“Ich bin Veganer!” – okay, nur für einen Monat.

Hallo ihr Lieben!

Der März war übrigens kein ganz so gewöhnlicher Monat, wie ihr vielleicht schon in meinem Monatsrückblick gelesen habt. Ich war Veganer. Ein Testmonat.

Warum? Nein, ich habe nicht plötzlich eine Erleuchtung gehabt und dachte, ich müsste vegan leben. Ich war nur auf dem Geburtstag einer Freundin – und die meinte dann, eigentlich würde sie ja gern mal testweise einen Monat vegan leben. Dann weiß man, wie das so ist.
Und was mache ich? „Hey, cool, ich mache mit!“
Das Ende der Geschichte: Sie wollte doch nicht einen Monat vegan leben, zumindest nicht so zeitnah. Ich brauchte wohl mal wieder die Herausforderung und habe es trotzdem probiert.

Aber bevor ich es probiert habe, vergingen noch drei Tage. Ich wollte pünktlich am 1.3. anfangen und vorher die Eier in meinem Kühlschrank verbrauchen. Ach und: Oh – Schokolade. Darf ich ja bald auch nicht mehr essen – dann esse ich jetzt lieber drei Mal so viel davon. (Und ich habe sowieso schon wesentlich mehr Schokolade gegessen, als Menschen guttun kann.)

Das erste Wochenende war noch okay. Essen gehen mit Freunden beim Mongolen; aber es wussten alle, warum ich den Blödsinn mache und haben daher auch nicht nachgefragt. Zu essen gab es auch mehr als meiner Figur guttat.
Nur Oma musste leiden, als ich unangekündigt reinplatzte und ihren Kuchen nicht essen konnte. Sie schien das Experiment trotzdem zumindest interessant zu finden. Jedenfalls gab es kein “Du spinnst doch.”

ein Monat vegan

Zu Hause war es aber kein großes Problem. Käse, Eier, Joghurt und Quark hatte ich halt nicht mehr im Kühlschrank. Kekse und Schokolade habe ich in einen Karton geworfen und oben auf das Regal gestellt.
Anfangs kochte ich dann mal wieder abwechslungsreicher und auch mit Linsen und sowas. Statt Schokolade und Keksen habe ich dann eben Rosinen und Nüsse in Massen gegessen.

Dass Bäcker hierzulande teilweise nicht ein einziges veganes Brötchen im Sortiment haben, überrascht mich. Auch sonst: Einkaufen war so öde, dass ich das nur getan habe, wenn irgendwie nichts mehr da war. Ich meine: Das Zeug aus der Brottheke geht nicht, das ganze Kühlregal kann man vergessen, Süßigkeiten sowieso. Also gab es dann eben nur noch Nüsse, Rosinen, Haferflocken, Kartoffeln und Gemüse und Obst. Wobei ich mich irgendwann auch geweigert habe, Nüsse und Rosinen zu kaufen. Grund: Wenn ich sie kaufe, esse ich sie. Und zwar die ganze Packung. Wahlweise auch mehrere Packungen am Tag.

Ab Woche 3 hat es übrigens nur noch genervt, Veganer zu sein. Ich wollte Quark, Schokolade und Milchbrötchen. Habt ihr schon mal vegane Milchbrötchen gesehen? Ich nicht.
Quark-Ersatz wollte ich aus Prinzip nicht.
Vegane Schokolade hätte man sicher IRGENDWO finden können – aber so genau wollte ich mich damit nicht auseinandersetzen. Im vorübergehen am Schokoladenregal habe ich zumindest keine gesehen.
Und Omas Kuchen … wie gern hätte ich davon ein Stück gehabt.
„Nur noch 15 Tage …“, fing ich an zu denken.
Spätestens da war klar: Ich werde kein Veganer! So oft habe ich überlegt, ob ich nicht einfach einen Schokoriegel essen soll. Ich hatte einfach keine Lust mehr … und ich hatte ja auch keinen echten Grund dazu, vegan zu leben.

Warum ich letztendlich in solchen Momenten nicht zur Schokolade gegriffen habe, kann ich nicht sagen. Ich hab mir so oft vorgenommen, weniger Süßigkeiten zu essen, und es trotzdem getan. Komischerweise hat das selbstgeschaffene Verbot aber dieses Mal funktioniert.

Als ich mit Mama und ihren Schafen zu tun hatte, hat sie mir Schokolade angeboten. Ich lehnte ab und alles war okay.
„Willst du eine Nussecke? Kim hat gebacken.“
„Die kann ich nicht essen. Ich bin doch noch Veganer.“
„Stimmt, deswegen haben wir dich ja auch nicht zum Mittagessen eingeladen.“

ein Monat vegan

Ja, was sagt uns das: Vegan leben mit alles-essender Familie ist echt nichts, woran ich Spaß habe. Ich habe all das leckere Zeug sowieso schon viel länger gemieden, als mir hätte gut tun können … damit will ich nicht wieder anfangen!

Irgendwann kam ich auf die Idee, im Kara Markt einkaufen zu gehen. Halleluja – ich hab Kekse ohne Palmöl gefunden, die trotzdem vegan sind. Und gerösteten Mais ohne tierischen Inhalt. Das Leben war zumindest ein paar Tage lang gerettet.

Am 26. März war es dann aber so weit: Ich wollte Joghurt! Okay, ich wollte den auch schon vorher haben, aber da war ich sogar bereit, eine vegane Alternative zu suchen, obwohl ich Ersatzprodukte aus Prinzip eher ablehne.
Und dann: 2,29 € für einen Becher Joghurt?! (Penny hatte nur Kokosjoghurt.)
Nein. So viel Lust auf Joghurt habe ich dann doch nicht ganz. Selbst mein geliebter Bio-Joghurt kostet nur 89 ct. Was rechtfertigt bitte solche Preise???
27.3.: Ich habe IMMER NOCH Lust auf Joghurt. Dieses Mal habe ich den Edeka besucht und musste wieder ewig nach dem veganen Zeug suchen. Ich hätte es bei dem normalen Joghurt vermutet, aber es stand zwischen Käse und Sahne. Gekauft habe ich dann letzten Endes ungesüßten Soja-Joghurt. Immer noch teuer, aber gerade so akzeptabel.
Das Zeug schmeckt zwar nicht so schlimm wie erwartet, aber einfach nicht so gut wie echter Joghurt. Und wenn man auf die Zutatenliste schaut … Nunja, dann schaut man lieber schnell weg und vergisst alles, was man gesehen hat.

Nunja … und dann war Ende März. Die ersten Ostertage musste ich noch vegan durchhalten und habe versucht, mich einfach zu beschäftigen, damit ich keinen Hunger habe.
Ostersonntag durfte ich wieder „normal“ essen. Und nunja … aus “normal” wurde: Quark und Schokolade. Viel Schokolade.

Fazit? NEIN! Vegetarier sein ist okay, aber Veganer sein nicht. Nicht, wenn ich ab und zu noch soziale Kontakte zu meiner Familie haben will.
Schlimm genug, dass ich nur die Eier von Mamas Hühnern esse, weil mich fremde Eier ebenso ekeln wie Fleisch. Aber mir Omas Kuchen verbieten? Nein, nie wieder.

Ich sehe ja gerne ein, dass es umweltfreundlicher sein soll, wenn man vegan lebt, aber für mich reicht das nicht als Grund dafür, so viele Dinge, die ich wirklich gern esse, nicht mehr zu essen.
Ja – man könnte noch Tierquälerei zur Produktion von Fleisch, Eiern, Milch etc. anführen … aber mal ehrlich: Mamas Hühner sind glücklich. Die Milch, die ich trinke, kann ich mir direkt vom Bauern holen – und das tue ich auch, wenn ich Milch haben will. Ansonsten achte ich darauf, Bio-Joghurt zu kaufen und esse gar nicht mehr so viel Käse.
Fleisch gibt es schon seit Jahren nicht mehr – und Fisch werde ich auch nicht mehr essen, weil ich den umwelttechnisch gesehen problematisch finde.

Aber: Solange ich noch Auto fahre und Gemüse in Plastikverpackung kaufe, habe ich auch keine Lust, so zu tun, als wäre es die Rettung der Welt, wenn ich vegan lebe.

Ich habe das jetzt also ausprobiert und für blöd befunden. Zumindest für mich. Schließlich müsste ich viel mehr darauf achten, was ich esse, damit es auf Dauer keine Mangelerscheinungen gibt. Dazu bin ich einfach zu faul. Mal davon ab: Vegan einkaufen fühlt sich wie eine Essstörung an, weil man plötzlich wieder jede Zutatenliste lesen “muss”.

Hat jemand von euch schon mal vegan gelebt? Zeitweise oder andauernd?

- geschrieben von Tabea -


18 Gedanken zu „“Ich bin Veganer!” – okay, nur für einen Monat.“

  1. Ich fand’s spannend, deine Erfahrungen zu lesen. Und Respekt, dass du den ganzen Monat durchgehalten hast, obwohl es schwer war.

    Selber habe ich noch nicht vegan gelebt und ich denke, es wäre auch nichts für mich… Vegetarier bin ich ja nun schon seit über 15 Jahren, aber komplett vegan zu leben finde ich aus den von dir genannten Gründen problematisch – die pflanzlichen Alternativen zu Milch & Co. sind schweineteuer, werden meist nicht regional produziert und sind noch dazu oft mit jeder Menge Chemie vollgepackt, um irgendwelche Konsistenzen nachzuempfinden… und ja, ich hätte auch Sorge, dass ich dadurch wieder in Richtung ES rutsche. Irgh.

    Mir ist bei der Ernährung wichtig, dass die Dinge möglichst in der Nähe angebaut wurden (wenn nicht sogar direkt bei uns im Garten) und dass sie so naturbelassen wie möglich sind. Klappt auch nicht immer, teilweise aus Faulheit, teilweise aus Gründen des Soziallebens 🙂 , teilweise aus Jieper auf bestimmte Nahrungsmittel… aber im Großen und Ganzen werde ich besser.

    Liebe Grüße
    Anne

    1. Im Endeffekt war das Durchhalten in dem Monat einfacher, als keine Schokolade zu essen. Und das, wo die ja auch verboten war. Total komisch.

      Vegan ist eben einfach aufwändig oder eben auch voller Chemie … darin sehe ich wenig Sinn. Und gerade bei Leuten wie uns ist das mit der Essstörung dann eben doch ein Thema, was auch nicht ganz vernachlässigt werden kann. Denn was den Umgang mit anderen Leuten betrifft, wenn man zusammen isst, ist es doch ähnlich. Man kann nicht alles essen und grenzt sich aus. Irgendwann meidet man sowas dann ganz – ging mir schon in dem einen Monat mit meiner Oma so. Nicht, weil ich was gegen meine Oma hätte, sondern weil ich nicht wollte, dass sie sich schlecht fühlt, weil ich nichts esse.

      Mein Essen lasse ich auch lieber ganz regional anbauen – in Omas Garten. Ich selbst habe ja nur ein paar Töpfe. Aber Oma kann locker für drei Haushalte Zucchinis und Co züchten 😉

      Liebe Grüße

  2. Sehr schöner Bericht und interessant das du das mal probiert hast. Als ich so alt war wie du hab ich mal einen oder zwei Monate vegetarisch gelebt. Auch nur um mal zu wissen wie das so ist. War sehr interessant.
    Vegan war damals noch nicht so hip wie heute, glaube bei vielen ist das nur eine Modeerscheinung.
    Ich selbt esse wieder Fleisch,aber bewusst und versuche es zu reduzieren. Auf nen Hamburger oder Currywurst mag ich nichg verzichten. Die Pizza oder Frühstück darf ruhig mal Käselastig sein….
    Reducer währe sicher der beste Ausdruck ….

    1. Ich kenne auch so jemandem, bei dem das eher eine “Modeerscheinung” war. Erst war er Veganer, dann sollte es in den Muskelaufbau gehen und er hat fast nur noch Fleisch und Fisch gegessen … War schon interessant zu verfolgen, aber ich hab mir lange Sorgen um ihn gemacht.

      Ich glaube, ich würde als erstes auf Hamburger und sowas verzichten – weil ich da nicht weiß, was es für Fleisch ist. Genauso würde ich eher auswärts vegan essen wollen als bei meiner Oma, die immer Bio kauft und unsere eigenen Eier verbackt.

      Liebe Grüße

  3. Alle Achtung, sehe ich ähnlich wie Carolin, vegetarierisch OK, aber vegan ist auch nix für mich, alleine was da alles beachten muß, auch Ernährungstechnisch….. nene und Respekt für einen Monat.

    1. Länger als einen Monat würde ich sowas auch nicht machen wollen, weil ich Angst vor Mangelerscheinungen hätte, wenn ich mich damit nicht richtig auseinandersetze.

      Das Beste an der Aktion war wohl, dass ich keine Schokolade gegessen habe 😀

      Liebe Grüße

  4. Sehr interessant zu lesen, aber ganz ehrlich: Ich hätte das nicht durchgehalten, dazu esse ich auch zu gerne Eier, Schokolade, Kuchen und Yoghurt – wobei ich bei letzterem natürlich auf die laktosefreie Variante setzen mus. Bei der Schokolade greife ich dann oft zu Zarbitter bzw. kaufe ich mittlerweile auch die laktosefreie Variante einer regionalen Firma immer mal wieder. Schokoriegel gönne ich mir hingegen ab und an in normaler Variante, das geht dann schon, wenn sonst keine Laktose mehr hinzu kommt. Aber schon da merkt man wie sehr das ins Geld geht, denn ich muss auch für alle laktosefreien Produkte das doppelt zahlen und finde das auch total unverschämt. Aber geht halt nicht anders und immer auf alles verzichten oder ständig alles selbst machen will ich halt auch nicht.

    Beim Kuchen esse ich aber in Cafes oft die vegane Variante und finde die sogar richtig lecker, genauso wie vegane Waffeln. Für mich ist das dann ne super Variante, um keine Angst haben zu müssen, dass ich etwas nicht vertrage. Nur abseits davon wäre das nichts für mich. Am Ende muss das aber natürlich jeder selbst entscheiden. Ich mag es nur nicht, wenn man dann versucht mir die Lebensweise aufzudrängen.

    Danke auch für dein liebes Kommentar zum Monatsrückblick:
    Wobei ich aber auch viele Panikmomente in Bezug auf meine Bachelorarbeit hatte, kann dich da also verstehen. auf dem Blog tendiert man ja doch dazu eher die schönen Momente in den Fokus zu rücken, gab aber auch die anderen Momente. Ich bin mir aber sicher, dass das mit deinem Praxisphasen Bericht am Ende auch gut wird und das packst ;). Wie lange muss der denn sein?

    1. Joghurt und Kuchen war für mich auch am Schwierigsten .. Eier gingen komischerweise, weil ich davon öfter mal eine Weile keine habe, wenn unsere Hühner streiken. Aber bei Oma nicht beim Kaffeetrinken mitessen zu können – das war absolut scheiße.
      Mein Bericht sollte 10-20 Seiten haben (offizielle Vorgabe) oder 250 (Wunsch meines Hochschulbetreuers). 😀 Ich bin jetzt bei 40 und fertig.

      Liebe Grüße

  5. Hallo Tabea,

    mit Deinem Erfahrungsbericht schreibst Du mir praktisch aus der Seele. Ich bin zwar auch seit einigen Jahren Vegetarierin, aber vegan geht gar nicht. Ich musste wegen einer Darmregulierung drei Monate lang auf meinen geliebten Käse verzichten. Und ich muss sagen, ich habe zwar 4 Kinder auf natürlichem Wege zur Welt gebracht, aber das war tausend mal schlimmer. Auch für mich gibt es keinen positiven, ehrlich sinnvollen Grund auf gute, ausgewählt gekaufte Milchprodukte zu verzichten.
    Danke für Deinen persönlichen Einblick!

    Grüße vom Querk(n)opf

    1. Irgendwie beruhigend, dass es noch mehr Leute gibt, die keine “wirklich guten” Gründe fürs Vegane Leben sehen. Ich vergleiche die Tiere da ab und zu mit Menschen. Wir müssen auch arbeiten, um uns Essen und Haus zu finanzieren – warum sollte also eine Kuh “for free” wohnen dürfen?

      Lustigerweise hat mir der Käse gar nicht so gefehlt. Nur der Joghurt!! Wie kann man nur ohne leben?

      Liebe Grüße

  6. Ja,vegan ist ab und an etwas aufwendig. Gerade wenn man Ansprüche an seine eigene Ernhährung hat,wie z.B das man nicht ein halbes Chemielabor auf dem Teller haben möchte.
    Ich esse zum größten Teil vegan seit Jahren und war dann auch nicht zu faul um mir entsprechende Produkte zusammen zu suchen,die für mein Empfinden von der Zutatenliste her völlig in Ordnung sind. Das betrifft aber nicht nur vegane Produkte. Geh mal durch den Supermarkt und les dir die Zutatenlisten durch. Da geht einem zum Teil die Hutkrempe hoch was da an Zeug drin ist,was eigentlich nicht reingehört.
    Am Anfang steht man erst einmal vor einem vermeindlichen Berg und denkt “och nöö” Aber man wächst rein.

    Das vegan unsozial macht ist quatsch. Was unsozial macht -wenn man nicht sein eigenes Essen mitbringt- ist glutenfrei. Das ist X Mal “schlimmer”
    Ich bin umgeben von absolut normal essenden Menschen,hatte nie ein Problem bei dem Thema. Wo es jetzt schwierig ist,ist tatsächlich Gluten,da ich Zöliakie habe und somit selbst vom kleinsten Krümel krank werde.
    Da schlepp ich dann -wenn wir zu Schwiegereltern rüber essen gehen- in der Tat mein eigenes Futter mit ^^ Das ist sooooo albern,aber hilft ja nix.
    Meine Mama fragte mich letztes Wochenende völlig entsetzt als ich ihr und meinem Bruder gekauften Kuchen vorsetzte “backst du gar nicht mehr ?” (ich hab es geliebt zu backen) worauf ich antwortete ” nö,so lange mein glutenfreies Backwerk die Gefahr von Körperverletzung enthält,gibt´s gekauftes” Denn “mal eben” einen normalen Kuchen,damit würd ich mir die Küche kontaminieren,weil überall Mehl und Co rumfliegt was mich krank macht.

    Ich persönlich hab mich wirklich lange mit Ernährung auseinandergesetzt. Seit ich 13 bin ess ich kein Fleisch mehr (also inzwischen 23 Jahre) seit 6 – 7 Jahren landen vorwiegend vegane Produkte mit auf dem Tisch. Aber …. jetzt kommt das Aber ^^ Ich würde mich nicht als Vegetarier oder Veganer bezeichnen. Ganz einfach deshalb,da ich Fisch esse,Eier verwende,ebenso Honig durchaus mal etc.
    Nur ich achte da ganz genau drauf,woher was kommt.
    Da greif ich dann gern auf lokale Sachen zurück. Sprich die Eier kommen vom Biohof aus der Nähe,der Honig vom lokalen Imker etc.pp
    Generell haben wir mehr Einkauf aus dem Bioladen als alles andere. Und wenn ich Fleisch kaufe,weil der Mann z.B gern mal ein Stück Rinderbraten oder Gulasch hätte,passiert das so oder so nur da. Würd aus Überzeugung das nicht im Supermarkt kaufen.

    Und ja die Sachen sind teurer. Was ich veganen Sachen nicht immer verstehe. Nur weil vegan draufsteht,schwub ist der Preis höher. Viele Sachen sind aber von Haus aus vegan,wo´s nicht extra draufsteht und wo man´s oft auch nicht weiß.
    Getoppt wird das allerdings von glutenfreien Sachen. Da wird man mal eben 4-5 Euro für 250g Nudeln los,6 -8 Euro für ein winziges Brot etc.pp “Etwas teurer” ist nachvollziehbar,da die Sachen aufwendig,extra produziert werden müssen,strenge Kontrollen usw. Aber bei so manchem Preis haut es mir die Schuhe weg. Wenn man muss,bleibt einem aber nix anderes übrig.
    Weshalb mir selbermachen ganz gelegen käme. Nur da etwas essbares -bei Backwaren- zusammen zu bekommen,ist mir bislang nicht gelungen ^^

    Ich mag keine “Labels” … ich esse so wie es mir gut tut. Spätestens nachdem ich mehrfach in einem vegetarisch/veganen Forum gelüncht wurde,für die Aussage das ich ab und an Fisch esse,hatte sich´s ^^
    Bewusst essen find ich viel viel wichtiger. Sich damit beschäftigen woher die Lebensmittel kommen,wie -bei Käse,Milchprodukten,Fleisch,Eier,Honig und Co- die Tiere gehalten werden,womit sie gefüttert werden,ob man das vertreten kann und möchte,ist meiner Meinung nach wesendlich effektiver.
    Und ja,ich lese jede Zutatenliste bevor ich irgendwas in den Einkaufskorb lege. Diesen kleinen “Mehraufwand” kann sich wohl jeder leisten.

    *hehe* ohne Käse kann ich auch … ohne Joghurt aber nicht ^^ Wobei es den aber trotzdem nicht sooo oft gibt ausserhalb vom Sommer,da ich von den pflanzlichen Alternativen nicht so ganz überzeugt bin. Provamel geht von den Zutaten her,gehört aber zu Alpro Soja und die gehen für mich gar nicht.
    Daher gibt es das eher im Sommer mit frischen Früchten selbstgemacht.

    Dir ein schönes Wochenende 😉
    L.G
    Blackmoon

    1. Bei vielen Nicht-Veganen Produkten achte ich auch darauf, dass kein halbes Chemie-Labor drin ist. Aber es ist was anderes, wenn man plötzlich bei fast allem wieder gucken muss, was man sonst immer essen konnte.

      Ich will auch nicht behaupten, dass vegan unsozial macht – aber für mich und mein familiäres Umfeld ist es eben nicht das Richtige. Ich möchte niemanden zwingen, wegen mir wieder anders zu kochen / zu backen. Natürlich – Glutenfrei essen zu müssen, ist wohl wesentlich schlimmer, aber wenn man keinen Grund sieht, Veganer zu werden, dann ist eben schon das ein Problem.

      Ich stimme dir zu: Labels sind nicht immer das Wahrste. Manchmal passen sie einfach nicht.
      Liebe Grüße

  7. Liebe Tabea,

    Hut ab, dass du das probiert hast!
    Sagen wir es so, ich finde vegetarisch essen nicht schlimm, bin aber selbst zu sehr von Schnitzel und Steak begeistert, dass ich es nie mehr essen würde, aber vegan, ist für mich eine reine Modeerscheinung, die nichts mit gesund leben zu tun hat, schlicht, es existiert für mich nicht!

    Die allergrößte Härte ist es dann, wenn ich durch den Supermarkt gehe und eine junge Frau in meinem Alter nach veganer Wurst und Leberpastete sucht. Schwachsinn, wirklich, den Sinn hinter dieser Idee verstehe ich nicht. Wenn mir Fleisch schmeckt, dann esse ich es. Wenn nicht dann esse ich vegetarisch, aber als veganer dann Fleischersatz futtern der sowieso nur chemisch zusammengesetzt ist, nein danke!

    Ich sehe ja wie du schon gelitten hast, ich kannte auch ein Mädchen die komplett vegan gegessen hat. Allerdings sah man ihr an, dass ihr einige Mineralien und Vitamine fehlten und auf die Frage wie sei denn zu dem käme meinte sie, dass sie die in Form von Tabletten und dergleichen zu sich nahm, vertrottelt meiner Meinung nach.

    Ein wirklich spannendes Thema, ich esse auch nur Fleisch vom Bauern meines Vertrauens und versuche soweit es eben geht, auch Dinge selbst anzubauen und zu ernten. Gemüse und Obst, dass im Winter nicht wächst wird dann eben im Winter auch weniger gegessen.

    Abschließend, danke ich dir, denn nun habe ich mega Lust auf Rosinen, Gott sei Dank haben wir welche zuhause! 🙂

    Kompliment an deinen Mut und dein Durchhaltevermögen!

    1. Ich denke, eine reine Modeerscheinung ist das vegane Leben nicht, aber es ist doch irgendwie etwas, womit ich mich nicht identifizieren kann. Aber damit es gesund ist, muss man sich wohl wirklich damit beschäftigen 😉
      Nährstoffmangel kann man natürlich auch als Allesesser bekommen, aber da fällt es vielleicht nicht so auf oder ist etwas weniger wahrscheinlich.

      Ich habe mir vorhin auch bei meiner Mutter Eier geholt und mich riesig gefreut 🙂 Dir wünsche ich viel Spaß mit den Rosinen!

      Liebe Grüße

  8. Wir hatten ja auf Twitter schon kurz geschrieben bzgl. Kuchen, ich glaube, vegan Backen ist wesentlich einfacher als vegan kochen, zumindest wenn man etwas Abwechslung möchte. Vieles von dem, was ich im Alltag koche, könnte man auch in vegan zubereiten, das mache ich sogar gelegentlich (Sojasahne / -milch, kein Käse). Man muss sich aber schon wesentlich mehr Mühe geben, mehr Geld ausgeben und: In mehr Geschäfte gehen. Es gibt 100 großartige Sorten vegane Schokolade! In einem normalen Discounter wirst du die allerdings nicht finden. Schau mal bei dm, Kaufland oder, falls es das bei euch gibt, denns biomarkt.

    Ich glaube, das hast du aber alles schon erkannt. Dieses Fazit finde ich sehr schön:

    “Aber: Solange ich noch Auto fahre und Gemüse in Plastikverpackung kaufe, habe ich auch keine Lust, so zu tun, als wäre es die Rettung der Welt, wenn ich vegan lebe.”

    Das ist einer der Gründe, wieso ich nicht vegan lebe. Es ist einfach irrsinnig aufwändig und hat nur einen gewissen Teil tatsächliche Wirkung, den größeren Effekt hat die symbolische Wirkung, haben die vielen Gespräche, die man dadurch führt / führen muss, das sind ja sicher noch viel mehr als bei vegetarischer Ernährung. Bevor ich mir den Aufwand gebe, gibt es noch viele andere Dinge, die man optimieren kann – regionale Produkte, tierversuchsferie Kosmetik usw., die Themen gab es ja auch schon.

    1. Ich hätte gesagt, veganes Kochen ist einfacher. Das liegt aber vermutlich daran, dass unsere Familien-Kuchenrezepte fast alle Eier enthalten. Und die, die ohne Eier auskommen, werden mit Quark gemacht. Da bin ich mir immer nicht so sicher, wie problemlos das mit den veganen Ersatzprodukten klappt.
      Kochen kann man ja alles, was mit Gemüse, Nudeln, Kartoffeln oder Reis gemacht wird. Mit Käse arbeite ich da eh selten und Sahne habe ich zuletzt gegessen, als ich noch zu Hause gewohnt habe … Mir haben da also nur Rührei oder Gemüsepfanne mit Ei gefehlt 😉

      Das erklärt dann, warum mir keine vegane Schokolade begegnet ist 😀 Kaufland und denns gibt es hier nicht – dm ist am Ende der Stadt, sodass ich da nie hingehe. Aber bei Rossmann hätte ich mal schauen können.

      Ich finde es schön, dass du meine Meinung teilst! Ich habe irgendwie einfach zu viel Angst, dass ich dann Mangelerscheinungen bekomme, weil ich zu faul bin. Was aber bei mir noch schwerer wiegt, ist die soziale Ausgrenzung. Ernährung, die nur einschränkt, ist einfach nichts, was ich will. Gerade, wenn der Effekt gar nicht so groß ist.

      Liebe Grüße

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