Lehrerin es gut fand, dass ich ins Buch gemalt habe – Jeder andere Lehrer hätte geschimpft, oder?)

Als ich dann auch noch angefangen habe, wieder Sport zu machen, war es mit dem Lesen plötzlich ganz vorbei. Also heute nur wenige, gelesene Bücher und die Hoffnung, dass es bald wieder besser wird.

Der Turm der Ketzerin

Der Turm der Ketzerin

Historischer Roman von Deana Zinßmeister
2018 bei Goldmann erschienen
Kaufen: Amazon*
Dieses Buch habe ich als Rezensionsexemplar erhalten.

Handlung:
(Klappentext) Frankreich 1588. Der junge Pierre wuchs im katholischen Glauben auf, bis er erfahren musste, dass er als Hugenotte geboren wurde. Aufgrund der verheerenden Glaubenskriege im Land war sein Vater jahrelang gezwungen, ihre Religion zu verheimlichen. Während seine Schwester Magali dem Katholizismus treu bleibt, möchte Pierre nun zu seiner ursprünglichen Religion zurückkehren. In La Rochelle verliebt er sich in die Hugenottin Florence. Doch die strengen Sitten- und Lebensvorstellungen ihrer Familie stehen ihrer gemeinsamen Zukunft im Weg. Und dann wird der neue Glaube auch noch zur Gefahr für die beiden Liebenden …

Meine Meinung: Die Perspektive und der Schauplatz wechseln oft – und anfangs waren es mir viel zu viele Geschichten und Namen. Aber schon nach kurzer Zeit fügt es sich zusammen.
Irgendwie fand ich den Roman sehr gut, weil ich bisher noch nicht viel über Hugenotten gelesen habe. Dass sie damals solche Probleme hatten, konnte ich mir nicht vorstellen. Zudem war auch das Ende des Romans nicht vorhersehbar. Der Schreibstil war übrigens auch flüssig und die Kapitellänge angenehmen. Ich hatte außerdem keine Probleme mit Fremdwörtern und französischen Wörtern; sonst passiert mir das bei Romanen, die außerhalb vom deutschsprachigen Raum spielen, leider sehr oft.

Bewertungsskala - Vier Hühner

(Rezensionsexemplar. Das Buch wurde mir von Goldmann zur Verfügung gestellt.)

Werbung: Der zauberhafte Trödelladen

Liebesroman von Manuela Insula
erscheint 2018 bei Blanvalet
Kaufen: Amazon*
Ich habe das Buch vorab im Rahmen der Aktion “Hello Sunshine” gelesen. Es handelt sich um ein Rezensionsexemplar.

Handlung: Ruby betreibt einen Antiquitäten-Laden in der Valerie-Lane. Leider läuft das Geschäft schlecht, ihr Vater benimmt sich eher wie ein Kleinkind und ihr fehlt der passende Mann im Leben. Aber mit einem Pflegefall-Vater kann man eben auch schwer einen fingen, oder?

Meine Meinung: Nachdem ich zuvor “Der Teeladen zum Glück” von Manuela Insula gelesen habe, fand ich es sehr schön, dass der Handlungsort und die Figuren die gleichen geblieben sind.
Obwohl der Schreibstil flüssig ist, bin ich ein paar mal gestoplert, wenn Anmerkungen zur Schriftart im Text standen. Das wirkte auf mich, als währe das Ebook nicht fertig formatiert worden. Zudem bestanden mehr als 10 % des Buches aus der Leseprobe für den Folgeband, was ich auch eher schade fand. Auch der Erzähler gab mir manchmal das Gefühl, von außen zuzusehen, statt die Geschichte mitzuerleben.
Die Handlung an sich war ein wenig vorhersehbar, finde ich. Das liegt aber wohl hauptsächlich an meinen Erwartungen an Liebesromane und daran, dass ich bereits einen anderen Teil der Reihe gelesen habe.

Bewertungsskala - Vier Hühner

(Rezensionsexemplar. Das Buch wurde mir von Goldmann zur Verfügung gestellt.)

Die Zukunft liegt hinter uns

Die Zukunft liegt hinter uns

Ederseekrimi von Gisela Albrecht
2017 beim Verrai-Verlag erschienen
Kaufen: Amazon*

Handlung: Plötzlich kommt Frank abhanden. Sowohl die Geliebte als auch die Ehefrau des Mannes sind besorgt.
Dass nahezu zeitgleich ein Mord geschieht, macht es nicht besser.

Meine Meinung: Ederseekrimi hin oder her – sollte das ein Reiseführer oder ein Krimi werden? Beim Lesen war ich wirklich genervt von der Beschreibung des Waldecker Landes. Ich meine – ich lebe hier. Und ich weiß daher sehr gut, dass niemand “Hessenklinik” zum Krankenhaus in Korbach sagt. (Ich war einige Tage nach dem Lesen sogar im Krankenhaus in Korbach – da steht nirgends was von Hessenklinik. Das Ding heißt Stadtkrankenhaus Korbach. Nur im Internet findet man das mit der Hessenklinik …) Und: Als ich von dem Blitzer in Meineringhausen las, hätte ich ausflippen können. Es sind nämlich zwei Blitzer.
Davon ab hat mir der Schreibstil nicht wirklich zugesagt und ich fand die Protagonistin einfach doof. Warum geht sie in ihrer Panik ständig an bekannten Touristenplätzen spazieren? Wohl nur, um mehr über die Gegend phaseln zu können.

Den Edersee-Krimi würde ich also nicht weiterempfehlen. Und meine Oma, die mir das Buch abgedreht hat, ist der gleichen Meinung.
Davon ab wirkt der Einband ziemlich billig – und das Buch ist trotz des geringen Umfangs eher teuer.

Bewertung: ein Huhn

Sabbatical

von Gunnar Homann
2017 bei Goldmann erschienen
Kaufen: Amazon*
Es handelt sich um ein Rezensionsexemplar.

Handlung: seit vier Jahren spart Viktor für ein Sabbatical. Blöderweise verschiebt sein Freund den geplanten Roadtrip und schleift ihn stattdessen auf einen künstlerischen Workshop, weil die Flamme des Freundes diesen leitet.
Wie soll der arme Mann die ganze Woche voller Kunst überleben, obwohl er seinem Freund die Frau doch schon längst aus dem Kopf getrieben haben wollte?

Meine Meinung: Ein Buch, das mir erst seltsam erschien. So ganz sympatisch war mir der Protagonist nicht, aber am Ende war es doch spannend und flüssig zu lesen.
Ein bisschen vorhersehbar kam es mir am Ende vor – aber das wahrscheinlich auch nur, weil ich zu viele Bücher lese, in denen irgendwelche Liebesbeziehungen auftauchen.
Ich muss allerdings sagen, dass ich das Buch zwar nicht schlecht fand, aber es auch gut mal zwei Tage liegen lassen konnte. Es hat nicht nach mir gerufen – so spannend war es nicht.

Bewertung: drei Hühner

(Rezensionsexemplar. Das Buch wurde mir von Goldmann zur Verfügung gestellt.)


Die Reihe “Letztens gelesen” erscheint bei mir alle 1-2 Monate, vorzugsweise am 9. Tag des Monats. In den Beiträgen stelle ich gesammelt alle Bücher vor, die ich in der Zwischenzeit gelesen habe, und spreche entweder eine Empfehlung aus oder rate euch begründet von einzelnen Werken ab.
Gesammelt findet ihr hier alle bisherigen Posts dazu.

10 Gedanken zu „Letztens gelesen – Nr. 9“

  1. Jaaah, das mit den regionalen Krimis ist so eine Sache… ich hab auch mal den ein oder anderen aus der Gegend hier gelesen. Größtenteils scheinen diese Bücher wirklich darauf zu bauen, dass die Leser von den Beschreibungen ihrer Heimat entzückt sind (“Mensch, die Straße kenn ich!”) und damit weniger auf die Storyline oder den Stil achten… ahem. Ich fand die auch ganz schön mau und mache mittlerweile einen Bogen darum. Wenn die Schilderungen der Örtlichkeiten dann auch noch falsch sind so wie bei dem von dir gelesenen Buch, ist das ja nochmal eine Spur dämlicher – dann fragt man sich ja, ob der Autor sich überhaupt auskennt und seine Hausaufgaben gemacht hat…?

    Der Roman über die Hugenotten klingt spannend, den muss ich mir merken!

    Liebe Grüße
    Anne

    1. Ich glaube, von regionaler Literatur werde ich auch erst mal ein bisschen Abstand nehmen. Ist ja schon verwunderlich genug, dass das in einem Stuttgarter Verlag erschienen ist.
      Aber falls du das Buch mit den Hugenotten haben willst – meins sucht einen neuen Besitzer 😉

      Liebe Grüße

  2. Liebe Tabea,
    Ja die lieben Regionalkrimis. Ich schreibe dazu gerade an einem Artikel, der vermutlich Ende April erscheinen wird.
    Ich liebäugle die ganze Zeit schon mit den Büchern von Manuela Insula. Ich finde die Titel klingen so schön und die Cover reizen mich auch. Nach deiner Meinung klingt es ganz nach einem Buch für mich.
    Ich setze es dann ma auf meine Wunschliste.
    LG Kerstin

    1. Irgendwie mag ich die Bücher von Manuela Insula auch ganz gerne – ab und zu brauche ich sowas. 😉

      Meine Bücherwunschliste ist schon endlos lang – und der SuB ebenfalls verdammt hoch. Im Moment komme ich mit Lesen wirklich nicht hinterher 😉

      Falls du “Der kleine Teeladen zum GLück” lesen magst, kannst du mein Taschenbuch haben! Ich suche noch jemanden, der es haben will.

      Liebe Grüße

  3. Diese ganzen Krimis mit bestimmter Region zum Thema nerven mich eh schon lange. Ich finde die zum größten Teil echt nicht gut… aber manche sind ja mega-erfolgreich. Warum auch immer.
    Gerade die Heimatkrimis aus meiner Region sind für mich kaum zu lesen, da schäme ich mich oft schon fremd, wenn mal wieder Dialoge im Dialekt verfasst wurden. 😉

    1. Das mit dem Dialekt stelle ich mir auch schlimm vor. Da bin ich froh, dass es hier so gut wie keinen gibt. Aber trotzdem sind Heimatkrimis jetzt bei mir auch eher raus. Interessant wäre es höchstens, mal einen aus einer anderen Region zu lesen und zu vergleichen.
      Liebe Grüße

  4. Diesmal nix für mich dabei, aber so überzeugend waren die Bücher ja anscheinend auch nicht. Dafür nehme ich auf meine Reise nächste Woche “Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki” mit, das hatte ich nach deiner Rezension ja aus der Bücherei geholt. Durch meinen Umzug war dann aber wenig Zeit zum Lesen… dafür bin ich auf das Buch angesprochen worden, weil auch Gäste davon gehört hatten. “Der Tag X” liegt auch noch hier, wobei das ja etwas schwerere Kost ist, das liest sich nicht so gut im Zug oder vor dem Schlafengehen.

    Und vielleicht versuche ich mich danach auch mal an Kurzrezensionen… mit Büchern habe ich das noch nicht probiert, aber mit CDs / Filmen tu ich mich immer sehr schwer.

    1. Dass du sogar auf das Buch angesprochen worden bist, finde ich interessant! Das ist wohl der Vorteil davon, wenn man Taschenbücher und Hardcover statt eBooks liest 😉

      Ich muss über meine Rezensionen auch noch mal nachdenken – irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass sie in der Form irgendwem etwas bringen. Allerdings fällt es mir immer schwer, viel zu einem Buch zu sagen – wenn ich was auszusetzen habe, kommt mir das kleinlich vor. Wenn ich was gut finde, kann ich das selten konkret benennen.

      Liebe Grüße

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