#Buchliebenetz – Lesen oder lesen lassen?

Hallo ihr Lieben!

Kennt ihr das eigentlich, wenn ihr gerade total vertieft in die nervige Hausarbeit seid und dabei eine wundervolle Geschichte hört? Jemand liest euch vor. Er kann wirklich flüssig lesen. Alles ist perfekt.

Ähm. Also ich kenne das nicht. Normalerweise sitzt in meiner Wohnung niemand, der mit vorliest, und ich höre auch keine Hörbücher. Dafür ist meine Oma ein großer Fan davon – also von den Hörbüchern. Hausarbeit ist so langweilig, wenn man nichts zu hören hat. Mit einem guten Buch putzt, spült und Wäsche-zusammenlegt es sich einfach besser.

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Und trotzdem – ich bin auf den Zug noch nicht aufgesprungen. Von E-Books hat sie mich überzeugt, aber von Hörbüchern nicht.
Die Vorteile liegen trotzdem auf der Hand: Man hat Unterhaltung bei Tätigkeiten, die langweilig sind. Die Ohren braucht man ja selten – die Augen dagegen sind oft zu beschäftigt, um zu lesen.
Dadurch schafft man dann viiiel mehr Bücher in seinem Leben, weil das “Lesen” plötzlich keine Zeit mehr kostet. Auch in der Dunkelheit und bei einer Sehschwäche kann man noch Bücher genießen. Es spart Platz – zumindest wenn man die Dinger nur runterlädt und keine CD kauft.

Trotzdem. Ich will nicht.

Warum? Nunja … wenn ich nur etwas höre, dann höre ich nicht zu. Irgendwie lenke ich mich immer ab. Zuhören ist zu anstrengend.
Außerdem: Wenn ich langweilige Dinge mache, brauche ich Musik. Laute Musik. Hörbücher kann ich nicht mitsingen – auch, wenn die sicher spannender sind.

Außerdem ist da noch der Preis. Gefühlt liegt der immer über dem eines Taschenbuchs – oder mir kommt das nur so vor, weil ich oft eher die günstigen Bücher kaufe.
Naja, aber im Vergleich zum Ebook sind Hörbücher eben echt teuer. Wie meine Oma es formulierte: „Manchmal gebe ich fast 20 Euro im Monat nur für Hörbücher aus. Eigentlich erschreckend, wie viel das ist, oder?“
Okay, meiner Oma sagte ich, dass 20 Euro nicht viel sind. Man muss das so sehen: Das ist nicht mal ein Euro am Tag. Aber für mich selbst gilt das irgendwie nicht. Bücher sind einfach günstiger, und sie zu verleihen ist auch leichter.

Und mein Fazit lautet: Ich finde es gut, dass es Hörbücher gibt. Nur ich selbst brauche sie nicht.

Da dieser Beitrag Teil des #Buchliebenetzes ist, könnt ihr heute auch bei
Jana und
Tamara etwas zu dem Thema lesen.

12 Gedanken zu „#Buchliebenetz – Lesen oder lesen lassen?“

  1. Hmm, ich bin auch kein Freund von Hörbüchern. Was in erster Linie daran liegt, dass ich ziemlich schnell lese und ungeduldig werde, wenn mir die Vorleser zu langsam sprechen. 😀

    Bei der Hausarbeit habe ich fast nie Musik an… ich bin eigentlich ganz froh, dabei meine Ruhe zu haben.

    Liebe Grüße
    Anne

    1. Stimmt – wenn zu langsam vorgelesen wird, ist das an den spannenden Stellen einfach nur doof. Und an den langweiligen Stellen noch mehr, denn ich muss zugeben, dass ich manchmal sogar Absätze überspringe, wenn sie mich nicht interessieren. Z. B. Ortsbeschreibungen lese ich nicht, wenn sie länger sind.
      Dass du gern Ruhe hast, finde ich interessant. Ich kann mit Stille gar nicht umgehen, dann fühle ich mich einsam.

      Liebe Grüße

  2. Hörbücher sind für mich auch nicht wirklich was… Ich lese gerne, aber wenn dann eben lieber selber. Und nebenbei ist das halt auch so eine Sache; da ich hin und wieder doch etwas abgelenkt bin, kriegt man dann am Ende nur die Hälfte einer Geschichte mit. Oder verpasst wichtige Aspekte. Das würde für mich doch den Genuss an einer Story schmälern.

    1. Ich weiß gar nicht, wie andere Menschen es schaffen, so lange zuzuhören, dass sie alles mitbekommen. Zumal Hausarbeit ja auch mal lauter ist – sobald der Mixer an ist oder das Wasser läuft, würde ich schon was verpassen. 😉

      Liebe Grüße

  3. Moin,

    ich lese gerne – aber ich liebe auch Hörbücher und höre bei allen möglichen Gelegenheiten, im Alltag (Hausarbeit, zum Einschlafen, Kochen und Backen…) und auf Reisen (Autofahren, Flüge…). Wenn ich lese, dann kann ich nur lesen und nichts anderes dabei machen. Das ist auch gut so, aber es ist auch ein Luxus, den ich mir nicht oft genug leisten kann. Da bin ich froh, dass ich mir vorgelesen werden kann.
    Zuhören können finde ich grundsätzlich wichtig, das mag aber auch ein bisschen Typ- und Gewohnheitsfrage sein. Ich hab aber auch als Kind schon Cassetten (!) mit Hörspielen gehört… Und wenn ich mal etwas nicht mitbekommen haben – weil das Telefon klingelt, jemand vor der Tür steht, was auch immer – dann höre ich die verpasste Stelle halt noch mal – macht man beim Buch ja auch so, wenn man mal eine Stelle nicht so aufmerksam gelesen hat, und es dann doch genau wissen will und zurückblättert. Für mich ist Lesen oder Hören keine Entweder-Oder-Geschichte, sondern unbedingt beides. 🙂

    LG Lin

    1. Wenn ich Hörbücher beim Einschlafen hören würde, hätte ich entweder Angst, einzuschlafen und was zu verpassen oder nicht einzuschlafen und am nächsten Morgen gerädert zu sein. 😉

      Kassetten hatte ich früher auch; gehört habe ich sie meistens bis zum Band-Salat-Tod. Irgendwie hat das dann aber aufgehört – vielleicht auch, weil meine Schwester und ich uns irgendwann nicht mehr einigen konnten, was wir hören. (Oder ist unser Kassettenplayer kaputt gegangen?) Jedenfalls habe ich danach nur noch zwei Hörbücher gehört, aber nur halbherzig und ich kann mich nur dran erinnern, dass ich einen Teil 7 Mal gehört habe, ohne etwas zu verstehen. Ich finde es auch bei einem Hörbüch / Hörspiel schwieriger, die richtige Stelle wiederzufinden. Im Buch ist das einfacher.

      Es freut mich aber, dass du das Hören und das Lesen so liebst! Wie du sagst: Zum Lesen fehlt manchmal einfach die Zeit – und dann ist Hören sicher ein guter Ersatz, wenn man das gern mag. 🙂

      Liebe Grüße

  4. Hörbücher kann ich mir für mich wirklich nicht vorstellen. Vielleicht kommt irgendwann mal die Zeit, wer weiß.
    Ein Freund ist auch hellauf begeistert von Hörbüchern, überzeugrn konnte er mich allerdings bisher nicht davon 😀

    Lieben Gruß, nossy

  5. Da sind wir uns also einig, dass Hörbücher für uns nicht passen 😀 Ich schlaf da ja gerne ein – wie früher bei Bibi Blocksberg 😀

    Oh von Pumuckl hatte ich glaube ich eine Kassette – habe das eher im TV geschaut.

    Berühmt zu sein ist mir auch zu anstrengend… Dann doch lieber so ein ruhiges Leben wie unseres 😉

    1. Ruhig? Also wirklich ruhig ist mein Leben gar nicht. Irgendwie stehe ich unter Dauerstress – nur wird das eben nicht von zig Reportern dokumentiert 😉
      Aber vielleicht gebe ich den Hörbüchern doch irgendwann eine neue Chance. Aber nicht jetzt.

      Liebe Grüße

  6. Ich finde Hörbücher toll 😉 Beim Laufen oder beim Autofahren sind die wirklich eine tolle Ablenkung für mich und dadurch, dass meine Bücherei auch Hörbücher leiht, ist das natürlich ideal…
    Aber jedem das seine, ist ja gar nicht schlimm, wenn du die nicht magst 😀

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