ich bin genervt!

Hallöchen!

Heute ist es mal wieder an der Zeit, ein bisschen zu jammern. Eigentlich wollte ich zu dem ganzen Kram sowieso schon seit Monaten was schreiben und schiebe es nur vor mir her. Aber jetzt reicht es langsam. Ich bin nämlich echt genervt.

Zum einen von meinem Bein, das sich einfach mal so beim Aufwärmen verletzt hat.

Zum anderen von der Politik. Und die nervt schon viel länger als das Bein.

Anfangen hat der ganze Kram irgendwann im Frühjahr. Ich las einen Blogpost über DSGVO. Und noch einen. Und plötzlich brach Massenpanik im ganzen Netz aus, zumindest gefühlt.

Irgendwann ließ ich mich anstecken und versuchte auch, den Blog an das neue Gesetz anzupassen. Klappte nicht so, wie ich wollte. Ich gab erst mal auf.

Ich überlegte, einfach ganz aufzuhören. Blogs sind ja nicht lebensnotwendig. Aber nette Leute haben mich überredet, Teil der bloggenden Menschen zu bleiben. Also zweiter Anlauf. Neues Theme für den Blog. Neue Datenschutzerklärung. Ein paar neue Plugins. Undsoweiter.

Genervt von Gesetzen

Dann kam er, der gefürchtete 25. Mai.

Es passierte: Nicht viel. Aber: Einige meiner Lieblingsblogs fehlen. Aufgegeben wegen DSGVO. Aus Angst vor großen Strafen. Und ich kann es den Menschen nicht mal übelnehmen – denn auch bei mir steht noch nicht so richtig fest, ob ich den Blog so lasse. Ich hab nämlich keine Ahnung, ob das hier alles so passt. Ich habs nur versucht.

Schön und gut – ich dachte, nach der DSGVO wäre der ganze Mist vorbei. Datenschutz ist manchen Menschen wichtig, damit muss ich dann halt leben. ABER: Mitte Juni schoben die netten Blogger-Kollegen mir die nächsten Horror-Artikel unter die Nase. Jetzt heißen die Schreckgespenster “Linksteuer” und “Uploadfilter”.

Wieder sowas, womit man sich beschäftigen muss, damit man weiter ohne Angst dem Internet-Hobby nachgehen kann. Okay, noch ist das Gesetz nicht fertig – aber wenn so ein Mist wie die DSGVO sich durchsetzen kann, dann traue ich den Politkern auch eine Linksteuer und einen Uploadfilter zu.

Und wisst ihr, was mich an dem ganzen Kram am meisten nervt? Ich bekomme davon immer nur durch Zufall was mit! Irgendwie taucht es durch Zufall in meiner Timeline auf oder die Mädels vom #Buchliebenetz werfen das Thema in die Runde.
Aber Informationen aus offizieller Quelle? Noch nie bei mir gelandet. Und das macht mir die meiste Angst. Was, wenn irgendwann mal was spurlos an mir vorbeigeht? Bei der DSGVO hatte ich wenigstens eine Chance, meinen Blog bestmöglich anzupassen. Aber wenn mich niemand offiziell informiert, an welche neuen Rechte ich mich zu halten habe – woher weiß ich dann, dass ich nichts verpasst habe?

Und das kotzt mich an!

Und deswegen hängt seit längerem auch die Überlegung im Raum, den Blog mit einem Passwort abzusperren. Dann ist es wenigstens ein privater Blog und die werden ja meistens etwas milder behandelt.

Genervt von Gesetzen

Oder doch ganz aufhören?

Eigentlich will ich das nicht. Eigentlich mag ich das Bloggen als Hobby ganz gerne. Eigentlich ist es schade, 5 Jahre Bloggeschichte zu vernichten.
Andererseits bin ich Student und habe keine Lust, die Hälfte meiner Freizeit mit der Anpassung des Blogs an neue Hirngespinste der Politiker zu verbringen. Und Geld für Rechtsberatung will ich auch nicht ausgeben. Bloggen ist ein Hobby – nichts, womit ich wirklich Geld verdiene. Dann will ich auch keine Unsummen investieren, denn so wichtig ist mir dieses Internetgedöns dann doch nicht.

Was ich damit sagen will: Ich finde es scheiße, dass Leute, die vom Internet scheinbar keine Ahnung haben (und/oder sich gern von geldgierigen Idioten bestechen lassen) darüber entscheiden, was mit unserem Internet passiert.

Und falls dieser Text jetzt mehr oder weniger frustriert wirkt, dann ist das so, weil ich wirklich frustriert bin. Ich hab nämlich keine Ahnung, wie das weitergehen soll. Plötzlich erscheint das Offline-Leben immer sympathischer – Nicht, weil das Internet voller böser Menschen ist, sondern weil irgendwelche Politiker die armen Menschen mit unsinnigen, realitätsfernen Gesetzen bombardieren.

Generft von Gesetzen

Noch ein paar Monate bis zu den Landtagswahlen – und langsam aber sicher sehe ich kaum noch einen Grund, überhaupt zur Wahl zu gehen. Weil ich mich mit den Parteien, die ich wählen könnte, gar nicht identifizieren kann. Weil die Politiker, die gerade das Sagen haben, irgendwie alles eher schlimmer statt besser zu machen scheinen. Und weil die anderen nichts dagegen tun.

Und damit bin ich jetzt also an dem Punkt angelangt, an dem ich verstehen kann, warum die Wahlbeteiligung nicht bei fast 100% liegt. Oder ist das die Taktik der Politiker? Menschen so sehr enttäuschen, dass ihnen egal ist, was noch passiert?

So, genug geschrieben. Genug gejammert. Hat mal jemand eine kleine Gehirnwäsche für mich parat? Oder irgendwas anderes, was gegen den Frust hilft?

15 Gedanken zu „ich bin genervt!“

  1. Liebe Tabea,
    Ich kann dich so gut verstehen… Ich kämpfe zur Zeit mit dem selben Problem. Ich habe meinen Blog im Mai ich erstmal offline genommen, was mir irgendwo schon etwas das Herz gebrochen hat, da ich da so viel Arbeit in den letzten zwei Jahren reingesteckt habe. Ich hab lange hin und her überlegt, ob ich mir den ganzen Stress mit der dsgvo antun soll, da ich in den momaten davor auch schon eine kleine blogpause eingelegt hatte. Mich nervt es auch total, dass man bei diesem Hobby so viel beachten muss und mitbekommen habe ich auch alles nur am Rande. Ich habe Angst davor, dass ich eine Abmahnung bekommen, da ich nicht denke, dass ich alleine einen abmahnsicheren Blog hinbekomme. Die dsgvo hat mich total gekillt, weswegen Vara-Kreativa ja im Moment auch nicht online ist. Ich habe mich aber dazu entschlossen, dass ich mich dem ganzen stellen möchte damit mein Blog wieder online kann. Ich hab da echt schön viel Zeit rein investiert, habe aber nicht das Gefühl, dass es weniger Arbeit wird. Mich nervt das ganze auch total, dass ich so ein finanzielles Risiko für ein Hobby eingehen werden. Außer natürlich, mir gelingt doch ein abmahnsicherer Blog. Ich hoffe sehr, dass es meinen Blog bald wieder gibt, denn so gefällt mir das ganze überhaupt nicht gut. Es fühlt sich an, als ob die ganze Arbeit aus den letzten 2 Jahren weggeworfen wäre, da ich ja selbst die Blogposts nicht mehr lesen kann. Ich bin beeindruckt von allen, die sich der dsgvo schon gestellt haben.
    Ganz liebe Grüße,
    Louisa

    1. Ich habe mich schon gewundert, wo dein Blog hin verschwunden ist! Aber ich kann es gut verstehen – alleine mit der DSGVO fertigzuwerden ist für jeden ohne abgeschlossenes Studium in Jura und Informatik sicher eine Herausforderung – deswegen bin ich mir nicht sicher, ob das, was ich getan habe, ausreicht.

      Ich finde es super, dass du versuchst, deinen Blog zu retten – denn viele deiner Posts habe ich wirklich gern gelesen! Dass du erst alles in Ordnung bringst und danach wieder online gehst, ist wirklich vorbildlich! Ich wüsste gar nicht, ob ich dann je fertig werden würde, weil ich so wenig zuverlässige Quellen gefunden habe, in denen genau steht, was wie erlaubt ist.

      Liebe Grüße

  2. Ich dachte ja die DSGVO wäre schon total nervig. Hatte sogar Auswirkungen auf die Arbeit etc., die die Urlaubsvertretung enorm erschwert.
    Aber dann kam Instagram. Da erfährt man, dass diverse Instagrammer abgemahnt wurden von einem solch netten Verein, der für Sichtbarkeit von bezahlter Werbung sein soll. Was ich ja im Grundsatz auch für eine gute Sache halte. Es geht darum bezahlte Werbung als Anzeige zu kennzeichnen. Macht Sinn. Nun sieht der Verein aber ja nicht direkt, ob die Werbung bezahlt oder einfach die eigene Meinung von einem selbstgemachte Produkt ist, bevor er abmahnt. Man ist selbst in der Beweispflicht zu zeigen, dass es sich um keine Kooperation handelt. Die Chance dafür erhält man dann leider aber erst vor Gericht und das ist nunmal wieder mit Kosten verbunden. Man kann also derzeit nicht einmal seine eigenen Freunde verlinken (die könnten einen ja bezahlen und ja auch dafür ist bereits jemand abgemahnt worden), das nette kleine Restaurant, das etwas mehr Aufmerksamkeit verdient, oder ein tolles Buch empfehlen (selbst wenn das IPhone als Marke auf nem Bild zu erkennen ist -> Werbung). Alle sind also los und haben angefangen alles zu kennzeichnen und jetzt kommen die daher und mahnen ab für zu viel Kennzeichnung. Da weiß man echt nicht mehr wo hinten und vorne ist ….

    Diese ganze Nacht Verordnungen machen einfach keinen Spaß glaube ich. Es müsste einfach alles ein wenig „sinnvoller“ und benutzerfreundlicher gestaltet werden, sodass auch Privatpersonen es umsetzen und der Leser nicht zu sehr genervt wird. Aber bis das soweit ist wird es wohl noch dauern 🙁

    1. Wo ich das jetzt lese, bin ich tatsächlich froh, Instagram schon lange nicht mehr zu nutzen. Die Sache, das angeblich auch Produkte gekennzeichnet werden müssen, wenn man sie selbst gekauft hat und auf den Hersteller “verlinkt”, habe ich auch noch mitbekommen – aber der Rest? Das klingt langsam wirklich nach dem Untergang des Internets. Wie will man etwas richtig machen, wenn sich die Definition von “richtig” über Nacht ändert?

      Wahrscheinlich haben in Deutschland einfach noch zu viele Steinzeitmenschen das Sagen. Und die fürchten sich vor dem Internet, weswegen sie es für den Rest der Menschen auch zu einem feindseligen Ort machen wollen. 🙁

      Liebe Grüße

  3. Liebe Tabea, ich kann dich so gut verstehen. Das ganze bringt keinen Spaß mehr. Aber auch ich sehe nicht ein 5 schöne Bloggerjahre einfach in den Wind zu wehen. Also Kopf hoch und durch. Irgendwie bekommen wir das schon hin.
    Ich habe für mich immer die DSGVO mit dem Millenium verglichen. Ein ganzes Jahr wurde davon geredet, dass die Welt untergeht. Das alle Maschinen den Wechsel von 1999 auf 2000 nicht schaffen. Und was war am 1. Januar 2000? Nichts!!! Und genauso kommt mir das mit der DSGVO auch vor.
    Also halte ich erst mal den Ball flach und mache weiter wie bisher. Meine Datenschutzerklärung hatte ich vorher auch schon, ist nur um ein paar Wörter ergänzt und fertig.
    LG Kerstin

    1. Das ist eine schöne Einstellung. An den Wechsel von 99 auf 00 kann ich mich ja gar nicht mehr erinnern – aber bei der DSGVO habe ich leider auch nicht wirklich das Gefühl, es sei nichts passiert. Das fängt ja schon bei den Datenschutzzettelchen an, die wir auf dem Hessentag als Fotoscouts ständig unterschreiben lassen mussten, an. Und auf dem Blog war es am Ende auch mehr als nur die Datenschutzerklärung. Dazu dann noch die Ärzte, die niemanden mehr beim Namen aufrufen … Und das überflutete Postfach, dass noch mal auf die DSGVO hinweist.
      Aber aufgeben ist eben auch blöd – von daher schließe ich mich dir wohl an und versuche es zumindest noch eine Weile.

      Liebe Grüße

  4. Ich finde es richtig, dass Du Dir einen Frust und die berechtigte Wut hier mal von der Seele geschrieben hast. Und ich hoffe, es geht Dir jetzt ein klitzekleines bisschen besser? Meistens tut’s ja schon gut, mal alles aufzuschreiben – geht mir jedenfalls oft so 😉

    Über die neuen Gesetze und Bestimmungen kann man sich als Blogger tatsächlich nur noch aufregen. Ich hoffe allerdings, dass die Suppe nicht zu heiß gegessen wird, wie sie gekocht wurde. Will sagen: ich denke, wir Blogger werden (hoffentlich) nicht in die Schusslinie profitgeiler Abmahn-Anwälte geraten. Da gibt es viel, viel lukrativere “Ziele”. Ich denke an die vielen KMU, denen die Ressourcen oder das Know-How fehlen, um die eigenen Firmen-Webseiten anzupassen.

    Also, nicht aufgeben, sondern dran bleiben. Und lass Dir den Spaß am Bloggen bitte nicht verderben!!

    1. Hallihallo,
      nach der Geschichte mit der Instagrammerin, die verurteilt wurde, weil sie bei selbst gekauften Produkten den Hersteller getaggt hat ohne “Werbung” dranzuschreiben, habe ich leider keinen Glauben mehr daran, dass Blogger verschont bleiben. Wir kleinen Leutchen haben zwar vielleicht etwas mehr Zeit, aber das Risiko ist doch irgendwie da. Dazu kommt noch, dass Leute, die jemandem schaden wollen, das jetzt noch leichter tun können, indem sie denjenigen einfach anzeigen.

      Gerade diese Unternehmen, die deiner Meinung nach stärker gefährdet sind, tun mir in diesem Fall wirklich leid.

      Danke für die Aufmunterung! 🙂

  5. Was für ein Zufall, dass wir nun zu gleichen Zeit den Beitrag über das Thema online gestellt haben. Du weißt ja durch unseren Gruppenchat, dass mich das ganze auch sehr verägertg und frustriert, aber ich bin noch nicht an dem Punkt mein Hobby aufzugeben, denn wie gesagt: Es ist für mich später auch ein Arbeitsnachweis und immer ein guter Weg um in die Branche Öffentlichkeits reinuzkommen.

    Was mich dabei auch sehr nervt ist, dass der öffentliche Diskurs sich nur noch um ein Thema dreht: Die Flüchtlingskrise. Alle anderen Probleme, wie die Pflegekrise, die zunehmende Altersarmut, die große Kinderarmut im Land, die Schere zwischen Arm und Reich die munter weiter wächst, der Wohnungsmangel, das Bildungssystem das unbedingt erneuert werden müsste, sowie die Digitalisierung die vorangetrieben muss und vieles mehr ,gehen da einfach unter. Das sind die Probleme die die Politik angehen muss, um ihre Wähler zurückzugewinnen und gegenüber der AfD zu punkten ,denn die ist derzeit die einzige Partei die von der derzeitigen Politik, den ganzen Streitereien und diesem Diskurs profitiert. Somit habe ich sogar etwas Angst vor kommenden Wahlen, denn die legen munter in den Prozentpunkten zu und ich möchte nicht in einem Land leben, dass von einer rechten Partei regiert wird. Auch wie sie nun das Aus der deutschen Fußballmanschaft für ihre Politik missbrauchen ist einfach nur ekelerregend, wenn man da liest das AfD Politik behaupten, dass wir ohne Özil ja gewonnen hätten oder das Löw weg muss, genauso wie Merkel. Dass diese Aussagen dann auch noch geteilt werden von vielen Leuten, erschreckt mich ebenfalls :/. Das zeigt aber, wie es um unser Land steht.

    Was mich auch nervt: Dass die Nachrichten (vor allem die öffentlich-rechtlichen) über die geplanten Pläne von Brüssel (also die Linksteuer und den Upload-Filter) immer noch nicht berichtet haben. Ganz ehrlich, was soll das. Auch das ist in meinen Augen keine unabhängige, sachliche Berichterstattung. In meinen Augen stehen die in der Pflicht Bürger über solche Änderungen zu informieren, denn immerhin betrifft uns das alle im Alltag und ich sollte das durchgehen weiß ich schon jetzt, dass das Gejammer und der Ärger und die Wut bei vielen groß sein wird, wenn sie dann realisieren ,was sie alles nicht mehr posten können. Es fällt ja alles weg, was einem im Alltag mal zum Lachen gebracht hat wie lustige Zitate, Bilder, Memes oder Satire. Und viele Menschen schätzen und nutzen das Rege, auch wenn man sonst nicht viel mit dem Internet zu tun hat. Selbst mein Opa schickt uns lustige und satirische Bilder und Videos via Whats App und hat daran seine Freude, was dann ja nicht mehr möglich ist.

    In wie weit das uns Blogger betrifft, ist ja bisher noch gar nicht bekannt. Ich hoffe nicht, dass wir dann auch solche Upload-Filter einführen müssten. Erstmal betrifft das nur Facebook & Co. aber ist sowas erst mal durch, kann das auch noch leicht ausgeweitet werden. Ich habe nur auf einer Internetseite gelesen, dass es wohl schon mal Pläne für eine Vorabfilterung gab (was dies ja ist) und da haben das Verbände dann vor den europäischen Gerichtshof gebracht, die die als Verstoß gegen die Rechte der Bürger bezeichnet haben. Das wäre also noch eine Lösung, sollte das Gesetz durchgehen es so zu verhindern, aber dann wäre das komplett vom Tisch. Warten wir einfach mal ab, mehr als seine Stimme zu erheben und sich dagegen auszusprechen bleibt uns ja nicht. Man kann nur hoffen das die Abgeordnete, die noch unsicher sind dem Wunsch der Bürger folgen bzw. diejenigen die nur unter Druck gesetzt wurden und eigentlich auch dagegen sind, dann dadurch sehen das sie durch das Volk gestärkt werden. Das kann noch mal einige zum undenken bewegen.

    1. Ja, das Schicksal hat es wohl so gewollt 😀 Mein Post war gerade online, als ich deinen gesehen habe.

      Dass du nicht aufgeben willst, kann ich wirklich gut verstehen. Zumal deine Blogposts ja auch deutlich aufwändiger als meine sind – und ich eben beruflich gar keine Verwendung für diesen Blog habe.

      Ich muss zugeben, dass ich von der aktuellen Politik gar nichts mitbekomme – nur die Fetzen, die das Radio mir immer mal wieder unterjubelt, wenn ich im Auto sitze oder essen koche. Daher kann ich nicht beurteilen, wie stark der Fokus auf den Flüchtlingen liegt, aber ich fürchte, dass du Recht hast, denn wenn ich drüber nachdenke, habe ich wirklich nur noch davon gehört und von nichts anderem.
      Dass die AfD das so sehr ausschlachten kann, ist natürlich schade. Aber irgendwie kann ich es den Menschen nicht mal übelnehmen, dass sie dann die AfD wählen wollen und deren Propaganda unterstützen, indem sie teilen. Eigentlich zeigen sie damit nur, dass sie unzufrieden sind. Und so langsam kann ich den Hass auf Flüchtlinge verstehen, wenn dadurch alle anderen Themen unter den Tisch gekehrt werden. Gut ist das zwar nicht, aber solange die Politik nicht aufwacht, muss man wohl damit rechnen, dass die AfD weiter an Stimmen gewinnt. Aber ich glaube, Angst macht mir das nicht. Denn hier, wo ich wohne, hatten wir bei der Bundestagswahl schon 18 % für die AfD, aber die Leute kommen mir nicht böse vor …

      Was du über deinen Opa sagst, hatte ich so gar nicht auf dem Schirm. Aber eigentlich ist es wirklich so, dass fast jede Generation mehr oder weniger das Internet nutzt und vom Uploadfilter betroffen sein wird. Daher schließe ich mich dir an und hoffe, dass die Abgeordneten mal an die Leute denken, von denen sie gewählt worden sind.

      Liebe Grüße

      Liebe Grüße

  6. Huhu Tabea,

    ich kann das total nachvollziehen, ok ich blogge nicht, habs mal probiert und dann genervt aufgegeben, aber mir geht es wie Dir, viele Blogs sind verschwunden, das ist so schade. Deine Einstellung zu Politik kann ich nur teilen. Immer diese heimlich durch winken usw. schlimm schlimm. Was wollte ich eigentlich, ach ja, Du hast mein volles Verständnis für deinen Zorn. So und nun ab ins Wochenende… Grüße Kai

    1. Zumal ein Großteil der Blogs, die verschwunden sind, nicht aus “Blogging-Unlust” verschwunden ist, sondern nur, weil es an brauchbaren Informationen und/oder technischen Kenntnissen gefehlt hat … Es ging irgendwie so plötzlich, dass sie alle weg waren.

      Was meine Einstellung zur Politik angeht: Ich bin nicht stolz drauf, dass ich das alles im Moment so bescheuert finde. Irgendwie sind diese Menschen ja Leute, hinter denen theoretisch das Volk stehen sollte … Und wenn ich jetzt aus Frust mich gar nicht mehr damit beschäftige, wird das niemandem weiterhelfen. Da muss ich in nächster Zeit echt noch mal drüber nachdenken.

      Ab ins Wochenende klingt gut! 🙂

  7. Ein Thema, zu dem man viel diskutieren kann, meiner Meinung nach aber viel zu viel diskutiert wird. Daher fasse ich mich ganz kurz, denn alles, was ich dazu wichtig finde, kann man in kurze Sätze fassen.

    1. Die DSGVO ist eine total großartige Idee. Sie fasst eine Menge wichtige und berechtigte Regelungen, die es teilweise eh schon gab, zusammen und sorgt dafür, dass man sie durchsetzen kann.

    2. Das Thema DSGVO war durchaus auch in klassischen Medien präsent. Dass man sich über gesetzliche Regelungen selber informieren muss, ist bei jedem Thema so, nicht nur bei Internetdingen oder Datenschutzthemen.

    3. Es hätte mehr leicht verständliche Erklärungen geben sollen, wer nun was beachten muss. Gab es auch – nur hat die keiner verbreitet, weil alle lieber selber spekuliert haben. Hier sehe ich einen großen Teil der Schuld am Desaster bei den Bloggern selbst.

    4. Dass das mit der “Linksteuer” (ein Begriff, den es offiziell vermutlich nichtmal gibt) jetzt schon wieder genauso losgeht, regt mich total auf. Soweit ich weiß, gehört das zum Thema Leistungsschutzrecht, und auch das ist wieder eine Sache, die durchaus sinnvoll ist, für mehr Gerechtigkeit sorgt / sorgen soll und die meisten ehrlichen Blogger gar nicht betrifft.

    5. Auskotzen ist gut. Und jetzt mal ne Runde chillen, das ganze Gelaber ausblenden und nur noch offizielle Quellen lesen.

    1. Ja, das Thema wurde wirklich viel diskutiert – und ich bin wahrscheinlich die Letzte, die was dazu geschrieben hat. Größtenteils ist das Ganze ja nun durch. Trotzdem finde ich es spannend zu sehen, was mit meinem Kommentarfeld passiert ist: Kaum schreibe ich über was, worüber jeder schreibt, kommen hier Unmengen an Kommentaren.

      Erstaunlich finde ich, wie viel zu schreibst, wenn du “in aller Kürze” schreibst.

      1. Kann sein, dass in der DSGVO viel wichtiges steht – aber ich finde einfach, dass an einigen Stellen übertrieben wurde. Aber mir persönlich sind meine Daten auch weniger wichtig; vielleicht auch, weil ich sowieso viel zu viel selbst über mich ins Internet schreibe?

      2. Wahrscheinlich gehen mir tausend neue Reglungen durch die Lappen – nur die Angst ist nicht so präsent, weil eben nicht die halbe (Internet-)Welt ausflippt, wenn Bußgelder erhöht werden oder ähnliches. Gibt es da eigentlich eine öffentliche Stelle, die über sowas informiert?

      3. Leider ist mir da wenig begegnet. Ich habe zwar viele (auch verständliche) Posts gelesen, aber alle eben immer mit der Warnung, dass das unvollständig / eigene Interpretation / etc. ist. Aber vielleicht ist es auch diese Nicht-Ahnung, die mich bis vor kurzem davon abgehalten hat, wirklich diesen Post zu tippen. Um nicht noch mehr nichtssagende Posts ins Internet zu schwämmen?

      4. Ja, Leistungssschutzrecht ist der “echte” Begriff. Und ich kann dazu nicht viel sagen, weil ich lediglich zwei mehr oder weniger inhaltslose Texte darüber gelesen habe … Aber das, was ich gelesen habe, klang eben wieder nicht nur gut.

      5. So, her mit offiziellen Quellen! 😀 (Das Chillen hab ich vorhin schon erledigt. Schwimmen gehen ist soooo schön.)

      Liebe Grüße

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