Mittwoch, 1. November 2017

Ansätze für umweltfreundlicheres Weihnachten

Hallo ihr Lieben,

Weihnachten 2016 war noch gar nicht mal vorbei, als ich schon damit begonnen habe, diesen Post hier zu planen. Verrückt, oder?

Das Thema Nachhaltigkeit in Verbindung mit Weihnachten ist mir im letzten Jahr doch auf einigen Blogs begegnet und ich kann stolz zugeben, dass ich ebenfalls an einigen Ecken versuchte, der Umwelt irgendwie etwas weniger als andere Menschen zu schaden. Die Sammlung meiner Ansätze präsentiere ich nun aber erst in diesem Jahr, da ich natürlich auch ein paar Erfahrungen einfließen lassen wollte und weil einige Tipps eben schon ab Beginn der Weihnachtszeit umgesetzt werden sollten und nicht erst wenige Tage vor Weihnachten, als mir dieser Post damals in den Sinn kam.

nachhaltiges Weihnachten

Somit findet ihr hier also ein paar kleine Anregungen, wie man Weihnachten umweltfreundlicher gestalten kann – ja, „umweltfreundlicher“ und nicht „umweltfreundlich“. Denn an sich sind große Feste wie Weihnachten einfach nicht wirklich das Beste für unsere Umwelt und ich denke, es geht hier eher um Schadensbegrenzung, sofern man die Feier nicht komplett ausfallen lassen und zum Grinch mutieren möchte.

Aber ganz ehrlich: Viele dieser Punkte auf meiner Liste haben meiner Weihnachtsstimmung im letzten Jahr keinerlei Abbruch getan, sondern sie höchstens noch gefördert. Und ein paar weitere Ideen, die mir eben erst im Laufe dieses Jahres kamen, stelle ich mir auch nicht so schlimm vor.

Deko

  • Keine Lichterkette oder sonstige Elektronik bei der Deko

    Waaaas? Ich will euch Lichterketten „verbieten“? Ja, das habt ihr richtig gelesen. Ich weiß zwar, dass sehr viele Menschen Weihnachtsbeleuchtung schön finden und gerade Lichterketten gern einsetzen, um eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen, aber ich finde trotzdem, dass das verschwendete Energie ist.

    Vor allem dann, wenn man die Deko einfach nur so den ganzen Tag / über Nacht brennen lässt, obwohl man selbst nicht in dem Raum ist. Die Nachbarn sollen ja schließlich sehen, dass man weihnachtlich gestimmt ist, oder? ODER NICHT!

    Leute, wir sind meilenweit davon entfernt, dass Energie klimaschonend erzeugt wird – und jetzt erzählt mir nicht, dass ihr Photovoltaik auf dem Dach habt und das im Winter (nachts) genügend Strom für die Lichterketten produziert. Ich finde daher, dass man so viel Energie wie möglich sparen sollte…

    Wer also unbedingt Lichterketten braucht, kann ja wenigstens bei der restlichen Deko auf Dinge setzen, die ohne Strom laufen. Und die Lichterkette nur dann an machen, wenn es dämmerig oder dunkel ist und man sich auch in dem Raum aufhält, um die Beleuchtung zu genießen.

    Und bitte verwendet doch moderne, stromsparende Lichterketten mit LEDs, so wie diese* hier. Die alten Dinger mit Glühlampen fressen auch nur mehr Strom als nötig, aber sind nicht schön. Gleiches gilt für andere beleuchtete Dekoration.

  • Kein Plastik bei der Deko

    Plastik ist böse, das wissen wir alle inzwischen. Und wer es noch nicht weiß, der darf gerne sich gern mal etwas Wissen über die Folgen für unsere Umwelt und unsere Gesundheit bei Jenni anlesen.

    Also… ich hoffe wir sind uns einig, dass Plastik böse ist, weil es sich nicht zersetzt und in die Meere gelangt, wo es Tiere sterben und krank werden lässt. Achja… und dann von uns Menschen wir das Zeug über die Tiere letztendlich auch wieder als Nahrung aufgenommen.

    Das Argument, dass ihr die Deko ja nicht ins Meer kommen lasst, glaube ich euch übrigens nicht. Kaum jemand verwendet seine Deko ein Leben lang… meistens verändern sich Trends und der eigene Geschmack alle paar Jahre, sodass die alte Deko dann weg kommt. Und auch wenn ihr den Müll ordentlich trennt – Kunststoff kann nicht vollständig immer und immer wieder recycelt werden.

    Also: Dekoration aus Holz, Stroh, Tannenzweigen, Porzellan, Keramik oder Glas könnte eine Alternative sein.

nachhaltiges Weihnachten

  • Weniger Dekoration

    Wenn es um die Umwelt geht, ist beim Konsum weniger einfach mehr wert. Denn wie ich eben schon beim Plastik gesagt habe: Irgendwann wird euch das Zeug nicht mehr gefallen und es landet auf dem Müll. Und auch, wenn eure Deko nicht aus Plastik ist, so verbraucht sie doch Ressourcen… Und Energie, sofern sie industriell hergestellt wird.

    Daher solltet ihr vielleicht überlegen, einfach mal weniger Dekoration zu kaufen (Auch, wenn das sooo viel Spaß macht und die soooo toll aussieht!) und verstärkt auf Zeug aus der Natur (Tannenzweige etc.) zu setzen und diese selbst zu Deko zu verarbeiten. Oder aber ihr macht es wie ich und dekoriert einfach weniger… oder sogar gar nicht? Dekoration fängt eh nur Staub und macht Arbeit, weil man sie erst aufstellen und dann später wieder wegräumen muss.

Die Weihnachtszeit genießen

  • Adventskalender

    Irgendwie ist es ja eine ziemlich schöne Tradition, an den 24 Tagen bis zur Bescherung schon mal das „Geschenke aufmachen“ zu üben – und zwar mit Adventskalendern. Schade nur, dass man da verhältnismäßig wenig Brauchbares (Schokolade zum Aufessen zu Beispiel …) bekommt. Die Verpackung überwiegt einfach – und weil jede Überraschung natürlich auch günstig sein muss, ist die Qualität und Haltbarkeit manchmal fraglich.

    Daher würde ich mir selbst schon seit Jahren keinen Kalender mehr kaufen. Ich brauche das einfach nicht.

    Trotzdem finde ich es manchmal nett, Kalender zu verschenken. Zum Beispiel an meine Mama, weil sie einfach eine Aufmerksamkeit verdient hat. Allerdings bekommt sie dann eben einen selbstgebastelten, damit ich weiß, dass ihr jedes Türchen gefällt – und alles wird in Zeitungspapier gewickelt. So entsteht zumindest nicht ganz so viel zusätzlicher Müll und sie kann sich trotzdem freuen.

    Noch besser für unsere Umwelt wäre es aber sicher, wenn wir alle auf digitale Adventskalender umsteigen würden. Da gibt es ja inzwischen wirklich genug Angebote, die wirklich schön sind:

    – Jeden Tag ein Rätsel zu lösen
    – Jeden Tag eine Bastelanleitung *
    – Jeden Tag ein Rezept *
    – Jeden Tag eine Weihnachtsgeschichte
    – Bunt gemischte Kalender *

    (mit * markierte Kalender sind in der Bloggerwelt recht häufig anzutreffen.)

    Falls ihr also dieses Jahr mal einen digitalen Kalender nutzen wollt, statt euch einen zu kaufen, dann solltet ihr euch auch den Blogventskalender merken, welchen ich dieses Jahr zum zweiten Mal organisiere. Es wird vom 1. bis zum 24. Dezember jeden Tag einen weihnachtlichen Post geben – immer auf unterschiedlichen Blogs. Zu welchem Blog ihr an welchem Tag müsst, um das Türchen zu öffnen, könnt ihr dann bald auf der Blogventskalender-Seite nachschauen.

nachhaltiges WeihnachtenPfeffernüsse selbst zu backen macht Spaß – deswegen habe ich auch mein Rezept vor einiger Zeit mit euch geteilt.

  • Plätzchen und Kekse

    In den Supermärkten werden endlos viele Kekse und Plätzchen angeboten… und auch auf Weihnachtsmärkten kann man sowas häufig kaufen – jedoch natürlich in Plastik verpackt.

    Nun gibt es also zwei umweltfreundlichere Optionen, als die Lebkuchen und Spekulatius aus dem Lidl mitzunehmen: Entweder ihr verzichtet auf solchen weihnachtlichen Kram (oder reduziert die Menge drastisch) oder ihr backt einfach selbst. Selbst zu backen hat auch gleich noch ein paar weitere Vorteile:

    • Ihr wisst, was wirklich in eurem Gebäck drin ist.
    • Backen macht Spaß – vor allem gemeinsam.
    • Ihr könnt das Rezept euren Wünschen entsprechend anpassen (kleiner oder größere Kekse, Gewürze hinzufügen und weglassen, …).
    • Das Haus oder wenigstens die Küche riecht beim Backen himmlisch.
    • Die Kekse sind frisch und liegen nicht schon seit Wochen in den Supermarktregalen / beim Hersteller bereit.

    Also, seid ihr jetzt überzeugt davon, dass es das Beste ist, wenn ihr selbst eure liebsten Weihnachtsplätzchen macht, statt sie einfach nur zu kaufen?

Geschenke

  • Weniger Geschenke

    Geschenke gehören für die meisten Menschen zu Weihnachten einfach dazu – und das will ich auch niemandem ausreden. Auch ich werde garantiert nicht darauf verzichten, ein paar lieben Leutchen eine Freude zu machen! Wenn man aber eh jedes Jahr auf’s Neue vor dem Problem „Was soll ich nur schenken?“ steht und das sogar auf Gegenseitigkeit beruht, dann kann man vielleicht auch mal absprechen, sich nichts zu schenken. So vermeidet man „Verlegenheitsgeschenke“, die doch niemand haben möchte und die man nur wegen dem schlechten Gewissen nicht direkt in die Mülltonne tut.

    Das funktioniert aber echt nur, wenn sich dann auch beide dran halten!

  • Zeit als Geschenk

    Wenn man sich etwas schenken möchte, aber einfach nicht weiß, worüber der andere sich freuen würde, dann ist Zeit manchmal auch eine gute Idee – sofern man sich gerne mag und Zeit gern miteinander verbringt.

    Da muss man dann allerdings wieder auf andere Dinge achten: Überlegt euch etwas, woran ihr beide Spaß habt. Vorschläge von mir wären:

    • Essen gehen (Brunchen, Pizzarien, Burgerrestaurants, schicke oder besondere Restaurants, Kuchen im Café am Nachmittag, Eisdielen)
    • Selbst etwas backen und zum gemeinsamen Kaffee trinken an einem ruhigen Nachmittag einladen
    • Schlittschuh laufen
    • Kletterpark / Hochseilgarten / … besuchen
    • Tierpark- / Zoobesuch
    • Gemeinsame Shoppingtour
    • Gemeinsamer Kochabend / Backtag
    • Museumsbesuch

    Je nachdem, wen ihr beschenken wollt, fallen euch aber sicher noch ganz andere tolle Dinge ein.

nachhaltiges WeihnachtenBastelstunde zur Produktion von Weihnachtsgeschenken.

  • Arbeitsleistung schenken

    Okay, hübsch klingt die Überschrift nicht, aber gemeint ist damit einfach nur, dass ihr der beschenkten Person einfach bei einer Tätigkeit helft oder sie ihr komplett abnehmt, damit sie die Zeit stattdessen mit etwas Schönem verbringen kann.

    Anregungen gefällig? – Bitteschön:

    • Babysitter spielen
    • Im Garten beim Unkraut jäten / Bäume schneiden / ernten helfen
    • Spülmaschine ausräumen / Geschirr spülen *
    • Essen kochen *
    • Bügeln (Auch, wenn ich das ja persönlich völlig unnötig finde und nie mache 😉 ) *
    • Staubsaugen / (Fenster) putzen *
    • Schnee schieben
    • Sich um die Haustiere kümmern, damit der Beschenkte mal einen Tagesausflug / Urlaub machen kann

    All solche Geschenke kann man ja gut in Form eines Gutscheins verschenken… dann hat man auch etwas, was man dem Beschenkten an Weihnachten überreichen kann – und derjenige kann sich dann sowohl bei der Bescherung als auch beim Einlösen freuen.

    (Übrigens, die Dinge mit * habe ich gekennzeichnet, weil die sich wohl doch nur dann anbieten, wenn man mit der beschenkten Person in einem Haus wohnt… Meine Mama hat sich über solche Gutscheine immer sehr gefreut – also die für gekochtes Mittagessen und gespültes Geschirr, weil sie öfter mal stressige Arbeitswochen hat.)

  • Sonstige Geschenke nach Wunschliste

    Okay, nicht immer kann und will man Zeit verschenken – egal, ob gemeinsam verbrachte Zeit, die heutzutage leider zu oft zu kurz kommt, oder Zeit, in der man der beschenkten Person Arbeit abnimmt. Manchmal soll es eben einfach etwas sein, was man gut in Papier einpacken kann und wo man dann irgendwas beim Auspacken in der Hand hat. Ihr wisst schon, was ich meine.

    Hier finde ich es dann aber wichtig, dass das Geschenk wirklich etwas ist, was die Person auch haben möchte. Nichts ist für die Umwelt schlimmer, als wenn Dinge produziert und nicht genutzt werden, sodass sie früher oder später ihr sinnloses Leben im Mülleimer beenden.

    Daher finde ich es immer gut, nach Wünschen zu fragen. Gerne darf es auch eine Wunschliste sein, die mehr Dinge enthält, als man bekommen wird, damit die Schenker Auswahl haben.

    Also, Leute, legt euch eine Wunschliste zu. Schreibt alles auf, was ihr gerne haben wollt, egal, ob teuer oder günstig. Und dann gebt ihr die Liste einer Person (vielleicht einer Freundin / Schwester / Eltern). Sobald euch dann jemand fragt, was ihr euch wünscht, sagt ihr dem dann nur noch, wer die Liste hat – und die Person mit der Liste kann dann mit allen, die euch was schenken wollen, abstimmen, was ihr von wem bekommt. So bleibt ein wenig Überraschungseffekt erhalten; vor allem, wenn die Liste schön lang ist.

    Falls euch das zu blöd ist und ihr aber doch mehr Überraschung haben wollt oder keine Wünsche habt, dann schreibt wenigstens eine Anti-Wunschliste. Darin steht, womit man euch keinesfalls eine Freude machen würde… So werden zumindest ein paar Geschenke, die man am liebsten nur wegwerfen würde, vermieden, wenn ihr die Liste einfach allen Leuten zukommen lasst, die euch was schenken möchten.

    Ein Beispiel für so eine solche Anti-Wunschliste habe ich euch im Frühjahr gezeigt… und sie nun einem kurzen Update unterzogen, damit sie für Weihnachten startklar ist.

nachhaltiges Weihnachten

  • Nützliche Geschenke

    Ihr habt keine Wunschliste und noch nicht mal eine Anti-Wunschliste erhalten? Dann verschenkt doch wenigstens irgendwas Nützliches, was so gut wie jeder brauchen kann:

    • Alles, was aufgegessen werden kann (Achtung bei Allergien, Unverträglichkeit und persönlichen Vorlieben)
    • Stifte*
    • Einkaufsgutscheine (Jeder braucht irgendwann mal was aus dem Baumarkt oder vom Supermarkt oder sonstwoher…)
    • und sicher gibt es noch mehr.
  • Selbst gemachte Geschenke

    Vielleicht lässt sich dieser Punkt ja mit einem der oben schon genannten Tipps zu Geschenken verbinden?

    Dinge, die man verschenken möchte, selbst zu machen, hat nämlich gleich mehrere Vorteile: Transportwege und Verpackungsmüll werden im Vergleich zu industriell gefertigten Dingen reduziert, es ist persönlicher, ihr spart unter Umständen etwas Geld und habt bestenfalls auch noch Spaß daran, dass Geschenk herzustellen. Ach – und es ist individueller und ihr könnt alles flexibel nach euren Ideen (und den Vorlieben der beschenkten Person) anpassen.

    Was man selbst machen könnte? Spontan fallen mir folgende Dinge ein:

    • Backmischungen (z. B. für Cookies, Kuchen, Brownies, Muffins)
    • Gebackene Plätzchen (Ordentlich verpackt halten die auch ein paar Tage bis Weihnachten!)
    • Gebrannte Mandeln
    • Marmelade / Kompott / Sirup
    • Schmuck
    • Genähte Kleinigkeiten (Mützen,Topflappen, Schürzen Mäppchen,…)
    • Gestricktes (Mützen, Schals, Handschuhe, Stulpen,…)
    • Gehäkeltes (Topflappen)
    • Gutscheine
  • Die Geschenkverpackung

    Geschenkpapier? Schön bunt, ein Mal verwendet und dann in den Müll geworfen? Äh, nein danke! Ich weiß zwar, dass Geschenke wirklich schön aussehen können, wenn man sie in hübsches Geschenk- oder Packpapier wickelt, aber gut für die Umwelt ist das nicht. Das Geschenk wird meist nur kurz angeschaut, dann wird das Papier abgerissen und in den Müll geworfen. Ziemlich kurze Lebensspanne, wenn man bedenkt, dass dafür Ressourcen (Holz, Energie, Wasser, Transport…) verbraucht wurden.

    Also, wenn ihr Geschenke bekommt, die mit Geschenkpapier verpackt sind, dann macht das Papier vorsichtig auf und verwendet es später weiter (als Verpackung für andere Geschenke oder als buntes Papier beim Basteln).

    Wenn ihr aber selbst etwas einpackt, dann greift doch einfach zu alten Zeitungen. Selbst wenn ihr keine Tageszeitung abonniert habt, bekommt ihr vielleicht auch ständig Reklameblättchen, die sich für sowas eignen. Oder ihr verwendet alte Briefumschläge weiter (für Karten / Gutscheine)… Ach, und Plätzchen oder sowas kann man gut in Dosen verschenken und für gebrannte Mandeln bieten sich auch alte Marmeladengläser nur zu gut an, wenn man das Etikett ordentlich entfernt.

    nachhaltiges WeihnachtenWarum selbst dekorieren, wenn man auch die Adventsbeleuchtung der Stadt genießen kann?

    Das Weihnachtsfest an sich

    • Anreise zur Familie

      Überlegt doch mal, ob es sinnvoll sein kann, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, wenn ihr irgendwo zur Weihnachtsfeier eingeladen werdet. Ich weiß natürlich, dass es manchmal echt umständlich ist, mit Bus und Bahn ans Ziel zu gelangen, aber gerade wenn man allein reist, ist es leider doch wesentlich besser für unser Klima. Und vielleicht habt ihr ja Glück und findet eine brauchbare Verbindung – denn auf den Straßen muss man bei Schnee und Eis und Feiertagsverkehr ja auch mehr Zeit einplanen.

    • Das große Weihnachtsessen

      … könnte auch mal etwas weniger gigantisch ausfallen, oder? Natürlich sollte man sich zu besonderen Anlässen auch mal was gönnen dürfen, aber ich finde, dass man sich da eventuell auch auf ein „Festessen“ pro Tag beschränken kann und den Rest dann mit „normalen Mahlzeiten“ belegen kann.

      Daher lege ich z. B. auch Heilig Abend keinen Wert darauf, dass es zum Abendbrot etwas Gekochtes zu essen gibt, sondern bin mit meinem Käsebrot glücklich. An einem Feiertag darf es dann gerne besonderes Mittagessen sein, am anderen finde ich es immer nett, wenn wir nachmittags Torte bei meiner Oma essen.

      Aber auch, wenn es eben doch das große Festessen werden soll, kann man sich ja mal Gedanken darüber machen, ob man nicht beispielsweise die Fleischmenge pro Person reduzieren kann. Sollten ein oder zwei Stücke vom Braten nicht reichen? Ich bin schon sooo oft (auch zu Zeiten, in denen ich noch Fleisch verzehrt habe) darüber erschrocken, was für Massen die Leute für ihre Gäste einkalkulieren, wenn sie Fleisch kaufen.

      Aber auch beim Rest kann man sich vielleicht auf etwas weniger Auswahl beschränken, sofern man sicher stellt, dass die Beilagen jedem schmecken. Denn je weniger unterschiedliche Sachen man zubereitet, desto weniger unterschiedliche Reste muss man am Ende irgendwie weiterverarbeiten, damit sie nicht in der Tonne landen.

      Beilagen, die gut „recyclet“ werden können, sind außerdem vielleicht auch praktischer als solche wie Kroketten, die einfach nicht mehr schmecken, wenn sie nicht mehr warm sind.

      Aus übrig gebliebenen Kartoffeln dagegen kann man Kartoffelbrei, Bratkartoffeln, Kartoffelauflauf und sicher noch viel mehr machen. Nudeln können auch zu Nudelauflauf werden – oder einer Nudelpfanne… oder man kocht einfach eine neue Soße dazu und macht sie wieder warm.

      So, und dann fällt mir nur noch ein Punkt ein, um das Weihnachtsessen aus ökologischer Sicht besser zu gestalten: Setzt auf regionale Ware und Zeug, dass Saison hat. Müssen es wirklich importierte Erdbeeren (die zu der Jahreszeit eh nicht schmecken!) sein, oder kann der Kuchen vielleicht auch mit eingelagerten Äpfeln gebacken werden? Und warum Tiefkühlgemüse einsetzen, wenn Kohl gerade überall angeboten wird?

    Fazit

    Okay… jetzt habe ich aber genug Ansatzpunkte aufgeführt, an denen man vielleicht ein klein wenig für die Umwelt tun kann, wenn man nicht allzu viel Wert darauf legt, an allen weihnachtlichen Traditionen und Bräuchen festzuhalten. Ich will damit aber niemandem das Fest schlechtreden – wenn es für euch eben wichtig ist, dass ihr einen gekauften Adventskalender habt und an den Feiertagen ein gigantisches Festmahl verspeisen könnt, dann macht das. Solange ihr diesen Luxus wenigstens zu schätzen wisst, ist das auch okay.

    Nur bei mir ist es eben so, dass ich da keinen Wert drauf lege und daher hier meine Umwelt schonen kann und das auch tun werde.

    Was macht ihr denn so, um bei diesem großen Fest, auf das man als Kind monatelang hinfieberte, nicht allzu umweltschädlich unterwegs zu sein?

    P. S.: Zu diesem Post hier hat mich Maria vom Blog „Widerstand ist zweckmäßig“ inspiriert, da sie zu Weihnachten und Ostern die Schokofiguren, die in viel Verpackungsmüll daherkommen, durch selbstgebackene Alternative ersetzt hat. Da dachte ich mir, dass man das mit der umweltfreundlichen Alternative nicht nur bei diesem Süßkram so machen kann, sondern sicher auch an anderen Stellen etwas ökologischer handeln kann. Also: Danke, Maria, dass du uns einen Weg zu Geschenken mit weniger Verpackung gezeigt hast!

    - geschrieben von Tabea -


12 Kommentare zu Ansätze für umweltfreundlicheres Weihnachten

  1. Hallo Tabea!

    Finde ich ganz wunderbar, dass Du Dich zu einem eigenen Beitrage – der noch dazu sehr umfassend und äußerst anregend informativ geworden ist! – inspirieren konnte! Herzlichen Dank fürs Verlinken!

    Und ja, Du hast natürlich recht, Weihnachten kommt schneller als man denkt, vor allem, wenn man es gekonnt verdrängt 😉

    lg
    Maria

    • Danke für das Kompliment 🙂 (Und für die Inspiration zum Blogpost natürlich!)

      Ja… Verdrängen liegt mir wirklich… Daher dachte ich, es wäre nicht schlecht, den Post jetzt zu veröffentlichen. Vor allem, da mir schon die erste Weihnachtsdekoration​ in Vorgärten und nicht nur beim Aldi begegnet ist 😉

      Liebe Grüße

      • Hallo Tabea!

        Was echt? Das ist ja ein Hammer, also Anfang November ist echt hardcore.

        Übrigens – ich bin wieder zurück in der Bloggerwelt, die Pause ist zu Ende 🙂

        lg
        Maria

      • Ja… das habe ich auch gedacht. Ich meine – ich find zwar das Schnuckzeug, was es nur in der Weihnachtszeit zu kaufen gibt, auch im September schon lecker, aber mit der Deko kann man es auch übertreiben.
        Freut mich, dass du wieder da bist!

        Liebe Grüße

  2. nossy am

    Ich bin auch ein Fan von Wunschlisten. Ich mache gerne welche und ich schau mir auch andere gerne an, auch einfach um zu prüfen ob ich mit meinen Geschenkideen richtig liege.

    Früher wurde ich immer belächelt, wenn ich das Geschenkpapier ordentlich gefaltet habe um es wiederzuverwenden.

    Toll, dass du dir so viele Gedanken zur Nachhaltigkeit zu Weihnachten gemacht hast.

    Viele Grüße, nossy

    • Schön, dass du Wunschlisten zu schätzen weißt. Ich halte ja das ganze Jahr über die Ohren nach Wünschen offen und schreibe die mir auf – also quasi selbstgebastelte Wunschlisten für meine liebsten Menschen. Und die Wünsche teile ich dann gern auch mit Oma und Mama, damit die auch Sachen schenken, die die Person haben will 😉

      Danke für das Kompliment! Ich hätte dich nie bloß angeschaut fürs Geschenkpapierrecycling! Damit bin ich nämlich quasi aufgewachsen.

      Liebe Grüße

  3. Teresa am

    Was ich mache? 😀 keine tierischen Produkte konsumieren a.k.a. gaaaaaaaaaaanz viel Wasser und Strom sparen (damit könnte ich meine Lichterketten quasi das ganze Jahr durchbrennen lassen :D)
    Nein keine Angst, die lasse ich nur die kurze Zeit an, die ich auch in deder Küche beim Baul sitze (da nehm ich gerne einen im Topf, die kann man wieder verwenden im nächsten Jahr bei guter Pflege 🙂 )
    Insgesamt seh ich das wie beim Abnehmen, wichtig ist nicht was man von Weihnachten bis Neujahr isst, sondern was man zwischen Neujahr und Weihnachten ist. Beim Nachhaltigsein dann genauso: wichtig nicht was man während Weihnachten tut (natürlich auch) sondern was man den Rest des Jahres tut.
    Daher habe ich mir nun ein Jahresticket für die Bahn bestellt, damit ich garnicht mehr mit denn auto zur Arbeit fahre 🙂

    Die Geschenkideen finde ich übrigens sehr toll! Zeit und Dienste zu verschenken ist eine viel sinnvollere Idee als nutzloses Zeug!

    Liebe Grüße,

    Teresa

    • Die Einstellung, dass die Zeit zwischen den Weihnachtszeiten mehr zählt, finde ich ja schön 🙂 Aber ich denke, es fällt vielen Leuten leichter, sich mal ein paar Wochen zurückzunehmen, als dauerhaft ihr Leben so anzupassen, wie du es getan hast. Und deswegen wollte ich halt diesen Post hier schreiben…

      Ich muss langsam auch mal intensiver über Weihnachtsgeschenke nachdenken – das Zeug muss ja immer früh in die Post.
      Mal sehen, was mir so einfällt.

      Liebe Grüße

  4. Das mit den Lichterketten sehe ich ähnlich. Es sieht zwar wirklich wunderschön aus, aber die Lichter müssen wirklich nicht die ganze Nacht brennen. Ich persönlich habe nur im Haus zwei Lichterketten und die leuchten auch nur wenn ich im entsprechenden Zimmer bin…
    Das mit dem Plastik bleibt leider nach wie vor ein grosses Thema. Zum Glück wächst das Bewusstsein, aber es ist noch lange nicht so wie es sein sollte…
    Liebe Grüsse,
    Krisi

    • Gut, dass du die Lichterketten nur an machst, wenn du sie auch genießt. Wenn das jeder machen würde, wäre zumindest ein bisschen Energie gespart 😉

      Aber beim Plastik – man kann eben nur hoffen, dass es noch besser wird.

      Liebe Grüße

  5. Natalie am

    Hallo Tabea,
    ein schöner Artikel – nur leider ist er mir persönlich schon fast etwas zu „einfach“. Natürlich nennst du einige wichtige Dinge und natürlich gibt es viele Leute, die überhaupt mal anfangen sollten über die Umwelt nach zu denken, aber für die „Fortgeschrittenen“ ist dein Artikel eher weniger etwas. (Abgesehen natürlich von deinen tollen Ideen für Weihnachtsgeschenke!) Du hast hier Vorschläge die für mich sehr offensichtlich sind. Natürlich könnte man auf all das verzichten.

    Wie ich das mache?… Auf den Weihnachtsbaum verzichten! Zumindest auf einen echten! Ich habe uns vor einigen Jahren einen Tannenbaum aus Washitape und „Pappkugeln“ einfach an die Wand geklebt. Das war toll! Alles aus Resten, die danach sogar noch weiter verwendet wurden.
    Zu kaufen gibt es aber sicherlich auch einige schöne Exemplare. Die halten ja auch ewig. Als ich mit Danny zusammen kam hatte er bereits so ein Exemplar und das benutzen halt wir nach wie vor.

    Mit der Geschenkerei ist es so eine Sache. Wir Erwachsenen schenken uns nichts – wirklich gar nichts. Schon seit Jahren nicht. Nur die Kinder bekommen etwas zu Weihnachten und auch zu anderen Anlässen. Das wurde mir aber viel zu viel, zumal ich den Eindruck hatte, dass viele Dinge in der weiteren Verwandtschaft völlig lustlos und ohne Sinn und Verstand gekauft werden. Also habe ich auch das abgeschafft. Geschenke für jemanden aus der „weiteren Familie“ gibt es nicht mehr. Und alle waren damit einverstanden – denn mein Verdacht hatte sich bestätigt. Die Leute haben überhaupt keine Lust sich Gedanken über Geschenke zu machen. Komisch, denn ich selbst schenke so gern.
    Außerdem gibt es ein recht „spiel – und plastikzeugfreies“ Weihnachten. Wir haben einfach schon genug Kram. Da sehe ich es also wie du! Wenn die Leute fragen, was sich unsere Jungs wünschen, dann wünschen wir uns Gutscheine für Familienaktionen. Kino, Schwimmbad etc.

    Ansonsten ist es für mich tatsächlich wichtig im Alltag wenig Müll zu produzieren. So ist mein Badezimmer tatsächlich „müllfrei“, abgesehen von den Produkten, die ich noch aufbrauchen muss. In der Küche fällt mir dieser Schritt noch recht schwer und da muss ich mich noch etwas in das Thema einfuchsen. Aber durch den Besuch vom Wochenmarkt hat auch unser Müll eine starke Reduzierung erfahren! 🙂

    Außerdem wichtig: die Idee von weniger Müll unbedingt nach Außen tragen! So, wie du es ja hier schon gemacht hast.

    Ich könnte hier noch ewig mit dir über das Thema „reden“. Herrlich!
    Hoffe, dass du meine „Kritik“ nicht falsch verstanden hast. Aber ich persönlich bin einfach noch auf der Suche nach müllfreien Ideen, die nicht ganz so offensichtlich sind. 😉

    Ich schicke dir viele Grüße,
    Natalie

    • Hallo Natalie,

      Ich bin die wirklich dankbar für diese kritische Haltung zu meinem Artikel. Du hast natürlich recht, dass das hier größtenteils offensichtliche Kleinigkeiten sind… Ich wollte mit dem Post hauptsächlich darauf aufmerksam machen, dass man eben auch bei solchen großen Feiern versuchen kann, den Schaden zu begrenzen.
      Aber für Fortgeschrittene sind keine Tipps wohl wirklich nichts – das liegt einfach daran, dass ich selbst die Weisheit nicht mit Löffeln essen durfte 😉
      Vielleicht kannst du ja einen anknüpfenden Artikel schreiben? Das würde mich echt interessieren.

      Den Weihnachtsbaum hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm, weil ich gar nicht auf die Idee käme, einen zu kaufen. Und Zuhause gab es die letzten Jahre auch keinen, sondern ein, zwei Weihnachtskugeln, die in unsere Palme gehängt wurden 😉

      Ich glaube, dass mit den Geschenken hast du für seine Familie echt gut im Griff. Da bewundere ich dich… In meiner großen Verwandtschaft läuft das noch anders… Leider. Manchmal funktionieren Abmachungen wie „wir schenken nichts“ nicht und meine kleinen Cousinen wären sonst sicher auch enttäuscht.
      Und außerdem geht es mir ja etwas wie dir: Ich liebe es, jemandem mit einem Geschenk eine Freude zu machen.

      Aber befinden Punkt mit dem Alltag stimme ich zu. Das ist wichtiger, als sich auf ein Ereignis im Jahr zu versteifen… Nur verursacht der Einkauf bei mir auch ordentlich Müll, weil man in Kleinstädten eben nicht in verpackt einkaufen kann. Ich versuche, dass mit Ernten aus unseren Gärten (meine Töpfe, Mamas und Omas Gärten am Haus und der große Familiengarten außerhalb) zu begrenzen.

      Liebe Grüße


Natürlich freue ich mich über jedes einzelne Kommentar, da es mir viel bedeutet, wenn ihr euch Zeit für meinen Blogpost nehmt und sogar noch ein paar Zeilen an mich verfasst! Trotzdem wäre es nett, wenn ihr die Links zu eurer eigenen Website oder eurem Blog NUR in dem dafür vorgesehenen Feld eintragt, statt sie auch noch in eurem Kommentar einzufügen. Solche Links aus Kommentaren entferne ich sonst nachträglich sowieso - und das macht nur Arbeit. Außerdem erhältst du eine Benachrichtigung per Mail, wenn jemand (meistens ich) auf dein Kommentar antwortet. Wenn du damit nicht einverstanden bist, kommentiere bitte einfach nicht.

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