Montag, 11. September 2017

Bundestagswahl 2017: Warum kleine Parteien wählen?

Hallo ihr Lieben!

Am 24. September ist es soweit, dass ich zum allerersten Mal wählen gehen darf.
Ja, richtig gelesen: Ich darf. Ich muss das nicht tun, aber es gibt einige gute Gründe dafür, dass jeder, der dazu berechtigt ist, auch eine Stimme abgeben sollte.

Nachdem das Thema Wahlen im Politikunterricht in der Schule nicht gerade kurz abgehandelt wurde, möchte ich daher auch euch, meinen Lesern, kurz erläutern, wie ich diesen Wahlen gegenüberstehe. Irgendwie ist Politik ja am Ende doch etwas, was enormen Einfluss auf unser Leben hat.

Die Aufgabe einer Wahl

Okay, wir fangen kurz mit den Grundlagen an. Ich habe zwar nicht Politik studiert, aber im Groben und Ganzen kann ich ja mal kurz erläutern, was Wahlen sind und welche Folgen das Kreuz auf dem Stimmzettel hat.

Grundsätzlich wird mit der Wahl nämlich festgelegt, welche Leute in den Bundestag einziehen und dort dann für vier Jahre gemeinsam mit den anderen Abgeordneten folgende Aufgaben übernehmen:

  • Gesetzgebung
  • Regierung kontrollieren
  • Über den Bundeshaushalt entscheiden
  • Über Bundswehreinsätze entscheiden
  • Kanzler wählen

Da Deutschland eine Demokratie ist, dürfen die Bürger wählen, welche Leute sie im Bundestag haben wollen. So wird sichergestellt, dass im Bundestag Leute sitzen, die die Interessen der Bürger vertreten.

Bundestagswahl 2017: Kleine Parteien wählen

Nun hat jeder wahlberechtigte Bürger genau zwei Stimmen. Die erste nutzt er dazu, um einen Kandidaten aus seinem Wahlkreis zu wählen. Der Kandidat mit den meisten Stimmen aus einem Wahlkreis kommt dann in den Bundestag… Die anderen Kandidaten haben von ihren erhaltenen Erststimmen nichts.

Die Zweitstimme bestimmt dann, wie viele Sitze die Parteien insgesamt bekommen. Also sollte man hier die Partei wählen, die am ehesten die Ziele hat, die man gut findet.
Allerdings gibt es da noch die Sache mit der 5 Prozent Hürde… Denn wenn eine Partei weniger als fünf Prozent aller Zweitstimmen erhält, dann bekommt sie keine Sitze im Bundestag, es sei denn, mindestens drei Kandidaten, die in dieser Partei sind, wurden mit der ersten Stimme zum Sieger in ihrem Wahlkreis gewählt. Ihr seht also, das ist alles ein wenig kompliziert.

Warum man wählen sollte

Es liegt auf der Hand, dass das Abgeben einer Stimme hauptsächlich dazu dient, zu bestimmen, welche Partei wie viele Abgeordnete im Bundestag hat. Dadurch, dass Gesetze zum Beispiel nur umgesetzt werden können, wenn eine Mehrheit für diese stimmt, ist es also für jede Partei erstrebenswert, so viele Abgeordnete wie möglich zu erhalten. Dadurch kann sie nämlich eher ihre Ziele umsetzen.
Mit eurer Stimme unterstützt ihr also die Partei bei der Umsetzung ihrer Ziele, sodass die Ziele der Partei logischerweise sich mit euren eigenen decken sollten. Denn nur so drückt ihr mit der Stimme auch aus, wie ihr zu den aktuellen politischen Themen steht.

Mein Problem bei der Wahl

Jedoch kann es furchtbar schwer sein, sich für eine Partei zu entscheiden. Jede Partei hat ja deutlich mehr als ein einziges Ziel, da es eben so viele Bereiche gibt, mit denen sich die Politik beschäftigen muss. Da ist die Wahrscheinlichkeit also verschwindend gering, dass man mit einer Partei in allen Punkten die gleiche Ansicht vertritt.

Bundestagswahl 2017: Kleine Parteien wählen

Richtig schwer wird es vor allem dann, wenn man wie ich bei brisanten Themen öfter mal die unpopuläre Meinung vertritt. Erinnert ihr euch noch daran, als der Mindestlohn das Wahlkampfthema schlechthin war (2013)? Damals gab es nicht eine Partei, die meine Positionen zu dieser Frage und den übrigen Themen vereinen konnte.
Ich war nämlich gegen Fracking, gegen den Mindestlohn und für den Umweltschutz…

Auch dieses Jahr stellt sich also wieder die Frage, welche Partei auch nur annähernd meine Meinung vertritt…

Zudem macht so eine Wahl natürlich echt Arbeit… Nicht nur für die Parteien!
Klar, man muss zum Wahllokal gehen und kurz seine beiden Kreuze setzen, aber das meine ich nicht.
Ich meine die Zeit, die man investieren muss, um herauszufinden, für was welche Partei steht. Die Zeit, in der man sich über die brisanten Fragen der aktuellen Politik informiert, um zu entscheiden, welche Richtung man mit seiner Stimme unterstützen möchte.

Das Internet bietet einem dabei sicher eine gute Hilfe… Aber dennoch dauert es schon lange, sich über die Wahlprogramme der größeren Parteien, die auch eine Chance haben, nicht an der 5 Prozent Hürde zu scheitern, zu informieren. Wenn man bei der letzten Partei angelangt ist, hat man sicher schon fast den Überblick verloren, was die vorherigen Parteien erreichen möchten.
Auch spezielle Angebote wie den Wahlomat gibt es. Den durfte ich in meiner Schulzeit mal ausprobieren für den Unterricht, aber seitdem bin ich von diesem Ding nicht mehr uneingeschränkt überzeugt. Es gewichtet die Themen einfach anders, als ich das tun würde und ordnete meine Ansichten daher bei Parteien ein, die ich nie wählen würde.

Bundestagswahl 2017: Kleine Parteien wählen

Tja, und wenn man nun nicht gerade CDU oder SPD wählen will, dann ist ja oft auch noch die Frage offen, ob die Partei ausreichend viele Stimmen erreichen wird. Denn wenn sie das nicht tut, dann hat man seine Stimme doch gefühlt verschwendet und unterstützt damit ohne es zu wollen am ehesten die größte Partei, da alle abgegebenen Stimmen natürlich mehr zählen, wenn eure für die Mandatsberechnung nicht mehr zählt.

Also: Wähle ich das, was mich wirklich überzeugt, auch, wenn die Partei eh nicht in den Bundestag einzieht? Oder will ich lieber einen Kompromiss wählen, der wenigstens etwas Einfluss ausüben kann auf die Politik der kommenden vier Jahre?

All diese Problemfragen ergeben sich also für mich…

Warum es Sinn macht, auch Parteien zu wählen, die nicht in den Bundestag einziehen

Durch eure Wahlbeteiligung zeigt ihr, dass ihr Demokratie wichtig findet.

Dadurch, dass ihr eine Partei wählt, sieht man, welche Interessen ihr habt. Wenn ihr euren Stimmzettel ungültig macht, ist das nicht der Fall, denn dann zeigt ihr nur, dass euch kein Wahlprogramme ansprechen konnte oder ihr euch nicht informiert habt / kein Interesse an Politik habt. Ihr zeigt also bestenfalls, dass ihr die aktuelle Politik nicht gut findet, wenn ihr ungültig wählt – aber das könnt ihr auch, indem ihr eine kleine Partei wählt. Nur die Wahl einer kleinen Partei gibt mehr Aufschluss über eure Meinung.

Die Partei wird gestärkt, da sie eine Vergütung für jede erhaltene Stimme erhält, sofern wenigstens 0,5 Prozent aller Stimmen für sie abgegeben werden – vielleicht kann sie mit dem Geld sich selbst im nächsten Wahlkampf eher durchsetzen oder zwischendurch kleine Ziele verwirklichen?

Bundestagswahl 2017: Kleine Parteien wählen

Und zu guter Letzt: Wenn alle Menschen mutig genug wären, wirklich die Partei mit dem am ehesten den eigenen Vorstellungen entsprechendem Programm zu wählen, dann würden vielleicht auch kleine und neue Parteien öfter mal im Bundestag landen und die großen, etablierten Parteien müssten zittern. Nur, weil „eure“ Partei bisher noch nie fünf Prozent erreicht hat, heißt das ja nicht, dass sie es nicht dieses Jahr Dank euch schaffen könnte, oder?

Ich finde, das alles sind gute Gründe, wählen zu gehen, selbst wenn man mit dem Programm der großen Parteien nicht auf einen Nenner kommt.
Bis vor Kurzem war mir nämlich noch gar nicht klar, dass es viel besser ist, kleine Parteien zu wählen statt den Stimmzettel ungültig werden zu lassen.

Fazit

Also, meine lieben Leute, ich hoffe, ihr geht alle zur Wahl. Ich hoffe, ihr nutzt eure Möglichkeiten, um euch vorab zu informieren und eine Partei zu finden, die eure Ansichten vertritt. Und falls das nicht der Fall ist, dann hoffe ich, dass ihr wenigstens ungültig wählt, um zu zeigen, dass euch die aktuelle Politik gegen den Strich geht!

Ich jedenfalls freue mich, erstmalig wählen zu dürfen, und bin daher in die Unweiten der Wahlprogramme abgetaucht – und werde meine in Erfahrung gebrachten Informationen auch gerne in den kommenden Tagen hier in einem Wahl-Special mit euch teilen.

Und, wie sieht es aus? Dürft ihr wählen gehen? Werdet ihr es tun und wisst ihr schon, wo einer Kreuz landet?


Dieser Post ist der Auftakt einer Beitragsreihe von Nicole und mir zu den Bundestagswahlen 2017 in Deutschland.

Von mir werdet ihr daher im Laufe der Woche das Programm der Grünen und Linken vorgestellt bekommen und könnt ein Interview mit einem Vorsitzenden einer kleinen Partei, der Tierschutzpartei, lesen. Auch die Grünen habe ich spontan noch interviewt.
Nicole schreibt darüber, warum es so wichtig ist, sich an den Wahlen zu beteiligen und geht auf die Programme der SPD, der CDU und der FDP ein.

Noch mehr Blogposts über die Thematik „Bundestagswahlen 2017“ gibt es bei #BloggerfuerBTW.

Und falls du dein Wissen über die Demokratie auffrischen willst, empfehle ich dir den Post zum Tag der Demokratie von Hans.

Auch Elena macht sich Gedanken über die Wahlen und teilt ihre Antworten zu #ichgehwaehlenchallenge2017 mit uns. Lesenswert – und über die Fragen der Challenge sollte jeder mal kurz nachdenken.


Quellen

Bundestagswahl 2017: ParteienübersichtStand 2.9.2017
Mnementh: Warum man kleine Parteien wählen sollStand 2.9.2017
Bundestag.de, Stand 2.9.2017
Heft einfach POLITIK: Bundestagswahl 2017 der Bundeszentrale für politische Bildung

- geschrieben von Tabea -


23 Kommentare zu Bundestagswahl 2017: Warum kleine Parteien wählen?

  1. Nochmal für alle: ungültig wählen bringt nichts, weil alle Ungültigen in einen Topf geworfen werden. Das heißt, niemand merkt, ob du ungültig wähltest, weil nichts dabei ist oder weil du deine Brille vergessen hast und dein Kreuz keiner Partei zuzuordnen ist.
    Davon ab: wen willst du mit „F*ckt das System“ erreichen? Wer soll sich von deiner ungültigen Stimme angesprochen fühlen?
    Ich finde auch, es ist am sinnvollsten, wählen zu gehen UND die Partei zu wählen, die am besten passt. Wenn ganz, ganz viele Menschen, die sagen „Die …partei ist sehr cool, aber scheitert an der 5%-Hürde“, diese einfach wählen, kann sie tatsächlich in den Bundestag einziehen. Aber wenn alle faule Kompromisse machen, werden deren Interessen eben nicht vertreten.

    • Da hast du jetzt aber echt noch mal klar gemacht, dass ungültig wählen nicht sinnvoll ist. Und ein einfaches „Die Situation ist scheiße“ hat eben noch nie geholfen – Kritik muss immer mindestens nennen, was das Problem ist. Also wenn die großen Parteien kein ansprechendes Wahlprogramm bieten, dann äußert man seine Kritik doch wohl am besten, indem man einfach eine andere Partei wählt.
      Ich finde, dass ungültige Stimmen nur deswegen noch besser sind als nicht zu wählen, weil man damit deutlich macht, dass man grundsätzlich für demokratische Wahlen ist.

      Also: hoffen wir zwei Mal gemeinsam, dass weniger Menschen nur die Parteien wählen, bei denen sie Chancen auf den Bundestagseinzug sehen, damit endlich wirklich die Leute was zu sagen bekommen, die wirklich die Interessen der Bürger vertreten.

      Liebe Grüße

      • Okay, sorry, vielleicht war das sehr ungnädig von mir. Aber es kommt halt immer wieder der Gedanke, dass man auch ungültig wählen könnte. Und immer wieder muss man (ich) sagen, dass das eher nichts bringt.

      • Ja, da hast du wohl recht… Wirklich bringen tut das nichts, aber leider wissen das immer noch nicht genügend Leute.
        Mir wurde das in der Schule auch nicht klar vermittelt.

        Liebe Grüße

  2. Malte am

    Hi, schöner Post. 😉

    Hab dir ja schon erläutert, was ich wieso wählen werde. Aber auf die Idee kleine Parteien zu wählen wäre ich nicht gekommen, weil ich nicht mal die Zeit habe mich über die großen zu informieren, deshalb lasse ich die kleinen außen vor. Das wird mir sonst zu kompliziert, ich gehe dann mit der SPD lieber nen Kompromiss ein, als tagelang Zeit zu verschwenden. Für mich gibt es einfach wichtigeres Abends als die Wahl. Wenn ich unter der Woche gegen 22 Uhr manchmal erst nach Hause komme, hab ich halt auch einfach keine Lust mehr und gehe lieber schlafen.

    Liebe Grüße.

    • Also ich muss ja erst mal sagen, dass ich es schade finde, dass du einfach einen Kompromiss wählst, weil du wieder Zeit noch Lust hast, dich über die anderen Parteien zu informieren. Trotzdem kann ich dich gut verstehen – wenn es den Blog nicht geben würde, dann hätte ich mich auch deutlich weniger informiert. Und selbst mit Blog habe ich mir natürlich nicht alle Parteien angesehen, sondern nur die großen und eine Hand voller weiterer, die mir interessant erscheinen.
      Aber weißt du was? Egal, wo dein Kreuz landet – ich finde es super, dass du wählen gehst. Denn irgendwie geht Politik uns alle was an und Wahlen sind unsere einzige Möglichkeit, da zu zeigen, was wir denken.

      Liebe Grüße

  3. Liebe Tabea,
    vielen Dank für deinen Artikel und dass du dir so viel Gedanken über das Thema machst.
    Gerade bei Erstwählern ist es wichtig, diese zu erreichen, weil die – nunja – das erste Mal wählen.
    Ich finde es wirklich toll, dass du das machst und möchte dir ausdrücklich sagen, dass ich dir dankbar bin.
    Liebe Grüße
    Mario

    • Ich finde auch, dass das ein sehr wichtiges Thema ist. Und gerade Blogs sprechen ja auch ein jüngeres Publikum an und sind daher optimal.
      Es wählen eh schon verhältnismäßig viel zu viele ältere Menschen im Verhältnis zu den jungen – allein wegen unserer Altersstruktur. Da muss man die jungen Menschen doch ermutigen, zur Wahl zu gehen!

      Liebe Grüße

  4. Rainer am

    Als Naturfreund wähle ich eine Partei, die gegen erneuerbare Energien ist. Ich will nicht, dass die Landschaft mit Windrädern, Solarparks und Wasserkraftwerken verschandelt wird. Außerdem müssen die Fachkräfte nicht zur Arbeit kommen, sondern die Arbeit zu den Fachkräften. Daher mehr Verlagerung der Arbeit in das Ausland. Das schont ebenfalls unsere Natur. In Deutschland sollte der Mensch und nicht das Kapital und die Versklavung im Mittelpunkt stehen. Deutschland muss der Garten Eden werden.

    Im Grunde kann mal wohl alle Parteien mehr oder weniger in einen Topf werfen. Selbst ein Brexit (BRD-Exit) und ein Mauer um die BRD würde es wohl nicht viel besser machen. Die Maloche für das Kapital wird wohl weiter gehen. Diese gilt es zu bekämpfen. Aber leider taugen dazu die Linksextremisten auch nicht wirklich.

    • Malte am

      Rainer. Naja, ich sehe das nicht so, wie du, bin ein ausgesprochener Naturfreund, aber mich stören die Windräder in unserer Nachbarschaft kein bisschen und die Biogasanlagen auch nicht.

      Meine Frage ist eher wenn du alles verlagern willst, womit sollen wir als Land unser Geld verdienen, um international zu bestehen, wir können uns nicht nur darauf konzentrieren nur die deutsche Landschaft zu schützen, sondern wir müssen global denken. Dem Smock und der Strahlung sind imaginäre Grenzen egal.

      Zweitens um ehrlich zu sein gehe ich sehr gerne in die Fabrik und arbeite, ich empfinde es nicht als Knechterrei oder Versklavung für mich sprichst du nicht mit deiner Aussage. Hinter der, wie ich vermute nur extremistische Desinformation steckt, egal aus welchem Lager.

      Liebe Grüße.

      • Rainer am

        „extremistische Desinformation“

        Bei euch Bloggern lernt man immer wirklich interessanten Neusprech. Musst du mal bei Gelegentlich in einem eigenem Bloggingaritkel erklären was du damit meinst.

        Gruß und Happy Blogging

        Rainer

      • Hallo Rainer – ich weiß ja nicht, ob Malte wirklich Lust hat, das näher auszuführen. Aber falls doch Malte, darfst du hier gern einen Gastartikel schreiben 😉
        Und interessante Wörter lernt man nicht nur von Bloggern, sondern mindestens genauso häufig von den Kommentar-Schreibern 😉

        Lieber Grüße

    • Mh, das ist ein ungewöhnlicher Ansatz. Mir ist es doch irgendwie wichtiger, die Umwelt nicht durch den Klimawandel total zu zerstören, als dass alles besser aussieht, weil es weniger Windräder gibt. Aber das ist wohl alles Ansichtssache und jeder darf wählen, was er für richtig hält.

      Was ich aber gerne wüsste, ist, welche Maßnahmen deiner Meinung nach den Fokus auf den Mensch und nicht das Kapital legen würden.

      Liebe Grüße

  5. Sehr guter Artikel !
    ich finde es auch wichtig zur Wahl zu gehen denn dieses Recht auf Demokratie hat längst nicht jeder. Und es ist so unendlich wertvoll!
    Ich habe meine Stimme schon abgegeben per Briefwahl.
    Und auch mal kleine Parteien wählen kann durchaus Sinn machen wenn man hinter den Gedanken steht. Nur so wird unsere Politik bunter. Wenn es immer nur CDU und SPD gibt… ist das auch traurig.

    • Danke für das Kompliment!

      Dass du gewählt hast, ist echt super. Aber ich bin doch ganz froh, dass ich ohne Briefwahl noch etwas mehr Zeit habe, um mich zu informieren und zu entscheiden 😉

      Aber was CDU und gerade die SPD angeht, sind die Prognosen ja echt nicht mehr so berauschend 😉 Die verlieren auch nach und nach ihre Wähler…

      Liebe Grüße

  6. nossy am

    Wahlen finde ich sehr wichtig. Wählen ist die Säule der Demokratie. Ungültig wählen bringt allerdings nichts, da stimme ich Mario zu, dass wäre nur verschwendete Zeit. ^^

    Welche Partei ich wähle, entscheide ich oft sehr kurzfristig, manchmal sogar erst in der Wahlkabine. Viele Parteien haben ein ähnliches Wahlprogramm, alle Punkte zu realisieren würde dann aber doch keine Partei schaffen …

    Lieben Gruß
    nossy

    • Dann sind wir uns ja bezüglich der Wichtigkeit von Wahlen einig.
      Ich bin im Moment auch noch unentschlossen… Und leider ist es ja wirklich so, dass man nie weiß, welche Punkte umgesetzt werden – vor allem, da das ja auch von den Koalitionen beeinflusst wird.

      Liebe Grüße

  7. Servus Tabea,
    Deinen HInweis, lieber eine Partei zu wählen, die für einen mehr darstellt als das geringste Übel halte ich für wichtig. Nur so können sich Einzelansichten bündeln und einen hilfreichen pluralistischen Beitrag leisten. Und wie sonst sollen denn gesellschaftliche Entwicklungen ihren Anfang nehmen?
    Viele Grüße, Dieter

    • Das hast du schön gesagt – Veränderung kann es nur geben, wenn man auch mal von dem abweicht, was sich in den letzten Jahren durchgesetzt hat. Und das heißt eben, dass man kleine Parteien wählen sollte, wenn die Programme der großen nicht zu den eigenen Ansichten passen.
      Also: Auf das dieses Jahr ganz viele Leute wählen gehen – und zwar genau die Partei, die wirklich ihre Interessen vertreten.

      Liebe Grüße

  8. Hans am

    Hallo Tabea,

    wichtig ist es, überhaupt zu wählen. Wer möglicherweise gegen die großen protestieren will, kann eine kleine Partei wählen, wenn die vertretbare Ansichten und ein vernünftiges Programm hat und sie aller Wahrscheinlichkeit nach an der 5%Hürde scheitert. So kommt die Stimme ins Ergebnis und die Prozente, was bei ungültigen Stimmen nicht so ist. Die gelten als nicht abgegeben.

    b.t.w. Ich habe auch schon gewählt.
    HG Hans

    • Sowas liest man doch gerne!

      Ich freue mich nämlich über jeden, der sich an den Wahlen beteiligt, auch wenn es ganz schön aufwändig sein kann, sich zu informieren, um sich für eine Partei zu entscheiden.

      Ich bin mir gerade noch nicht so sicher, wo ich mein Kreuz machen möchte – ich weiß nur, dass ich eins machen werde!

      Liebe Grüße

  9. Charlie am

    Ich glaube, ich schreibe das aktuell unter jeden Post über die Wahl (die ich sinnloserweise übrigens alle erst nach der Wahl lese :D), aber ich finde es gut und wichtig, wieviel Blogger aktuell das Thema ansprechen und dazu aufrufen, das eigene Wahlrecht zu nutzen.

    Darf ich fragen, warum du gegen den Mindestlohn warst? An sich finde ich eine Regelung, die Menschen ein Mindestmaß an Lohn für eine Stunde Arbeit zugesteht, nämlich sehr sinnvoll. Nur wird er leider nicht konsequent durchgesetzt und es gibt natürlich noch zig andere Probleme auf dem Arbeitsmarkt.

    Du hast recht, dass mit dem Wählen – zumindest, wenn man es überlegt tun will, eine Menge Arbeit einhergeht. Und ich finde es oft auch schade, dass ich gerade mal so die Zeit finde, mich grob mit den Wahlprogrammen der Parteien auseinanderzusetzen, die ziemlich sicher die 5%-Hürde schaffen. Vielleicht gäbe es ja auch eine kleinere, die viel eher meine Interessen vertreten würde?
    An sich ist es bei mir jedenfalls auch sehr schwierig zu gucken, wie meine Prioritäten sind und welche Partei da das Beste vereint. Ich muss sagen, dieses Jahr war für mich vor allem ausschlaggebend, wie sich Parteien bisher in Koalitionen verhalten haben und auch welche Koalitionen sie von vornherein ausgeschlossen haben. Eine Partei hätte ich zB gerne gewählt, sie hat aber die einzig sinnvolle und mögliche Koalition von Anfang an ausgeschlossen bzw die Koalitionsverhandlungen wären an Interessenskonflilten gescheitert, sodass ich dann lieber eine gewählt habe, die mehr Chancen hatte, in eine reinzukommen. Wobei, ja, ich weiß, eine starke Opposition ist auch wichtig. Ich hab auch den Kandidaten besagter Partei dafür mit Ersstimme gewählt :D. Im Grunde habe ich dieses Jahr also den Kompromiss gewählt, bin aber mit der Partei, die ich letztendlich gewählt hab, absolut zufrieden. Es war eh ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

    Das Argument, dass, wenn sich mehr Menschen trauen würden, abseits der „etablierten“ Parteien zu wählen, auch andere Parteien in den Bundestag kommen könnten, finde ich wichtig. Das haben – was man jetzt inhaltlich von den Parteien auch halten mag – die Piraten und die AfD gezeigt (auch wenn die Piraten wieder weg vom Fenster sind).

    Liebe Grüße
    Charlie

    • Schade, dass du erst jetzt zum Lesen dieser Posts kommst, aber auch nach der Wahl ist es ja gut, zu wissen, welche Ziele die Parteien im Bundestag verfolgen. Und die Gründe für das Wählen und sowas kann man sich ja für die nächste Gelegenheit merken 😉 Also ich finde es super, dass du dich auch jetzt noch mit sowas beschäftigst.

      Also das mit dem Mindestlohn kann ich schlecht erklären. Das liegt ein bisschen daran, dass ich Jobs kenne, bei denen es einfach nicht möglich ist, einen guten Stundenlohn zu zahlen, weil die Kunden dann die Dienstleistung nicht mehr in Anspruch nehmen könnten und ihren Betrieb aufgeben müssten. Dadurch würden dann die Arbeitsplätze von Dienstleister und deren Kunden wegfallen…
      Und ich denke eben, dass schlechte bezahlte Arbeit, die man gern macht, besser ist als keine.

      Ich habe halt das Gefühl, dass gerade kleine Unternehmen mit wenig Gewinn stärker durch solche Vorschriften belastet werden als größere Konzerne.

      Über Koalitionen habe ich mir ehrlich gesagt keine Gedanken gemacht. Ich war zu sehr damit beschäftigt, eine Partei zu finden, hinter deren Programm ich stehe. Und außerdem interessiere ich mich erst relativ kurze Zeit für Politik, sodass ich das Verhalten in bisherigen Koalitionen nicht so wirklich einschätzen kann.
      Ob die von mir gewählte Partei dann reagiert oder vielleicht sogar nicht mal im Parlament sitzt, war mir am Ende dann echt egal – ich wollte einfach nur etwas unterstützen, was ich gut finde.

      Manchmal finde ich es ja schade, dass es nur so selten „neue“ Parteien in den Bundestag schaffen. Aber eigentlich ist es vielleicht auch gut, denn wenn ganz viele Parteien nur knapp über 5 Prozent hätten, würde es mit Koalitionen immer schwerer werden.

      Viele Grüße


Natürlich freue ich mich über jedes einzelne Kommentar, da es mir viel bedeutet, wenn ihr euch Zeit für meinen Blogpost nehmt und sogar noch ein paar Zeilen an mich verfasst! Trotzdem wäre es nett, wenn ihr die Links zu eurer eigenen Website oder eurem Blog NUR in dem dafür vorgesehenen Feld eintragt, statt sie auch noch in eurem Kommentar einzufügen. Solche Links aus Kommentaren entferne ich sonst nachträglich sowieso - und das macht nur Arbeit. Außerdem erhältst du eine Benachrichtigung per Mail, wenn jemand (meistens ich) auf dein Kommentar antwortet. Wenn du damit nicht einverstanden bist, kommentiere bitte einfach nicht.

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