#Farbblick2018 – Weiß im April

Hallo meine Lieben!

Nach unserem farbenfrohen Start in das Fotoprojekt „Farbblick 2018“, wurde es im März mit der Farbe Braun schon allmählich unbunter… im April vollenden wir die Entwicklung dann wohl…

Bevor ich nun feierlich die neue Farbe ankündige, möchte ich allen, die den Farbblick noch nicht kennen, kurz die Grundidee erklären:

[hinweis]Der Farbblick ist ein Fotoprojekt, bei dem bewusst Motive in einer bestimmten Farbe gesucht und fotografiert werden. Man setzt also einen Suchblick für die entsprechende Farbe auf.

Bei der Aktion „Farbblick 2018“ bekommt ihr von mir jeden Monat am 2. eine Farbe genannt, zu der ich gern eure Fotos sehen würde und meine eigenen zeige. Eure Beiträge könnt ihr dann den ganzen Monat über bei mir in den Kommentaren des Posts verlinken.[/hinweis]

Spätestens jetzt sind alle im Bilde… Nur noch mal zur Erinnerung: Gelb haben wir im Januar geknipst, Grün im Februar und eben wie bereits erwähnt Braun im März. Mir haben die ersten drei Monate schon viel Freude bereitet – sowohl, während ich mir mögliche Motive überlegte, als auch während ich fotografierte und später dann eure Fotos bewundert habe!
Wobei ich allerdings auch festgestellt habe, dass Braun eher nicht so euer Fall war. Zu langweilig? Zu verbreitet? Ich weiß es nicht.

Farbblick 2018 Weiß im AprilSchnee wie Kuhflecken

Die Farbe des Aprils

… ist Weiß! Eigentlich ist das nicht mal eine Farbe, wenn man sich an die strenge Definition in der Malerei halten will… aber das will ich auch nicht! Ich will, dass wir im April unseren Blick darauf richten, was uns an weißem Zeug umgibt und eines Bildes würdig ist.

Ich finde, diese Farbe ist ziemlich neutral… irgendwie kann man sie überall tragen, ohne allzu negativ aufzufallen. Sie sticht nicht ins Auge und fast jedes Produkt wird auch in weißer Ausführung angeboten, während andere Farben manchmal nicht zu bekommen sind…

Es sollte also nicht allzu schwer sein, ein paar weiße Dinge zu finden, die ihr diesen Monat für das Projekt fotografieren könnt.

Farbblick 2018 Weiß im April
Farbblick 2018 Weiß im April

Inspirationsanstoß: Das könnte man knipsen

Wie jeden Monat möchte ich euch gern ein paar Anregungen da lassen, welche Motive sich anbieten… ich habe nämlich echt Spaß daran, mir vorab eine Liste mit Möglichkeiten zu erstellen und dann doch einfach loszuziehen, den Suchblick für die entsprechende Farbe aufzusetzen und den Auslöser zu drücken, wenn mir eben was begegnet.

Meine Ideen zur Farbe Weiß waren folgende:

  • Vasen – meine Oma sammelt nämlich weiße Vasen. Zumindest hat sie mir das vor vielen Jahren erzählt, als wir auf einem Flohmarkt eine gekauft haben.
  • Geschirr aus Porzellan hat auch oft viel Weiß.
  • Hausfassaden und Wände – Menschen sind langweilig und streichen daher fast alles lieber weiß als bunt. 🙁
  • Möbel… zumindest unter Bloggern sind die weißen Möbelausführungen gefühlt verbreiteter als die, bei denen man das Holz noch erkennt.
  • Kleidung – Ob es nur eine Bluse, ein gewöhnliches Sommerkleid, Unterwäsche, Socken oder vielleicht doch sogar das Brautkleid sein soll? Gerade Basics werden eigentlich immer auch in weiß verkauft, sodass ich mir sicher bin, dass jeder von euch was weißes im Schrank hat. Sogar ich, als Weiß-Ablehnende habe weißes Zeug im Schrank. Nur eben nicht viel.
  • Arzt- und Laborkittel. Die fallen zwar unter den Punkt “Kleidung”, aber sind doch noch mal was Spezielles.
  • Blumen – da gibt es viele Sorten mit weißen Blüten. Ob die allerdings draußen schon wachsen, weiß ich gar nicht… Schneeglöckchen und Osterglocken sollten vorhanden sein, oder? Außerdem gibt es auch Schnitt- und Zimmerblumen.
  • Papier.
  • Mamor – Statuen, Böden, Deko – Was ist noch alles aus diesem Material?
  • Straßenmakierungen… ihr wisst schon: Fahrbahnbegrenzungen, Abbiegepfeile etc. (Aber lasst euch bloß nicht anfahren, weil ihr ins Knispen vertieft seid!)
  • Autos. Okay, die gibt es in allen Farben, aber gerade weiß und schwarz kommen wohl sehr häufig vor, weil das eben die beiden Farben sind, die als Standardlackierung keinen Aufpreis kosten. 😉
  • Vorhänge und Bettwäsche und Tischdecken… Gerade bei Textilien scheint weiß wirklich beliebt zu sein.
  • Wolken und Schnee – wobei letzterer uns im April hoffentlich nicht mehr begegnet! Ich will endlich Sommer.
  • Haustiere – ein weißer Pudel, ein helles Kaninchen? Oder ist euer Pony vielleicht ein Schimmel? Also bei mir ist zwar gerade kein weißes Haustier vorhanden, aber bei Mama würde ich ein Meerschweinchen finden.
  • Vögel. Da gibt es einige, die auch weißes Gefieder haben. Das fängt bei Schwänen an und geht über Gänse, Enten und Hühner bis sonstwohin. Ich habe da eher keine Ahnung von. 😉

Das waren meine ersten Assoziationen zur Farbe – wie viel davon in meine Fotos eingeflossen ist … nunja. Was wäre euch noch eingefallen?

Farbblick 2018 Weiß im April
Farbblick 2018 Weiß im April

Meine weißen Fotos

Als ich Weiß gesucht habe, waren es draußen weit unter Null Grad. In meiner Wohnung war es auch eisig – es gab da so ein kleines Problemchen. Ich war nämlich ein paar Tage zuvor der Meinung, wir hätten jetzt Sommer und habe die Heizung runtergedreht. Bei einer E-Heizung ist das nicht immer eine gute Idee. Jedenfalls bin ich nur kurz zum Briefkasten gegangen und später ohne Kamera bei meiner Oma gewesen. Daher sind die Fotos wieder fast alle aus meiner Wohnung.

Insgesamt ein langweiliger Haufen Fotos. Die Kuhflecken auf der Straße sind noch mit das, worauf ich am stolzesten bin. Obwohl das Bild ein Handyfoto ist.

Farbblick 2018 Weiß im April
Farbblick 2018 Weiß im April

Eure weißen Bilder

Was ich diesen Monat für den „Farbblick 2018“ ablichten konnte, habt ihr nun gesehen. Aber ich würde mich freuen, wenn ich nicht die Einzige bin, die den Suchblick aufsetzt und weiße Dinge auf Speicherkarten von Kameras wandern lässt (oder eben in den Handy-Speicher).

Daher seid ihr nun alle dazu aufgerufen, gerne auch mal eine Fototour zu starten oder im Alltag die Augen nach weißen Dingen offen zu halten – und eben zu fotografieren!

Und wenn ihr fertig geknipst habt, dann ladet ihr die Bilder einfach bis zum 31.3. irgendwo hoch (in einem Blogpost, auf Instagram, auf Twitter,…) und schickt mir den Link! Gerne dürft ihr außerdem auf Instagramm und Twitter den Hashtag #farbblick verwenden, der zum Fotoprojekt gehört.

Genau an dieser Stelle des Postes soll nämlich eine Übersicht mit euren weißen Werken entstehen – also ich verlinke hier alle, die was hochgeladen haben, damit alle Interessierten auch zu den weißen Bildern des Farbblicks finden können.

Und nun: An die Kamera, fertig, los!

Mit dabei:
Juna Lee von “Konnexium”
Anne von “Vom Landleben”
Nossy von “Weltfarben”


Dieser Post ist Teil des Fototprojekts “Farbblick”. Mehr Infos zum Projekt findet ihr auf der Projektseite.

13 Gedanken zu „#Farbblick2018 – Weiß im April“

  1. Wenn das Fotothema WEISS heißt, dann sollte – für mich – die dominierende Farbe im Bild auch WEISS sein. Das ist gut bei den Kokosflocken umgesetzt. Da scheint sogar der WEISSabgleich im Bild zu stimmen.

    Darunter das Bild ist blau – hellblau – da stimmt wohl der WEISSabgleich nicht. Schön auch im Histogramm zu sehen – in den hellen Bildteilen dominiert die Farbe blau. Schau Dir selber mal den Unterschied der Histogramme Kokosflocken und Bild darunter an!

    Bei den “Kuhflecken” sind die Schneeflecken weiß, aber der größte Anteil im Bild ist dunkel.

    Die Stifte und Kaugummis sind zwar weiß bzw. der PandaStift grau, sieht aber irgendwie lieblos zusammen gesucht und geknipst aus.

    Auch blau-grauer Puder- oder Hagelzucker und das Ringbuch können mich nicht wirklich überzeugen.

    Oft sehen die Bilder – so wie auch beim letzten Thema BRAUN halt so aus, als wärst Du mal eben schnell durchs Haus gelaufen und hättest alles was irgendwie BRAUN ist zusammengeknipst. Dabei nicht darauf geachtet, dass die Schokolade z.B. Pink – und rote Töne lenken immer massiv ab – im Bild hat. Gelber Zollstock – gelber, rauschiger HIntergrund – BRAUN kommt gar nicht zur Geltung. Da war der Parkettboden das Bild, was noch am meisten dem Thema nahe kam.

    Ich schaue mir ja auch oft den Blog von Anne an – da sind die Themen so umgesetzt, dass die Monatsfarbe auch das Bild dominiert. Es müssen auch gar nicht viele Bilder sein – ein Gutes ist ja genug und dann wird es auch beachtet und geht nicht in der Menge unter 🙂

    Hättest Du jetzt nur die Kokosflocken gezeigt – super!

    So geht es mir bei dem Thema schon seit Anfang an. Wie die Aufgabe des Bildes heißt sollte aus dem Bild hervorgehen und nicht aus dem Titel über dem Bild 🙂

    Das ist meine ehrliche Meinung und Du schriebst mal, dass Du genau diese haben möchtest. Weniger ist oft mehr – gerade bei Fotos! Wie man aus vielen Deiner Beiträge liest hast Du oft viel zu wenig Zeit – das spiegeln die vielen Beiträge wider. Warum machst Du Dir so einen Stress?

    Ich wünsche Dir einen ruhigen und schönen Ostermontag!

    Herzliche Grüße
    Birgit

    1. Hallo Birgit,

      ich habe jetzt einige Stunden darüber nachgedacht, was ich antworten möchte. Zunächst mal: Danke für deine ehrliche Kritik!

      Der Punkt mit dem Weißabgleich ist einer, an dem ich wirklich arbeiten sollte. Mir fehlt ehrlich gesagt die Lust, mich mit Bildbearbeitung auseinanderzusetzen. Nicht zuletzt, weil mein Laptop sich bei sowas gern erhängt.
      Manchmal mag ich es jedoch auch, wenn er falsch eingestellt ist; das muss ich zugeben.

      Dass du gerne Fotos hättest, auf denen Weiß dominiert, ist wohl auch eine Frage davon, wie man das Projekt auslegt. Mir ging es eher darum, dass etwas Weißes im Mittelpunkt steht.
      Die Stifte haben übrigens für mich eine persönliche Bedeutung, aber das sieht man wohl nicht, das stimmt.

      Nunja – dass alles lieblos wirkt, ist dann doch etwas, was mich traurig macht. Da stellt sich mit eben die Frage, ob es überhaupt Sinn macht, weiter zu bloggen. Vielleicht sollte ich auch nur das Fotografieren aufs private fotografieren beschränken. Aber ein Blog ohne Bilder ist eben auch komisch.

      Warum ich mir den “Stress” mache, habe ich in letzter Zeit vielen Menschen erklären müssen. Im Moment versuche ich, möglichst viel zu tun zu haben. Denn jedes Mal, wenn ich mich langweile, fange ich wieder an, mich selbst zu hassen. Und darauf habe ich keine Lust …

      Ich wünsche dir auch noch einen schönen Ostermontag, auch, wenn er nun fast rum ist.

      Liebe Grüße

      1. So jetzt war ich doch glatt mal googlen …

        https://www.libble.de/canon-eos-1200d/p/590250/

        chrome-extension://oemmndcbldboiebfnladdacbdfmadadm/https://www.libble.de/includes/handleiding.asp?id=590250&c=105607,947636832&t=2-4-2018%2020:04:53

        Es gibt die Einstellung für den manuellen Weißabgleich an Deiner Kamera – der Onkel von Chip hat es mit haushaltsüblichen Mitteln umgesetzt und erklärt.

        https://praxistipps.chip.de/manueller-weissabgleich-so-gehts_27233

        Oh jeh – ich wollte nicht, dass Du Langeweile hast – man kann sich ja mit einem Motiv auch länger beschäftigen und vielleicht noch mehr raus holen. Ich finde das bringt enorm was, wenn man sich länger mit einem Ding beschäftigt als suchend viele Dinge zu machen. Ich finde es oft so schade, dass die Motive mehr könnten – wenn man sich mehr damit beschäftigt.

        Momentan haben wir Renovierungsarbeiten – jou – dann bleibt Fotografieren halt liegen – immer schön ein Ding ordentlich machen und später, wenn ich wieder Zeit habe kommt das andere wieder dran. So wie lieber eine Hand voll guter Freunde als zu viele, für die man dann eh keine Zeit hat. Sich Dinge richtig vornehmen – dafür dann weniger. Davon bekommt man keine Langeweile. Du könntest mich einen ganzen Tag auf einer Verkehrsinsel aussetzen – ich bekäme keine Langeweile – ich hätte Zeit mich mit dem Thema zu beschäftigen. Schön in Ruhe ohne Stress. Und denk bloß nicht, dass ich jemals Langeweile hätte.

        Mit der Farbe hast Du mich glaube ich auch nicht verstanden…

        Bild 1 – ich sehe eine Straße, eine gebogene Linie am Bürgersteig, die mich zu den Autos führt. Dort oben ist das Licht im Bild – dahin wird mein Auge gelenkt. Klar ist da Schnee auf der Straße – aber das Bild zeigt nicht den Schnee mit den Kuhflecken.

        Deine Ideen sind so gut und sie beschreiben weiße Bilder, so wie ich mir sie vorstelle – weiße Vasen – alle in der Gruppe – Formen und Muster … wäre eine tolle Vorstellung … – gleiches mit Porzellan…

        Weiße Kleidung auf dem Bügel – eines neben dem anderen – daraus könnte man auch viel machen – warum machst du es nicht?

        Weiße Blumen – im Gartencenter stehen die meistens beieinander … tolle Idee – warum setzt du das nicht um?

        Du hast so viele gute Ideen – setz doch mal eine deiner tollen Ideen cool um. So wie Anne es mit der grünen Pflanze oder Zitrone gemacht hat – sie hat bestimmt auch einige Zeit damit verbracht.

        Da fällt mir gerade auf – du läufst aber selber meist nur im Haus und sammelst Dinge – bei WEISS war ein Bild draußen – BRAUN – alles nur im Haus – GRÜN – dazu warst du auch nicht draußen – gehst du nicht gerne raus? – GELB – ja – da war das gelbe Auto – davon mehr – damit hättest du gut spielen können – oder die Nudeln – denen fehlte nur Licht … – tolle Idee – Pakete aus dem Schrank und an der Fensterbank im Licht damit spielen.

        Du musst dafür nicht viel am PC sitzen – du willst ja fotografieren. 🙂 und wenn Du Dich richtig auf ein Thema einlässt – ich kann mir nicht vorstellen, dass da irgendwie Langeweile aufkommt. Also keine Zeit für Hass – Hass ist ja auch keine Lösung!

        Keine Bilder mehr im Blog? Tabea – das ist doch keine Lösung! 😉 – das wäre wie Flucht 😉

        Und wenn die Bilder für dich ok sind – dann ist es gut – dann mach einfach so weiter. Jeder hat ja auch einen anderen Anspruch und einen anderen Geschmack. Das war nur meine Meinung… – vielleicht nutzt Du ja deshalb auch oft das Wort KNIPSEN…

        Ach – noch was – die Bilder bis zum 31.03. irgendwo hochladen geht nicht mehr – oder Du musst 1 Jahr warten 😉 aber dann haben alle so richtig viel Zeit dafür 🙂 (vorletzter Absatz 😉 )

        Herzliche Grüße
        Birgit

      2. Meine Güte – was für ein Monster-Kommentar! Danke, dass du mir so viel von deiner Zeit schenkst.

        Das mit dem Taschentuch klingt wirklich einfach. Wenn ich für den Mai auf Jagd gehe, passe ich drauf auf und probiere es.

        Ich meinte auch nicht, dass ich mich beim Fotografieren im Besonderen langweile. Ich wollte eher sagen, dass ich tausend Hobbys habe, damit ich nie viel Zeit übrig habe. (Haut leider auch nicht so ganz hin …) Sicher kann man aus einem Motiv eine Menge herausholen. Vielleicht ist mein Problem im Moment auch, dass ich nur noch allein fotografiere.

        Dass du keine Langeweile hast, glaube ich dir gerne. Bei mir ist das irgendwie anders. Ich bleibe nie lange bei der Sache … und im Moment nehme ich alles an Gesellschaft mit, was ich bekommen kann. Und wenn es nur der Hund meiner Oma ist.

        Warum ich es nicht mache? Weil ich weder Vasen noch weiße Kleidung besitze. Aber wahrscheinlich ist es die Faulheit.
        Ich gehe gerne raus – aber ich gehe nicht gern mit Kamera raus. Vor allem nicht im Winter, weil ich dann erfriere.

        Oh, weißt du – manchmal ist mir nur noch nach Flucht zu Mute.

        Danke für die Anmerkung zum Datum … da habe ich wohl einen Abschnitt aus dem vorherigen Post kopiert und nicht richtig überarbeitet. Schande über mich.

        So … ich nehme mir also jetzt vor, dass im Mai Bilder von draußen gibt. Und von wo anders … nur nicht meiner Wohnung.

        Liebe Grüße

      3. Siehst Du – ich mache es mit den Kommentaren wie mit vielem anderen. Wenn dann richtig. 🙂

        Ich werde ja schon beim Lesen Deiner Kommentare hibbelig. Es scheint Du bist auf der Flucht oder machst mit Dir selber eine Olympiade, bei der du an allen Disziplinen teilnehmen musst. Warum? Der eine rennt schnell, der andere springt hoch – man muss nicht alles machen… überlege doch mal, was Dir so richtig gut tut, was Dir am Herzen liegt und mache das richtig. Dein Pony wäre bestimmt auch dankbar, wenn Du mehr Zeit dafür hättest …. Tiere übernehmen die Unruhe der Menschen, die mit ihnen Arbeiten gerne. Sie bekommen dann keine klaren Signale. Und wenn die Zeit fehlt, dann ist zu wenige “Sprache” da um die “Sprache” auch richtig zu lernen – vom Tier und von dir.

        Ich bin meistens allein unterwegs und gehe ungern ohne Kamera. Der Hund ist oft dabei, obwohl der Neue immer anfängt zu meckern, wenn wir zu lange an einem Ort bleiben 😉 Die Hündin war da viel ruhiger und gelassener und hat sich einfach an mich gekuschelt und geschlafen – sie merkt dann ja, wenn ich mich bewege und es weiter geht und wenn sich jemand nähert, dann merken die Tiere es sowieso. So kann ich überall sicher sein, dass mir niemand von hinten einen über die Rübe haut. Die Zeit genieße ich total. Hier ist so viel Trubel, dass Ruhe wirklich gut tut.

        Auch wenn ich mit Freunden fotografieren gehe, dann gibt es immer wieder Zeiten in denen der eine hier, der andere dort kraucht. Völlig normal. Wenn ich einen ganzen Tag unterwegs bin – meistens wandern wir dabei auch so 10-20 km – dann habe ich am Ende vielleicht 10 Bilder die ganz ok sind. Glaub ja nicht, dass meine Bilder mal eben so entstehen. Natürlich wird das mit der Zeit immer besser, aber es braucht dennoch Zeit, bis ich den richtigen Winkel, das richtige Licht, den richtigen Aufbau habe. Schnell, schnell geht da gar nichts. Vielleicht kommt dadurch Ruhe rein.

        Hast du denn Freunde in der Nähe, die auch gerne Fotografieren? Man muss ja nicht großartige Reisen machen um schöne Bilder zu bekommen – es reicht, wenn man eine Wiese mit Gräsern, Blüten, ein kleines Dorf oder ähnliches findet.

        Vielleicht kommt die Ruhe auch im Alter 😉 Wenn, dann nehme ich mir die Zeit. Hetzen bringt gar nichts. Dinge brauchen ihre Zeit.

        Ich meinte auch nicht, dass Du jetzt Vasen brauchst – aber wenn Du bei Deiner Oma bist… vielleicht hat eine Freundin weiße Kleidung oder deine Mutti.

        Ich glaube es Dir, dass Du aus so einem Chaos fliehen möchtest – überlege wirklich mal, was Dir am Herzen liegt. Prioritäten festlegen, was ist momentan wichtig, was tut gut, auf was kannst Du verzichten. Du studierst ja auch noch – das macht sich bekanntlicher weise auch nicht mit links. Vielleicht kannst Du Deine Hobbies ja auf die Jahreszeiten aufteilen – wenn es Dir im Winter draußen zu kalt ist – kommt das Hobby im Haus dran.

        Dein Pony ist bestimmt auch nicht böse. Es braucht vielleicht viel mehr Zeit – Zeit mit Dir – Vertrauen – Zeit um den anderen wahr zu nehmen. Ein “Zwerg” bei mir hat auch eine Reitbeteiligung und ich sehe immer wie lange es dauert, bis sich Mensch und Tier zusammen finden. Und das man auch nicht aufgeben darf. Vielleicht macht Dir die Geschichte von Nina ja Mut!

        https://www.bella-equorum.com/wissenswertes-1/gedanken-und-wege-zum-miteinander

        Du siehst – auch da ist sie wieder die Zeit, Zeit sich auf die Bedürfnisse einzustellen, Zeit die man dem Pony geben muss, damit es überhaupt eine Chance hat.

        Es ist wie Fotografie – die kann man auch gehetzt nie gut machen. Zeit sich auf den Ort einzulassen. Zeit zum Probieren. Zeit, Zeit, Zeit ….

        Wenn Du fliehen willst, dann stimmt was nicht. Flucht ist niemals die Lösung, denn Du fliehst mit all dem, was diese Flucht ausmacht. Wenn Du vor etwas fliehst, dann wird es Dich verfolgen – einzig das Problem zu lösen ist der Weg. Flucht ist ein Renne, dass Du nicht gewinnen kannst. Solche Situationen erleben wir alle mal und meistens kommt man da irgendwie selber raus, wenn man aber droht darin zu ertrinken und wenn man es nicht allein schafft, dann gibt es Leute, die helfen, die dafür ausgebildet wurden und wissen, wie man hilft. Dann geh bitte und hole Dir diese Hilfe!

        Herzliche Grüße
        Birgit

      4. Ich weiß gar nicht, was das hier für eine Olympiade sein soll – ich mache kaum Dinge. Zumindest gefühlt.
        Und jetzt, wo du das Pony erwähnst: Ich war seit ich es besitze nahezu jeden Tag mindestens eine Stunde im Stall. Glaub bloß nicht, das Tier hätte nicht genug Aufmerksamkeit bekommen. Und jetzt ist es trotzdem Geschichte. Ich habe es vor drei Tagen verkauft. Mag sein, dass das an meiner Unruhe liegt – aber ganz ehrlich: ich brauche kein Lebewesen, dass mich regelmäßig kaputt macht, sodass ich im Krankenhaus lande. Denn für sowas fehlt mir wirklich die Zeit.
        Ich habe mir jetzt monatelang immer im Wechsel angehört, warum ich es nicht schon lange verkauft habe und dass es nicht am Pony liegt. Inzwischen bin ich so weit, dass ich das Reiten vielleicht ganz aufgebe.

        Ich kann eben nicht gut allein sein. Ja – angeblich ist es wichtig, dass man sowas kann. Aber solange ich mich besser fühle, wenn ich hin und wieder Gesellschaft habe, werde ich mir halt Gesellschaft angeln. Ich bin in den letzten Wochen oft mit der Bahn gependelt und habe geschrieben. Permanente Kopfschmerzen und Schulstress haben mich nicht gerade motiviert, mich mit Sachen wie der Kamera zu beschäftigen.
        Scheinbar merkt man es dem Blog an. Und genau das sind die Momente, in denen ich aufhören würde, wenn es mir nicht eigentlich Spaß macht.

        Ich habe noch ungefähr eine Handvoll Freunde … mehr oder minder in der Nähe. Alle auch mit Studium beschäftigt – die haben Zeit, wenn ich in den Semesterferien arbeiten muss. Letztens habe ich mit meiner Schwester Portrait Fotos gemacht. Sowas macht mir Spaß – und genau das sind die Bilder, die das Internet eben nicht zu sehen bekommen kann.

        Liebe Birgit – aufgeben und somit auch fliehen, ist für mich manchmal der einzige Weg. Und man kann beim Fliehen auch einfach mal Probleme begraben und auf der Strecke liegen lassen. Hätte ich mit 17 nicht den Kontakt zu meinem Vater abgebrochen, … Wahrscheinlich würden wir uns immer noch ständig fetzen. Manchmal ist Pause das, was mir hilft. Selbst, wenn es Probleme angeblich nur aufschiebt – manche kann die Zeit lösen.
        Also fliehe ich jetzt vor meinem Pony. Und vor anderen Dingen, die das Internet nichts angehen. Aber vor allem muss ich gerade erst mal wieder zu einem Leben kommen, dass ich selbst lebenswert finde. Und das war in den letzten Wochen mit Kopfschmerzen, Leistenzerrung und diversen anderen gesundheitlichen Dingen nicht so wirklich einfach.

        Ich brauche wahrscheinlich keine Hilfe – ich brauche nur ein bisschen Zeit und Sonne. Und Sport. Viel davon 😀

        Liebe Grüße

  2. Braune Fotos habe ich tatsächlich geschossen, nur leider waren alle unscharf… so dass ich keines davon veröffentlichen wollte. Im Gegenteil, der ganze Ordner ist im Papierkorb gelandet…
    Auf eine weitere Braune-Fotorunde hatte ich dann aber keine Lust, ich wollte lieber frohe Bilder schießen und dieses Gefühl hatte sich bei mir mit der Farbe Braun einfach nicht eingestellt. Daher habe ich es dann gelassen.

    Weiß finde ich jetzt ähnlich wie Braun sehr schwierig.. Ich möchte gerade jetzt im ankommenden Frühling Farbe sehen und mich an der Sonne und den ersten Blumen erfreuen und diese ablichten. Mal gucken ob ich ein weißes Motiv finde, was mir zusagt.

    1. Dass es mit dem Braun dann nichts geworden ist, kann ich verstehen. Wenn bei mir was nicht klappt, kostet der zweite Versuch auch mehr Motivation – und Braun ist eben wirklich keine super schöne Farbe.

      Ich wünsche dir viel Erfolg – aber wenn es mit Weiß nichts wird, gibt es sicher wann anders wieder eine Farbe, die für dich besser passt.

      Liebe Grüße

  3. Guten Morgen,

    ich hab gestern auch endlich meinen Beitrag fertigbekommen – irgendwie komme ich gerade kaum zum Bloggen, weil mich das gute alte Real Life ordentlich auf Trab hält.
    https://vom-landleben.de/fotografie/farbblick2018-weiss-april/

    Zu der Diskussion weiter oben… ich denke, extrem viel Spannung kann man aus einem Motiv herausholen, wenn man die Perspektive ändert. Nahaufnahmen oder aus der Froschperspektive fotografieren oder mit Offenblende, sodass man mit Schärfe und Unschärfe spielen kann. Viele Gegenstände, die wir jeden Tag sehen, wirken sonst auf einem Foto halt auch einfach langweilig, weil wir diesen Anblick gewohnt sind.

    Liebe Grüße
    Anne

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