Urlaub mal ein bisschen anders

Hallo ihr Lieben!

Gestern Abend bin ich schon wieder aus einem Urlaub zurück gekommen. Nachdem ich meiner Mutter ausführlich berichtet hatte, was wir alles erlebt haben, wollte ich auch gleich einen Blogpost tippen.
Nur wurde dieser leider langweilig, sodass ich nach der Hälfte keine Lust mehr hatte und lieber was anderes gemacht habe.

Abends lag ich dann im Bett und habe noch etwas nachgedacht. Der Urlaub verdient einen Blogpost, aber keinen doofen Reisebericht.

Dieser Urlaub war mir nämlich wirklich wichtig. Es handelt sich hierbei um eine Fahrradtour zu meinem Onkel, der in Xanten wohnt.
Ich weiß gar nicht mehr genau, wann ich auf die Idee kam, eine Fahrradtour über mehrere Tage zu machen. Ich kann nur noch sagen, dass es schon eine Weile her ist.

Eigentlich war das Ganze erst für dann geplant, wenn ich 18 bin, weil ich nicht gedacht hätte, dass meine Eltern das so lustig finden.

Als ich aber kurz vor Ostern mal beim Kaffee trinken erwähnte, dass ich sowas gerne mal machen möchte, da war meine Mutter von der Idee begeistert und meine Schwester hat beschlossen, dass sie mit möchte.

In der nächsten Zeit stellte sich heraus, dass auch mein Bruder gerne mitkommen möchte und Jan auch mitfahren würde. Das fand ich dann ganz gut, weil ich keine Ahnung von Fahrrädern habe und nicht mal einen platten Schlauch austauschen könnte.

Im Juni und Juli gab es also ein paar Fahrradtouren zum Edersee – zu Trainingszwecken. Bei meinem Bruder zweifelte ich noch, ob er wirklich durchhalten würde.

Unterkunften habe ich auch schon vor einer Weile gesucht. Damit standen dann allerdings auch die Streckenlängen schon annähernd fest.

Gut, ich hatte nicht eingeplant, dass mein Knie den Geist aufgeben will und ich daher die letzten vier Wochen vor der Fahrradtour an Fahrrad fahren nicht denken konnte. Ich hatte auch keinen Regen eingeplant und daher keine Regenhose oder Ähnliches. Schön, dass es trocken und sonnig blieb.

Abgesehen von den Bergen am Anfang war das Fahren selbst auch gar nicht so anstrengend, wie ich gedacht hätte.
Spätestens am zweiten Tag kam uns der Fahrradsattel allerdings furchtbar unbequem vor. Auch so ein Rucksack wiegt ganz schön viel, wenn man gerade die Wasserflaschen für den Tag aufgefüllt hat. Das habe ich wohl etwas unterschätzt.

Abends am Ziel anzukommen war das Allerbeste an diesem Urlaub. Es ist ein schönes Gefühl, wenn man weiß, dass man mehr als 50 Kilometer überlebt hat. Duschen sind Gold wert und essen gehen macht ja zur Ausnahme auch mal Spaß.

Eigentlich mag ich das nämlich gar nicht, aber an den drei Abenden hatte ich da wirklich meinen Spaß dran. Der Abend im türkischen Restaurant war wohl der schönste, aber die Pizza in Gahlen hat auch wirklich lecker geschmeckt.

Nach ca. 240 Kilometern in einem Zeitraum von 72 Stunden war es dann echt schön, bei meinem Onkel anzukommen. Die letzten 13km auf dem Radweg haben sich fast wie eine Zielgerade angefühlt.

Den restlichen Tag haben wir zwar nur noch gefaulenzt und leckeres Essen vernichtet, aber nett war es trotzdem.

Gestern haben wir uns dann in den Zug gesetzt und sind wieder nach Hause gefahren. Ich hatte nämlich keine Lust, den Rückweg noch zu fahren. Nach 4 Tagen reicht es dann doch und ich war auch nicht mehr zu Höchstleistungen im Stande.

Fotos von der Reise gibt es nur wenige. Ich hatte nicht das Bedürfnis, für Fotos anzuhalten. In den Pausen gab es höchstens ein Handybild für meine Mutter, dass dann per Whatsapp verschickt wurde. So konnte sie immer sehen, wer wie kaputt aussieht.

Ich stelle also fest: Man kann so eine Fahrradtour machen, zur Not auch mit kaputtem Knie und Schmerzmitteln. Anschließend kann man froh sein, dass man das gemacht hat.

Aber knackende Schrottfahrräder nerven. Also so richtig. Deswegen habe ich lieber versucht, Abstand zu meinem Bruder zu halten. Mich wundert nach wie vor, dass das Fahrrad die Strecke überlebt hat.

Außerdem freue ich mich, dass ich die Menschen, die mich so lange am Stück ertragen mussten, immer noch gerne mag. Bleibt nur zu hoffen, dass die das ähnlich sehen.

Habt ihr auch schon mal sowas ähnliches gemacht?


P.S.: Falls ihr wissen wollt, wie ich an die Planung solcher Touren mit dem Fahrrad rangehe, dann schaut doch mal bei meinem Post vom 24.3.2017 rein, indem ich erkläre, worauf man achten sollte und wie der grobe Ablauf der Planung aussehen kann. Und meine Empfehlungen fürs Packen habe ich ebenfalls mit euch geteilt, nachdem ich auf der Fahrradtour nach Wolfsburg noch mehr Erfahrungen sammeln konnte.

vor 4 Jahren

1 Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.