ich bin dann mal … nicht mehr ganz so unsportlich?

Hallo ihr Lieben!

Auch wenn es mir hier sicher kaum jemand glauben will: Ich hatte zu viel Zeit! Wochenlang … das passiert, wenn ich mit dem Reiten aufhöre und keine Lust auf Internet habe. Ach, und das Joggen ist ja auch schon seit Monaten Geschichte.
Und das Problem an Zeit ist: Ich fange an, mich selbst zu hassen, wenn ich nichts zu tun habe.

Dass ich in verdammt kurzer Zeit verdammt viel zugenommen habe, hat dem Hass übrigens auch eher in die Karten gespielt, als das Gegenteil zu tun. Und das, obwohl ich doch recht oft zu hören bekommen habe, dass es mir steht. (Gut, die Frage „Bist du schwanger?“ habe ich auch OFT gehört.)
Aber irgendwie sind 10 kg zu viel zwar besser als 10 kg zu wenig … nur eben auch nicht super. Nichts, womit ich alt werden will. Also kam irgendwann der Punkt, an dem ich was ändern wollte.

Praktischerweise kam zu dem Zeitpunkt auch ein ehemaliger Klassenkamerad ins Spiel und schlug vor, im Juni einen 10 km-Lauf zu machen.
Meine Reaktion: „Willst du mich umbringen?“
Er: „Nur herausfordern.“
Mein Kopf hat nachgedacht und nachgedacht und fand die Idee immer besser. Inzwischen habe ich gesagt, dass ich das mache. 12 Wochen hatte ich Zeit um mich von 0 km auf 10 km zu steigern. Von Zeiten reden wir aber nicht … Es geht nur drum, lebend über die Ziellinie zu kommen.

Nunja, also nahm ich dann mal den Stundenplan und schrieb mindestens an 3 Tagen pro Woche eine Kilometerzahl hinein, die ich laufen will. In den ersten Wochen war die Motivation noch da – manchmal wurden aus 2 Kilometern auch fünf.

Aber nur wieder joggen zu gehen reichte mir nicht. Meine Schwester und ich beschlossen, im Sommer wieder Fahrrad zu fahren – Drei bis vier Tage. Die Strecke hat sie auf 60 – 80 km festgelegt. Leute – ich brauche Kondition!

Und oh – wenn ich schon laufen und Radfahren muss … wie wäre es? Nein. Das mit dem Triathlon schiebe ich doch noch mal ein bisschen. Aber irgendwann muss auch das noch sein.

Nunja, aber wenn das Pony weg ist. Ich brauche doch Beschäftigung! Und eigentlich mehr Muskeln.

Dienstag nach Ostern saß ich dann zum Beratungsgespräch im Fitnessstudio. Mittwoch musste ich dann die Fitnessanalyse machen lassen, damit ich mich anmelden kann. Leute, ich hatte echt Angst vor der Katastrophe.
Aber so schlimm wie befürchtet war es dann doch nicht. Ja, mein Körperfettanteil liegt mit 22 kg über 30 % und somit viel zu hoch. Aber hey: Immerhin ist meine Muskulatur nicht vollkommen unterentwickelt. Damit hätte ich nämlich gerechnet.
Und: Die 70 kg Marke habe ich wohl auch nicht geknackt. Damit hatte ich nun wirklich gerechnet.

Und jetzt? Sport. Fast täglich. Eindeutig eine gute Entscheidung. Manche Dinge muss man einfach mal machen.

14 Gedanken zu „ich bin dann mal … nicht mehr ganz so unsportlich?“

  1. Repekt vor deinem Durchhaltevermögen!
    Da ich jetzt auch schon lange regelmäßig Sport mache, würde ich mich jetzt auch nicht mehr als total unsportlich bezeichnen. Aber ich mache es halt vor allem, weil es mir körperlich letztlich gut tut. Ich habe halt nur selten mal wirklich Spaß dran… da rettet mich echt nur die Disziplin!

    1. Ich mache das auch, weil es mir irgendwie gut tut – vor allem was das Selbstwertgefühl angeht, bringt es eine Menge. 🙂
      Spaß macht mir eigentlich auch selten der Sport an sich; es ist eher das danach-Gefühl, das ich liebe. Außer Zumba, das macht wirklich Spaß! Und Badminton auch.

      Liebe Grüße

  2. Cool, dass du mehrere Sportarten kombinierst. Ein Triathlon ist bestimmt eine super Herausforderung – steht auch irgendwo (weit unten) auf meiner Bucketlist. Wir wurden von unserer Firma mehr oder weniger nett überredet, beim Firmenlauf mitzumachen im Sommer, das wird mein erster… über die Ziellinie kommen ohne zu sterben ist da ein völlig okayes Ziel. 🙂

    1. Dadurch, dass ich die Sportarten nach und nach angefangen habe, ist es so ein bunter Mix geworden, weil ich nichts aufgeben wollte 😉 Nur das Reiten liegt halt auf Eis, weil kein Pony da ist.

      Das mit dem Triathlon hatte ich vor zwei Jahren vor, aber damals war ich so dünn, dass ich im beheizten Schwimmbad schon erfroren bin, wenn ich trainieren wollte. Im Moment schwimme ich aber wieder regelmäßig, weil ich das total gerne mag, und deswegen werde ich wohl auch den Traum irgendwann in Angriff nehmen. Ich bin mir nur noch nicht sicher, ob es dieses oder nächstes Jahr werden soll.

      Wie lang ist euer Firmenlauf denn? Ich drücke die Daumen!

  3. Sport. Muss ich auch in Angriff nehmen. Muss klingt hart, aber wenn ich regelmäßig Sport mach, fühle ich mich einfach besser ^^ Aber mein Schweinehund ist da noch sehr dominant.

    Ich bin gespannt, was du so berichtest.

    1. Ja, was ich so berichte… da wäre ja bald mal ein Update fällig. Ich glaube, den Text habe ich schon vor zwei Wochen getippt 😉 Inzwischen habe ich sogar die 10 km-Marke beim Joggen ein Mal geknackt.
      Aber ja, der Schweinehund … er hat mich diese Woche schon genug genervt, hoffe ich.

  4. Das klingt doch gut! Ich finde es super, dass du das in die Hand nimmst und etwas dafür tust, dass du dich wieder besser fühlst!! Natürlich darf man es auch nicht übertreiben, aber ich finde es wirklich gut, was du machst 🙂
    Ich bin auf Updates gespannt… 😀 Was genau trainierst du denn dann so? Hast du einen Trainingsplan oder Personal Trainer oder so?

    1. So wie vorher ging es einfach nicht mehr weiter; vor allem, als ich auch noch das Reiten aufgegeben habe.

      Jetzt muss ich wohl wirklich irgendwann ein Update schreiben …
      Also im Moment mache ich Konditionstraining (3x Woche joggen 5 – 10 km und ab und zu eine Stunde Crosstrainer) und 3x pro Woche ein Ganzkörpertraining an elektronischen Geräten. Außerdem ist 2 Mal in der Woche Badminton und ein Mal Zumba. Aber einen richtigen Trainingsplan habe ich nicht.

      Liebe Grüße

  5. Na, da hast du mit der Radtour und dem Lauf ja zwei anspornende Ziele vor Augen! 🙂 Und super, dass dein Kumpel dich da mitzieht – zusammen macht das Training dann ja doch mehr Spaß als alleine. Merke ich selber auch… 😀

    Aber neun Einheiten Sport pro Woche (wenn ich so deinen letzten Kommentar durchrechne)?! Liebes, ich find’s ja wirklich klasse, wie konsequent du die Dinge immer angehst. Bitte gib aber gut auf dich Acht und übertreib es nicht, ja?

    1. Der “Kumpel” ist nur bei dem Lauf dabei, trainieren muss ich alleine. Ich kann dir nicht mal sagen, wo und was der gerade macht … studieren, arbeiten, Ausbildung – keine Ahnung? Aber manchmal reicht halt schon der Arschtritt, den ersten Schritt zu laufen.

      Das kannst du doch nicht mal so eben durchrechnen! Das läuft alles nach Gefühl … Das meiste ist ja nicht so anstrengend, dass ich danach wirklich kaputt bin. Im Moment ist auch gerade Pause, weil ich etwas Muskelkater habe. 😉 Das kommt davon, wenn ich mich nach 6 Wochen wieder auf ein Pony setze…

      Liebe Grüße

  6. Hallo Tabea,

    bei Deinem Artikel ging mir die ganze Zeit eigentlich nur das eine Foto von Dir durch den Kopf, auf dem Du eindeutig weder rund, noch schwanger, noch ansatzweise gut gefüttert aussiehst. Um es mal mütterlich auszudrücken “ein paar Kilo mehr könntest Du schon vertragen”;-) Nun will ich Dir mal glauben, dass 10 Kg dazu gekommen waren und ich kann mir vorstellen, dass die Leute nicht unrecht hatten, die dann sagten, es stehe Dir…
    Aber Hut ab vor Deiner sportlichen Leistung auf dem Weg zurück zu Deinem Wohlfühlgewicht. Ich verstehe Dich sehr gut. Bei mir ist das ein ständiger und zäher Kampf.
    Hauptsache Du hast auch Deinen Spaß dabei!
    Liebe Grüße Kathrin

    1. Oh, da hast du aber ein älteres Foto im Kopf. Vom letzten Sommer vielleicht … denn ich hab nicht nur 10 kg zugenommen, sondern gleich 30.
      Und meinem Wohlfühlgewicht bringt mich das Ganze gerade auch nur bedingt näher … So viel wie ich esse, kann ich gar keinen Sport machen. Ich bin nur froh, dass es nicht weiter nach oben geht! Aber ja – Spaß macht es manchmal. 😉

      Liebe Grüße

      1. Hallo Tabea,
        ich kenne die Situation sehr gut. Und es hilft leider nix, der abgedroschene Spruch gilt da leider meist, man muss den inneren Schweinehund überwinden. Ich habe auch lange gedacht, es muss nur ein bestimmter Auslöser kommen, dann nehme ich ruckzuck ab. Aber irgendwie richtet man sich doch leider in seiner Komfortzone ein. Für mich war dann Yoga die Rettung. Aber da muss jeder für sich das Richtige finden. Vielleicht tut sich da ja auch bei dir demnächst etwas entscheidendes. Ich bin gespannt, wie es bei dir gewichtsmäßig weiter geht.
        Liebe Grüße Kathrin

      2. Bei mir ist das ganz unterschiedlich – manchmal will ich gar nicht so unbedingt abnehmen. Eigentlich kann ich damit leben, dick zu sein. Nur unsportlich-sein geht irgendwie mal gar nicht! 😀
        Und eine Komfortzone war der Zustand vor dem Fitnessstudio auch eher weniger. Wenn man jeden zweiten Tag Kopfschmerzen hat und ständig diverse andere Schmerzen dazu … jetzt ist es viel besser!

        Ich schreibe auch demnächst noch mal über die Sache mit dem Sport, aber momentan ist eben Hessentag. 😀

        Liebe Grüße

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