Montag, 13. November 2017

Raus – auch bei Novembergrau! (Blogparade)

Guten Tag!

Na, heute schon nach draußen geschaut und dabei zufällig nichts als Grau gesehen? Wolkenverhangener Himmel, möglicherweise als Gratiszugabe Regen und kalter Wind?

Wundern würde es mich zumindest nicht, wenn das Wetter bei euch derart unfreundlich ist, denn im November ist das ja normal.
Doof nur, dass man sich nicht die nächsten 4 – 5 Monate einfach Zuhause einschließen kann, sodass man von dem elendigen „Novembergrau“, dass sich gern auch noch über die nächsten Monate ausdehnt, nichts mitbekommt.

Denn wir müssen ja trotzdem an die Arbeit und zum Einkaufen, stimmt’s? Und dann wäre da noch die Sache mit der Gesundheit… Raus gehen ist wichtig. Und genau aus diesem Grund hat Gesa die Blogparade „Draußen trotz Novembergrau“ ins Leben gerufen. Eigentlich geht es hierbei darum, Tipps zu geben, was man bei diesem Wetter draußen mit seinen Kindern machen kann. Ich habe aber mal nachgefragt und dann netterweise die Erlaubnis erhalten, auch ohne eigene Kinder an der Blogparade teilnehmen zu dürfen. Daher erzähle ich euch heute, was mich bei Regen, Kälte und Wind trotzdem nach draußen treibt. Mit 19 Jahren bin ich ja außerdem fast selbst noch Kind. 😉

Draußen trotz Novembergrau

Meine Motivation

  • Depressionsvorbeugung.

    Habt ihr schon mal gehört, dass im Winter viel mehr Leute depressiv verstimmt sind, weil sie zu wenig Tageslicht abbekommen? (Kann man z. B. bei Portal gesund nachlesen)
    Ich fürchte, ich bin auch anfällig für sowas. In den Jahren, in denen ich nach der Schule direkt am Laptop landete und dort bis zur Schlafenszeit blieb, war ich über Winter nämlich oft viel trauriger und antriebsloser als über Sommer. Seit ich jedoch auch im Winter täglich vor die Tür gehe, ist das Problem größtenteils verschwunden.
    Und allein dieses Wissen reicht daher manchmal, um mich selbst in den Arsch zu treten und nach Draußen zu gehen.

  • Sport gegen den Stress.

    Momentan läuft das Semester wieder. Das bedeutet, dass ich öfter mal unter Stress leide, weil ich ständig in der Hochschule sitze und in meiner Freizeit lernen und Hausaufgaben machen muss.
    Herausgefunden habe ich aber, dass es mir verdammt gut tut, Sport zu machen und dabei mal kurz all die Aufgaben zu vergessen. Effektiv scheint gerade das Joggen zu sein, weil ich mich da auf einer kurzen Runde gut auspowern kann, wenn ich einfach etwas schneller laufe. Homeworkouts sind einfach nichts für mich, weil die entweder zu langweilig und nicht anstrengend genug sind oder man sehr viel hüpfen muss, was meine Knie nicht vertragen.

  • Das Pony.

    April 2017: Tabea kauft Pony. November 2017: Pony ist noch da und will auch bei dem grausamsten Wetter besucht werden.
    Da ich mein Tier liebe, radele ich also sogar bei Regen, Wind und Kälte zum Stall. Dort wird geputzt und dann geht es meist zwar nur in die Halle, aber selbst die ist mehr „draußen“ als ein Wohnzimmer, da natürlich nicht geheizt ist.
    Und selbst wenn die Halle und der kühle Stall als Innenraum zählen, die Anfahrt habe ich ja an der frischen Luft gemeistert.

  • Der Umweltgedanke.

    Mit dem Auto in Frankenberg zum Einkaufen oder zur Schule oder gar zum Pony fahren? Kommt gar nicht in Frage, solange es keinen triftigen Grund (Kauf von sperrigen Gegenständen) gibt.
    Ich will das Klima so gut es geht schonen und auch meinem Geldbeutel tut es ganz gut, dass ich mich weigere, das Auto zu nehmen, wenn die Streckenlänge noch unter 20 Minuten mit dem Fahrrad liegt.
    Deswegen muss ich dann aber eben auch im Winter ständig raus, denn Schule habe ich mindestens 3 Mal pro Woche und verhungern will ich auch nicht.

Draußen trotz Novembergrau

  • Das Gefühl, rein zu kommen.

    Wenn man so richtig durchgefroren wieder seine Wohnung betritt, dann tut das gut, oder? Die Wärme fühlt sich gleich noch angenehmer an und man kann sie so richtig genießen, weil man draußen gespürt hat, dass sie keine Selbstverständlichkeit ist.
    Außerdem kann man stolz auf sich sein, weil man den Schweinehund mit einem Schal erstickt hat und sich dabei die tägliche Dosis frische Luft verpasst hat. Allein schon dieses Erfolgsgefühl ist das Leiden in der Kälte meiner Meinung nach Wert.

  • Die Gesundheit.

    Ich hasse es, krank zu sein. Mein Immunsystem war früher auch nicht gerade das beste und somit hatte ich jeden Herbst genau zwei Erkältungen und dann noch mindestens eine weitere im Frühjahr oder Winter. Uaaarg. Nee, danke.
    Seit ich jedoch täglich auch bei Mistwetter mein Haus für ungefähr eine Stunde insgesamt (Minimum!) verlasse, kann ich bestätigen, was Forscher predigen: Das Immunsystem profitiert von der Abhärtung.
    Ich brauche zwar dann auch ohne Erkältung viele Taschentücher, aber nur, weil meine Schleimhäute draußen viel besser durchfeuchtet werden und somit alle Krankheitserreger meine Nase gleich wieder verlassen. Die Kälte aktiviert diesen Mechanismus zumindest nämlich gefühlt.
    Fazit: Eine Stunde Draußenzeit sorgt dafür, dass ich höchstens eine leichte Erkältung in den kalten Monaten durchstehen muss.

Für mich reichen diese Gründe aus, um täglich die Füße vor die Tür zu setzen, auch am Sonntag. Vor allem das Pony zwingt mich quasi aus dem Haus, weil ich es so sehr liebe. Denn wenn es um die reine Versorgung mit frischem Stroh, Heu, Kraftfutter und Wasser geht, dann bräuchte ich nicht zum Hof fahren – es wohnt in Vollpension bei Leuten, die Ahnung von der Tierhaltung haben und sehr gewissenhaft alle Pferde im Stall versorgen.

Draußen trotz Novembergrau

Doch was draußen mit Kindern anstellen?

Ein bisschen will ich aber nun doch zum eigentlichen Thema der Blogparade schreiben. Denn Gesa wollte ja wissen, wie sie sich denn die Zeit vertreiben soll, wenn das Kind raus will. Frierend in der Ecke zu stehen oder auf einer Bank zu sitzen, während der Nachwuchs im Sand buddelt, ist nämlich erstens langweilig und zweitens kühlt man da auch zu sehr aus.

Meine Ideen wären also folgende:

  • Einkaufen zu Fuß.

    Klar, den Wocheneinkauf kann man nicht gut für eine ganze Familie zu Fuß erledigen, aber wie wäre es, wenn ihr morgens mit eurem Kind Brötchen für das Frühstück von Bäcker holt? Viele kleinere Orte haben ja zum Glück selbst heutzutage noch einen kleinen Bäcker… Und in Städten stehen diese Läden doch eh für jeden in relativ kurzer Zeit erreichbar an jeder dritten Ecke.

    Aber auch nachmittags kann man mit dem Kind gut zum Bäcker gehen und dort ein paar süße Teilchen besorgen, die es anschließend bei Kaffee, Cappuccino oder warmem Kakao gibt.
    Wenn ihr einen Supermarkt oder sowas Ähnliches in der Nähe habt, könnt ihr beim Großeinkauf auch einfach mal das Schmuckzeug „vergessen“ und dann mit dem Kind in den Laden spazieren und gemeinsam das leckerste Zeug auswählen. Oder ihr kauft das Gemüse öfter mal frisch und lasst das Kind wählen, was zum Mittagessen auf den Tisch soll. Dann ist die Chance auch größer, dass selbst das Gemüse gern gegessen wird. 😉

  • Selbst wieder Kind werden. Eurer Kind friert draußen auch bei Novemberwetter nicht, weil es beschäftigt ist und sich bewegt. Wenn ihr also einfach mitmacht, ist euch auch weniger kalt und langweilig.

    Wie wäre es mit kleinen Wettrennen? Aber seht ja zu, dass das Kind sowohl verliert als auch gewinnt – man muss schließlich lernen, mit Niederlagen umzugehen und trotzdem nicht den Spaß zu verlieren. Erfolgserlebnisse sind aber in der Entwicklung auch wichtig – habe ich am eigenen Leib gespürt.

    Ihr könntet auch diese Hüpfkästchen mit Kreide auf die Straße malen… Oder wie wäre es mit einer Runde „Fangen“ spielen?

  • Spaziergänge. Ab und zu kann man das Kind vielleicht auch zu einem kleinen Spaziergang motivieren. Dabei müsst ihr zwar vielleicht etwas langsamer laufen und ab und zu Pausen machen, um etwas zu bestaunen, aber das ist immer noch besser als still neben dem Sandkasten zu stehen.

    Um das Ganze interessanter zu gestalten, könnte man mit einem kleineren Kind üben, Pflanzen und Tiere zu erkennen. Das hat meine Mama mit mir früher im Tierpark gemacht und seitdem kann ich problemlos Buchen, Eichen, Birken und Erlen und sowas voneinander unterscheiden.

    Wenn das Kind nicht mehr ganz so klein ist, bietet sich auch ein Mini-Fotowettbewerb an. Da heute jedes Smartphone eine Kamera hat, sollte es kein Problem sein, dass jeder von euch was zum Fotografieren in der Hand hat, denn die meisten Familien besitzen ja auch noch ausrangierte Smartphones oder eine Digitalkamera. Also knipst ihr mit eurem Kind alles, was bildwürdig erscheint und Zuhause schaut ihr gemeinsam die Bilder an und wählt den Sieger. (Vielleicht muss der Verlierer ja dann beim Abendessen den Tisch abräumen?)

  • Telefonieren oder fotografieren. Wenn euner Kind alt genug ist, um nicht mehr eure volle Aufmerksamkeit zu brauchen, könnt ihr euch auch einfach selbst von der Kälte ablenken. Macht doch ein paar schöne Fotos von Kind und Umgebung oder ruft bei alten Freunden und Bekannten an. Beim Telefonieren kann man übrigens gut im Kreis um den Spielplatz gehen, um warm zu bleiben. 😉

Tja, das waren meine Ideen. Hoffentlich hilft das der ein oder anderen Mama… Wichtig ist wohl, dass man warme Sachen trägt, Taschentücher dabei hat und sich von Wetter ablenkt. Und denkt dran: Lieber nur kurz raus als gar nicht!

Und sobald ihr oder das Kind friert, sollte es nach Drinnen gehen. Ihr könnt ja einfach mehrmals am Tag kurz raus, wenn euch die Draußenzeit nicht gereicht hat.

Und, geht ihr auch im Winter raus? Was macht ihr dann an der frischen Luft?


Dieser Blogpost ist ein Beitrag zur Blogparade „Draußenzeit trotz Novembergrau“ von Gesa. Bis zum 15.11.2017 könnt ihr selbst noch an der Aktion teilnehmen.

Falls du meine bisherigen Beiträge zu anderen Blogparaden lesen möchtest, schau doch in mein Blogparaden-Archiv. Und außerdem habe ich auch Tipps für dich auf Lager, wenn du wissen möchtest, wo du interessante Blogparaden aufspüren kannst oder wie du selbst welche startest.

- geschrieben von Tabea -


5 Kommentare zu Raus – auch bei Novembergrau! (Blogparade)

  1. Gesa am

    Vielen lieben Dank, Tabea! Da sind richtig tolle Ideen bei! V. a. die Idee, Kleinigkeiten frisch und zu Fuß einzukaufen, finde ich gut. Da wir sehr ländlich leben, bin ich dann schon fast eine Stunde unterwegs!
    Danke für deinen Beitrag! Ich freue mich, dass du auch noch extra ein paar Kindertipps zugefügt hast 😉
    Liebe Grüße,
    Gesa

    • Schön, dass dir der Beitrag zu deiner Blogparade gefallen hat.
      Gerade in ländlicheren Regionen kann ein Einkauf zu Fuß echt Zeit kosten. Zum Aldi laufe ich im Moment auch 35 Minuten pro Strecke, aber auf dem Weg dahin komme ich zum Glück bei anderen Läden vorbei. 🙂

      Liebe Grüße

  2. nossy am

    Ich muss schon allein wegen dem Hund bei Wind und Wetter raus. Da hilft keine Ausrede, auch krank sein nicht. 😉

    Lieben Gruß, nossy

  3. Daumen rauf für die Disziplin, oft mit dem Fahrrad zu fahren! Ich erreiche meinen Arbeitsplatz zurzeit wesentlich besser mit dem Rad als mit allen anderen Verkehrsmitteln (okay, außer Auto, aber ich habe praktischerweise keins), daher fahre ich mindestens 2x die Woche jeweils 2x eine Viertelstunde. An den anderen Tagen dann entweder zur Uni oder zum Probenraum – wieder draußen gewesen.

    Deine Erfahrungen bezüglich der Abhärtung kann ich auch bestätigen. Ich hatte zwar im Herbst eine kurze stärkere Erkältung, aber da kam zur Kälte noch Schlafmangel dazu, das war gar nicht gut. Überhaupt ist Schlaf eine gute Idee in der dunklen Jahreshälfte, man bleibt fit und es ist auch bei Dunkelheit weniger deprimierend, früh schlafen zu gehen. Daher versuche ich zurzeit, mich zu motivieren, seltener lange auf zu bleiben.


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