Monatsrückblick – November und Dezember

Hallo ihr Lieben.

Ende, aus, vorbei. Das war es mit 2017 – wir steuern gerade mit Vollgas auf 2018 zu. Gruselig… Ich hätte jetzt doch ganz gerne so einen Not-Aus-Schalter für das Voranschreiten der Zeit, denn mir geht das alles zu schnell. Na, wer entwickelt so einen Schalter für mich?

Aber bevor ich nun weiter davon träumte, die Zeit anhalten zu können, erzähle ich euch gerne, was im November und Dezember bei mir los war.

Der NaNaWriMo
, also der National Novel Writing Month, der liebevolle auch mal als nationaler Tippfehlermonat bezeichnet wurde, begann pünktlich am 1.11.
Und pünktlich zu diesem Tag aß ich so viel Schokolade, dass mir sehr schlecht wurde und ich kaum schreiben konnte. Trotzdem lief das Projekt “50.000 Wörter in 30 Tagen” dann am Ende doch nicht schlecht, nachzulesen im Post über den NaNoWriMo. (P. S.: Schokolade gab es seitdem ohne Ende – Waage sagt +20 kg)

Selbstprotrait

Meine Oma besuchte ich am 2.11. per Bahn. Ich wollte für den Roman ein bisschen was über ihre Schulzeit erfahren und somit machten wir einen schönen Spaziergang. Mein Opa erzählt anschließend bei Kaffee und Lebkuchen auch noch aus seiner Zeit als Lehrer – und als krönenden Abschluss bekam ich von meiner Schwester eines der besten Komplimente überhaupt:

Du siehst glücklich aus.
- Kira, als ich sie am 2.11. traf

Meine Freundinnen Sarah und Carla sah ich nur einen Tag später. Sie kamen nach Frankenberg, wie stürmten ein Eiscafe und die Zeit verflog bei interessanten Gesprächen wie im Flug.

Einen Spaziergang mit Malte konnte ich auch endlich wieder unterbringen – dafür reiste ich dann am 4.11. wieder mit der Bahn nach Korbach. War eine schöne Unterhaltung – nur wissen wir beide nicht, in welchem Dateiformat man Kreativität versendet. Er wünschte sich nämlich, dass ich ein bisschen abgebe – hätte ich ja gemacht, wenn ich wüsste, wie es geht.

Adena und ich

Reitstunden konnte ich ab November endlich wieder nehmen, nachdem ich wegen der Hochschule im Oktober mehrfach aussetzen musste.
Adena hat die erste Stunde auch gleich genutzt, um erst den sterbenden Schwan zu spielen und mich dann mit viel Action abzuwerfen. Mein armer Rücken wollte dann ein paar Tage Pause, aber was Schlimmes war es nicht. Die Wochen danach liefen dafür umso besser. Doof nur, dass ich wegen einer Gehirnerschütterung zwei Wochen ausgeschaltet war.

Am Martinstag gab es eine Listenparty in meiner Wohnung. Das heißt, Lea, Sarah und Leanna reisten an und wir schreiben gemeinsam diverse Listen, lachten und genossen die Zeit. Inzwischen habe ich sogar Dank Lea ein eigenes Listenbuch, nur um Listen reinzuschreiben.

Meine Mama habe ich übrigens auch mal besucht. Den Computer entrümpelt, die Ziegen einfangen geholfen, der Drucker kaputt gemacht. Er ging jedenfalls danach nicht mehr und erst mein Onkel konnte den Papierstau aufdecken. Aber Mama war nicht böse, wir haben uns eine Woche später bei Oma wiedergesehen und sie hat mir auch den alten Fernseher als zweiten Bildschirm überlassen, sodass nun viiiiele Fenster gleichzeitig am Laptop geöffnet werden können.

Kalender basteln

Mein Onkel war am letzten Wochenende im November vor Ort, also bei meiner Oma. Keine Frage, dass ich in den Zug sprang und zum gemeinschaftlichen Torte mampfen erschien, oder? Der Nachmittag mit Oma und Opa , Onkel, Mama und Kira war wundervoll!

Im Reitstall versuchte ich, so oft es ging, beim Füttern zu helfen. Das tut mir einfach so gut und ich muss gestehen, dass ich mich nirgends so wohl fühle, wie zwischen den ganzen Pferden.
Die Weihnachtsfeier am 1.12. war auch wundervoll. Und Plätzchen gab es Heilig Abend auch noch. Und dann dieses Sofakissen, dass mir die Stallbesitzerin schenkte – Leute, ich muss ein Sofa dafür kaufen, so schön ist es!

Mein Studium nervte manchmal. Entweder 10 – 12 Stunden Vorlesungen am Stück oder ganz frei. Nur selten gab es waas dazwischen. Von manchen Dozenten fühlte ich mich nach und nach immer mehr gemobbt, die erste Klausur war eine Achterbahnfahrt von chaotischem Rechnen und schreiben.
Eine Werkssesichtigung bei VW stand außerdem auch an, Ende November.
Und ein Dozent verwunderte mich dann mit einem persönlichen Gespräch doch…

Krankenhaus

Der Verdacht auf eine Gehirnblutung hat mein Leben Ende November total in Stücke gehauen. Am Ende war es “nur” eine Gehirnerschütterung vom Sturz, der bereits drei Wochen zurücklag. Trotzdem habe ich beschlossen, dass Adena gehen muss. Seitdem wartete sie darauf, dass jemand sie kaufen möchte… Weil meine Mutter, meine Schwester und meine Oma mehr Angst um mich haben, als ich okay finden kann. Ihr wollt nicht wissen, wie es sich anfühlt, ein Pferd aufzugeben…
Und ich wollte sowieso nicht aufgeben – also löschte ich Weihnachten die Anzeige, auf die sich niemand gemeldet hatte. Mein Weihnachtsgeschenk an uns beide. Und die Begründung für diesen Schritt:

Wenn dieses Pferd mich umbringt, bin ich wenigstens glücklich gestorben.

Also: Tut mir leid, Leute, ihr müsst euch weiter sorgen.

Meine Mama hat Geburtstag gefeiert… Ich war da. Aber glaubt bloß nicht, dass es eine aufwändige Feier gab. Wir haben es auf unsere Art gemacht: Zusammen was bei ihrer Arbeit abgeholt, Pizza gemacht, geredet und gelacht. Vier Stunden, Mama und Kindchen glücklich. Lieber kurze Besuche als gezwungene Feiern. Sie war danach noch mit Kuchen bei meiner Oma, ich pünktlich zum Füttern im Stall.

So einen schönen Geburtstag hatte ich lange nicht mehr.
- Mama

Den Weihnachtsmarkt in Marburg habe ich am 17.12. besucht. Nicht allein, sondern mit Carla und Sarah. Perfekte Begleitung. Eine “Stadtführung” gab Carla uns gratis und vielleicht auch aus Versehen. Ich warnte Sarah, dass ihr von Crêpe mit Nutella schlecht wird, sie warnte mich vor irgendwas Frittiertem, was ich probieren wollte. Aber frittiertes Zeug macht Bauchschmerzen… Also: Wir sind ein Dreamteam.
Generell war es super. Und sie haben mich nicht mal zu Glühwein überreden wollen, was mir sehr viel bedeutet.

Weihnachtsgänse gab es bei mir dieses Jahr auch, allerdings weder lebend noch fertig zubereitet. Weil sich Stiefvater und Mama über Hilfe gefreut haben.

Weihnachtskarten

Weihnachten selbst war chaotisch, spontan und genial. Morgens wagte ich einen Ausritt nach dem Motto: “Wenn ich runterfalle, habe ich zwei Wochen, um mich zu erholen.” (Alles ging ohne Sturz über die Bühne!)
Als ich zu meinem Stiefvater fuhr, vergaß ich Handy und Schlüssel in meiner Wohnung. Witzig war es bei ihm – anschließend schaute ich mit meiner Mutter einen Film.
Am 1. Feiertag stellte ich dann fest, dass ich nicht an den Ersatzschlüssel komme, weil die Nachbarn weggefahren sind. Das Pferd wurde besucht, das Fahrrad fuhr mich zurück zu Mama. “Zwangsurlaub”, bis ich wieder einen Schlüssel haben.
Am 2. Feiertag kam ich dann wieder in meine Wohnung, musste aber Nachmittags noch zum Torte essen zu meine Oma. Und so kam es, dass ich an Weihnachten 4 Mal mit der Bahn gefahren bin und nun alle Zugführer auf der Strecke kenne (und sie mich auch).

Eine Weihnachtsfeier mit meinen Freunden musste aber auch noch sein – am 28.12. saßen also einige Menschen in meiner Wohnung auf dem Boden und tranken Tee. Wirklich, es war total nett! Und am Ende gab es dann High- und Downlights des Jahres, wobei es mir schwerfiel, ein herausragend schlechtes Ereignis zu finden. Das Highlight ist natürlich Adena!

Adena

Adena hat auch Besuch bekommen – das Mädchen, dass sie eingeritten hat, ist zu uns nach Frankenberg gekommen, hat sie noch mal geritten und mir verraten, dass sie Ausritte noch nie mochte, aber dafür total gerne springt. Also muss ich nun springen lernen, um mein Pony glücklich zu machen. 😉

Tja – und jetzt kommt nur noch Silvester. Ohne Party, weil mich mal wieder niemand eingeladen hat. 😉 Also, ich werde heut’ Abend wahrscheinlich schreiben, bis ich keine Lust mehr habe. Und ich glaube, ich will das Feuerwerk nicht sehen – nach all den Kommentaren unter dem Post gegen Feuerwerke, ist mir selbst die Lust am Ansehen vergangen.
Also: Frohes Neues Jahr!

Weihnachtsmarkt

Linktipps

Auch, wenn das Leben auf und ab ging, habe ich ab und zu ein bisschen im Netz gestöbert und bin so auf einige interessante Beiträge gestoßen, die ich euch nicht vorenthalten möchte:

Zug

Dezember auf Habutschu – Highlights von 2013 bis 2016

2016
2015
2014
  • Schneckenforschung – Die Ergebnisse von unzähligen Spaziergängen, auf denen wir immer wieder Schnecken beobachtet haben.
2013

- geschrieben von Tabea -


8 Gedanken zu „Monatsrückblick – November und Dezember“

  1. Oh man, jetzt bin ich hin- und hergerissen zwischen Sorge um deine Gesundheit und ein paar Tränchen im Augenwinkel, weil du das so lieb geschrieben hast – “Mein Weihnachtsgeschenk an uns beide.”

    Wieso ich das bei Instagram mit der Bodenarbeit fragte – ich war an Weihnachten bei einer Freundin, die mit ihrem Haflinger viel Longenarbeit macht und auch kleine Kunststücke wie Verbeugen etc. trainiert. Das war irre zu sehen, wie sehr die beiden aufeinander eingespielt sind, wie der Hafi sie immer wieder aufmerksam anguckt – “So? War das richtig? Ja?” – auf Handzeichen zu ihr kommt, ihr in der Bahn frei hinterherläuft und so weiter. Da musste ich an dich und Adena denken.
    Wenn du magst, frag ich sie mal nach Buchtipps?

    Liebe Grüße
    Anne

    1. Ich kann dich gut verstehen – meine Mutter, meine Schwester und meine Oma sind von meiner Entscheidung für Adena auch nicht so begeistert. Aber ich hab schon genug Ponys abgegeben, weil irgendwas nicht passte; dieses Mal wird gekämpft!

      Bodenarbeit habe ich früher viel mit unseren Ponys gemacht; bei Adena etwas weniger. Also an der Longe geht sie regelmäßig und Vorderhandwendungen und sowas habe ich z. B. auch erst vom Boden aus geübt, bevor ich es von oben probiert habe. Letztens haben wir mit einem Regenschirm gespielt 😉

      Ich habe hier sogar ein Buch zur Bodenarbeit liegen und ein weiteres als Leitfaden für Zirkuslektionen – mir fehlt nur irgendwie die Lust, es umzusetzen, weil ich so gerne reite.

      Liebe Grüße und danke, dass du an uns gedacht hast!

  2. Oha, da scheinst du ja echt Glück im Unglück gehabt zu haben. Aber ich verstehe vollkommen, dass du dein Pony doch behalten willst. Vor allem für sie ist es doch ein tolles Geschenk! Nicht jeder kümmert sich so gerne und gut um Problempferde. Da ich selbst reite und gefühlte 10.000 Mal runter gefallen bin und derzeit ebenfalls eine recht gefährliche Sportart betreibe, bei der wir des öfteren mal den Krankenwagen rufen, bin ich da relativ “schmerzfrei” (also damit meine ich nicht körperliche Schmerzen sondern eher so “ja passiert halt”). Wir sagen uns immer, man kann genauso gut beim Radfahren vom Wind in den Graben gestoßen werden, von einem blöden Autofahrer angerempelt werden oder einfach mal nur blöd stolpern. Unfälle können so unerwartet überall passieren. Ich glaube selbst Fußballer haben regelmäßig Verletzungen. Klar könnte man unnötige Risiken vermeiden und ich verstehe jeden, der sich Sorgen um eine geliebte Person macht! Absolut! Aber wenn man etwas liebt und dir scheint dein Pony, der Stall und alles drum herum so gut zu tun, dass es ja vielleicht sogar die Risiken wieder gut macht 🙂 (viel frische Luft und Freude am Leben sind ja die beste Prävention für die Gesundheit!)

    Ich wünsche dir, deiner Familie und Adena einen guten Übergang ins neue Jahr 🙂

    Grüße,

    Teresa

    1. Vielleicht wäre sie ja gar kein Problempferd, wenn ich besser reiten könnte? Aber ich arbeite dran. 😉

      Also ich lebe eigentlich auch nach dem Motto: Wenn ich falle, dann falle ich eben und muss wieder aufsteigen. Aber es ist halt doch was anderes, ob nun fällt und niemand was dafür kann (beispielsweise, weil sie das Tier erschreckt) oder ob man fällt, weil das Tier einen böswillig abwirft. Aber ich kann eben auch nicht gut böse sein und jetzt bleibt sie eben und wir versuchen das mit dem Springen jetzt, damit sie mehr Spaß am Reiten hat.

      Liebe Grüße

  3. Deine Entscheidung Adena zu behalten kann ich sehr, sehr gut nach vollziehen. Für etwas, das man liebt, geht man gerne Risiken ein. Vielleicht gibt es aber noch andere Dinge oder Möglichkeiten, die die Gefahr für dich etwas minimieren? K.A. ich kenne mich mit Pferden ja nicht aus. Aber wenn die Menschen die dich lieben, ständig Angst um dich haben ist das auch nicht so ideal. Vielleicht kannst du ihnen die Angst irgendwie nehmen, oder noch mehr zeigen wie wichtig dir das ist? Damit sie zumindest ein besseres Verständnis bekommen können?

    Abgesehen davon, hast du zwei wundervolle Monate gehabt. Viele Menschen gesehen und einiges erlebt. Und wenn am Ende des Jahres die Ups die Downs bei weitem überbieten, dann war es ein großartiges Jahr!

    Ich wünsche dir einen ruhigen und tollen Start ins Jahr 2018.
    nossy

    1. Also sie wissen, wie viel das Pferd mir bedeutet. Ich könnte eine Schutzweste anziehen, die sorgt dafür, dass dem Rücken weniger passieren kann. Aber das Ding engt mich so sehr ein, dass mir das Reiten damit keinen Spaß macht – deswegen ziehe ich sowas nicht an.

      Ich wünsche dir auch ein frohes neues Jahr!

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