Schneckenbeobachtung

Bei meinen Spaziergängen mit einer total netten Person habe ich ganz oft Schnecken gesehen. So lag es nahe, dass wir im Laufe der Zeit immer mehr interessante Tatsachen zu diesen Tieren feststellten. Heute lasse ich euch an den Erkenntnissen unserer “Forschungsarbeit” teilhaben.

Hallo ihr Lieben!

Wisst ihr, was passiert, wenn man mich mit einer zweiten, vielleicht ein bisschen verrückten, Person spazieren gehen lässt? Es entstehen ganz merkwürdige Erkenntnisse über Schnecken. Ja, richtig gelesen. Schnecken. Eigentlich sind diese Tiere ja totlangweilig mit ihrer Geschwindigkeit von 3 Metern pro Stunde (Quelle: spektrum).
Also zumindest ist das die Geschwindigkeit einer Weinbergschnecke, ob die anderen schneller oder langsamer sind, das weiß ich nicht. Ich muss aber direkt an dieser Stelle zugeben, dass Schnecken mir inzwischen viel schneller vorkommen. Also irgendwie habe ich doch das Gefühl, sie kämen gut voran. Vielleicht liegt das daran, dass ich keine große Geschwindigkeit erwarte… Als wir noch kleiner waren habe ich immer mit meiner Schwester Weinbergschnecken gesucht. Jeder hat dann eine auf ein Brett gesetzt. Derjenige, dessen Schnecke schneller am Ende des Brettes angekommen war, hatte gewonnen. Wir haben unsere Kandidaten richtig angefeuert, das war super spannend. Grund genug also, ihnen heute einen Post zu widmen, auch wenn diese Jahreszeit nicht so passend ist.

Naja, nun zu unseren Erkenntnissen, die alle auf Vermutungen basieren. Alles ist nicht wissenschaftlich geprüft, also wer “echte” Angaben braucht, der sollte wo anders suchen.

1. Schnecken sehen nichts/nicht viel.

Wie wir darauf kommen? Wenn man ihnen mit der Hand vor den Augen herum fuchtelt, dann ziehen sie ihre Fühler nicht ein und reagieren auch nicht anders. Sie machen einfach das weiter, was sie vorher auch getan haben. Also sehen wie wohl maximal einen halben Zentimeter weit, denn sonst hätten sie unsere Hand doch bemerken müssen, oder?


2. Abende an nebligen oder regnerischen Tagen sind ihre Lieblingszeit, Wärme mögen sie eher weniger.

An warmen Tagen trifft man kaum Schnecken, sie verstecken sich im Gebüsch. Wenn es aber kühler ist, dann kann es schon mal passieren, dass man ihnen beim klettern und kriechen zusehen kann. Wenn noch Nebel oder Regen dazu kommt, dann muss man schon aufpassen, das man keins der armen Tiere zertritt. Abends ist mir das bis jetzt am stärksten aufgefallen.

3. Es gibt ganz viele unterschiedliche Schnecken:





Aber eine entscheidende Frage bleibt offen: Wenn eine Schnecke vorwärts einen Grashalm hoch kriecht und ihn auch vorwärts wieder herunter kriecht, wie hat sie dann oben gewendet?

Und was für Verhaltensauffälligkeiten konntet ihr bei Schnecken sonst noch so beobachten?

8 Kommentare

Kommentieren

Also als ich noch klein war, war ich deutlich unmenschlicher zu diesen Viechern. Als ich ganz klein war hab ich sie in meinem Garten gesammelt und in meiner Plastikschubkarre dazugezwungen dort zu leben. Zu meiner Freude sind sie am nächsten morgen nie weiter gekommen als maximal bis zum Boden direkt dadrunter … weshalb die meisten in der Schubkarre gestorben sind … alterschwäche odr verhungert. Schneckenrennen waren sowieso dabei 😉
Als ich älter wurde, habe ich dann Zielschießen geübt, aus allen möglichen diestanzenam anfang mit Softirpistolen (wobei sie meist ganz blieben) später mit einem selbstgebastelten Erbsengeschoss was massive schäden verursacht hat und zu letzt auch mal mit der Luftpistole 😀

Also unter mir litten diese Biester immer … 😉

Total geniale Fotos! und interessante Fetsstellungen 😀 Schneckenrennen haben eine Freundin und ich früher auch immer gespielt 😀 Das dumme war nur, dass die meisten in die falsche Richtung gekrochen sind, komisch aber auch… 😀 Wenns regnet hat unser Fußballplatz immer eine ecke, die komplett voll mit Schnecken ist, es ist einfach unmöglich, nicht drauf zu treten :/

Echt cooler post.
Ich hab mal bemerkt, dass we n man vor ihren Fühlern rumfuchtelt ziehen sie sie nicht ein, aber wenn sie in der Sonne sind und man die Hand so hält, dass ein Schatten auf die Fühler fällt. Dann merken sie das 🙂
Liebste grüße und einen guten Rutsch,
Jone

Was für ein schöner Post! Ich mag Schnecken und schaue immer zu, keine zu zertreten. Die, die Häuschen haben, bringe ich immer weg von Gehwegen und Strassen, damit ihnen nichts passiert. Eure Beobachtungen sind wirklich spannend, auch die Frage, wie die Schnecke gewendet hat, ist interessant. Auf zur Schneckenforschung! 😀

Viele Grüsse,
Jari

Danke!
Heute morgen musste ich mir echt Mühe geben, nicht aus Versehen eine Schnecke zu zertreten. Denn die waren einfach ÜBERALL 😉
So fürsorglich wie du bin ich aber nicht… aber meist laufe ich auch eher auf wenig bewanderten/nicht befahrenen Wegen herum… da ist der Schreck für die Schnecke vielleicht größer als die Wahrscheinlichkeit, dass sie ohne Hilfe umgekommen wäre… (zumindest rede ich mir das jetzt einfach ein, damit ich mich nicht schlecht fühle ;)).
Liebe Grüße

Schreibe einen Kommentar