Hessentag, Tag 1

Hessentag – FR, 25.5.2018

Hallo ihr Lieben,

erinnert ihr euch daran, dass ich euch mit Gedanken und Fotos vom Hessentag zuschütten wollte? Tadaaa … hier kommt Teil 1 von einer Menge Eindrücken vom Hessentag!

Wir starten einfach mal bei Tag 1. Freitag, der 25. Mai 2018.

Ich musste morgens für eine Vorlesung nach Gießen fahren und nahm dafür die Bahn, weil ich es hasse, allein Auto zu fahren. Also stand ich dann Freitag Morgen um kurz vor zehn am Bahnhof in Gießen und fand die richtige Bushaltestelle nicht. Ratet mal, wer schon fast anfing zu heulen. Ich bin wohl nicht für Großstädte geboren worden.
Habe dann Passanten nach dem Weg gefragt, einen anderen Bus gefunden und bin gerade so pünktlich gekommen.

Mittags trudelten erste Fotos vom Hessentag in der Fotoscout-Whatsappgruppe ein. Mir war noch nicht nach Hessentag.

Nach der Vorlesung dann einfach zurück zum Bahnhof gelaufen – von der Hochschule weg finde ich viel besser als zu ihr hin. Am Bahnhof gewartet, in einen überfüllten Zug in die richtige Richtung gestiegen und festgestellt: Ich hasse Menschen.

Hessentag, Tag 1

Ich kam also irgendwann um kurz nach vier eher genervt in Frankenberg an und lief nach Hause, um mein Zeug zu packen. Zeit, um den Zug nach Korbach zu nehmen, hatte ich nicht mehr. Also habe ich Mama gewarnt, das Handy mit seinen 18 % noch mal zehn Minuten geladen und bin dann gestartet.
Problem Nr. 1: Eintrittskarte für das Konzert am Samstag vergessen. Also umgedreht und die Karte geholt.

Ich kam ungefähr um halb 6 in Korbach an. Erst mal habe ich Mamas halbes Haus verwüstet und mein Zeug verteilt. Ein Teil in mein Zimmer, der andere ins Wohnzimmer – denn wenn es spät wird, schlafe ich lieber auf dem Sofa, um meine Mutter nicht wachzutrampeln.

Als ich um kurz nach sechs loslief, um mir im Helfertreff mein Gastticket für Sunrise Avenue zu holen, war meine Schwester schon fast in der Continental-Arena. Als ich um 19 Uhr auch da aufkreuzte, waren schon so viele Menschen da, dass ich sie gesucht und nicht gefunden habe.

Das Konzert verbrachte ich also mehr oder minder allein, obwohl viele Leute da waren, die ich kannte. In 11.000 Menschen finde ich als kleiner Mensch selten die Leute, die ich finden will. Aber: Neben mir standen Leute mit Humor und guter Laune. Passt!

Die erste Vorband trug den Namen „Nomad“. Kannte ich vorher noch nicht. Aber: Ich fand die gut. (Und: inzwischen auf Facebook entdeckt)

Hessentag, Tag 1

Danach durfte Tim Kamrad auf die Bühne. Kannte ich vorher auch noch nicht. Und: Ich war genervt davon, wie oft er sein Album erwähnt hat, aber okay. Schlecht war auch diese Musik nicht.

Und dann … dachten wir, Sunrise Avenue würde bald auftreten. Aber hey … man kann doch mal gerade so tun, als würde man eine halbe Stunde fürs Umbauen der Bühne brauchen, oder? Je länger man wartet, desto mehr essen die Leute und desto mehr trinken sie.
21:35 Uhr: Sunrise Avenue kommt. Sänger sieht mitgenommen aus und ich finde nicht, dass die Unterarme sowas von toll sind. (Von den Unterarmen hat die hr3-Moderatorin Tanja Rösner schon seit Wochen geschwärmt.)
Die Musik war nicht schlecht – ich meine, ich höre ständig und gerne Sunrise Avenue. Trotzdem war ich am Ende doch eher enttäuscht. Von der Performance her war das jetzt nicht so das Highlight. Und mal ehrlich: Die Karten kosten regulär um die 70 Euro, soweit ich weiß, und die Leutchen haben selbst nur 80 Minuten gespielt. Öhm.

Das Kommentar, ob sich Leute in Korbach eigentlich gar nicht verlieben würden, war eigentlich das Beste am Auftritt. 😀 Okay, neben den anderen guten Dingen.

Hessentag, Tag 1

Und danach? Eigentlich wollte ich noch zur After-Show-Party, aber dann hab ich plötzlich meine Schwester gefunden. Und die wollte nach Hause und ich bin wie ein willenloses Tier mitgegangen. Die kommenden Tage werden ja noch genug Party, dachte ich. Ob dem so war, lest ihr dann in Teil 2, höhö. (Spoiler: In diesem Post stecken viele Tassen Kaffee. ?)

Und gute Nacht.

vor 10 Monaten

8 Kommentare

  1. Puh, das klingt nach einem anstrengenden Tag!

    Ich hasse das auch, mich in fremden Städten zurechtzufinden. Vor allem mit dem Auto, wenn man dann nicht überall reinfahren darf oder keinen Parkplatz findet – mit den Öffentlichen bzw. zu Fuß finde ich das einfacher.

    Von den Bands kenne ich tatsächlich gar keine – aber dass gerade die bekannten Musiker oft für schweineteure Karten eher mittelmäßige Shows abliefern, habe ich leider auch schon erlebt (Placebo etwa).

    Ich bin schon gespannt auf Teil 2! 🙂

    Liebe Grüße
    Anne

    1. Ich muss zugeben, dass der Teil mit Gießen echt nicht so spaßig war. Aber den Abend habe ich doch irgendwie genossen.

      Auto fahre ich fremden Städten auch echt nicht gerne. Aber öffentliche sind halt manchmal schwer zu finden… Normalerweise nutze ich die aber gern.

      Schade, dass es doch öfter vorkommt, dass gerade die bekannten Künstler dann die Erwartungen nicht erfüllen. Für mein erstes echtes Konzert war das dann doch eher doof. Da bin ich doch froh, das Ticket nicht selbst gekauft zu haben.

      Liebe Grüße

    2. Also, dass die bekannteren Musiker eher nicht so abliefern, kann ich nicht bestätigen. Ich habe schon einige Konzerte sehr erfolgreicher Bands gesehen, sowohl auf Festivals als auch so, und viele davon waren sehr gut. Die negative Korrelation zwischen Preis und Qualität ist da schon stärker in meiner Erfahrung… wobei “Erfahrung” es nicht trifft, die Anzahl der Konzerte, wo die Karte mehr als 40€ kostete, wo ich schon war, ist 2 oder 3. Darunter Coldplay und Phil Collins – die beide enorm abgeliefert haben.

      Sunrise Avenue habe ich allerdings auch schonmal auf nem Festival gesehen und war ebenfalls enttäuscht. Hab schon öfter gehört dass die ein Alkoholproblem haben und an schlechten Tagen auch schlecht performen, so wirkte das damals auch.

      1. Interessant, dass deine Erfahrungen bei hochpreisigen Konzerten besser sind! Ich habe inzwischen auch Cro gesehen und muss sagen, dass der wahrscheinlich nicht so schlecht war, wie er mir vorkam. Mich hat da nur seine Musik gestört. Andererseits: SDP waren nicht so gut angekündigt und beworben und um Welten besser.

        Von dem Alkoholproblem lese ich gerade erstmalig. Aber ich informiere mich in die Richtung auch eher nicht. Aber jetzt wo du es sagst – Alkohol könnte es gewesen sein.

        Liebe Grüße

  2. Ein sehr cooler Bericht und ich bin schon jetzt sehr gespannt auf Teil 2! 🙂 Klingt allerdings nach einem ziemlich anstrengenden Tag! Schade, dass dein erstes richtiges Konzert nicht so umwerfend war. Sunrise Avenue höre ich zwar ab und zu ganz gerne, aber ich glaube, eine ganze Show von ihnen wäre nicht mein Ding.
    Wenn du mal einen grandiosen Auftritt erleben willst, kann ich dir die Imagine Dragons ans Herz legen. War zwar auch teuer aber richtig genial! 😀

    1. So, Teil 2 ist inzwischen auch online. Irgendwie ist es im Moment ein bisschen wie Tagebuch schreiben, wenn ich die Texte für diese Posts tippe. 🙂

      Das mit Sunrise Avenue fand ich auch etwas schade, aber im Endeffekt habe ich auf dem Hessentag noch so viel anderes erlebt – es kann nicht alles ein Highlight sein. Und jetzt weiß ich wenigstens, dass ich Sunrise Avenue in Zukunft nicht mehr live sehen will und dann eher mal auf dich höre und z. B. zu den Imagine Dragons gehe. Ich denke, teuer sind wohl einfach die meisten aller Konzerte … Aber man lebt eben auch nur ein Mal.

      Liebe Grüße

      1. Das stimmt! Ein richtig gutes Konzert ist einfach ein unvergessliches Erlebnis und gibt einem viel mehr als irgendwelche Gegenstände, die man sich vielleicht für weniger Geld kauft. An blöden Tagen zehrt man noch monatelang an den tollen Eindrücken und der Musik. Geht zumindest mir so. 😀

      2. Ja, genau so sehe ich das auch! Nur schade, dass mir Musik gerade so leblos vorkommt, weil ich die letzten Tage ausschließlich live-Musik hatte. Irgendwie ist das doch noch mal was ganz anderes als ein perfekt eingesungener Song.

        Liebe Grüße

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