Eigentlich kann ich gar nichts.

Hallo ihr Lieben,

schon fast einen Monat ist es her, dass Katja einen Post mit dem Namen “Ich kann voll nicht” veröffentlicht hat (Leider ist ihr Blog nicht mehr abrufbar.). Der enthielt eine Einladung, auch mal aufzuzählen, was man nicht kann. Genau das werde ich jetzt machen, passt gerade echt gut zu meiner Langeweile und dem Gesprächsfetzen mit S. vor zwei Tagen.

Also von vorne:

  1. Fotografieren. Gemgeinsam haben S. und ich nämlich festgestellt, dass man einen Blog öffnet, wenn man mit seinen Fotos zufrieden war und dann ähnliche Fotos sieht. Der Unterschied: Die Fotos auf dem Blog sehen besser aus, als die, die man kurz vorher noch ganz gut fand.
    Außerdem kann ich 688 Fotos von einem Ereignis machen und am Ende bei keinem das Gefühl haben, es wäre richtig gut.
  2. Schreiben. Merkt man, oder?
    In den letzten zwei Wochen habe ich ein paar Mal auf E-Mails von J. geantwortet. Das Problem war allerdings, dass er so wunderschön schreibt und mein Text dann gleich drei Mal so blöd klingt.
    Und auch beim Tippen von Blogposts habe ich dieses Problem… Diesen hier hatte ich schon halb geschrieben, war alles blöd, habe ich also noch mal versucht. Läuft irgendwie echt oft so.
    Bei richtigen Papierbriefen ist das Problem sogar noch größer. Was schreibt man da bitte rein? Und wie macht man, dass man genau so viel von einer Sache schreibt, wie der andere gerade lesen möchte. Ich hätte gerne einen Füller, der “HALT. DAS REICHT. LANGWEILIG” schreit, wenn ich mal ein anderes Thema anfangen sollte. 
  3. Frühzeitig mit lernen anfangen. Das ist noch nie was geworden. Weil eine Woche vor der Prüfung habe ich die doch noch gar nicht auf dem Schirm. Es gilt nämlich erst diese Woche zu überleben und dann kann man ja mal gucken, welche Weltuntergänge danach an der Reihe sind. Und selbst wenn ich ganz genau weiß, dass in zwei Wochen eine wichtige Prüfung ist, es wird trotzdem nichts.
  4. >Durchhalten. Ich mache viel zu viele Dinge nur ganz kurz, dann vergesse ich sie und greife sie vielleicht in einem halben Jahr noch mal auf, um sie kurz später erneut zu vergessen oder aufzugeben. Das ärgert mich dann natürlich jedes Mal. Außerdem bin ich jemand, der sehr schnell aufgibt. Die Matheaufgabe und mein Kopf können sich nicht auf ein Ergebnis einigen – Tja, fliegt das Heft halt auf den Boden und ich fange an zu heulen.
  5. Leuten sagen, dass sie mich traurig machen. Das geht einfach nicht. Überhaupt gar nicht. Wenn da jemand ist und was gemeines sagt oder sich sonst blöd verhält, dann höre ich auf zu reden. Nie im Leben könnte ich den Mut aufbringen, zu sagen, dass ich das nicht ok finde. Außerdem bin ich vollkommen damit ausgelastet, nicht zu heulen.
  6. Schlafen, wenn am nächsten Tag etwas ist, was mir wichtig ist. Viel zu groß ist da die Angst, zu verschlafen, auch wenn ich zig mal kontrolliert habe, dass der Wecker richtig gestellt ist.
  7. Nett sein. Zumindest habe ich das Gefühl, dass jeder zweite meiner Sätze gemein ist.
  8. Die Sorgen mancher Leute verstehen. Also ihr könnt euch doch sicher vorstellen, wie besorgt manche Eltern sind, wenn man nachts alleine nach Hause läuft. Das verstehe ich nie. Was soll mir da passieren? Idioten laufen auch tagsüber herum und wenn mir doch was passiert, dann habe ich halt Pech gehabt. Deswegen muss man sich doch keine Sorgen machen? 
  9. Mir merken, was ich wem erzählt habe. Manchmal sind da einfach Dinge, die ich mehreren Personen erzählen will. Das Ergebnis: Einer hat es schon fünf Mal gehört und zwei Leute habe ich ganz vergessen, weil ich das Gefühl hatte, es schon sooo oft erzählt zu haben.
  10. Mit Momenten klar kommen, in denen ich mich traurig fühle. Manchmal müssen dann die Fotos eines Lieblingstieres, dass nicht mehr da ist, von der Wand. Manchmal brauche ich 5 Tassen Kaffee. Manchmal reicht es, eine Runde joggen zu gehen. Aber eigentlich hilft das alles nie richtig, nur fünf Minuten und dann fühlt sich alles noch schlimmer an. Mal sehen, ob mir irgendwann noch was einfällt, dass richtig hilft.
  11. Mich beschäftigen. Okay, jetzt kommt ein ganz scheußliches Geständnis: Am Samstag Abend, nachdem wir Freitag erst Ferien bekommen hatten, war ich der Meinung, wir hätten lange genug Ferien gehabt. Ich wollte tatsächlich wieder Schule haben, obwohl noch nicht mal ein Wochenende um war. Unvorstellbar, oder? Mir war einfach nur langweilig, ich wusste nichts mit mir anzufangen. Das schlechte Wetter und das nicht mehr vorhandene Pony und die Menschen, die im Urlaub waren, haben die Situation auch nicht verbessert.
  12. Ordnung halten. Fünf Tage Zimmer RICHTIG aufräumen, einen Tag die Ordnung genießen, und schon ist wieder alles unordentlich. Ich weiß gar nicht, wie das überhaupt sein kann.

Das reicht jetzt, obwohl ich garantiert noch mehr finden würde, was ich nicht kann. Das Buch für den Deutschunterricht habe ich nämlich immer noch nicht fertig gelesen, obwohl ich schon zwei Wochen Zeit dazu hatte. Typisch.

vor 4 Jahren

4 Kommentare

  1. Ich glaube es ist immer schwer einzugestehen, was man selber nicht kann … Aber du scheinst damit nicht grade Probleme zu haben oder? In manchen Punkten stimme ich dir nicht zu, aber ich kann mich auch täuschen 😀
    Na dann viel spaß mit deinem Buch 😛

  2. Ich hoffe, es gibt auch irgendwo eine Aufzählung mit allem, was du kannst? 😉 Ich danke dir, dass du mit diesem Artikel bei meiner April-Link-Party dabei warst! Vielleicht hast du im Mai wieder Lust, mitzumachen und einen Beitrag aus dem letzten Jahr zu zeigen? Die Partys werden in Zukunft immer ab dem 15. zur Monatsmitte stattfinden 🙂 Liebe Grüße! Kea

  3. Naja, so direkt exisitiert die noch nicht… aber das kann ja noch kommen 😉

    Gerne bin ich auch im Mai wieder dabei, wenn ich es nicht vergesse. Die Link-Up-Idee ist nämlich richtig genial!
    Liebe Grüße

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