Samstag, 29. Juli 2017

erlebt – Urlaub & ein hundertster Geburtstag

Hallo,

Vor einigen Tagen meckerte ich noch, dass ich Reiseberichte nicht mag… Und jetzt, mit diesen Worten möchte ich dennoch einen eigenen beginnen. Was soll denn sowas? Na, Kira und ich brauchen Erinnerungen an unseren kleinen Trip zu meinem Vater. Lustige und schöne Erlebnisse dürfen einfach nicht vergessen werden.

Die Vorgeschichte

Also, es war ein Mal ein Urlaub im Jahre 2016, den drei Geschwister gemeinsam zu Tabeas Vater antraten… Und da dieser sich so über deren Besuch freute, lud er sie gleich alle zu seinem 100. Geburtstag im folgenden Jahr ein. Nun hoffte Tabea das ganze Jahr lang, dass auf diesen Tag der Feier keine ihrer Klausuren fallen würde, denn sie wollte unbedingt bei der Feier ihres Vaters anwesend sein können.

Tabea hoffte nicht umsonst und auch Kira freute sich schon viele Wochen vorher auf die gemeinsame Fahrt. Rick allerdings meldete sich ab – sein Terminkalender war mit einem wichtigen Übernachtungs-„Meeting“ bei Freunden gefüllt. Davon ließen sich die anderen beiden jedoch kaum die Vorfreude nehmen und so kam es, dass Tabea am 21.7. im Jahre 2017 bereits lange vor dem Frühstück mit ihrem Pferd die Reithalle betrat. Letzter Ritt vorm Urlaub – Check. Sie packte letzte Sachen ein, vergaß leider natürlich das Ladekabel der Kamera und stieg von Urlaubsfeeling erfüllt in ihr kleines schwarzes Auto namens Mohnkörnchen. Die Geschichte beginnt:

Urlaub bei Papa und 100. Geburtstag

Die Hinfahrt

Kira stieg also dann in Korbach bei mir ein und wir machten uns auf den langen Weg in den Norden. Ohne Navi. Ohne noch mal in die Karte zu schauen. Ich meine, die Strecke kenne ich eigentlich, seit ich denken kann, weil ich früher fast in allen Ferien zu meinem Vater fuhr (Also er hat mich abgeholt,…) Und im vorangegangenen Jahr bin ich mit einer Wegbeschreibung, die Kira vorlas, ja auch angekommen… Also eigentlich sollte ich den Weg doch langsam im Blut haben, oder?

Unsere Fahrt begann also sehr entspannt und wir fuhren ungefähr zwei Stunden lang ohne das kleinste Problem. Dann jedoch beschloss ich, dass eine Pause angebracht ist und hielt zufällig auf einem der schönsten Rastplätze, die ich je gesehen habe. Okay, ein Klohäuschen fehlt gänzlich, aber das Dixi-Klo war sowas von komfortabel und luxuriös – ich meine, es gab Toilettenpapier!!!
Und als mein Hunger gestillt war, ging es dann auch endlich weiter… Ähm, ich hab da immer Angst, jemanden mit meiner langsamen Essgeschwindigkeit zu nerven. Aber Kira ist furchtbar verständnisvoll.

Urlaub bei Papa und 100. Geburtstag

Nur wenige Kilometer weit kamen wir nach der Pause, bis ich verzweifelt auf das Armaturenbrett blickte. Scheiße, wo ist denn der Warnblinker? Ich benutze ihn einfach zu selten (Ohne Stau habe ich da zum Glück keinen Bedarf.) und hätte fast einfach die Klimaanlage ausgestellt… Aber ich fand noch den passenden Knopf und dann standen wir eben im Stau. Aber immerhin hatte ich mit Kira eine sehr angenehme und nützliche Beifahrerin. Sie knipste mir Fotos von der Fahrt – extra für den Blog. Mein Foto-Assistent eben. Sie schaute auch in mein WhatsApp rein, wo schon einige Nachrichten ungelesen waren… Als Sekretärin macht sie sich nämlich ebenfalls fabelhaft. Daher versuchte sie auch Sarah ein Foto von einem LKW mit Smileys, welchen wir entdeckten, zu schicken. Smileys erinnern mich nämlich immer an Sarah… Genau wie ein grünes Auto uns an Malte denken ließ, der bis vor kurzem ein ähnliches fuhr. Somit erhielt auch er von meiner Sekretärin eine Nachricht… Und Mema sendeten wir die Info „Stau auf der A2 hinter Hannover.“

Und dann kam ein ganz wichtiges Straßenschild, als wir langsam wieder fast mit normalem Reisetempo fuhren: Ein Stauwarnschild! Wir hatten doch schon selbst gemerkt, dass hier Staugefahr herrscht… Aber gut, wenn man wenigstens im Nachhinein informiert wird 😉.

Egal, wir düsten weiter und weiter… Bogen ein paar Mal an der richtigen Stelle ab und kamen dann an die Ecke, wo die A7 die A1 knutscht. Dass wir nun auf der Eins weiter müssen, war mir klar. Aber Richtung Bremen oder doch nicht? Natürlich Bremen… Oder nein! Ach doch. Ich ordnete mich für Bremen ein.

Kira, ruf meinen Papa an und frag, welche Richtung.
- meine Worte, als ich merkte, dass ich doch nicht die ganze Strecke im Kopf habe

Papa kann die Strecke wahrscheinlich nämlich fast im Schlaf, weil er mich so oft geholt und wieder nach Hause gebracht hat. Aber er ging nicht ran, wir fuhren Richtung Bremen und ich redet mir ein, dass das einfach stimmen muss. Beim nächsten Rastplatz ging ich aufs Klo… Und vermisste das Luxus-Dixi-Klo vom ersten Halt. Dann öffnete ich doch Google Maps, um nachzusehen, ob die Richtung stimmt.

Sie stimmte! Also wieder weg mit dem Handy. Ich brauch kein Navi, ich hab’s doch im Blut. Nichts konnte uns beide mehr stoppen und somit informieren wir dann meinen Papa erst beim Abfahren von der Autobahn, dass wir bald ankommen würden. Der war aber gerade eh voll in seinem Element und raste mit dem Mähdrescher mit einer atemberaubenden Gründlichkeit über irgendein Feld, sodass er nur meinte, dass meine Stiefmutter uns empfangen würde.

Bis sie das tat, dauerte es aber noch gut eine Stunde..
Wir durften nämlich erst noch ein paar ambitionierte Radfahrer am Rand der Landstraße bewundern… In Ganzkörper-Fahrrad-Outfits. Da war das Einzige, was mir zu dieser grässlichen Kleidung einfiel:

Selbst nackt sieht man dünner aus als in den Dingern.
- meine Meinung zu Ganzkörper-Fahrrad-Anzügen

Kira musste lachen, so witzig fand sie das in dem Kontext. Aber eigentlich habe ich doch Recht, oder? Die Dinger machen überall Speckfalten und erst recht da, wo keine sind.

An einer Baustellenampel regte ich mich noch kurz ein bisschen auf:

Hier war doch letztes Jahr schon Baustelle. Oder kommt mir das nur so vor, weil ich finde, dass alle Ecken in dieser Gegend gleich aussehen?
- meine Gedanken an einer Baustellenampel

Aber wir schafften auch diesen letzten Straßenabschnitt, wurden wie angekündigt von meiner Stiefmama empfangen und alles war gut.

Urlaub bei Papa und 100. Geburtstag

Der erste Abend

Der Hund meines Vaters verliebte sich schlagartig in Kira. Mich hätte er zwar auch genommen, aber ich bin kein Hundemensch und wollte einfach nicht von diesen Hund geliebt werden. Erst recht nicht, weil er mir ständig unter den Rock schauen wollte. Ich meine: Hallo, jedem Menschen hätte ich für das gleiche Verhalten aber sowas von eine geklatscht. Vorzugsweise mit Bratpfanne.

Zeug ausladen stand an, dann ein Spaziergang. Nach vielen Stunden im Auto braucht man das einfach – und außerdem brauchte ich noch Fotos für 12 Colors of Handmade Fashion (P.S.: Der Post zu meinem roten Sommerkleid für die Aktion ging vorgestern online.).
Die hat also meine Assistentin Kira hinterm Deich von mir gemacht – ein paar ohne den Hund, weil das Kleid im Vordergrund stehen sollte und ich wie gesagt mit Hunden einfach nicht wirklich was anzufangen weiß. Dann kamen aber doch noch Bilder mit Nicky dazu. .. Um sie meiner Stiefmutter schenken zu können und weil der Hund eben fotogen ist. Sogar so fotogen, dass ich anschließend Kira noch mit Hund ablichtete, bevor wir den Weg fortsetzten.

Danach aßen wir und warteten dann auf die Rückkehr meines Vaters und meiner Geschwister. Die waren ja noch am Dreschen…
Als sie aber doch rein kamen, fiel ich meinem Vater zur Ausnahme mal um den Hals. Begrüßung und Geburtstagsglückwunsch in einem. Eine Weile saßen wir also alle noch beisammen, doch dann ging es ins Bett. Der nächste Abend würde nämlich mit der Feier lang genug werden.

Urlaub bei Papa und 100. Geburtstag

Der erste Morgen

Ich sprang morgens möglichst leise um sechs aus dem Bett – also für meine Verhältnisse sehr spät, sonst bin ich eher zwischen 5 und halb 6 auf den Beinen.
Zwei kleine Kilometer joggte ich und schloss einen Spaziergang an. Ich brauche das morgens einfach, um gut in den Tag zu starten. Und Kira konnte so in Ruhe weiter schlafen. Zumindest dachte ich mir das so – später erfuhr ich, dass sie leider nicht mehr einschlief.

Dennoch erlebte ich mit ihr trotz Müdigkeit einen ganzen Urlaubstag, an den ich mich nur zu gerne zurückerinnern werde.

Direkt nach dem Frühstück tischte meine Stiefmutter uns beiden nämlich ein Highlight auf: einen Friedhofbesuch.
Hatte ich mir gewünscht, denn ein ganz wundervoller Opa von mir schläft in guter Gesellschaft hier in der Nähe unter der Erde. Er hatte einen wundervollen Humor, eine sehr positive Lebenseinstellung und war hilfsbereit ohne Ende. Und noch heute erzählt meine Stiefmutter mir Geschichten von ihm, die mir wieder und wieder beweisen, dass er für mich mit seiner unkomplizierten Art ein Vorbild ist. Daher wollte ich also unbedingt ein Mal an seinem Grab gewesen sein… Und selbst an seinem Stein, da dachte ich mir: passt zu ihm. Eine kleine Steinplatte, die niemandem Arbeit macht.

Nach dem Besuch am Grab kam dann für Kira, die zu diesem Opa nie Kontakt hatte, eine ebenfalls ein Highlight, dass sie sehr genoss: ein Abstecher an den Strand – natürlich mit Hund. Einem Hund, der Wasser vergöttert… Und sie natürlich mit Kamera ausgestattet. Barfuß liefen also drei Menschen und ein schwarzer Hund durchs Watt an der Elbe… Okay, Sonne gabs keine, aber wer braucht die schon, solange es trocken bleibt? Und das blieb es, bis wir eh wieder zurück zum haus meines Vaters fuhren…

Urlaub bei Papa und 100. Geburtstag

Zum Mittagessen bekamen wir Diverses aufgetischt… Sowohl zu essen, als auch an humorvollen Sprüchen. Ein bisschen schwer fällt es Kira und mir da manchmal schon, den Humor zu verstehen, weil er sehr besonders ist und wir was anderes gewohnt sind. Aber macht nichts.

Zwischen Mittagessen und der Feier

Mit einem Kartenspiel überbrückten wir die Zeit, bis ich beschloss, die Nachbarin zu besuchen. Kira beschreibt sie als „wie eine zusätzliche Oma“ und da kann ich ihr nur zustimmen, denn genau so sah ich Marlies immer. Kein Wunder also, dass ich da fast immer vorbei schaue, wenn ich meinen Vater besuche – einfach, um den neusten Schwank aus meinem Leben zu berichten und in ihrem traumhaften Reetdachhaus den Märchengarten voller Vögel zu bestaunen.

Allzu lange blieben wir hier allerdings nicht, denn die Geburtstagstorte rief. Ähhh… Ich meine natürlich: „Sonja, ihr Sohn und meine eine Oma waren schon bei meinem Vater eingetroffen und wir wollten gemeinsam Kaffee trinken.“ Menschen sind immerhin viel wichtiger als Torte!
Und so kam es, dass wir alle am Tisch saßen, Kaffee tranken, Torte aßen und erzählten und lachten. Humorvoll ging es auch hier wieder zu, doch als ich dieses Mal sogar mitmischte, gab es wieder einen entsetzten Blick meines Vaters. Mir traut so einen Humor einfach nie jemand zu, weil ich oft erst lange zuhöre, bevor von mir ebenfalls eine Bemerkung in den Sinn kommt, die es aber dann eben auch auf den Punkt trifft.

Mein Schwesterchen, das mir ohne Probleme auf den Kopf spuken könnte, eröffnete anschließend quasi extra für mich ein Nagelstudio und trug mir den Lack so auf, dass das nicht aussieht, als hätte ein Kindergartenkind es gemacht. Dafür danke ich… Und Marion, Martin und meiner Oma danke ich dafür, dass sie den frischen Lack nicht verschmierten, als ich sie nur kurz später begrüßen durfte.

Für einen Spaziergang mit dem Hund, inklusive Fotoshooting, verabschiedeten Kira und ich uns zwischendurch noch mal, weil ich einfach so viel Menschenkontakt nicht gewohnt bin und da immer meine Auszeiten brauche. Kira versteht das zum Glück und akzeptiert es – und sobald ich das Wort Hund gesagt hatte, war sie ja eh auf meiner Seite.

Urlaub bei Papa und 100. Geburtstag

Der 100. Geburtstag

Abends gegen kurz nach sieben brachen wir dann auf. Mohnkörnchen hatte sich einen Fankreis aufgebaut und war völlig ausgebucht, denn nicht nur Kira wollte von mir zur Gaststätte, in der die große Feier stieg, chauffiert werden, sondern auch mein Bruder Torben und meine Oma fuhren gerne mit.

Noch bevor die ganzen Gäste eintrafen konnte ich jetzt schnell ein Portrait von den Gastgebern – meinem Vater und seiner Frau – machen. Auch ein Familienfoto für die Oma wurde geschossen – und dann legte ich mich auf die Lauer und war voll in meinem Element. Mit dieser Phase, wo man gefühlt 1000 Leute begrüßt, kann ich nämlich nicht so recht umgehen, weswegen ich mich gleich bei meiner Stiefmutter als Fotografin gemeldet hatte und nun jeden neuen Gast ablichtete. Erinnerung müssen ja auch sein, oder? Schließlich feiern die beiden wahrscheinlich nur ein Mal einen hundertsten Geburtstag… Hundert übrigens, weil sie beide die Fünfzig im gleich Kalenderjahr vollgemacht haben.

Als alle da waren, da begann die Party dann erst richtig… Die erste Familienfeier dieser Art, die ich wirklich genoss, übrigens.

Zunächst mal wurden getreu dem Motto „Du bist nicht du, wenn du hungrig bist.“ alle Bäuchlein mit einem wirklich leckeren Buffet vom Grill gefüllt. Und dann hatte Max auch meine Kira auch schon in Beschlag genommen… Ich dagegen wendete mich meiner Oma zu und führte mit dieser und Marion ein richtig tolles Gespräch. Und sogar als dann doch die Bloggerin in mir durchkam und ich Marion meine Visitenkarte gab, da zeigte sie mehr Interesse, als ich erwartet hätte. Bloggen ist irgendwie doch nicht so uncool als Hobby, wie ich jahrelang dachte.

Einen Einblick in ihr nettes Zimmer, dass sie sich genommen hatte, gewährte Marion meinen Geschwister, meiner Oma und mir ebenfalls… Und dann war es plötzlich auch für Kira und mich an der Zeit, gemeinschaftlich den Butterkuchen zu probieren.
Nur kurz später verabschiedete sich Max auch schon… Aber immerhin konnte ich ihn noch mit Hilfe seiner Mama davon überzeugen, ein Foto mit seiner neuen Freundin Kira zu machen.

Urlaub bei Papa und 100. Geburtstag

Tja… Und dann war da mein Bruder, den Kira und ich kurzerhand fragten, ob er nicht mit uns an der Süderelbe frische Luft in völliger Dunkelheit schnappen wollte. Und genau in diesem Moment fiel es mir dann echt auf: Mein Bruder ist ein echt anständiger, netter Kerl geworden, mit dem man sich wundervoll unterhalten kann.

So kam es wohl auch, dass Kira und ich die restlichen Stunden auf der Feier immer in seiner Nähe rumschwirrten – mal in Gesellschaft meiner Oma, mal in Gesellschaft eines Kegelbruders meines Vaters… Ach, und meine Schwester mit dem Talent zum Nägel machen erschien zwischendurch auch samt Freund und einer Freundin, die sie hat, seit ich denken kann.

Bevor wir dann gegen zwei Uhr nachts doch die Heimfahrt antraten – entweder mit zwei stolz getrunkenen Bier auf Papas Erlaubnis hin, einem Kaffee oder doch ausschließlich Wasser intus – zog es meinen Bruder, Kira und mich noch mal an den Fluss.

Und jetzt kommts‘: Mein Gentleman-Bruder bot mir gleich seine Jacke an, da es mir draußen doch ein wenig kühl war. Ey, danke! Passiert mir nicht so oft, dass mir ein netter Junge seine Jacke anbietet – ist mir überhaupt jemals passiert?

Nach all diesen wundervollen Stunden voller wunderbarer Gespräche überkam mich dann nur irgendwann doch ein bisschen Müdigkeit. Eigentlich hätte ich eh gedacht, dass ich wie sonst immer ab halb 12 darüber nachdenke, wie ich mich nun aus dem Staub machen kann… Aber wenn man sich amüsiert, vergeht Zeit eben anders.
Also sammelte ich alle ein, die mit Mohnkörnchen angereist waren und brachte sie heil zum Haus meines Vater zurück. Und fiel dann aufs Sofa und pennte ein – das Gästezimmer hatten Kira und ich natürlich gern meiner Oma überlassen.

Urlaub bei Papa und 100. Geburtstag

Der letzte Morgen

Nach dem nächsten Sonnenaufgang dann wieder das gleiche Spiel wie am Vortag: Tabea steht auf, versucht, leise zu sein, und verlässt das Haus. Bei einem Spaziergang verarbeite ich solche Erlebnisse und Eindrücke einfach am liebsten.

Anschließend saßen dann die ersten Familienmitglieder am Küchentisch und frühstückten. Ich setzte mich dazu, nahm einen heißen Tee und beschloss mit Kira, dass wir anschließend abfahren würden.

Mohnkörnchen wurde wieder beladen, es wurden Sachen gepackt und wir verabschiedeten uns.

Die Heimreise

Eine Tüte Brötchen fürs Mittagessen ershoppten wir auf dem Weg zur Autobahn, die Scheibenwischer liefen ab und zu – die CD im Autoradio aber auch. Kira hatte ja tatsächlich ein Album einer meiner liebsten Bands dabei. Fall out Boy auf Dauerschleife, gemeinsam noch mal von den schönen Momente schwärmen.

Wir übten auch weiter das Zuordnen von Automarken… Standen im Stau auf der A7, ich nahm mir eine kurze Pause für ein Brötchen und dann schwiegen wir. Ich wollte nicht mehr reden, weil ich mich selbst einfach so sehr für meine Art, mit Menschen umzugehen, gehasst habe. Das wollte ich Kira dann eben ersparen – manchmal hab ich so Phasen. Schiebe ich jetzt mal auf Hormone.

In Korbach wurde nun Mema von allem erzählt; ich brauchte eine Umarmung von ihr, machte einen Spaziergang nach der anstrengenden Fahrt und dann ging es auch wieder und ich konnte aufhören, mich zu hassen. Es war also eindeutig an der Zeit, sich mit Kira schon mal auf den nächsten Urlaub zu freuen!

- geschrieben von Tabea -


4 Kommentare zu erlebt – Urlaub & ein hundertster Geburtstag

  1. Bee am

    Liebe Tabea, so ein ausführlicher Bericht 🙂 Ich muss ehrlich sagen, dass ich Familienergeignissen zwischenzeitlich nicht mehr so mit Freude begegne. Es mag an meiner Familie liegen, es ist irgendwie immer gleich. Umsomehr freue ich mich, dass du ein tolles Familen-Wochenende hattest. Und die Bilder von dir finde ich echt gelungen.

    Wenn du mir die Frage erlaubst, warum hasst du dich für deine Art mit Menschen umzugehen? Man stolpert über den Satz, weil der Rest so positiv ist und gar nicht den Eindruck erweckt, dass du dich schwer getan hast.

    Liebe Grüße, Bee

    • Ja, wenn ich erst mal im Schreiben drin hin, dann kann ich mich manchmal einfach nicht mehr bremsen… Und ich wollte auch nicht irgendwas vernachlässigen, nur um den Text kürzer zu halten 😉

      Familienfeiern waren für mich mein Leben lang der Horror – zu viele Leute (die ich alle kaum kenne), zu viel feines Essen (schmeckt mir meist nicht), zu viel rumsitzen (langweilig), zu viel schicke Kleidung (habe ich mich früher nie richtig sein wohlfühlen können)…
      Ich weiß aber auch nicht, warum das dieses Mal so viel besser lief. Vielleicht lag es einfach daran, dass ich Kira das erste Mal mit hatte – denn der Teil meiner Familie, der solche feiern eben an und zu macht, ist mit ihr nicht verwandt, sodass da sonst immer nur meine anderen Halbgeschwister um mich herum waren.

      Die Fotos hat Kira wirklich gut hin bekommen – sie macht einfach die schönsten Bilder von mir, vielleicht auch, weil wir uns so sehr vertrauen.

      Dass du dich fragst, was ich so an meiner Art hasse, kann ich gut verstehen… Aber nicht so recht beantworten. Hier war es so, dass ich Kira unterbrochen habe und sie mich berechtigterweise in die Schranken wies. Doof nur, dass mir das öfter passiert, weil ich einfach nicht merke, wann jemand fertig ist. Aber auch sonst sind es manchmal so Kleinigkeiten – z. B. das ich mir gefühlt zu wenig Zeit für meine Mitmenschen nehme und nicht angesprochen werden will, sobald ich Stress habe.

      Liebe Grüße

  2. Ein wirklich toller Bereicht und das hört sich doch nach einem schönen Geburtstag und einer entspannten Auszeit an. Gerade auf das Meer bin ich ja so neidisch, wirklich wunderschön dort. Dieses Leute begrüßen ist aber auch nicht meines, weil da einfach immer zu viele Menschen auf zu wenig Raum, sich herumdrücken und das sage ich, obwohl ich ein sehr kommunikativer und offener Mensch bin. Aber auf zu engem Raum ist mir das dann auch to much, da bekomme ich als kleine Person immer etwas Platzangst.

    Dein Bruder ist wirklich ein Gentleman, das machen echt nur sehr wenige Jungs. Ich habe da ja wirklich Glück, weil mein Bester mir immer seine Jacke gibt, wenn er merkt das wir kalt ist. In der Jugend durfte ich sogar eine Jacke mal behalten xD. Wobei ich mich über die Herren in meinem Umfeld echt nicht beklagen kann, die Fragen auch immer ob sie eine Tasche tragen sollen, wenn sie merken, dass ich viel zu tragen habe oder was zu schwer ist. Da sind auch meine Kommilitonen total lieb. Vielleicht stirbt der Gentleman ja doch nicht aus?

    Danke auch für dein liebes Kommentar.
    Finde das auch sehr schön, dass es ohne Dateline ist, so kann wirklich jeder mitmachen und natürlich auch immer wieder neue Blogger. Mir geht es ja genauso wie dir. Durch mein Praktikum habe ich in den nächsten 6 Wochen nicht ganz so viel Zeit, also nicht wundern, wenn ich etwas länger als normal brauche um auf Kommentare zu antworten. Ich werde das alles aufs Wochenende verlegen.

    Ich bin auch immer wieder überrascht, wie lange es meinen Blog nun schon gibt. Die Zeit ist irgendwie so schnell vergangen, aber ich habe mich durch den Blog auch sehr verändert, bin gewachsen und traue mich auch wesentlich mehr. Ich hatte meinen Blog ja auch gestartet, um zu sehen, ob es irgendwen intessiert was ich schreibe und wie mein Schreibstil ankommt, da ich später ja immer in diesem Bereich arbeiten wollte. Dass die Schreiblust noch anhält und mir viele sagen, dass sie meinen Schreibstil mögen ist in der Hinsicht natürlich super und hat mich in meinem Vorhaben gestärkt, dass das wirklich möglich wäre. Mal schauen, was ich nach dem Praktikum denke, denn nun habe ich die Gelegenheit wirklich zu sehen, ob mein Traumberuf auch mein Traumberuf bleibt.

    Mit was hat er denn beim Bloggen Probleme? Ich glaube, dass es für viele Eltern vielleicht hinsichtlich der Privatssphäre schwer ist, weil man doch viel preisgibt. Ich bin aber froh, dass meine Eltern da generell kein Problem mit haben und da sehr stolz auf mich sind.

    Uih da bin ich schon sehr gespannt drauf. Mir ist Social Media manchmal auch echt zu viel, weil es so viel Zeit frisst und manchmal frage ich mich dann auch, warum machst du das eigentlich? Aber letzten Endes habe ich doch noch Spaß dabei, aber spüre auch den Druck, wenn ich länger mal nichts gepostet habe, weil man dann dank Algorhitmus gleich abgestraft wird.

    Die Stammleser sind echt sehr wichtig und ich habe das Gefühl, dass die viel zu oft unter den Tisch fallen bei der Vergabe von Kooperationen oder generell bei großen Bloggern. Schade, denn gerade die lesen die Beiträge wirklich intensiv und Vertrauen auch auf das Urteil des Bloggers.

    Es freut mich aber, dass du auf meinem Blog die Themen gebiete, die du sonst nicht so gerne liest, trotzdem magst ;). Ist für mich ein rießiges Kompliment.

    Das hoffe ich auch, denn ich vermisse ihren Blog auch total ;). Freut mich, dass ich dich so rühren konnte, war auch mein Ziel :P. Gemein oder? 😀

    • Es war wirklich sehr schön, auch wenn das eben nur die Elbe war und nicht etwa die Nordsee. Aber Hauptsache Strand und Wasser, stimmt’s.

      Schön, dass du so viele nette Menschen in deinem Umfeld hast. Ich habe da erst einen kennen gelernt, der mir gern immer alle Taschen ablehnen und für mich schleppen wollte… Aber eigentlich bin ich auch froh darüber, dass ich nicht so oft solchen Leuten begegne, denn auch wenn es echt nett ist, fühle ich mich nicht gut damit, andere für mich „leiden“ zu lassen. Daher trage ich immer alles am Ende doch selbst 😉

      Dass du Kommentare jetzt mal eine Weile nicht zeitnah beantworten wirst, ist schon okay. Kann ich voll verstehen, wo ich ja jetzt auch alle Posts an Wochenende vorbereiten muss, da ich unter der Woche arbeite. Aber ich warte da auch gern mal etwas länger auf deine Antwort, denn bei dir weiß ich ja, dass das noch was kommt 😉 Auf dich kann man sich eben verlassen!

      Ich drücke die aber echt die Daumen, dass du bei dem Praktikum so positive Erfahrungen machen wirst, dass dein Traumberuf auch weiterhin ein Traumberuf bleibt. Welche Alternativen Berufe würden dich eigentlich sonst noch interessieren?

      Ja, ich glaube, Privatsphäre ist wirklich das, was mein Vater gefährdet sieht. Er hat einfach Angst, dass ich mit meiner offenen Art mal was schreibe, was mir später Probleme in der Arbeitswelt oder auch meinem Bekanntenkreis machen könnte. Also eigentlich eine berechtigte Sorge und ich verstehe ihn da auch – aber ich bin eben der Meinung, dass man mich entweder mit allen Macken mögen muss, oder eben gar nicht. Von daher kann ich auch meine Meinung vertreten…

      Also hoffen wir jetzt mal beide auf Janas Rückkehr… Und nein, gemein finde ich es nicht, dass du wolltest, dass wir gerührt sind von deinen Beschreibungen unserer Blogs. Ich würde das nett nennen – denn jemandem eine Freude zu machen ist doch nicht gemein!

      Liebe Grüße


Natürlich freue ich mich über jeden einzelnen Kommentar, da es mir viel bedeutet, wenn ihr euch Zeit für meinen Blogpost nehmt und sogar noch ein paar Zeilen an mich verfasst! Trotzdem wäre es nett, wenn ihr die Links zu eurer eigenen Website oder eurem Blog NUR in dem dafür vorgesehenen Feld eintragt, statt sie auch noch in euren Kommentar einzufügen. Solche Links aus Kommentaren entferne ich sonst nachträglich sowieso - und das macht nur Arbeit. Außerdem erhältst du eine Benachrichtigung per Mail, wenn jemand (meistens ich) auf dein Kommentar antwortet. Wenn du damit nicht einverstanden bist, kommentiere bitte einfach nicht.

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