die Lebenstraumliste

Hallo ihr Lieben,

ich denke, inzwischen ist es nicht mal mehr annähernd ein Geheimnis, dass ich kurz vor der Frankfurter Buchmesse 2017 meine Leidenschaft fürs Schreiben von Geschichten wiederentdeckt habe. Und so kam es dann auch, dass ich im November beim National Nobel Writing Month mein Glück versuchte und mich der Herausforderung stellte, 50.000 Wörter im November zu tippen.

Und als ich dann Anfang November mit dem Laptop im Rucksack nach einem wundervollen Nachmittag bei Oma zum Zug lief, da wurde mir etwas klar:

Ich hatte nach dem Abitur drei Lebensträume. Jetzt hab ich sie nicht mehr.

Huch? Klingt gar nicht gut, oder? Also irgendwie so, als hätte ich resigniert aufgegeben… Doch das ist nicht im geringsten der Fall!

Es ist nämlich vielmehr so, dass ich mir den ersten Lebenstraum einfach schon erfüllt habe und ihn daher von meiner gedanklichen Liste streichen konnte. Wenn das kein Erfolg ist, dann weiß ich es ja auch nicht.

Lebenstraum Pony

Der erfüllte Traum trägt jetzt den Namen Adena, denn irgendwie war mir immer klar, dass ich wieder ein eigenes Pony haben möchte, nachdem ich Adenas Vorgänger leider wegen der Schule verkaufen musste. Zeitmangel… Also war der Plan, nach dem Studium ein Pony zu kaufen. Das Studium ist zwar noch nicht fertig, aber wer ein Pony wirklich will, findet Wege. Und in diesem Fall war da eben ein wenig pferdebegeisterter Vater, der mir das Pony schon jetzt ermöglicht, weil er möchte das ich glücklich bin. Also, danke Papa, dass du mir diesen Traum erfüllt hast.

Und was ist mit den anderen beiden Lebensträumen auf meiner Liste?

Sagen wir es mal so: Ich arbeite dran.

Der erste verbleibende Wunsch ist es, ein Buch zu veröffentlichen. An einem Kinderbuch schreibe ich seit kurz vor der besagten Buchmesse, an einem Roman seit dem NaNaWriMo.
Doch der Traum ist älter… Viel älter. Die Passion für das Schreiben von Kurzgeschichten stammt nämlich aus der 7. Klasse. Ich hab einen Opa, der früher die tollsten Geschichten erfunden hat – und das färbte ab. Und daher schrieb ich ihm jahrelang zu jedem Geburtstag eine Geschichte… Es muss das Jahr 2011 gewesen sein, in dem ich erstmalig den Wunsch verspürte, mal ein Buch zu schreiben. 20 Seiten tippte ich damals, doch dann war die Geschichte zu Ende… Und der Lebenstraum wurde auf später verschoben.

Fehlt noch kein letzter Lebenswunsch. Und der ist interessanterweise nicht mal ein egoistischer.

Ich hatte nämlich eine wundervolle Kindheit und Jugend – und dafür gebe ich überwiegend meiner Mutter die “Schuld”. Ihre Liebe zu Pferden steckte mich an, ich bekam wenig verboten, wir stritten selten und sie nahm meine Meinung immer für voll.
Ein, Zwei Jahre vor meinem Abitur merkte sie jedoch, wie gerne sie wieder einen Hund hätte. Und damals redeten wir viel darüber, doch am Ende mussten wir einsehen, dass sie für so ein Tier zu dem Zeitpunkt keine Zeit hatte. Also sagte sie, dass sie einen Hund will, wenn sie in Rente geht.

Das Problem? Bei Alleinerziehenden Müttern bleibt oft nicht gerade eine große Rente zum Leben. Und so setzte ich mir ein Ziel: Ich will so viel verdienen, dass ich meiner Mutter dann den Hund finanzieren kann. Als Dank dafür, dass sie mir damals die Ponys ermöglicht hat.

Also arbeite ich daran, dass mein Job das nötige Geld auch einbringt – indem ich dual studiere.

Lebenstraum Hund für Mama

So. Das sind also meine offenen Lebensträume. Eine kurze Liste.
Und daher fragte ich auf Twitter und im Freundeskreis nach Lebensträumen. Da ist noch ein bisschen was zusammengekommen:

Mein Traum ist es, mir einen Job aufzubauen, bei dem ich kreativ und von überall auf der Welt arbeiten kann. So kann ich meinen Leidenschaften leben: Schreiben und reisen.
- Anonym

Ein schöner Traum, oder? Manchmal hätte ich ja auch gern einen kreativen Beruf.

Auf Maultierrücken den Grand Canyon erkunden!

Das war mal eine überraschende Antwort auf die Frage nach dem Lebenstraum. Trotzdem, ich mag den Gedanken, dass ein Erlebnis ein Lebenstraum ist und nicht etwas Materielles.
Außerdem: Maultiere sind fast wie Pferde und Reiten ist einfach was Schönes.

Ganz langweilig: Traumhaus bauen (in erster Strandreihe) und drin alt werden.
- Lexa

Hat auch was… In einer schönen Umgebung zu wohnen ist mir persönlich ja echt wichtig. Ein Glück, dass ich hier in Frankenberg schon ganz glücklich bin. 🙂

Und: Was ist euer Lebenstraum?


16 Gedanken zu „die Lebenstraumliste“

  1. Was für ein schöner Beitrag – und dein dritter Lebenstraum zeigt mal wieder, was für ein großes Herz du hast! <3

    Ich find's super, dass du so viel schreibst und mit Herzblut an deinem Bücherplan arbeitest. Ich werde alle Bücher kaufen, die du veröffentlicht! 🙂

    Mein Lebenstraum ist tatsächlich, mit meiner zwei- und vierbeinigen Familie wieder auf dem Land zu leben. Dass das letztes Jahr in Erfüllung gegangen ist, macht mich verdammt glücklich – jeden Tag. Ich genieße es, wieder wirklich zu Hause zu sein, in ein paar Schritten mitten in der Natur zu sein und auch, dass wir nur wenige Minuten von meiner Mom entfernt wohnen und wir uns somit oft sehen.

    Liebe Grüße
    Anne

    1. So ein großes Herz habe ich nicht! Da ist nur Platz für Mama, Schwesterchen und Oma! 😀

      Aber du musst doch nicht alle Bücher kaufen!!! Wie wär’s, wenn du nur die liest, die dich auch wirklich interessieren?

      Dass du wieder aufs Land wolltest, kann ich richtig gut verstehen. In einer Großstadt oder auch im Stadtkern von einer Kleinstadt würde ich durchdrehen. Aber hier in Frankenberg ist es auch gut. Hauptsache ein Pferdestall in der Nähe. 😉
      Aber ich würde zum Beispiel auch nicht weiter weg ziehen wollen, weil ich meine Familie dann weniger sehen würde.

      Liebe Grüße

  2. Ein so schöne Blogpost-Idee!
    Manchmal vergesse ich auch was ich mal für Lebensträume hatte.. und muss mich dann erst wieder bewusst daran erinnern. Der Alltagstrott kann da schon echt mies sein…

    Dein Traum für deine Mom ist echt was schönes! Wirklich toll! Genau für diese herzliche Einstellung mag ich dich und deinen Blog immer und immer wieder so gerne lesen. 🙂

    Lieben Gruß

    1. Vielleicht sollten wir beide uns unsere Liste irgendwo aufhängen? Dann hat man sie immer vor Augen.

      Ich bin gar nicht so herzlich, wie ihr immer denkt! Nur ein paar Leute sind mir so wichtig. Mama, Oma, Schwesterchen, vier Freundinnen. Meinen Ex-Stiefvater würde ich auch so schnell nicht hängen lassen. Aber das war es dann auch.

      Liebe Grüße

  3. Dass du dir einen Lebenstraum schon erfüllt hast, finde ich super und an einem arbeitest du ja schon fleißig. Auch hier finde ich es super, dass du das in die Realität umsetzt. Ich wünsche dir da weiterhin viel Erfolg. Deinen letzten Lebenstraum finde ich wunderschön, denn man vergisst so selten was die Eltern alles für einen machen und wenn man dann was zurückgibt ist das toll. Das möchte ich später auch. Sobald ich einen Job habe und Geld verdiene, möchte ich ihnen auch etwas zurückgeben und sie vor allem im Alter unterstützen. So wie sie es jetzt gerade tun, denn ohne meine Eltern hätte ich nie studieren können. Das ist einem Land wie Deutschland zu sagen, ist schon traurig, aber ich könnte es mir sonst nicht leisten. So viel zur chancengleichheit.

    Mein Lebenstraum ist gar nicht so spannend: Ich würde gerne einen Job finden, der mir Spaß macht (denn ich kenne auch die andere Seite, zur arbeit gehen mit Bauchschmerzen & das will ich nie wieder) und diesen einen Menschen finden, der mich so akzeptiert wie ich bin und mit diesem dann hoffentlich alt und grau werden, gemeinsam mit meinen Freunden. Gut sind zwar mehr Wünsche als einer, aber die hängen ja zusammen. Heute ist mir nur noch wichtig, dass ich glücklich bin und dafür braucht es eigentlich gar nicht so viel.

    Danke auch für dein liebes Kommentar.
    Red Sparrow ist sogar eine Buchverfilmung, habe das Buch erst letztens in einem Verlags Newsletter entdeckt, da jetzt natürlich wieder verstärkt Werbung dafür gemacht wird. Falls du es liest, wäre ich sehr gespannt darauf deine Meinung zu hören. Ich werde mir definitiv erstmal den Film anschauen, weil da ein Besuch geplant ist. Also wenn wir hier ein Kino im Ort hätten, würde ich mir manche Filme ja auch alleine anschauen, aber durch die weite Anfahrt läuft es dann auch immer auf die Produktionen hinaus, die meine Freunde auch sehen möchten. Was du natürlich auch machen kannst: Dir die Filme auf Amazon Prime leihen, ist günstiger und die gibt es dort recht schnell nach dem sie aus dem Kino auslaufen. Mache ich aus dem Grund deshalb auch immer öfter.

    1. Wie das hier in Deutschland mit der Chancengleichheit ist, finde ich auch nicht gut. Es ist doch schade, dass eben nicht jeder studieren kann. Und wenn ich mir den Bafögsatz anschaue, ist das wirklich erbärmlich. Ich könnte zwar auch ohne meine Eltern studieren, aber dann hätte ich kein Auto und kein Pony und es wäre anstrengend, an die Arbeit zu kommen. Aber das gibt es ja auch nicht für jeden Studiengang.

      Unglücklich will ich auch nicht sein – aber ich habe mit Absicht nicht aufgeschrieben, dass ich einen Mann finden will, weil ich darauf nicht wirklich viel Einfluss habe. Trotzdem finde ich deinen Traum auch schön.

      Liebe Grüße

  4. Gute Idee! Vielleicht traue ich mich auch irgendwann mal die Liste auf den Blog zu veröffentlichen, dass wäre schon mal ein Schritt dahingehend die Träume nicht zu vergessen.

    Das sind schon mehr Menschen die dir sehr wichtig sind, als es bei vielen anderen Menschen der Fall ist. Der größte Unterschied ist allerdings, auch etwas für die Menschen zu tun und nicht nur zu sagen, diese Personen sind mir wichtig. Und den Eindruck habe ich bei dir. 🙂

    Lieben Gruß

  5. Oh ja Lebensträume….
    ich glaube es ist wichtig das man welche hat und wichtig das man welche erfüllt. Der letzte den ich mir erfüllt habe war die Ausbildung zum Fachinformatiker. Die hat mich sehr glücklich gemacht. Manche Träume sollen aber bleiben und dienen dann später als Antriebsfeder ….
    Adena ist ein toller Traum, schön das du ihn dir erfülleln konntest.

    1. Ich brauche dringend neue Träume. Das mit dem Buch stockt gerade; der Pferdetraum stirbt. Adena muss nämlich ausziehen und ich suche schon seit Wochen einen Käufer, aber finde niemanden. Nach dem letzten Sturz geht es einfach nicht mehr weiter …

      Liebe Grüße

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