Montag, 5. Februar 2018

[erlebt] Kappenball – zum fünften Mal!

Hallo ihr Lieben!

Ende Januar stand mal wieder der Kappenball auf dem Programm. Mitten in der Klausurenphase, wann auch sonst?
Egal, dachte sich ein Mensch namens Tabea, man ist ja nur ein Mal jung.

Die liebe Carla zerbrach sich den Kopf über ein Gruppenkostüm, einige Gruppenmitglieder sprangen ab, andere kamen dazu. Und am Ende waren wir dann vier Mädchen, die als Cheerleader auf dem Kappenball antanzen wollten.

Mit einem kurzen schwarzen Rock lief ich also zum Bahnhof, als der Samstag endlich da war. War kalt in Frankenberg, aber als ich in Korbach ankam, merkte ich, dass es da noch kälter war. Mama würde sagen: „Ich weiß schon, warum du weggezogen bist.„, denn in Frankenberg ist es immer ein paar Grad wärmer als bei ihr in Korbach.

Nachdem ich mich darüber gewundert hatte, wie mein Auto eingeparkt war, ging ich zu Carla. Die anderen Mädels waren schon da, hatten das Vortrinken schon mal ohne mich angefangen. Kein Problem – ich durfte ja eh nicht. Autoschlüssel lässt grüßen.
Danach mussten noch Locken gemacht, Steine ins Gesicht geklebt und Leute geschminkt werden. Und Leute – Steine aufkleben ist wirklich eine Wissenschaft für sich. Ich entschuldige mich bei alle meinen Freundinnen, bei denen ich irgendwas schief angeklebt habe!

Pünktlich um, naja nicht mehr ganz 9 Uhr, rief ich alle dazu auf, mir zu folgen: „Wir nehmen den schwarzen kleinen Fluchtwagen. Und keiner schmeißt seine Tasche auf meine Eier, ok?

Taschen wurden verladen, und beim Einsteigen kam dann die Frage: „Und wo sind jetzt die Eier?“, weil sich ein Mensch nicht auf die Dinger draufsetzen wollte. Diese Freundin konnte ich beruhigen, da die Eier im Kofferraum deponiert waren, doch dann meinte Carla plötzlich, dass sie auf irgendwas draufsitzt.
Ach, das ist die Warnweste.
Okay, Warnweste beiseite. Ein paar Scherze durften meine Mitfahrer über den Ordner machen, den ich im Auto liegen hatte.
Ich: „Das ist mein Schulordner.
Sie: „Ach, und deswegen ist der leer?
Denkt euch euren Teil.

Kappenball 2018

Und dann stellte Carla fest, dass irgendwas Spitzes sich in das Polster und ihr Poster bohrt. War dann wohl ein Haken – aber fragt nicht, warum ich den im Auto hatte. Weiß ich selbst nicht.

Also: Das macht schon mal einen witzigen Abend, bevor wir überhaupt auf dem Kappenball ankamen. Ich fluchte noch ein bisschen über die kurvigen Straßen und das Auto, dass bergauf immer langsamer wurde, doch dann parkten wir endlich und gingen die letzten Schritte zur Halle. Es könnte sein, dass ich etwas – Hm, überdreht? – war, denn Carla meinte, so wünsche sie sich das. Keinen Tropfen Alkohol getrunken und trotzdem so drauf.

Kaum waren wir in der Halle, hatte ich plötzlich ein paar Ausweise und Portemonnaies mehr… Ja, so ist das als Fahrer und Packesel dann wohl.

Die ersten Kurzen wurden vernichtet, solange man noch bis an die Theke durchkam. Als wir tanzen wollten, wollte die Band Pause machen.
Als wir zwei ehemalige Klassenkameraden suchen gingen, fand wir auch noch einen dritten. Ich meinte noch, dass ich auf den hätte verzichten können, weil mein Gespräch mit ihm am Montag nicht freundlich geendet hat, sondern eher mit „Freundschaft over.“

Es folgten mehrere Stunden tanzen. Zuerst gab es nur Schlager, die weder mich noch eine meiner Freundinnen begeistern konnten, doch dann kam besserer Musik.

Und dann… Mh, ja. „Shut up and dance“. Und es könnte sein, dass ich dann doch mit dem nicht-mehr-Freund tanzen wollte, weil das eben das Lied war, wegen dem ich zu meinem eigenen Abiball überhaupt hingegangen bin. Weil er mich eingeladen hat.
Könnte auch sein, dass er betrunken genug war, um nicht abzulehnen. Jedenfalls meinte eine meiner Begleiterinnen auf dem Rückweg: „Ich hab gesehen, dass du mit ihm getanzt hast.
Ich: „Ich habs auch gesehen. Ich war dabei. Bei vollem Bewusstsein – ich kann mich nämlich nicht erinnern, was getrunken zu haben.
War das ein Versöhnungstanz?
Nein.
Nein, das war ein „Es ist Kappenball und da kann man sowas ja mal machen“-Tanz. Zumindest glaube ich das.

Und der Rest des Abends? Schön, laut und wiederholungsbedürftig. Wobei wir uns nächstes Mal ruhig eine Verkleidung überlegen könnten, die noch kürzer ist. Verdammt, warum sind Hallen immer so warm?

Ach, und meine Totalblamage, die ich hinlegte, als wir fahren wollten – die kehren wir mal schön unter den Tisch. Das ist was, worüber ich mich lieber nur mit den beiden Mädels unterhalte, die das Live miterlebt haben. 😉

Joar… Und dann kam ich also irgendwann nach Hause, nachdem ich wieder die Kurven auf der Strecke vom Kaff nach Korbach gehasst und in Korbach die Mitfahrer ausgesetzt habe. Kurz vor drei, ich stelle fest, dass ich kein Abschminkzeug besitze, weil ich ja auch kein Schminkzeug habe.
Okay, probiere ich es halt mit Wasser. Und dann starrt mich ein Panda aus dem Spiegel an. Hupps.
Mir fiel wieder ein, dass meine Stiefmutter uns vor Jahren mal Kinderschminke mit Öl abgewaschen hat. Den Versuch war es mir wert, denn als ratloser Panda kamen mir auch keine Alternativen in den Sinn. Olivenöl hat tatsächlich geholfen.

Und als ich dann ein paar Stunden später wieder aufwachte, hatte ich keine Stimme mehr, aber dafür Kopfschmerzen. Und letzteres kann ich nicht mal auf den Alkohol schieben, weil ich ihn nicht getrunken habe. Wahrscheinlich werde ich einfach alt, mit 19 Jahren ist das doch normal, oder?

Na gut. Ich suche dann mal die nächste Kirmes raus, zu der ich die lieben Mädels mitschleppen kann.

- geschrieben von Tabea -


4 Kommentare zu [erlebt] Kappenball – zum fünften Mal!

  1. engy am

    …hihihi… Kurven egal …Antifreundtanz egal.. Hauptsache es hat dir Spaß gemacht! …und mit Pandaaugen habe ich auch so meine Probleme… ach und stimmt… 19 ist verdammt alt 😉 …wenn man 9 ist :p

    L*Grüssle
    engy

  2. Caro am

    Klingt als hättest du verdammt viel Spaß gehabt 😉 Und ich bewundere echt, dass du so einen schönen Abend hattest, trotz des Freundes, des fehlenden Alkohols und der Fahrt!
    Ich würde dich ja gerne noch im Kostüm sehen 😉
    Liebe Grüße

    • Also fehlender Alkohol ist für mich eher ein Grund, mehr Spaß zu haben. Ich mag das Zeug einfach nicht und bin dann froh, wenn mich der Autoschlüssel verteidigt. 😉
      Das Foto im Kostüm kann ich leider nicht zeigen – da sind meine Freundinnen mit drauf und die wollen sich nicht im Internet wiederfinden.

      Liebe Grüße


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