Hessentag – FR, 1.6.18

Hallo ihr Lieben!

Ein Wecker klingelte an Tag 8 des Hessentags. Es war meiner – und ich hatte keine Lust, aufzustehen. Also SNOOZE. Und noch mal … und, okay, jetzt Kaffee! Ich war nämlich noch mit einer Freundin im Fitnessstudio verabredet – natürlich in Frankenberg und so früh, dass ich den Zug um 8 Uhr unbedingt kriegen musste.

Beim Frühstück zog ich schnell die Bilder vom Vorabend auf den Laptop. So kann die Kamera samt Speicherkarte in der Hessentagsstadt bleiben. Ich komme ja sowieso in ein paar Stunden wieder. Der Kaffee weckte mich langsam, das Wetter entlockte mir die ersten Schimpfwörter des Tages. Warum muss es schütten, wenn ich zum Bahnhof radeln muss? Ein großer Dank an meine Mutter, die mir schon am Vorabend eine Regenjacke lieh.

FFH-Open-Air SDP

Ein Dank an die Zugfahrer, die wie immer freundlich waren. Ein weiterer Dank, an das verdammt Scheiß-Wetter. Ich war patschnass, als ich in meiner Wohnung ankam. Schnell suchte ich trocknes Zeug und Sportsachen und lief zum Fitnessstudio.
Ursprünglich hatten wir uns für einen Tabata-Kurs verabredet. Aber: Es gab Zirkeltraining statt Tabata. Ich wollte schon fast wieder umdrehen, als ich das mitbekam – aber das macht man ja nicht. Der Trainer warnte vor Muskelkater. Na klasse, dachte ich.

Fazit: Eine Stunde später war ich wieder patschnass und dieses Mal kann ich es nicht aufs Wetter schieben. Die einzige Frage war, wann der Muskelkater anfangen wird, denn das welcher kommt, war sicher.

FFH-Open-Air SDP

Nachdem ich Bilder vom Vorabend in die Hessentagscloud geladen hatte, stieg ich ins Auto. Korbach – ich bin wieder da! Mit der Kamera machte ich mich auf den Weg, dieses Mal ohne „Dienstausweis“ und ganz privat. Endlich mal alles sehen, was ich noch nicht gesehen habe. Hierbei zog mich vor allem das Künstlerdorf magisch an; kurz später betrat ich also das Haus der Kunst. Hiervon möchte ich in einem anderen Beitrag noch gesondert berichten – denn diese Arbeit verdient ein bisschen mehr Aufmerksamkeit, finde ich.

Anschließend schlenderte ich noch mal die Hessentagsstraße entlang und sah erstmalig das Weindorf bei Tageslicht. Mit meinem Gastticket für das FFH Open-Air in der Tasche lief ich später ohne Kamera zur Continental-Arena. Zwischendurch tippte ich ein paar WhatsApp-Nachrichten an die Freundinnen, die auch auf das Konzert wollten. Schlussendlich trafen wir uns und machten uns gemeinsam ans Schlangestehen. Aber nicht, ohne vorher von Volunta Postkarten und Gummis in die Hand gedrückt zu bekommen. Was man halt auf Open-Air-Konzerten so braucht.

FFH-Open-Air SDP

In der Arena setzten wir uns auf einen Bordstein, der in der Sonne lag. Einfach mal labern ist auch schön; und Zeit hatten wir ja auch.

Pünktlich zum Start des Konzerts standen wir vorne. Voda machte den Auftakt – Kirmes-Crew Mitglied Nr. 2 und ich lachten uns kaputt. Grund? Das Zeug war viel schnulziger als auszuhalten ist. Und: Der Sänger hat die letzten Buchstaben der Wörter geschluckt. Applaus bekam er von uns am Ende trotzdem, denn wir fanden es gut, dass er von der Bühne ging.

FFH-Open-Air SDP

Deepend riss uns zwei so wenig vom Hocker, dass wir mal eben was zu essen besorgten. Immerhin wirkte der Kerl ganz zufrieden, so viel wie er gegrinst hat.

Und dann fing der Abend richtig an: SDP!!!
Endlich Songs zum Mitsingen. Und Mittanzen. Und die Spezialeffekte waren auch nicht schlecht!!! Ich meine: Nebel, Feuer, Feuerwerk. Außerdem fand ich es cool, wie sie von einem Lied zum anderen übergeleitet haben. Im Gegensatz zu beispielsweise Sunrise Avenue haben sie nämlich nicht nur den Namen des Lieds gesagt, sondern unter anderem auch einen Stromausfall vorgetäuscht und ein Klavier auf die Bühne schleppen lassen. Auch das kleine „Theaterspiel“ vor „Die Nacht von Freitag auf Montag“ war witzig. Daher verteile ich hiermit einen fetten Daumen nach oben für den Auftritt!

FFH-Open-Air SDP

Schade nur, dass es keine Zugabe gab, weil die Bühne für Cro geräumt werden musste.
Noch doofer, dass ich Cro wirklich schlecht fand. Zur Verteidigung von Cro sei gesagt: Ich hab seine Musik seit Jahren nicht mehr gehört und kannte also auch den Großteil der Lieder nicht. Aber irgendwie rissen mich auch die alten Songs nicht mit, obwohl ich sie kannte. Ja, der Bühnenaufbau mit dem Panda war cool, aber das wars dann auch. Außerdem haben die beiden Co-Sängerinnen gefühlt mehr gesungen als der Kerl mit der Pandamaske.

Das alles waren also die Gründe dafür, dass ich bei meiner Sonntags-Bekanntschaft anfragte, ob sie da ist. Als die Bestätigung ankam, verabschiedete ich mich und lief zu Radio Bob. Ich begegnete noch jemandem, den ich mal kannte, aber dann war ich auch schon an der Bühne.

FFH-Open-Air SDP

Eine Band spielte, wir redeten ein bisschen. Irgendwann ließ sie sich wieder bei der Feuerwehr abholen – und wir (also die Kerle vom Vorabend und ich) kamen selbstverständlich mit. Auf dem Rückweg liefen wir auf Straßen, auf denen gelegentlich Autos fuhren – irgendwer zog die anderen immer von der Fahrbahn. Als eine komische Absperrung kam, meinte jemand, ich solle unten durch. Haha, mit Muskelkater. Ist klar. Der andere nahm Anlauf und sprang drüber. Da kletterte ich dann doch mehr oder minder unelegant unten durch, statt außen rum zu gehen.

Auch den Security-Mann an der Radio Bob Bühne besuchten wir wieder – er hatte jeden Tag die ganze Nacht über Dienst. Dieses Mal ging es um unfähige Ingenieure (wie gut, dass ich auch bald dazuzähle). Und um das Riesenrad. Und mein Platz auf dem Betonklotz war bequem.

FFH-Open-Air Cro

Irgendwie zog es die Jungs doch wieder an die Cocktailbar. Bier wurde getrunken, andere Menschen kamen dazu. Und so lernte ich dann noch wen kennen – der auch mal in Frankenberg gelebt hat, gern Fahrrad fährt und eine Strecke am Edersee schön findet. Das Ende der Geschichte: Er bekam meine Nummer; vielleicht gehen wir irgendwann mal zusammen Fahrrad fahren.

Ursprünglich wollte ich übrigens auch um 1 zu Hause sein, da es kalt war (ich hatte natürlich nur ein Kleid ohne Ärmel an …) und ich müde war (die Vorabende lassen grüßen). Aber als wir dann gemeinschaftlich aufbrachen, war es schon dichter an 2 als an 1. Die letzte Viertelstunde lief ich allein, da die anderen echt langsam waren.

Und dann schlief ich auf dem Sofa ein …

- geschrieben von Tabea -


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