Gedanken, schlecht sortiert und wenig aussagekräftig

Liebe Leute,

Ich habe eine Studie durchgeführt. Die legendäre Teilnehmerzahl lag bei einer Person, die Laufzeit ist nicht näher bekannt und das Thema der Studie hab ich im Nachhinein festgelegt. Es lautet: Wie lebt es sich ohne Bloggen?

Okay, scheinbar kann man sowas nicht als Studie bezeichnen. Vielleicht war es eher ein Selbstversuch. Ich war schließlich die einzige Teilnehmerin.

Wie ihr vielleicht gesehen habt, kam hier in letzter Zeit fast nichts. Das war weder geplant noch nicht geplant. Ich hab irgendwann gegen Anfang des Monats noch vom Urlaub erzählt, der gefühlt in einem anderen Leben stattfand. Gleichzeitig habe ich beschlossen, dass sich die Sache mit dem #Farbblick2018 erledigt hat. Interessieren die Gründe irgendwen? Nunja, sie sind schnell erläutert: Ende Juli hatte ich noch kein Bild zur August-Farbe. Auch die Energie, noch ein Bild von IRGENDWAS türkisem zu schießen, hatte ich nicht. Ist schließlich nicht so einfach, was zu finden, was dann nicht aussieht, als hätte ich versucht mit drei Sekunden Aufwand das Nächstbeste zu knipsen. Dass die Qualität meiner Fotos zu wünschen übrig lässt, habe ich nämlich oft genug gelesen. Dass ich mir zu wenig Mühe gebe, ebenfalls. Fazit: Bevor ich es wieder falsch mache, mache ich gar nichts mehr.

Aber das ich gar nicht geschrieben habe, hat andere Gründe. Ich hatte nämlich einfach nichts zu sagen. Ich bin morgens aufgestanden, arbeiten gegangen, nach Hause gekommen, hab gegessen, bin in den Stall geradelt und hab Sport gemacht. Und bin schlafen gegangen.
Ja, ich war trotzdem täglich in Internet: Nebenher Twitter durchgescrollt, kurz ins Bloggerforum geschaut (macht man als Moderator schließlich so), E-Mails bearbeitet. Aber Bloggen? Haha. Nee. Warum denn, wenn mir kein Thema einfällt? Und warum sollte ich überhaupt schreiben, wenn es kein passendes Foto gibt? Ach, lieber noch eine Stunde Sport mehr statt ratlos den Bildschirm anzustarren.

Zwischendurch kam eine E-Mail von Caro an, die ihren Schreibratgeber veröffentlichen wollte. Und da ich nach dem Testlesen angeboten hatte, später noch darüber zu schreiben, machte ich das auch. Selten ist mir ein Post so schwer gefallen. An drei Tagen getippt, Wort für Wort. Vier Mal darüber gelesen und nie zufrieden gewesen. Irgendwann gab ich auf und zeigte Caro den Text. Sie fand ihn gut genug, also stellte ich das Veröffentlichungsdatum auf den 23.8. und verbrannte den Text aus meinem Kopf. Und Bloggen war wieder egal.

Soviel zu Gründen und Rechtfertigung. Und jetzt zu den Ergebnissen des unfreiwilligen Selbstversuchs.

Oben habe ich es schon anklingen lassen… Schreiben fällt nach einer Pause viel schwerer. Mir zumindest. So lange, wie in den letzten Wochen kein neuer Post erschien, ist hier seit Jahren keine Stille mehr gewesen.

Nicht nur meine eigenen Texte sind nicht erschienen, sondern auch die von anderen Leuten habe ich unregelmäßiger und seltener gelesen. Und nicht kommentiert. Zu anstrengend.

Auch Twitter habe ich anders genutzt. Ich hab gelesen, was die anderen schreiben. Einigen Menschen entfolgt und selbst nicht mehr getwittert. Interessanterweise verkündete die App trotzdem regelmäßig, dass mir jemand neues folgt. Das verstehe ich bis heute nicht. Wie finden Menschen mich, wenn ich so passiv bin? Und warum finden sie mich trotzdem interessant?

Und das Letzte, was passiert ist, ist ganz faszinierend: Menschen schreiben mir und fragen, ob alles okay ist. Menschen, die ich noch nie persönlich gesehen habe!

Meine Antworten fielen unterschiedlich aus. Manchen sagte ich, dass alles in Ordnung und nur viel los ist. Bis zu einem gewissen Grad stimmte das auch. Schließlich ist nichts Weltbewegendes passiert und ich war meistens den ganzen Tag irgendwie beschäftigt. Und müde, sehr müde.
Anderen habe ich gesagt, dass es mir nicht so super geht. Über meinen Kreislauf habe ich mich ja auch hier schon genug beschert, aber seit einigen Wochen habe ich stattdessen sowas wie Migräne. Ich hab mich innerhalb von vier Wochen vier Mal zum Arzt bewegt – bei meiner Abneigung gegen Ärzte will das was heißen. Ich hab Arzneimittel geschluckt und gehofft, dass mit irgendwas helfen kann.
Und was genau mit mir nicht stimmt, schreibe ich jetzt nicht ins Internet. 😉
Aber in Summe kann man sagen, dass es im Moment nicht so einfach ist, normal zu leben. Und man kann auch sagen, dass ich scheinbar dazu neige, Frust und Stress mit Sport zu kompensieren.

Trotzdem geht es mir irgendwie gut.

Ich habe unbewusst Freunde aussortiert. Weil sie teilweise tagelang nicht antworten, weil sie scheinbar nicht verstehen, dass ich in den Semesterferien NICHT viel Zeit habe, oder weil sie einfach so wegfliegen ohne mal etwas zu sagen. Auf der einen Seite nervt es mich total, dass ich jetzt so viele Freunde verloren habe, die ich seit mindestens einem halben Jahrzehnt kenne … auf der anderen Seite frage ich mich natürlich, ob ich irgendwas falsch mache?
Aber andererseits sind zwei Freunde übrig geblieben und für die habe ich jetzt theoretisch mehr Zeit, oder?

So, und damit habe ich das erste Mal seit Wochen wieder einen langen Text getippt. Am Stück. In vierzig Minuten. Die Aussagekraft dieses Textes geht trotzdem gegen null, aber das ist jetzt mal so lange egal, bis ich auf “veröffentlichen” geklickt habe und danach ist es eh zu spät. 😉

12 Gedanken zu „Gedanken, schlecht sortiert und wenig aussagekräftig“

  1. Also mir gefallen die zwei Fotos in diesem Beitrag sehr!

    Und mit deinen Gedanken gehe ich mit. Das bloggen hat momentan auch keinen nennenswerten Anteil in meinem Leben, trotzdem bin ich irgendwie jeden Tag im Internet unterwegs… einfach so zum lesen und gucken. Das ist aber okay, solche Zeiten kommen immer wieder mal. 🙂

    Das Freunde aussortieren kenne ich in der Tat auch. Das habe ich schon öfter in meinem Leben gemacht. Manchmal bin ich etwas traurig darüber, besonders über die Kontakte aus meiner Schulzeit, die ich vollkommen aus den Augen verloren habe. Denn gerade als Erwachsener ist es schwierig bis teilweise unmöglich neue, enge Freundschaften zu schließen, zumindest geht es mir so…

    Teilweise habe ich die Freundschaften aufgegeben, weil ich aus einer momentanen oder mehrfachen Enttäuschung nicht über bestimmte Geschehnisse hinweg sehen konnte, teilweise weil die Freundschaften absolut keinen “Gewinn” mehr für mich hatten und ich sie daher nicht mehr wollte.
    Freunde aussortieren ist gut, finde ich, wenn es sich um Freundschaften handeln die über einen längeren Zeitraum mehr Kraft kosten als man daraus Kraft schöpfen kann. Wenn dir die anderen im Grunde aber wichtig sind, solltest du für dich prüfen ob derjenige im Moment nicht vielleicht auch in einer besonderen Lebenssituation steckt und daher nicht sogleich aussortierte werden sollte.

    Naja, wie auch immer…
    Schön, mal wieder einen so offenen hnd ehrlichen Blogbeitrag von dir gelesen zu haben. 🙂

    Liebe Grüße, nossy

    1. Hallihallo und danke für das Kommentar!
      Irgendwie war es ja auch mehr oder weniger nur eine Frage der Zeit, bis das Bloggen mal für eine Weile in den Hintergrund rückt. Normalerweise bin ich ja eher jemand, der ständig irgendwas anderes anfängt. 😉

      Dass es nach der Schulzeit schwer ist, neue Freunde zu finden, habe ich auch schon gemerkt. Im Endeffekt habe ich in den zwei Jahren Studium nur eine Person kennengelernt, die ich als Freund bezeichnen würde. Wobei es mir nie wirklich leicht gefallen ist, Freunde zu finden.
      Aber die Freunde, die ich aussortiert haben, scheinen halt einfach andere Freunde gefunden zu haben. Freunde, die in deren Nähe wohnen und nicht die ganzen Semesterferien arbeiten müssen. Und vielleicht passe ich jetzt einfach nicht mehr in deren Leben, weil ich “unpraktisch” bin? Aber irgendwie macht es mich dann doch traurig. Allerdings sind die betreffenden Freunde auch nicht allzu schnell aussortiert worden, da besteht seit Monaten so gut wie kein Kontakt mehr. 🙁

      Liebe Grüße

  2. Schön, etwas von dir zu lesen! <3

    Mir geht's ähnlich wie dir, bedingt durch lange Arbeitszeiten und Garten / Stall / sonstige Hobbys verbringe ich in den letzten Monaten deutlich weniger (private) Zeit am Rechner. Eigentlich nur morgens ein Stündchen und das war's dann… daher komme ich auf gerade mal einen Blogartikel pro Woche und aus den sozialen Netzwerken habe ich mich weitestgehend zurückgezogen. Sprich, facebook gelöscht, Twitter gelöscht; auf Insta und Pinterest poste ich nur alle naselang etwas, wenn ich mal daran denke oder mir ein "oh, da solltest du mal wieder aktiv sein…" durch den Kopf schießt.

    Der Vorteil ist ganz klar, dass ich weniger belanglosen Kram lese, der mich eigentlich überhaupt nicht interessiert. Wer von meinen Kollegen in welcher Bar war, an einen Post von vor 5 Jahren erinnert zu werden oder das fünfhundertste ach so lustige Wortspiel. Aber der Nachteil ist tatsächlich, dass der Kontakt zu einigen Leuten abreißt, die ich halt nur übers Internet kenne. Vor allem von denen, die ihren Blog mittlerweile eingestellt haben oder nur sporadisch bloggen. Das finde ich wiederum schade.

    Das mit den Freundschaften, die zu Ende gehen, tut im ersten Moment weh. Aber andererseits denke ich, wenn die Kommunikation mit jemanden so schwierig ist, dass es dich frustriert und traurig macht, dann ist das auf Dauer auch keine gute Grundlage für eine Freundschaft. Oder wenn die Lebensumstände zu unterschiedlich (geworden) sind und nicht respektiert wird, dass man einfach irgendwann ausgelaugt ist und nicht so viel freie Zeit oder Energie hat wie andere.

    Fühl dich mal gedrückt und gute Besserung!

    Liebe Grüße

    1. Bei dir wundert es mich immer wieder, wie viel du immer wieder auf die Reihe kriegst. Mal eben das Gartenhaus neu eindecken, einen gigantischen Garten bewirtschaften, Tierchen versorgen, arbeiten,…

      Im Moment bin ich eigentlich froh darüber, relativ wenig mit Social Media am Hut zu haben. Facebook nutze ich ja seit einer Weile nur noch privat (und auch da kaum – wird kurz reingeschaut, 3 Minuten gescrollt und wieder geschlossen) und Insagram und Pinterest war noch nie meins. Nur bei Twitter tut es mir leid, dass ich kaum noch aktiv bin.
      Aber dass der Kontakt abreißt, ist wirklich ein bisschen schade. Wobei es mir da nicht wirklich anders geht, weil ich halt kaum noch Kommentare auf anderen Blogs schreibe.

      Liebe Grüße

  3. Also ich finde solche Pausen, wo auf dem Blog mal nichts kommt, man auch nicht kommentiert oder sich zurückzieht, vollkommen okay. Ich finde dafür muss man sich auch nicht rechtfertigen, wenn dir nicht nach bloggen ist, dann ist das so und da ist doch auch nichts dabei. Die Phasen kennt wohl jeder und gerade wenn man arbeitet und abends nicht viel freie Zeit hat, ist das umso verständlicher. Zumal halt auch nicht immer was spannendes passiert, was man nun teilen könnte.

    Viel trauriger finde ich, dass du dich von einigen Freunden trennen musstest. Das ist immer schwer und nicht leicht, aber wenn einem eine Freundschaft nicht mehr gut tut, dann ist es letztendlich auch der richtige Schritt. Und wer weiß, vielleicht bleibt es bei manchen ja auch nur bei einer kürzeren Auszeit? Ich habe auch schon den Kontakt zu ehemaligen Freundinnen nach längerer Zeit wiedergefunden, was echt schön war, falls du das überhaupt möchtest. Ansonsten kenne ich es aber auch, das Freunde verlieren. Bei mir war das vor allem nach dem Schulabschluss der Fall, da trennte sich sozusagen das Spreu vom Weizen (was auch gut so ist), weil ich gemerkt habe, dass bei vielen der Kontakt nur noch von mir ausging. Aber: Auch ich hatte Leute, wo ich es nicht geschafft habe den Kontakt zu halten, weil ich weniger Zeit hatte. Das gleiche passierte dann jetzt noch mal mit dem Ende der BOS und davor auch mit dem Ende der Ausbildung. Die Freunde von damals, die mir jetzt noch geblieben sind, da weiß ich halt nun auch das ich mich auf sie voll und ganz verlassen kann, was sie schon öfter bewiesen haben und umgekehrt gilt das gleiche. Aus meiner Kindheit sind das übrigens auch nur zwei: Meine Beste Freundin und mein Bester Freund. Der Rest kam dann erst später dazu, worüber ich ungalublich glücklich und wofür ich dankbar bin und mit einer Freundin aus Kindheitstagen habe ich heute wieder regen Kontakt und wir treffen uns regelmäßig bzw. versuchen es.

    Und wegen den Bildern: Mach dich nicht verrückt, es gibt immer Leute die über über etwas nörgeln haben und denen man es nicht recht machen kann. Es ist dein Blog, wenn sie dir gefallen, dann poste sie auch. Ich finde sie schön und bin auch der Meinung, dass nicht jeder Blogger ein Profi-Fotograf sein muss bzw. teure Objektive und Kameras besitzen muss. Wo kommen wir denn dann hin? Ich kenne das übrigens von meinem Outfitbilder. Bei meiner Leserumfrage haben auch ein paar geschrieben, dass die richtig schlecht seien. An sich stört mich die Aussage ja nicht, auch wenn ich ihr nicht zustimme, aber was mich nervt ist, dass es halt auch keine Begründung gab oder einen Vorschlag was man besser machen könnte. Das kan nich dann einfach nicht ernst nehmen. Und solange ich sie mag und zufrieden bin, ist mir der Rest eh egal. Wem sie nicht gefallen, der kann ja auf das X klicken oder halt sachliche Hinweise geben.

    1. Ja, natürlich muss man sich nicht immer rechtfertigen, wenn man einfach mal keine Lust hat. Aber auf der anderen Seite gibt es diesen Blog seit mehr als fünf Jahren und ich war nie länger als 2 – 3 Wochen von der Bildfläche verschwunden. Vielleicht nervt mich auch mehr, dass ich Ende Juli tatsächlich wieder Lust hatte, mehr zu schreiben, und dass dann so schnell im Nichts geendet hat. Wobei es halt auch echt nicht so einfach ist neben der Arbeit noch was auf die Reihe zu kriegen, wenn man irgendwie noch den Pferdestall und das Sportprogramm in den Tag quetschen will. 😀

      Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass du deine beste Freundin und deinen besten Freund schon so ewig kennst. Meine ältesten Freunde kenne ich seit der 8. Klasse, also jetzt etwas mehr als 6 Jahre. Aber von denen ist jetzt halt auch nur noch eine übrig geblieben und die anderen rücken immer mehr in den Hintergrund.
      Wobei ich ja auch niemandem die Schuld geben kann – ich melde mich bei den meisten Leuten auch nicht regelmäßig. Das war schon immer so ein Problem von mir – aus den Augen, aus dem Sinn. Aber irgendwann sind Menschen, die ich ein, zwei mal im Jahr sehe, auch keine Freunde mehr.

      Naja, ich habe wenigstens brauchbare Kritik zu meinen Fotos bekommen. Mit Verbesserungsvorschlägen. Ich müsste mir halt viel mehr Mühe geben, das Bearbeiten mal richtig lernen und so weiter. Dinge, auf die ich keine Lust habe. Selbst wenn manche Bilder mir selbst nur halbwegs gefallen – manchmal mag ich, dass alles unperfekt ist.
      Aber es ist halt doof, wenn ich absichtlich Bilder nehme, die vielleicht nicht perfekt sind, dazu schreibe, dass es ein erster Versuch war und dann Bemerkungen kommen, dass ich mich vorher informieren soll. Manchmal plane ich mein Leben halt nicht so durch und mache das, was sich ergibt. Nicht das, wovon ich Ahnung habe.

      Liebe Grüße

      1. Das glaube ich dir, dass das nicht so leicht ist. Während meines Praktikums habe ich auch wesentlich weniger gebloggt, man spürt das dann schon. Die wenige Freizeit wollte ich dann anders nutzen und das ist doch vollkommen okay. Aber ich tue das ja auch oft mit dem rechtfertigen, wenn man weniger kommt. Das ist dann so ein Anspruch den man an sich selbst stellt, auch wenn die meisten Leser das ja eher entspannt auffassen.

        Ich finde aber das es am Ende nicht darauf ankommt wie lange man sich kennt. Ob es nun schon das ganze Leben ist oder halt seit 3, 5 oder 10 Jahren oder noch länger spielt doch keine Rolle. Am ende kommt es darauf an, ob man sich auf die Personen verlassen und mit ihnen über alles reden kann und dafür ist es ja egal, wie lange man sich nun kennt. Das kann auch bei Leuten der fall sein, die man erst ein paar Jahre kennt, einfach weil man auf einer Wellenlänge liegt und es passt. Solche Menschen sind für mich aber auch keine Freunde – außer natürlich sie wohnen weiter weg und das ist der Grund wieso man sich seltener sehen kann -, sondern eher Bekannte (va wenn sie im Ort wohnen).

        Aber schon diese Erwartungshaltung in Bezug auf Fotos finde ich übertrieben. Bei Blogbeiträgen ist es was anderes, wenn ich da über ein gesellschaftliches o. politisches Thema schreibe, sollte ich mich vorab definitiv informieren, aber bei Bildern finde ich es schon heftig ,dass von jedem gefordert wird Ergebnisse wie ein Fotograf zu liefern. Kann man nicht einfach Spaß beim Fotografieren haben? Das Learning bei Doing genießen? Und sich so dann auch steigern? Am Anfang ist halt nicht alles perfekt und das muss es doch auch nicht. Wenn du aber ab und an selbst mit Fotos für einen Beitrag nicht zufrieden bist, dann kannst du ja auch auf Stock Fotos setzen. Fände ich jetzt nicht schlimm, das machen einige Blogger die ich kenne. Mich interessiert am Ende der Text sowieso mehr – die Bilder sind halt kurze Eyecatcher und durchbrechen den Text halt etwas.

      2. Das Problem ist ja: Es ist nicht nur ein Praktikum. Ich muss bis Ende März arbeiten gehen, dann wieder drei Monate Schule und danach arbeite ich doch quasi bis ans Ende meines Lebens. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass so wenig Freizeit dauerhaft reichen soll. Und das, wo ich sogar nur 35 Stunden pro Woche habe.

        Natürlich kommt es nicht darauf an, wie lange man sich am Ende kennt. Aber weil es mir so schwer fällt, neue Leute kennenzulernen, tun die verlorenen Freunde vielleicht auch noch ein bisschen mehr weh. Dazu kommt, dass es ich Leute, die ich länger als ein Jahr kenne, gefühlt schon “lange” kenne. So schnell ändert sich hier alles. Ich habe meinen gesamten Freundeskreis schon ungefähr 5 Mal ausgetauscht, einfach, weil sich irgendwas auseinandergelebt hat. Langsam nervt es.

        Ja, das mit den Fotos ist so eine Sache … aber ich mag keine Stock Bilder verwenden. Irgendwie sind die Fotos ja auch ein Teil meines Lebens – wo sie schon nicht mehr an die Wände passen, dürfen sie dann wenigstens hier gesammelt werden. Stock Bilder finde ich einfach auch unpersönlich. Das ist dann wieder mein eigener Anspruch. 😉 Vielleicht liegt das aber auch darin begründet, dass ich diesen Blog ursprünglich als Ort zum “Fotos verwenden” gestartet hatte …
        Mal sehen, wie sich das in den nächsten Wochen, Monaten, Jahren entwickelt.

        Liebe Grüße

  4. Huhu Tabea,

    ich habe mich tatsächlich auch schon gefragt, ob bei dir alles okay ist. Aber schön, dass es dir trotz Stress gut geht und du dich auch hier mal wieder meldest. Freunde aussortieren muss manchmal sein, damit man sich wieder auf die wirklich wichtigen Personen fokussieren kann. 🙂

    1. Ja, irgendwie ist das immer etwas schwierig. Wenn ich mit Leben beschäftigt bin, fällt das Bloggen meistens hinten runter – aber genau dann machen sich dann Menschen, die ich nur über das Internet kenne, Sorgen, dass etwas nicht stimmt.

      Irgendwie ist es halt schade, dass man Freunde verliert, nur weil man sich irgendwie auseinander lebt.

      Liebe Grüße

  5. Da ich ja sonst oft “nörgele” – du hattest mal geschrieben, dass du ehrliche Kritik möchtest – will ich jetzt mal gegennörgeln 😉

    Diese beiden Bilder gefallen mir nämlich gut. Der Weg der so schön still ins Bild führt und die Tannenspitze mit der Unschärfe drumherum und dem schön marmorierten Hintergrund. Diese beiden wirken auch nicht “lieblos”. Sie sind schön aufgebaut und unterstreichen die Stimmung des Posts. Gefühle schlagen sich ja oft in Bildern nieder. Ein Foto ist oft das offene Fenster zur Seele. Fotos bildhaft gewordene Tagebücher …

    Es gibt immer Zeiten, in denen es ruhiger ist und Zeiten in denen viel passiert.

    Im Zug des Lebens
    https://www.youtube.com/watch?v=N20e_M2cMyA
    steigen immer wieder Menschen ein und aus – das ist der Zug des Lebens. Versuche das beste daraus zu machen. Ändern können wir es nicht.

    “Nicht die Dinge machen uns zu schaffen, sondern die Art und Weise, wie wir diese wahrnehmen.” (Epiktet)

    Wenn ich “nörgele” dann kannst Du denken – boah die nörgelt schon wieder und macht MICH und MEINE BILDER schlecht. Dann fühlst Du Dich natürlich traurig und schlecht. Du könntest aber auch denken – sie nimmt sich die Zeit und schildert ihren Eindruck. Sie versucht mir zu helfen. Dann brauchst Du Dich nicht schlecht zu fühlen oder traurig zu sein, dann könntest Du Dich freuen, dass da jemand ist, der sich freut, dass Du auch fotografierst und Dir helfen möchte.

    Wenn Freunde Dir absagen, sich nicht melden oder einfach wegfliegen… hatten sie vielleicht selber Stress und finden es vielleicht selber sehr schade, dass sie nicht noch vorher geschrieben haben. Vermutlich hast DU gar nichts falsch gemacht. Ansonsten einfach fragen … das meiste klärt sich und in den allermeisten Fällen waren solche Gedanken umsonst.

    Es gibt Menschen die sehe ich ganz lange nicht, von denen höre ich lange nicht und wenn wir uns aber treffen, dann ist es als hätten wir uns gestern das letzte Mal getroffen.

    Hast Du schon mal von selbsterfüllender Prophezeiung gehört – wenn man ständig Negatives sieht wird auch Negatives passieren. Also – positiv denken – die positiven Dinge auffangen und notieren! Und nicht in allem, was von außen kommt das Schlimmste sehen. Das Leben in seinem Tempo leben, solange man das Tempo bestimmen kann. Alles ist gut!

    Natürlich ist es doof Freunde zu verlieren – aber wer weiß wozu es gut ist. Das Leben ändert sich – so auch die Freunde und deren Leben – man lernt andere kennen. Sei froh, dass sie dich einen Teil deines Lebens begleitet haben.

    Liebe Grüße und ein sonniges Wochenende
    Birgit

    1. Ja, ehrliche Kritik ist mir auch wirklich wichtig – aber manchmal ist es vielleicht auch zu viel auf einmal, sodass mich das lähmt. Ich weiß es nicht – jedenfalls kann ich wahrscheinlich eine Menge lernen, wenn ich deine Tipps umsetze.
      Aber ich freue mich wirklich jedes Mal, dass du dir so viel Zeit nimmst, um solche ewig langen Kommentare zu schreiben! Nur das Antworten fällt mir dann oft schwer, weil ich immer versuche, mich für alles zu rechtfertigen – und das will ich gar nicht. Aber manchmal habe ich deine “Stimme” dann doch im Hinterkopf – zumindest, wenn ich Fotos auswähle. Lieber zwei als 10, wenn sie sowieso nicht wirklich gut sind. 😉 Also noch mal: Danke!

      Ausgerechnet diese beiden Bilder sind mal wieder welche, die ich eher doof finde. Der Wald war in “echt” schöner, die Tannenspitze war nur ein Testfoto für das neue Objektiv. Also ist zumindest das letzte Bild wirklich lieblos – und etwas älter sind sie auch beide, sodass sie gar nicht mehr so viel der aktuellen Stimmung spiegeln können, denke ich.

      Natürlich verliert man immer mal wieder ein paar Menschen und neue steigen in das eigene Leben ein. Es ist nur gerade wie ein Schlag. Ich hatte nie wirklich viele Freunde. Viele sind mit dem Abitur verloren gegangen und die habe ich auch kaum vermisst, wenn ich ehrlich bin. Aber wenn man mal genau hinsieht, habe ich nach diesem Abitur ungefähr eine neue Freundin gefunden und dann ist mir bewusst geworden, dass ich eine Hand voller alter Freunde nicht mehr als Freunde bezeichnen kann. Fast so, als wäre ich an der Endhaltestelle vorbei gefahren und stehe plötzlich mit dem Schaffner allein im Zug. 😉

      Irgendwie schön, dass du alles so positiv sehen kannst! Sowas bewundere ich total. Mir gelingt das manchmal einfach nicht – in letzter Zeit tatsächlich so gut wie nie. Ich sehe dann das Schlimmste, was passieren kann, und finde mich mit dem Gedanken ab …

      Liebe Grüße

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