Kampf der Buchgenres - Histrische Romane

Gastpost: Kampf der Buchgenres – Historische Romane

Kampf der Buchgenres

Täbby hat ja bereits mehrere Beiträge zur Blogparade von Jana und Nicole veröffentlicht. Im August sind jetzt historische Romane dran, und ich habe sie gebeten, den Beitrag dazu schreiben zu dürfen, da mich dieses Genre irgendwie interessiert.

Was mag ich an historischen Romanen?

Ich denke, ich finde es einfach spannend, das Schicksal einzelner Personen in Geschichten sozusagen mitzuerleben. Und die meisten historischen Romane, die ich bisher gelesen habe, sind so aufgebaut, dass sie die Personen ihr ganzes Leben lang begleiten. So lernt man die Personen sehr gut kennen, ihre Entwicklung, ihren Charakter. Das finde ich grundsätzlich total spannend. In historischen Romanen lernt man nebenbei eine vergangene Zeit kennen. Nicht so distanziert und wissenschaftlich wie im Geschichtsunterricht, sondern man kann sich wirklich vorstellen, wie es für die Menschen gewesen sein muss. Für mich persönlich bedeutet das auch, dass ich erst richtig zu schätzen weiß, wie froh ich sein kann, in dieser Zeit und in diesen Verhältnissen zu leben.

Welche historischen Romane haben mir bisher besonders gut gefallen?

Ich verbinde mit dem Genre zunächst irgendwie immer Bücher, die im Mittelalter spielen. Irgendwie liebe ich Geschichten aus dieser Zeit.

Kampf der Buchgenres - Histrische Romane

Der erste Autor, der mir bei historischen Romanen einfällt, ist Ken Follett. Von ihm habe ich bisher „Die Säulen der Erde“ gelesen, sowie die Fortsetzung „Die Tore der Welt“ auf Englisch, also „World without end“.

In „Die Säulen der Erde“ geht es um den Ort Kingsbridge, wie er langsam wächst, und um den Bau einer riesigen Kathedrale dort. Besonders gut hat mir gefallen, dass der Roman aus wechselnden Perspektiven erzählt wird und man so die Sicht armer und reicher, alter und junger, „guter“ und „böser“, geistlicher und adliger Menschen einnimmt. Ich liebe einfach die Charaktere. Die Fortsetzung „Die Tore der Welt“ spielt am gleichen Ort, jedoch einige Zeit später, sodass die Menschen andere sind.

Die Romane sind sehr lang, und es läuft nicht alles auf ein Ereignis hinaus, sondern man begleitet immer wieder Höhen und Tiefen im Leben der Menschen, häufig ändert sich plötzlich alles.

[zitat]Ein mitreißendes Szenarium aus Geschichte, Architektur, Liebe, Grausamkeit und Menschlichkeit“[/zitat]

Dieser Satz auf dem Buchrücken fasst den Inhalt ganz gut zusammen. 🙂

Kampf der Buchgenres - Histrische Romane

Ein weiterer historischer Roman, der im Mittelalter spielt und den ich gelesen habe ist „Der Medicus“ von Noah Gordon. Hier geht es vor allem um Medizin, man begleitet Rob, der vom Gehilfen eines Baders zum großartigen Arzt wird. Ich bin doch froh, dass die Medizin heute um einiges weiter ist…

Ich habe auch die Fortsetzung „Der Schamane“ begonnen zu lesen, muss jedoch gestehen, dass ich irgendwie erst mal aufgehört habe, um andere Bücher zu lesen. Ich gebe dafür einfach mal der Schule die Schuld, und danach ist das Buch bei mir irgendwie in Vergessenheit geraten. Schade eigentlich, denn schlecht fand ich es nicht…

„Der Schamane“ spielt wiederum nicht mehr im Mittelalter, sondern im neunzehnten Jahrhundert in Amerika, der „neuen Welt“. Wieder geht es um Medizin, die jedoch schon um einiges weiter ist als im ersten Band…

Interessant finde ich auch Romane, die zur Zeit des Nationalsozialismus bzw. des zweiten Weltkriegs spielen. Besonders gefesselt hat mich „Die Bücherdiebin“ von Markus Zusak. Wie bei „Der Joker“ handelt es sich auch hier um ein wirklich besonderes Buch. Beispielsweise gibt es Kapitel, die aus der Sicht vom Tod erzählt werden…

Kampf der Buchgenres - Histrische Romane

Passend zu den olympischen Spielen, die jetzt ja leider vorbei sind, habe ich „Als der Himmel uns gehörte“ von Charlotte Roth gelesen, was gewissermaßen zur Hälfte ein historischer Roman ist. Thema des Romans ist Olympia, es geht abwechselnd um die Spiele 1932 in Los Angeles/ Berlin 1936 und London 2012. Gleichzeitig geht es aber auch sehr viel um den Nationalsozialismus, die Gesellschaft damals und heute, die Rolle des Sports und die Möglichkeiten der Medien. Durch die Zeitsprünge kann man die Zeiten gut vergleichen, sodass ich das Buch irgendwie durchaus als historischen Roman bezeichnen würde, obwohl die Handlung teilweise in der Gegenwart spielt.

Ich habe das Buch mal geschenkt bekommen und lange nicht gelesen, da es nicht wirklich interessant auf mich wirkte. Doch sowohl Schreibstil als auch Handlung fesselten mich, und auch hier wechselt die Erzählperspektive zwischen verschiedenen Personen, was ich irgendwie immer mag 😉

Ich denke, diesem Roman gelingt es, einfach jeden für Olympia zu begeistern, auch die, die es nicht erwarten.

Welche historischen Romane möchte ich noch lesen?

Zunächst sollte ich mal „Der Schamane“ beenden…

Dann interessieren mich weitere Bücher von Ken Follett, von denen mein Vater praktischer Weise einige im Regal stehen hat. Außerdem würde ich gern „Die Wanderhure“ von Iny Lorentz lesen, wovon ich bereits den Film gesehen habe.

Weitere Romane fallen mir gerade nicht ein, aber ich bin gespannt, ob ihr noch Empfehlungen habt!

Mein Fazit zum Genre

Zunächst fand ich, wie das sicherlich vielen, die nicht so die Geschichtsinteressierten sind, geht, historische Romane eher abschreckend. Eigentlich habe ich mich nur durch Empfehlungen meines Vaters, der viel aus diesem Genre liest, schließlich dazu durchgerungen, „Die Säulen der Erde“ und „Der Medicus“ zu lesen – und war begeistert! Einfach weil es nicht, wie ich erwartet hatte, trocken und öde war, sondern mich die Menschen total fasziniert haben. Und es irgendwie dann doch mal spannend war, in eine andere, vergangene Welt einzutauchen. Ich kann euch also nur empfehlen, euch doch mal dran zu wagen, falls ihr bis jetzt eher skeptisch wart 😉

Übrigens fand ich auch die Verfilmungen der Bücher, die ich vorgestellt habe, nicht schlecht, auch wenn sie natürlich einiges weglassen müssen. „Die Säulen der Erde“ und „Die Tore der Welt“ sind jeweils vier DVDs, und irgendwie fehlt trotzdem noch vieles…
Ich überlege, auch das Musical zu „Der Medicus“ in Fulda anzuschauen. Kennt das bereits jemand? Könnt ihr es mir empfehlen?

Interessieren euch historische Romane? Welche habt ihr bereits gelesen?


Dieser Artikel ist ein Beitrag zum Projekt “Kampf der Buchgenres” von Jana und Nicole. Noch bis zum 14. September stehen hier Historische Romane im Vordergrund, danach wird über ein neues Genre gebloggt.

[sarah]

vor 3 Jahren

6 Kommentare

  1. Ich antworte jetzt gerade hier 🙂 Ja, es gibt so viele gute Übungen am Schlangentrainer für die Rückenmuskulatur bzw trainierst du hier auch bei Rumpfübungen die Rückenmuskulatur bei vielen Übungen automatisch mit:)

  2. Das freut mich, dass du bei unserer Aktion mitmgemacht hast :). Ken Follett ist mir in dem Bereich natürlich auch schon begegnet, gelesen habe ich aber noch keines seiner Bücher, dafür aber die Filme gesehen und die fand ich ziemlich gut. Vielleicht wage ich mich mal an den einen oder anderen Roman von ihm, die hören sich immer spannend an. Bei der Wanderhure war ich auch begeistert von den Filmen, die Bücher habe ich auch hier noch nicht gelesen und beim Medicus steht der Film bei mir noch aus.

    Unbedingt lesen möchte ich aber “Die Bücherdiebin”, da habe ich einfach sehr viel gutes gehört und ich finde es sehr interessant, dass das ganze auch Sicht des Todes geschrieben wurde. Abseits davon werde ich im Herbst mit der Outlander Saga loslegen, da hatte mich die Serie ja sehr begeistert, sodass ich mir das erste Buch mitgenommen habe, da ja aber der zweite Staffel auch Abweichungen vorhanden sein sollen und ich möchte hier auch einfach die Buchgeschichte kennen.

    Empfehlungen habe ich leider noch keine, da ich outlander ja noch nicht gelesen habe, aber bisher habe ich nur positives von den Büchern gehört. Vielleicht sagen sie dir ja auch zu. Spielt ja auch in den Zeiten, die du interessant findest.

    Danke auch an Tabea für ihren lieben Kommentar.
    Dankeschön :). Ja genau, finde ich hier auch nicht verkehrt, da kommen dann einfach verschiedene Geschmäcker zusammen und das ist einfach sehr positiv. Ich hoffe natürlich, deiner Schwester gefällt der Blog.

  3. Dass man das Leben in der Vergangenheit kennen lernt, ist auch einer der Punkte, die ich an historischen Romanen am meisten liebe 🙂 Der Alltag und die Gefühle der Menschen kommen im Unterricht einfach immer zu kurz…

    Das Mittelalter ist übrigens neben dem Nationalsozialismus auch meine liebste Handlungszeit für Romane.

    Die Säulen der Erde wollte ich mir ja schon ewig mal von dir ausleihen… und jetzt hast du mich erst recht neugierig gemacht 😉

    Stellen aus der Sicht des Todes klingen aber auch spannend. Sowas habe ich in Büchern noch nie gesehen…

    Na, dann mal ein hoch auf deinen Vater! Der scheint ja einen guten Buchgeschmack zu haben 😉

    Liebe Grüße

  4. Einen sehr schönen Beitrag zu unserer Aktion, liebe Sarah und vielen Dank für die Büchertipps 🙂
    Die Wanderhure habe ich bisher auch nur gesehen, aber mich würden jetzt eher die Follett-Bücher interessieren 🙂

    An Tabea:
    Ja Seen und Berge sind einfach solche Highlights, die eine Landschaft erst interessant machen!
    Die Emaillösung ist schon gut und bei dir weiß ich ja auch, dass du meinen Blog regelmäßig besuchst 🙂 Finde es aber einfach auch generell schade, dass viele nur auf ihrem Blog kommentieren und den anderen Blog gar nicht besuchen bzw. deren Beitrag zu kommentieren.

    Da hast du Recht! Da sollte man sich schon auf denjenigen einlassen, wie das Geburtstagskind das gerne hätte 😉 Muss halt auch kommuniziert werden 🙂

    Gell die Schokokekse sehen so genial aus xD Und sind sogar vegan 😛

    1. Wenn die Blogger den Blog des Kommentierenden nie besuchen, finde ich das auch sehr blöd. Daher antworte ich zwar mit dieser E-Mail-Lösung, aber besuche dann den Blog der Person und versuche, dort einen Kommentar zu einem aktuellen Post zu hinterlassen… aber wenn ich halt gar nichts finde, wozu ich was sagen kann, dann lasse ich es auch mal.

      Vielleicht sollte ich das meiner Familie mal ganz deutlich sagen… meist rechne ich nur nicht damit, dass sie mir noch zusätzlich ein Buch schenken, weil ich mir schon was Größeres gewünscht habe.

      Lecker ist immer ein gutes Argument für Kekse, aber vegan ist für mich irgendwie kein richtiges Argument. Ich unterstütze gern die Landwirte, da ich viele nette Kuhbauern kenne. Da versuche ich dann, die Milch direkt von dort oder wenigstens Bio aus dem Supermarkt zu holen – damit auch was vom Geld ankommt.
      Und Eier von unseren glücklichen Hühnern kann ich auch besten Gewissens essen und verbacken 😉

      Liebe Grüße

      Liebe Grüße

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