Dienstag, 22. August 2017

Urlaubsbericht: 3 Tage wandern oder „Der Weg ist das Ziel“

Hallo!

Heute möchte ich euch von einem Erlebnis erzählen, dass unter dem Motto: „Der Weg ist das Ziel.“ stand. Und zwar im wahrsten Sinne der Redewendung. Ich bin nämlich jemand, der auf aktiven Urlaub steht – einen ganzen Tag am Strand zu liegen, das wäre einfach nichts für mich. Somit verwundert es wohl wenig, dass ich mir Anfang des Jahres vornahm, drei Tage lang zu wandern (nachzulesen in meinen Zielen für 2017). Vorgenommen, geplant, versucht – hier kommt, was daraus wurde und was ich lernte.

Die Planung

Eigentlich glaubte ich zwar nicht daran, dass sie Lust hätte, mich zu begleiten, aber dennoch fragte ich Annette, ob sie mit will. Drei Tage je um die dreißig Kilometer, das war mein Plan – und auf diese sportliche Herausforderung wollte auch Annette sich einlassen.

Also buchte ich drei Unterkünfte im Abstand von ca. dreißig Kilometern.
Das war es dann aber auch schon fast an Vorbereitung. Ich lud mir noch die entsprechenden Teile von Hessen als Offlinekarte für Google Maps runter und dann ging es am Abend vorher ans Packen: möglichst leicht, weil alles im Rucksack den ganzen Tag getragen werden muss. Nur die fette Spiegelreflex, die wollte ich einfach nicht zu Hause lassen, weil ich mir das Fotografieren der Landschaft schön vorstellte. Tja… Wer gern fotografiert, muss eben schleppen. Ansonsten war ich aber froh, dass ich im Frühjahr meine Packliste für Fahrradtouren veröffentlicht hatte, denn sonst hätte ich zumindest die Sonnencreme vergessen. Und die Schlafsachen. Manchmal helfen mir also sogar meine eigenen Blogposts weiter.

Ein bisschen Aufregung und Zweifel kamen dann aber doch noch auf… Ich war mir plötzlich, als die Wanderung unmittelbar bevor stand, nicht mehr so ganz sicher, ob ich mir nicht zu viel vorgenommen hatte.

3 Tage wandern - Landscharf

Tag 1: 34,79 Kilometer in 7,5 Stunden (zuzüglich Pausen)

Das Wandern

Der Start: Frankenberger Bahnhof. Annette reiste mit dem Schienenersatzverkehr aus Korbach an, ich absolvierte schon mal eben schnell 2,3 Kilometer von meiner Wohnung aus zum Treffpunkt, nachdem ich mich zuvor noch von meinem Pony hatte runter werfen lassen. Eine Umarmung und dann ging es los.

Die Strecke: durchwachsen. Erst waren wir überrascht, dass Google so viele kleine Wege durchs Feld kennt (die bei mir mit ihrem nassen Gras auch gleich für nasse Füße sorgten), doch dann schickte es uns teilweisen an Straßen entlang. Viel befahrene Landstraßen… Und das, obwohl wir manchmal einen Weg durch den Wald auf der Karte sahen, der ähnlich lang aussah. Falls das vorkam, wählten wir den Waldweg natürlich als Alternative. Schöne Kuhweiden am Wegesrand waren für die vielen Ecken an den Straßen entlang letztendlich doch nur eine schwache Entschädigung, obwohl Annette es doch etwas genoss, mal wieder auf dem Land zu sein…

Außerdem hatten wir einen kleinen Streit, als Annette ein kleines Reh sah, dass sie beobachten wollte. Für sie war das Wichtige am Wandern, dass sie Zeit hatte, die Natur zu genießen und bewundern.
Ich schätze aber gerade die sportliche Herausforderung und war der Meinung, dass man auch beim Laufen genießen kann. Und ich hatte Angst, dass wir nicht rechtzeitig in der Pension in Marburg ankommen würde, da der Check-in nur bis 19:00 Uhr möglich war.

3 Tage wandern - Pausen Tag 1 Pause eins und Pause zwei am ersten Wandertag

Nach nicht mal der halben Strecke brauchte Annette dringend eine Pause und hatte schon ordentlich Schmerzen in den Füßen. Aus „33 Kilometern für heute klingt doable (Das denglische Wort für machbar, was Annette erfand)“ wurde eher ein „Mal sehen, wie weit ich noch durchhalte„. Aber zumindest nach der Mittagspause in Münchhausen wollte Annette sich noch nicht geschlagen geben und somit ging es weiter.

Weiter an stark befahrenen Straßen entlang…

Ich brauchte nun langsam dringend Wasser, da meine Vorräte erschöpft waren. An einem heißen Tag soll man ja viel trinken… Doof nur, wenn weit und breit kein Restaurant, Bäcker oder Ähnliches anzutreffen ist und der einzige Imbiss kein Wasser hat. Somit klingelte ich irgendwann bei Privatleuten – in Todenhausen hatte ich dann beim dritten Versuch endlich Glück und mir öffnete jemand die Tür. Eine nette alte Dame gab mir gern ein bisschen Leitungswasser.

Nachdem das Handy uns irgendwann endlich ein Stück durchs Feld führte, verliefen wir uns sogar, weil die Straßen nicht so verliefen, wie Google dachte. Ein Mann teilte uns den Weg mit… Wir liefen weiter, mussten wieder an einer befahrenen Straße entlang, nachdem wir den Ort durchquert hatten.

Zum Glück wurden wir aber schnell auf einen gesperrten Abschnitt der Landstraße geführt, auf dem sich in der Mitte eine Baustelle befand. Nun gönnten wir uns eine weitere größere Pause, als wir den Bagger hinter uns gelassen hatten. Annette beneidete mich zwischendrin immer mal wieder um die Fähigkeit, im Laufen zu essen… Aber bei meinem langsamen Esstempo geht das auch gar nicht anders.

3 Tage wandern - Lahn

Nach der Pause kam ein sehr schöner Anruf: Die Unterkunft teilte mit, dass wir den Schlüssel aus einem Schlüsselkasten bekommen würden und daher auch nach 19:00 Uhr ankommen könnten. Von mir fiel da gleich etwas Anspannung ab!

Erschrocken war ich trotzdem, als Annette schon kurz später wieder eine kleine Pause brauchte… Und ins Gesicht sehen konnte ich ihr auch nicht mehr, weil sie so gequält aussah. Was bin ich eigentlich für eine Freundin, dass ich ihr so eine Wanderung zumute? Ich versank also während der restlichen Strecke in Selbsthass. Und sie hatte das Gefühl, dass ich kein bisschen Mitleid mit ihr hätte, weil ich sie nicht ansah… Na toll. Tabby ist doch irgendwie sozial unfähig.

In Wehrda mussten wir dann noch mal bei einer privaten Wohnung um Wasser bitten, weil die umliegenden Kneipen zu hatten und wir beide nichts mehr zu trinken hatten. Und warm war es nach wie vor. Immerhin klappte es dieses Mal beim ersten Versuch und wir schlossen noch eine kleine Pause an, bevor wir die verbleibenden 2,5 Kilometer zurücklegten.

Das Ortsschild von Marburg löste bei mir große Freude aus und wir mussten als Andenken einfach ein Selfie schießen – egal, wie fertig wir aussahen. Den Rossmann, der auf unserem Weg lag, besuchten wir auch noch – Objekt unserer Begierde: Blasenpfaster für Annettes Fuß.

3 Tage wandern - ElisabethZimmer im Elisabeth und die Zimmervermietung von außen
3 Tage wandern - ElisabethkircheElisabethkirche

Der Abend in Marburg

Und dann waren wir da, ich sprang unter die Dusche, Annette anschließend auch.

Fehlte als Abschluss des Tages nur noch was zu essen… Gut, dass der Istanbul Döner direkt gegenüber von unserer Unterkunft, dem Elisabeth¹, lag. Bloß keine überflüssigen Meter mehr laufen! 😉

Wir bestellten einen Falafelteller und ein Fladenbrot, dass mit gebratenem Gemüse und Käse gefüllt war. Also mein Fladenbrot war nicht schlecht, aber das Gemüse leider echt mega fettig. Daher hatte ich dann später auch die halbe Nacht Bauchschmerzen…

3 Tage wandern - Essen

Tag 2: ca. 36 Kilometer in 7 Stunden, allein

Der Morgen

Morgens stand ich wie gewohnt gegen halb 6 auf, verkrümmelte mich dann aber mit Handy ins Bad, weil ich Annette nicht stören wollte. Ich tippte die ersten Zeilen dieses Posts und später machten wir beide uns zum Aufbruch bereit.

Der Aufbruch war aber zunächst einer zum Bäcker, weil Annette gern frühstücken wollte und ich kein Essen zum Zimmer dazu gebucht hatte. Hier lohnte es sich aber wirklich: Sie bekam ihr Brötchen, das Crossiant und den Aufstrich für gerade mal 2,20€, während Frühstück in Hotels ja meist um die sieben Euro pro Person kostet.

Anschließend beschlossen wir, dass es besser für uns beide ist, wenn wir uns aufteilen. Ihre Füße taten zu sehr weh, um weiter zu laufen, und meine Motivation, meinen Vorsatz umzusetzen, war zu groß, um mit ihr einen ganzen Tag ohne allzu viel Bewegung zu verbringen.

Das Wandern allein

Also lief ich los – ohne Annette und ohne GPS. Das funktionierte auf meinem Handy nicht mehr, sodass ich mir mit Offlinekarten behelfen musste. Nicht schön… Aber irgendwie ging es doch.

Der erste Streckenabschnitt war alles andere als schön, an großen Straßen entlang durch Marburg durch. Immerhin hatte ich da Gelegenheit, mir was zu essen für die Mittagspause zu besorgen. Danach hatte ich dann sogar einen richtig schönen Radweg entlang der Lahn durch einen Wald. Die Lahn sollte ich an diesem Tag wohl echt noch öfters sehen.

Mir begegneten Kanalarbeiter und viele Autos, denn ich durfte wieder auf einigen befahrenen Straßen laufen. Grasweg gab es kaum – das bedeutete immerhin trockene Füße.
Die Landschaft war trotzdem meistens ein Traum, worüber ich sehr froh bin. Da nimmt man dann auch gern mal in Kauf, dass man ständig einen Berg hoch muss, um ihn gleich darauf wieder runter zu laufen… Oder, dass man in einer KFZ-Werkstatt nach Wasser fragen muss, weil man so wenig Zivilisation durchquert hat und der Vorrat alle ist.

3 Tage wandern - bergauf

Meine erste größere Pause, die über „aufs Klo gehen“, Flasche füllen lassen und fotografieren hinaus ging, legte ich gegen halb eins ein. Als ich schon so um die 20 meiner 35 Kilometer hinter mir hatte, war es eben einfach an der Zeit, etwas zu essen.
Lange dehnte ich aber auch diese Pause in Lölach nicht aus und lief nach 20 Minuten einfach mal zum nächsten Bäcker, um mir erneut was zu trinken zu besorgen.

Es folgte der wohl beste Abschnitt der Strecke auf kleinen Pfaden entlang der Lahn (Okay, ich hab mich verlaufen und einen kleinen Umweg gemacht, weil ich so auf die Lahn fixiert war 😉.)… Und dann kam ich an Wege, die die Bauern wohl so unwichtig fanden, dass sie den Weg einfach mit in ihr Feld integriert hatten. Nur ein Trampelpfad war deutlich zu erkennen, sodass ich da guten Gewissens lang laufen konnte: Erst ein Stoppelfeld, dann schulterhohes Gras und zum Abschluss dann ein Feld, auf dem kleine grüne Pflanzen aus der Erde blickten. Ein Glück, dass die Bauerstochter erkennt, dass das nur ausgefallene, aufgelaufene Körner sind und keine frische Einsaat.

3 Tage wandern - SelfiesBeim Wandern an Tag 2 und Tag 3 geschossene Selfies 😉

Nett war auch, dass Brombeeren am Straßenrand mich anlachten – die nahm ich mir als Entschädigung für den unebenen, nicht vorhandenen Weg gerne mit.

Kurz später war auch Gießen schon erreicht und es ging nach einem Stück an der Lahn dann doch nur noch an großen Straßen entlang. Und das, wo der Himmel immer dunkler wurde und es leicht donnerte… ähm.
Ich hetzte also die Lahnstraße lang, um zum Beginn des Regens, welcher unweigerlich kommen würde, einen Unterstand zu finden.

Hat geklappt. Eine Brücke tauchte auf und eine Minute, nachdem ich dort keinen Rucksack abgestellt hatte, fing es an zu schütten und das Gewitter ging richtig los. Zwangspause also – und das so kurz vor meinem Ziel.
In der dreiviertel Stunde unter dem Brückendach schrieb ich dann kurz meiner Familie… Und als es wieder trocken war, lief ich das restliche Stück nach Linden, um schon gegen Viertel nach fünf Annette schreiben zu können, dass ich unser Ziel erreicht habe.

3 Tage wandern - BrückeZwangspause unter einer Brücke bei Gewitter

Der Abend in Linden (Nähe Gießen)

Das Zimmer im Ibis Budget ist übrigens nicht so das Wahre gewesen: klein und mit Dusche neben dem Bett. Nur das Klo war immerhin separat in einem kleinen Raum.
Während Annette noch auf ihren Zug von Mathematikum nach Linden wartete, freute ich mich also, noch vor ihrer Ankunft allein duschen zu können.

Ein kleines bisschen ging ich ihr dann entgegen und erhöhte somit meine Tages Kilometer von geplanten 35 auf mindestens 36. Das Chin Thai lag auf dem Rückweg und daher schauten wir einfach mal kurz in die Karte, um festzustellen, ob da auch Gerichte drauf stehen, die uns ansprechen.
Nachschauen geglückt, Angebot für essbar befunden – also blieben wir gleich da und bestellten.

3 Tage wandern - LndenZimmer im Ibis Budget & Essen im Chin Thai

Jetzt konnte Annette mir auch von ihren Erlebnissen in Ruhe erzählen: In Marburg war sie beim Schloss und in der Elisabethkirche, was ihr scheinbar ganz gut gefiel. Mit der Bahn reiste sie dann nach Gießen und verbrachte einige Zeit im Mathematikum, weil die ja ein ganz großer Mathefreund ist.
Sie hatte den Urlaubstag also genossen… Und ich meinen auch, weil es doch entspannter war, Pausen frei einteilen zu können und schneller voran zu kommen. Für unsere Freundschaft war es also besser, dass wir uns aufgeteilt hatten und nun nur den Abend wieder gemeinsam ausklingen ließen.

Lecker war das Essen hier nämlich auch, die Bedienung freundlich und überhaupt stehe ich ja total auf Currygerichte. Anschließend verkündete mir meine Freundin dann, dass sie am folgenden Tag den Urlaub beenden und nach Hause fahren würde – weil sie garantiert keine fünf Kilometer mehr laufen könne und es sich für nur einen weiteren gemeinsamen Abend auch nicht lohnt, extra noch die Bahnfahrt zu machen, da sie auch nicht so recht wusste, wie sie sich dann über Tag hätte beschäftigen sollte. Ich konnte also verstehen, dass ich allein die letzten 30 Kilometer und eine letzte Nacht verbringen würde. Außerdem: Ihr Glückskeks, den es nach dem Essen gab, sagte ihr, sie solle das Schiff verlassen und auf festem Boden zurückkehren. Na, wenn das keine Aufforderung zum Urlaubsabbruch ist, dann weiß ich es auch nicht.

Abends auf dem Zimmer plauderten wir noch ein bisschen und dann schlief ich ziemlich unruhig und war alle dreißig Minuten wach. Woran das wohl lag?

3 Tage wandern - Waldweg

Tag drei: 34 + 4 Kilometer (7 Stunden Wandern + Schlendern in der Stadt)

Der Morgen mit Annette

Morgens saß ich ich mit dem Handy in Bett und tippte. Danach ging es, als ich Annette geweckt hatte, zum Frühstück in den nächsten Bäcker. Wenigstens während sie frühstückte, wollte ich ihr noch Gesellschaft leisten. Danach konnten wir sogar noch gemeinsam zum Bahnhof laufen, weil der auf meinem Weg lag. Hier endete dann unser gemeinsamer Urlaub wirklich, denn Annette reiste nach Hause, nach wie vor humpelnd vor Schmerzen. So ein bisschen schlecht fühlte ich mich dann doch – denn viel Zeit hatte ich in diesem gemeinsamen Urlaub nicht mit ihr verbracht. Vielleicht bin ich doch zu egoistisch und zu verbissen auf die Umsetzung meiner Ziele, um eine gute Freundin zu sein.

Die Wanderung allein

Das GPS war über Nacht nicht zu mir zurückgekehrt, sodass ich wieder nur nach Karte laufen konnte. Zuerst klappte das noch ganz gut und ich knipste hier und da ein paar Bilder. Doch dann waren die Wege im Wald irgendwie anders, ich lief über Wege, die seit Jahren nicht genutzt schienen. Nass, Brennnesseln, Dornen… Und dann stand ich da und wusste: Ich bin falsch. Voll verlaufen. Meine Rettung war eine Nordic Walking Gruppe, die mir sagen konnte, zu welchen Orten die Häusergruppen gehörten. Ich lief dann eben mal über eine Stunde lang einen Umweg und kam dann nach Butzbach. Eigentlich hätte ich an dem Ort auch nur vorbei laufen müssen, aber hier konnte ich nun meine Route neu bestimmen lassen und wusste dann, dass noch 16 km bis nach Friedberg fehlten. Klang machbar, sodass ich mich nach 2-3 weiteren Kilometern mit der ersten Pause belohnte, nachdem ich freundlicherweise von der Allianz Versicherung frisches Wasser für meine leere Flasche bekommen hatte.

Übrigens lernte ich auch gleich zwei Dinge noch vor der Pause:
Meine Hochschule hat eigene Busse. Ich sah nämlich einen da herum stehen…
Spargel sieht total irre aus, wenn er sich nach der Saison ohne Plane erholen darf.

3 Tage wandern - THM Bus, Spargel

Nach der Pause kam dann der schlimmste Teil: mein Handy schickte mich an der 3 entlang… Kein Seitenstreifen, viel befahren und einen Radweg gab es auch nicht. Und weil die Autobahn überquert werden musste, konnte ich nicht mal querfeldein laufen. Aber gut, dass ich allein war, denn sonst hätte Annette mir wieder total leid getan und ich mich schuldig gefühlt, weil ich keinen alternativen Weg vorab gesucht hatte.

3 Tage wandern - UsaWanderweg an der Usa
3 Tage wandern - Bad NaumburgParkanlage in Bad Naumburg

Als ich dann aber einen Ortsteil von Bad Naumburg erreichte, da wollte Google wohl alles wieder gut machen und ließ mich fernab von Straßen an der Usa langlaufen. Ein Traum… Und dann durch den Park von Bad Naumburg. Eine Eisdiele gab mir noch mal frisches Wasser und dann machte ich, vier Kilometer vorm Ziel, noch mal eine kleine Pause.
Nun öffnete ich auch meinen Glückskeks aus dem Restaurant vom Vorabend. Total gespannt war ich auf die Botschaft, aber… Der Keks war leer! Total enttäuschend – oder heißt das etwa, dass ich keine Zukunft habe?

Ziel erreicht: Friedberg

Schon im kurz vor vier erreichte ich nach ungefähr 33-34 Kilometern in knapp unter sieben Stunden reiner Laufzeit das Haus von Simone, in dem ich mir über airbnb ein Zimmer gebucht hatte. Die Lage ist wirklich nicht zu sehr ab vom Schuss und von dem Zimmer selbst war ich einfach nur begeistert. Groß, sauber, freundlich. Und da sie kein Frühstück anbot, hatte sie mir Waffeln hingelegt, Müsli bereitgestellt und auch eine Milchpackung im Kühlschrank stehen. Dass es Tee zur freien Verfügung gab, war dann für mich neben dem eigenen Bad der krönende Abschluss.

3 Tage wandern - Ankunft in Friedberg: Selfie am Ortsschild und das schöne Zimmer bei Simone

Aber genug vom Zimmer geschwärmt, denn nach einer schnellen Dusche wollte ich erst mal was sehen. Wenn man schon mal da ist… Kann man ja mit der Kamera Richtung Burg laufen und auf dem Rückweg was fürs Abendessen mitbringen.

Die Burg war schnell erreicht, die ersten Fotos geknipst und dann fiel mir ein Mann auf, der auch mit seiner Kamera unterwegs war. Den fragte ich einfach so, ob er auch in Friedberg Urlaub machen würde und daraus entstand dann ein Gespräch über die Leidenschaft zur Fotografie, über das Studieren und über das Reisen. Lustigerweise war er auch jemand, der auf aktiven Urlaub steht und gern mit dem Fahrrad unterwegs ist. Mosel, Elbe,… Wo er nicht schon alles geradelt ist. Manchmal wundert es mich echt, wie oft ich solche Menschen, die lange Radtouren machen, auf meinen Reisen treffe.

3 Tage wandern - Burg
3 Tage wandern - Burggarten

Als er sich dann verabschiedete und wir beide weiter die Burg knipsten, dachte ich mal wieder: Ich bin doch eher ein allein-Urlauber. Warum? Da kann ich dann machen, worauf ich Lust habe. Außerdem quatsche ich dann eher mal Fremde an, und solche kleinen Unterhaltungen finde ich immer spannend.

Ein bisschen schlenderte ich anschließend noch durch die Stadt und stolperte dabei über die Kirche der Stadt… Wirklich pompös, dieses Ding. Drinnen fotografierte ich aus Respekt wieder nicht, aber irgendwie ist die Atmosphäre in solchen Bauwerken immer ein wenig magisch, finde ich.

3 Tage wandern - Kirchen FriedbergKirchen in Friedberg: Die Kirche in der Stadt und die Burgkirche

Zurück in meiner Unterkunft freute ich mich über das bereitgestellte Obst und machte mich über meine Brötchen her. Nebenbei las ich einige Blogposts und hörte Podcasts… Nach ca. 38 Tageskilometern darf man auch mal faul sein und dann um neun schon ins Bett fallen. Echt gut habe ich da geschlafen.

Tag vier: Rückreise

Wie immer stand ich früh auf. Rückreise via Bahn… Meine Trinkflasche ließ ich leider im Zug nach Marburg liegen, aber dieser Verlust ist verschmerzbar.
Ansonsten arbeitete ich an diesem Blogpost und überlegte, wie ich all die Fotos eigentlich unterbringen soll… Und freute mich darauf, mein Pony wieder zu sehen.

3 Tage wandern - Bahnhof


Die Unterkünfte im Überblick

¹ Das Elisabeth Bräu ist eine Pension, die direkt an der Elisabethkirche ziemlich zentral in Marburg liegt. Wir hatten ein Doppelzimmer mit Gemeinschaftsbad gebucht und waren damit sehr glücklich, denn alles war sauber und da es zwei Bäder gab, hatten wir auch nie das Problem, dass beide von anderen Gästen blockiert waren. Das Zimmer war zudem auch sehr schön und der Kontakt zu Rezeption sehr freundlich. Also eine eindeutige Empfehlung!

² Das Ibis Budget in Linden konnte mich nicht überzeugen. In unserem Zweibettzimmer waren Waschbecken und Dusche direkt im Raum neben den Betten. Es gab nur eine Sitzgelegenheit und der Platz war sehr beengt… Immerhin eine Toilette hatte das Zimmer, die in einem kleinen Raum abgetrennt war.
Das Hotel liegt eher in einem Industriegebiet, Fastfood gibt es in der Umgebung ebenso wie einige Restaurants, Supermärkte und zwei Bäcker.

³ das Zimmer bei Simone habe ich über airbnb gebucht und war sehr zufrieden. Das Haus liegt in einem Wohngebiet, aber in ca. 10-15 Minuten erreicht man die Kaiserstraße (mit zahlreichen Restaurants, Läden und Bäckern) und auch der Bahnhof ist kaum weiter entfernt.
Das Zimmer selbst war total groß und gemütlich eingerichtet. Ein Wasserkocher, Kaffeemaschine und Kühlschrank begrüßten mich – inklusive Teebeuteln und Kaffeepads. Als Ersatz für das Frühstück, welches Simone nicht anbietet, hatte sie mir Fertigwaffeln, Müsli und Milch besorgt – und Obst lag auch bereit.
Das Bad, welches nebenan lag, hatte ich während des Aufenthalts auch für mich allein und es war groß, schön und sauber.

Also alles in allen kann ich Simones Zimmer nur empfehlen!


Dieser Post ist übrigens nicht nur mein Urlaubs Bericht von der dreitägigen Wanderung, sondern auch ein Beitrag zur Blogparade „Urlaubszeit – die schönste Zeit des Jahres“, bei der ihr bis Ende September selbst noch mitmachen könnt.

- geschrieben von Tabea -

6Kommentare


Sonntag, 20. August 2017

Beritt für’s Pony – Macht das Sinn?

Hallo ihr Lieben,

Falls ihr meinen Blog schon eine Weile verfolgt, habt ihr sicher mitbekommen, dass ich seit Anfang April Ponybesitzerin bin. Daher ist der Welt-Pferdetag heute auch ein super Anlass, um mal wieder etwas Pony-Content online zu stellen, finde ich.

Eigentlich wünscht man sich da ja, das man das Tier kauft, es in seinem neuen Zuhause einzieht und man dann direkt reiten kann, als hätte man nie was anderes getan. Okay, ein paar Tage zur Eingewöhnung, aber dann sollten schöne Austritte doch drin sein, oder?
Tja, bei mir lief das nicht so.

Beim Aufsteigen wollte sie nicht still stehen, sodass ich mir eine festhaltende Hilfe suchen musste. Beim Traben rannte sie los, legte einen Vollstopp hin und ich lag unten. Zum ersten Mal – aber noch lange nicht zum letzten Mal. Die ersten Wochen waren grausam; Adena, also mein Pony, war völlig verspannt und schreckhaft. Ich bekam Angst vor dem Reiten… Aber ich wollte es schaffen, mit ihr zurechtzukommen. Die Frage war nur: wie?

Erfahrungsbericht Beritt für Pony

Ist Beritt die Lösung?

Zwischendurch gab es irgendwann doch Tage, an denen es gut lief. Und egal, wie blöd Adena sich in den anderen Momenten benahm, ich war unheimlich froh, sie zu haben. Weil ich aber vor dem Kauf über ein Jahr nicht geritten bin und davor nur ohne Sattel auf einem dickköpfigen Shetty durchs Gelände fetzte, dachte ich, die Probleme beim Reiten würden nur davon kommen, dass ich erst wieder rein kommen muss.

Als Adena jedoch in der Halle bei Regen ein Mal total panisch wurde und auf dem Weg in den Stall wie blöd an den Zügeln zog, da wurde ich von einem Mann auf den Hof ziemlich angemotzt:
Ich sei beratungsresistent und solle gefälligst die Zügel locker lassen. Mit dem Pony sei ich eh nur unglücklich und überfordert. Spaß würde mir das Reiten eh nicht machen und das Pferd müsse in Beritt.
Auch die Zügel bekam ich aus der Hand gerissen – zur Demonstration, dass sie vom Locker lassen ruhig wird.

Ganz ehrlich: Das war der schlimmste Tag in der Zeit seit dem Kauf – aber nicht wegen Adena, sondern wegen dem Mann. Er hat doch kein Recht mit zu sagen, ob ich unglücklich bin! Trotzdem heulte ich über eine Stunde ununterbrochen…
Am nächsten Tag bot mir die Stallbesitzerin an, ein Mal mit mir auszureiten, da ich ja mit Adena nicht allein von Hof weg komme.

Diese Chance nutzte ich natürlich… Und fragte, ob sie Beritt für sinnvoll hält. Ich konnte es mir nicht vorstellen, weil ich ja dachte, ich sei das Problem und nicht etwa Adena.
Doch die Besitzerin des Stalls meinte, dass auch Adena noch nicht gut genug erzogen war. Sie erklärte mir, dass ich es leichter beim Reiten hätte, wenn wenigstens das Pony vernünftig „funktioniert“.
Ihrer Meinung vertraute ich schon mehr als der des Mannes.

Trotzdem musste ich erst noch mal runter fallen, als Adena einfach keinen Bock mehr hatte, um einzusehen, dass mein geliebtes Tier mich öfter mal schlichtweg verarscht. Jetzt war ich endgültig dazu bereit, das Geld für den Beritt über vier Wochen zu investieren.

Erfahrungsbericht Beritt für Pony

Der Beritt beginnt…

Bereits als ich das erste Mal wieder aufstieg, nach dem die Bereiterin nur ein einziges Mal mit Adena gearbeitet hatte, merke ich schon einen Unterschied! Bei Aufsteigen stand sie nun völlig still, insgesamt wirkte sie entspannter und erschreckte sich weniger.

Ich war also positiv überrascht, wie schnell sie Fortschritte machte und hatte in den ersten beiden Wochen oft so viel mehr Spaß am Reiten, dass ich gar keine Lust mehr hatte, wieder vom Pferd abzusteigen 😉.
Obwohl Adena sowohl im Gelände als auch in der Halle von der Bereiterin geritten wurde, blieb ich weiterhin mit ihr nur auf dem Hof. Denn beim Wegreiten vom Hof machte sie nach wie vor leichte Probleme und ich hatte Angst, dass ich mich da noch nicht gut genug durchsetzen kann. Daher versuchte ich es gar nicht erst.

Da ich aber trotz jahrelangem Reitunterricht in meiner Jugend nicht so gut reiten kann, dass Adena bei mir mehr als ein paar Schritte am Zügel geht (Für meine nicht so Pferde-süchtigen Leser: Das ist, wenn die Pferde den Hals biegen, sodass sie das Reitergewicht rückenschonender tragen können.), war ich aber sehr froh, als ich in der dritten Woche dann erstmalig von der Bereiterin Unterricht bekam.
Sie lieh mir ab diesem Tag spezielle Zügel (Tiedemannzügel), die mir alles wesentlich erleichterten, und erklärte mir, wann ich die Zügel kürzer oder länger nehmen soll. Seit dieser Einweisung geht Adena nun also auch bei mir am Zügel – zumindest die meiste Zeit. Nur im Galopp schaffe ich das noch nicht.

Schon wenige Tage nach der Einführung der neuen Zügel meinte die Bereiterin dann, ich solle mal versuchen, mit Adena ins Gelände zu gehen. Das war ja vor dem Beritt unmöglich, da sie nicht vom Hof wollte.
Nun schaffte ich es aber… Sie zögerte nur noch leicht. Als sie sich im Feld vor einem Fahrradfahrer erschreckte, beruhigte sie sich auch schnell wieder… Nur so eine Ecke hatten wir noch, an der ich absteigen und führen musste. Aber mir fiel ein riesiger Stein vom Herzen, dass ich nun endlich mit meinem Pony auch ins Gelände reiten kann, wenn ich das möchte.

Erfahrungsbericht Beritt für Pony

Fazit: Was hat es gebracht?

Nach vier Wochen war der Beritt dann vorbei. Vielleicht hätte es Adena gut getan, noch weiter von jemandem geritten zu werden, der wirklich gut reitet, aber auf Dauer kann ich mir das eben nicht leisten.

Jedoch kann ich sagen, dass man einen enormen Unterschied schon nach dieser kurzen Zeit bemerkt. Während sie vorher ständig Angst in der Halle und auf dem Platz vortäuschte, sobald sie keine Lust mehr hatte, lässt sie das nun. Außerdem geht sie mit den anderen Zügeln oft am Zügel, was natürlich auch das Reiten angenehmer macht.

Ins Gelände kann ich nun alleine reiten, allerdings ist sie dort nach wie vor alles andere als entspannt und ich muss schon etwas Glück haben, damit sie freiwillig den Hof verlässt – aber immerhin bekomme ich mich mit der Gerte durchgesetzt.
Und auch an der schwierigen Ecke im Gelände, wo sie einfach nicht lang gehen mag, bin ich inzwischen schon mehrfach vorbeigeritten, obwohl ich da als sie noch beritten wurde ja das eine Mal gescheitert bin.

Was mir allerdings mindestens genauso wichtig ist wie die Fortschritt beim Reiten ist der Umgang mit Adena. Wenn ich sie führe, drängelt sie nicht mehr. Sie hält an, sobald ich „Halt.“ sage und wenn ich ihr den Broteimer verbiete, wendet sie sogar den Blick vom Eimer ab, obwohl sie Brot liebt. Ich kann sie ohne Strick von der Stallgasse in ihre Box schicken… Und generell ist sie einfach ein liebes Pony geworden.
Vorher war ich selbst von Boden aus schon manchmal überfordert und konnte sie kaum halten, wenn sie sich aufgeregt hat. Also gerade was das angeht, bin ich sehr froh, sie in erfahrene Hände gegeben zu haben.

Natürlich sind aber vier Wochen keine lange Zeit und ich muss mich nun wirklich anstrengen, damit sie sich ihre Macken nicht wieder angewöhnt. Ich habe fast schon etwas Angst, dass ich sie wieder verziehen werde… Aber ich gebe mein Bestes und hoffe, dass ich bald regelmäßig Reitunterricht nehmen kann, damit es auch weiterhin mit Adena und mir bergauf statt bergab geht.

Bereut habe ich den Beritt allerdings keine Sekunde lang und er war mir jeden Cent wert. Also, selbst wenn viele ihrer Macken vielleicht an meinem mangelhaften Können liegen, Beritt bringt trotzdem was. Zumindest bei ihr, da sie einfach frech ist und etwas Erziehung brauchte.

Hattet ihr auch schon mal ein Haustier, dass ihr zwar geliebt habt, aber mit dem ihr nicht so richtig klar gekommen seid?

- geschrieben von Tabea -

6Kommentare


Freitag, 18. August 2017

#fotoprojekt17 – Alte Mauern

Hallo ihr Lieben!

Nun ist es also doch passiert: Nachdem Anne für das #fotoprojekt17 während der letzten Monate immer nur Themen wählte, die mich auf Anhieb begeistern konnten, war ich gar nicht glücklich, als ich vom Thema des Augusts erfuhr. Man kann eben einfach nicht alles mögen, stimmt’s?

Alte Mauern, die nun also geknipst werden sollten, zählen jedenfalls zumindest bei mir keinesfalls zu den Lieblingsmotiven. Aber ich könnte es mir dennoch nicht so wirklich verzeihen, wenn ich einfach einen Monat nicht bei ihrem Projekt mitmache… Das wäre feige, oder? Man muss sich ja auch mal Herausforderungen stellen!

#fotoprojekt17 - Alte Mauern
#fotoprojekt17 - Alte Mauern

Die Überlegungen im Vorfeld

Mein Kopf ratterte also…

Mit Architektur stehe ich ja etwas auf Kriegsfuß – als Motiv reizt sie mich nicht. Alte Mauern finde ich eigentlich nur an „Lost Place“, also verlassenen Orten, wirklich beeindruckend. Nur zu gerne würde ich selbst mal ein solches Gebäude, dass nach und nach zerfällt ablichten… Aber das geht eben nicht.

Erstens ist sowas meistens verboten oder man muss sehr viel Geld dafür bezahlen, dass man ein solches Gebäude besuchen darf. Zweitens kenne ich eh kein solches Gebäude in meiner Nähe und eine Reise ist momentan einfach nicht möglich.
Daher kann ich den Traum, mal ähnliche Fotos wie z. B. Nossy von einem verlassen Ort zu machen, also vergessen. Zumindest muss er auf später verschoben werden.

Also blieben mir nur normale alte Mauern, die allen Leuten zugänglich sind. Einfallen würden mir da die Ruinen oben auf dem Eisenberg, aber die habe ich inzwischen einfach schon zu oft geknipst.
Auch das alte Fachwerk-Rathaus von Frankenberg habe ich euch schon gezeigt – als „Monumentale Bauwerke“ das Thema bei den Graustufen waren.

Während ich so über den Wochenmarkt schlenderte, fiel mir dann die Kirche ins Auge. Kirchen sind alt und gemauert. Passt. Am nächsten Morgen kam ich daher mit der Kamera zurück und schaute mal, was diese Ecke von Frankenberg in der Nähe der Kirche sonst noch zu bieten hat.

Bis es soweit war, machte ich mir allerdings noch ein paar Gedanken darüber, was nun eigentlich alles als alte Mauer durchgehen würde:
Sind Holzwände von alten Schuppen auch Mauern oder müssen Mauern wirklich aus Steinen und Mörtel bestehen? Da bin ich mir bis heute unschlüssig…
Ab wann ist eine Mauer alt? Wenn sie Zerfallserscheinungen zeigt? Wenn sie ein bestimmtes Alter erreicht hat? Und falls das Alter entscheidet: Sind 20 Jahre viel? Sind 50 alt? Oder müssen es vielleicht mehre hundert Jahre sein? Ich habe keine Ahnung. Vermutlich sieht das eh jeder anders.

#fotoprojekt17 - Alte Mauern
#fotoprojekt17 - Alte Mauern

Das Fotografieren der alten Mauern

Wie bereits erwähnt lief ich also mit meiner Kamera morgens in die Altstadt von Frankenberg. Menschenleer, wie man das eben Sonntag morgens um 7 Uhr so erwartet. Für Fotos bin ich gern so früh unterwegs, damit ich nicht so sehr darauf achten muss, dass mir niemand ins Bild läuft.

Da ich auf meine Fragen keine Antwort für mich hatte finden können, entschied ich mich, auf Nummer sicher zu gehen und nur die ältesten Steinmauern abzulichten. Konkret hieß das: Stopp Nr. 1 = Bücherei, Stopp Nr. 2 = Kirche, Stopp Nr. 3 = Burgberg.

Doch als ich das erste Bild knipsen wollte, merkte ich auch schon einen ersten Fehler: Ich hatte nur mein altes analoges Objektiv dabei. Kein Zoom, 50 mm Brennweite (also umgerechnet dann noch eine Ecke mehr…). Die Bücherei passte daher nicht auf das Bild. Dass das bei der Kirche nicht besser laufen würde, war mir klar. Aber okay, selbst schuld ist das kleine Tabeachen – dann gibt es eben nur Details der alten Bauwerke.

Bücherei geknipst, Kirche aufgesucht, aber nur von außen. Ich bin nicht gläubig und finde es daher respektlos, in Kirchen zu fotografieren…
Hübsch sind diese Mauern ja nicht… Aber Aufgabe fürs #fotoprojekt17 ist nun mal Aufgabe. Und wenigstens gefiel mir das Licht – zumindest in der Realität, auf den Fotos kommt es nicht so gut raus.

Auf dem Burgberg räumte ich anschließend erst mal etwas rumliegenden Müll weg und machte dann ein Foto von den Mauern… Die sind wirklich alt… Und als Beweis, dass ich die Bilder gemacht habe, machte ich dann mal ein „Fußie“ mit meinen kaputten Joggingschuhen auf der Mauer. Ob es wohl schon Jogger gab, als die Mauer errichtet wurde? Seit wann treiben Menschen eigentlich gezielt Sport?

Hände kalt, Fotos gemacht, Fototour beendet. Ab nach Hause!

#fotoprojekt17 - Alte Mauern
#fotoprojekt17 - Alte Mauern

Die Bilder

Bleibt nur noch die Frage, wie zufrieden ich mich meinen Ergebnissen bin, oder? Sagen wir es mal so: geht besser, geht aber auch schlechter.

Vielleicht hätte ich das andere Objektiv mitnehmen sollen… Aber so bin ich zumindest bei der Kirche auf eine ungewöhnliche Perspektive gekommen. Das ist doch ein kleiner Erfolg für mich gewesen, den ihr in Bild 4 rechts seht.

Das letzte Foto, auf dem meine Schuhe zu sehen sind, ist ehrlich gesagt mein liebstes Foto geworden. Ich mag den Fokus hier sehr… Und ich bin etwas stolz auf meine Idee, modernes Schuhwerk als Kontrast zu uraltem Gestein verwendet zu haben.

Wie sieht denn einer Verhältnis zu Architektur in der Fotografie aus?


Dieser Blogpost ist ein Beitrag zum Fotoprojekt #fotoprojekt17 von Anne. Sie gibt auf ihrem Blog an jedem Monatsbeginn ein Thema bekannt, zu dem dann den Monat über Fotos gezeigt werden sollen. Eine schöne Inspiration also, um auch Mal neue Motive vor die Kamera zu bekommen.
Im August geht es beispielsweise um alte Mauern – und die Links zu den Foto-Beiträgen der anderen Teilnehmer könnt ihr dort auch in den Kommentaren finden und meine Fotos aus den Vormonaten gibt es im #fotoprojekt17-Archiv.

- geschrieben von Tabea -

4Kommentare


Mittwoch, 16. August 2017

Mobilität – von Realität und Wunschvorstellung

Hallo ihr Lieben!

Am 24.6. war hier in Frankenberg eine Elektromobilitätsmesse, die mich zu dem heutigen Post inspiriert hat. Ich wollte sowieso schon länger mal mit euch über Mobilität reden, was nämlich auch bestens an die „Kennt ihr das?“-Sonderedition zum Thema „Auto fahren“ diesen Monat passt…

Ökologisch und mobil?

Also schauen wir uns einfach mal als Einstieg an, wie es um die Umweltfreundlichkeit der unterschiedlichen Verkehrsmittel steht.

Mobilität - Wunsch und Alltag

  • Flieger

    Dass der Flieger nicht allzu wenig CO2 ausstößt, ist uns wohl allen bewusst. Gut zu wissen ist aber, dass das Starten am meisten ausstößt, das Steigen aber auch noch mehr als das Halten der Höhe. Damit wird das Flugzeug durchschnittlich bei zunehmender Fluglänge umweltschonender.
    Außerdem werden für die Langstrecken größere Maschinen genutzt, sodass der anteilige Kerosin-Verbrauch pro Person natürlich besser ausfällt.

    Fast drei Mal so viel CO2 stößt nun also ein Flugzeug im Vergleich zum PKW pro Person aus… Also dann, wenn man eine Kurzstrecke mit einem mit drei Personen besetzten durchschnittlichen Auto vergleicht. Also: Für Reisen, insbesondere unter 1000 km, ist man mit dem Auto besser bedient – spätestens, wenn man mindestens einen Mitfahrer hat.

    Ach, und nur so nebenbei: Es entsteht beim Fliegen auch Wasserdampf, der die Wolkenbildung beeinflussen kann.

  • Bezinauto und Dieselauto

    Ich denke, den Spritverbrauch eines PKWs kennt jeder ungefähr… Mein kleiner VW Up braucht ca. 5,5 Liter Benzin für 100 Kilometer und ist damit wohl ziemlich durchschnittlich… Aber gerade ältere Autos schlucken wesentlich mehr Sprit. Der Umwelt zu Liebe sind also moderne Autos nicht zu verachten – was man auch daran sieht, dass die Emissionen so ausfallen, dass man nicht allzu hohe Steuern zahlt.

    Dieselmotoren brauchen zwar weniger Sprit und lohnen sich finanziell daher für Vielfahrer, aber dafür stoßen sie doch mehr Stickoxide aus, für welche man eben bei der Steuer zahlen darf.

    Das Umweltbundesamt empfiehlt uns also, mit Benzin zu fahren, weil die schlechtere CO2-Bilanz weniger schlimm ist als die Stickoxide.

  • Elektroauto

    Emissionen entfallen. Zumindest dann, wenn man nur Ökostrom tankt – ansonsten sollte man bedenken, dass auch Stromerzeugung nicht so sauber ist. Außerdem belasten diese Fahrzeuge die Umwelt weniger stark durch Geräusche, als andere Autos das tun.
    Problematisch ist aber auch noch, dass die Stromleitungen gerade nicht dafür ausreichen würden, dass alle Leute auf Elektroautos umsteigen. Und die Reichweite liegt eben bei 150-300 Kilometern in Schnitt – danach muss man Ladezeit einplanen.

  • Bahn

    Nachdem wir nun wissen, dass Flugzeuge gerade für kurze Strecken keine gute Idee sind, könnte man die Bahn als Alternative in Betracht ziehen.
    Und siehe da: Durchschnittlich verursachen ICEs nur noch ein Drittel der Emissionen, die ein Auto gebraucht hätte.
    Und bei größeren Strecken lohnt sich der Umstieg von PKW auf Bahn nicht nur für die Umwelt, sondern auch zeitlich. Na, wenn das mal kein Argument dafür ist, zukünftig eher mal mit dem Zug zu verreisen, dann weiß ich es auch nicht.

    Außerdem fahre ich gerne Bahn, da man die Fahrzeit nutzen kann – zum Lernen, zum Lesen, zum Arbeiten, zum Stricken, zum Essen,… Im Auto geht das nicht.

Mobilität - Wunsch und Alltag

  • Bus

    Der Bus ist wohl so ein Kompromiss zwischen Auto und Bahn – er fährt auch kleine Orte an, aber liegt bei durchschnittlicher Auslastung dann eben auch zwischen den beiden Kandidaten. Ungefähr halb so viel Kraftstoff wird pro Person verbraucht, wenn man statt dem Auto einen Bus nutzt… Und würden das mehr Menschen tun, würde sich dieses Verhältnis zu Gunsten des Busses verschieben, da dessen Auslastung dadurch steigen würde.

    Reisebusse, die voll besetzt sind, können daher teilweise sogar klimaschonender als die Bahn fahren.

  • Fahrrad

    Wenn das Fahrrad erst mal hergestellt wurde, ist es wohl unschlagbar klimafreundlich. Keine Emissionen, kein Energiebedarf. Nachteilig sind hier nur der geringe Stauraum, das fehlende Dach beim Regen und dass man je nach Region bergauf ganz schön in die Pedale treten darf.

    Für das Klima ist also ein herkömmliches Fahrrad top, aber was ist mit E-Bikes? Die stoßen wie Elektroautos nicht direkt Abgase aus, sondern brauchen nur 0,5 – 2 kWh für 100 km, um den Fahrer beim Treten unterstützen zu können.
    Doof nur, dass sich solche Angaben schlecht mit herkömmlichen Autos vergleichen lassen… Aber man kann das umrechnen: Sparsame PKW brauchen für die gleiche Strecke mindestens 40 kWh… Meist aber deutlich mehr und selbst ein sparsames Mofa benötigt mindestens 10 – 20 kWh.
    Nur gibt es auch hier bei den E-Bikes noch Probleme: Die Akkus. Geringe Kapazität und die wird bei Benutzung mit jedem Ladezyklus auch noch geringer. Dadurch verschlechtert sich die Klimabilanz so sehr, dass ein Fahrrad dieser Art genauso schlecht für das Klima ist wie ein Auto.

    Also: Fahrrad ist top, aber nur ohne elektrische Unterstützung. Dann ist das Fahrrad nämlich nur noch besser für die Gesundheit als ein Auto, aber dem Klima hilft man damit nicht mehr.

    Trotzdem sollte man sich nichts vormachen: Weite Strecken und Fahrräder vertragen sich einfach nicht…

Theoretisch würden wir nun also alle unsere Autos abschaffen, nie wieder verreisen und für die Besorgungen des Alltags höchstens den öffentlichen Nahverkehr nutzen, wenn wir die Umwelt schützen wollen. Die Vorteile liegen ja auf der Hand: Es ist günstiger für uns (Jahreskarte statt Versicherung, Wartung und Kraftstoff fürs Auto), die Luftqualität verbessert sich, weil weniger Abgase ausgestoßen werden und wir werden fitter, weil Haltestellen erst mal erreicht werden müssen. Es kann ja nicht jeder eine vor der Haustür haben 😉.

Die Realität sieht aber doch etwas anders aus, denn so wirklich umsetzbar ist das Idealbild wohl an den meisten Wohnorten nicht. Gerade im ländlichen Raum ist der öffentliche Nahverkehr einfach eine Katastrophe – im Fahrplan klaffen große Lücken und einige Orte erreicht man nur auf vielen Umwegen. Und auch so ein paar andere Problemchen ergeben sich noch, wenn man auf ein eigenes Auto verzichten will..

Mobilität - Wunsch und Alltag

Die Probleme im Alltag

So gerne ich auch meine Umwelt schonen will, ich schaffe es nicht immer. Im Alltag ergeben sich nämlich folgende Hürden:

  • Zeit

    Den Nahverkehr zu nutzen, um Freunde und Familie in der Region zu besuchen, kostet unheimlich viel Zeit. Selbst wenn ich nach Hause zu Mama fahre, wo die Verbindung mit der Bahn gut ist, dann kostet mich das wesentlich mehr Zeit. Mit dem Auto fahre ich hin und zurück eine Stunde insgesamt. Die Bahn braucht pro Strecke allein eine halbe Stunde… Ich muss allerdings noch die Wege zur Haltestelle bewältigen: 15 Minuten zum Bahnhof in Frankenberg mit dem Fahrrad, fünf Minuten zu Fuß zu Mama. Auf dem Rückweg in umgekehrter Reihenfolge. Fazit: Doppelt so viel Zeit geht für den Weg verloren.

    Da Stadtbusse bei uns auch nicht so fahren, dass mir das beim Einkaufen helfen könnte, nehme ich oft das Fahrrad oder versuche, in meiner Mittagspause einige Besorgungen zu machen. Das kostet allerdings eine Menge Zeit, denn ich kann so keine großen Mengen auf einmal nach Hause transportieren und muss folglich öfter einkaufen – und verliere dabei jedes Mal an der Kasse wieder ein paar Minuten.

  • Große Mengen und schwere Dinge

    … sind sowieso ein enormes Problem, wenn man auf ein eigenes Auto verzichten möchte. Auf dem Rücken soll man nicht zu viel Gewicht tragen, Gepäckträger am Fahrrad sind irgendwann voll (sofern man überhaupt sowas hat), und wenn ein Gegenstand sperrig ist, wie zum Beispiel ein Schrank oder auch nur eine Mikrowelle, dann hat man mit dem Fahrrad keine Chance mehr.

    Selbst im Stadtbus oder einer Bahn machen sich solche Einkäufe nicht gut, denn wie will man sie von der Haltestelle ins Zuhause buchsieren?

  • Die Wartezeiten

    Okay… Jetzt wären wir also vielleicht doch bereit, mehr Zeit in den Weg zu investieren… Doch dann lesen wir den Fahrplan. Stell dir vor du musst um sechs Uhr an der Arbeit sein – und der Bus fährt im zwei-Stunden-Takt, was ja in ländlichen Gegenden wie meiner Heimat keine Seltenheit ist. Praktischerweise kommt ein Bus also um halb fünf an und der nächste im halb sieben. Äh, danke, ich verzichte.

    Klar, ein bisschen Wartezeit muss man immer in Kauf nehmen, aber irgendwo liegen dann eben doch persönliche Toleranzgrenzen, gerade bei solchen frühen Tageszeiten, oder?

    Verschlimmern kann sich das Wartezeitproblem wohl nur noch, wenn man umsteigen muss und da noch mal weitere Wartezeiten dazu kommen, in denen man an einer ungemütlichen Haltestelle festsitzt – im Büro an der Arbeit wäre ja wenigstens geheizt.

  • Die Abfahrtszeiten

    Es gibt Zeiten, da fährt kein Bus. Abends nach der Kirmes nach Hause? Pustekuchen. Wenn man Glück hat, bekommt man hier noch ein Anrufsammeltaxi bis Mitternacht oder in Glücksfällen sogar bis um eins… Aber wer länger feiern will, muss gleich ganz durchmachen und wird erst ab sechs oder sieben in der Früh wieder von einem derartigen Taxi oder einem Bus nach Hause gebracht.
    Das ist doch echt bescheuert, wo viele Partys doch erst um Mitternacht wirklich anfangen…

    Aber nicht nur die Party-People haben das Problem, dass nie ein Bus fährt, wenn man ihn braucht… Am Wochenende und an Feiertagen sind manche Orte per Bus gar nicht erreichbar. Das ist schon blöd, da Dorffeste und andere Veranstaltungen doch eher dann stattfinden, wenn Menschen eben Zeit haben – also genau an diesen Tagen.

  • Zuverlässigkeit

    Okay… Das Thema wurde schon wirklich oft durchgekaut, ich weiß. Aber viel getan hat sich bei der Bahn ja gefühlt noch nicht… Verspätungen sind da einfach normal. Und auch Busse fahren nicht immer pünktlich…
    Gerade das finde ich sehr problematisch, da man diese Verspätungen nicht einplanen kann und dann unverschuldet zu spät du Terminen und Verabredungen erscheint.

    Noch schlimmer wird es, wenn plötzlich Schienenersatzverkehr herrscht, denn der braucht meist für die Strecke auch noch wesentlich länger.

    Außerdem sind vor einiger Zeit ja auch groß angelegte Streikaktionen durch die Medien gegangen (meine und Sarahs Gedanken zu Streiks gibt es in einem eigenen Blogpost)… Und da wäre man wohl recht aufgeschmissen, wenn man sich darauf verlassen würde, dass man Busse und Bahnen nutzen kann, um zur Schule oder zur Arbeit zu kommen. Ein Auto in der Hinterhand ist hier Gold wert…

Das sind also die Punkte, die für mich ausschlaggebend dafür sind, dass ich froh bin, mein Auto zu besitzen.

Dinge, wie das Ansteckungsrisiko für Grippe im Winter oder Ähnliches, habe ich jetzt einfach mal vernachlässigt. Das sind zwar Punkte, die echt nicht schön sind, aber die mich nicht davon abhalten würden, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren. Die oben genannten Punkte wiegen einfach schwerer und sind daher für mich ein Grund, nicht auf das Auto verzichten zu wollen. Denn auch Car-Sharing ist abseits der großen Städte noch nicht alltagstauglich.

Mobilität - Wunsch und Alltag

Mein Umgang mit dem Thema

Ein bisschen angedeutet habe ich es schon: Gefühlt brauche ich mein Auto. Es bringt mich in den Praxisphasen zur Arbeit, weil der Bus mich mindestens die dreifache Zeit kosten würde und an Arbeitstagen jede Minute kostbar ist, da ich ja auch noch reiten möchte.
Auch zu meiner Mutter fahre ich damit manchmal, da ich in der Bahn keine großen Mengen an Zeug hin und her transportieren kann – aber sonst versuche ich, so oft wie möglich den Zug zu nutzen. Zu Messen oder Veranstaltungen fahre ich eigentlich eh nur mit der Bahn – weil ich während der Fahrzeit produktiv sein kann und vor Ort die Parkplatzsuche entfällt.

Ansonsten lebe ich aber nur zu gern nach dem Motto:

Mein Fahrrad fährt mich.

Das ist schon seit Jahren so. Meine Mutter hatte einfach nicht die Zeit dazu, meine Schwester und mich überall hin zu fahren – also nahm ich zum Reithof auch in meiner Jugend immer das Fahrrad, bei so gut wie jedem Wetter. Wenn die Anreise zu Freunden weiter war, dann habe ich zwar auch mal den Bus genommen oder mich mitnehmen lassen, aber solange es in die Nachbarorte ging, war das Fahrrad immer noch erste Wahl.
Das habe ich auch beibehalten, als ich ausgezogen bin. Ich kaufte anfangs mit dem Rad ein, auch wenn der Einkauf dadurch an meinem ersten Wohnort eine Stunde dauerte. Jetzt mache ich das ab und zu immer noch, wenn ich nicht zu Fuß einkaufe oder auf dem Weg von Mama nach Hause oder nach der Arbeit.
Täglich bringt mein Fahrrad mich auch zu Adena – egal bei welchem Wetter. Regen? Ich bin doch nicht aus Zucker! Ich hoffe nur, dass ich das auch im Winter durchziehen werde, wenn es unerträglich kalt ist.

Wenn ich in Sommer Urlaub mache, dann ist das in den letzten Jahren beiden Jahren eine Fahrradtour gewesen und dieses Jahr eine Wanderung. Rückreise via Bahn… Also zumindest wesentlich ökologischer als das Auto zu nehmen.
Ein Mal im Jahr fahre ich jedoch mit meinem Auto zu meinem Vater. Die Bahn wäre hier einfach zu teuer, denn da kostet ein einziges Ticket schon mehr als der Sprit. Und da ich immer mindestens eine Begleitung habe, kommen wir mit dem Auto einfach günstiger weg… Sorry Umwelt. (Wo ich mich ja noch mehr darüber aufregen könnte: Viele Billigflüge sind zwar die größten Klimasünden, aber doch die billigste Verbindung zwischen größeren Städten.)

Also so sieht es bei mir aus… Nicht optimal, aber wohl doch besser als bei einigen anderen Menschen. Eben, weil ich mit dem Fahrrad zum Einkaufen und zum Pony fahre und keine Fernreisen unternehme und doch ab und zu die Bahn statt dem Auto nutze.

Und wie sieht es bei euch aus? Könnt ihr euch ein Leben ohne Auto vorstellen und vor welche moralischen oder anderen Probleme stellt euch Mobilität im Alltag?


Quellen

Umwelt Bundesamt (Diesel. oder Benzinmotoren), Stand 6.8.2017
Umwelt Bundesamt (Bus und Bahn), Stand 6.8.2017
Fahrrad Zukunft, Stand 27.7.2017
Fluglärm.de, Stand 27.7.2017
Verkehrsclub Deutschland (Flugverkehr), Stand 27.7.2017
Verkehrsclub Deutschland (Verkehrsmittelvergleich), Stand 27.7.2017


Gut zum Thema passt übrigens auch ein Post von Geri auf 24notes.de. Er schreibt darin über fünf Gründe, aus denen er in München lieber ohne Auto lebt.

- geschrieben von Tabea -

15Kommentare


| Ältere Einträge »


Suche


Impressum | Datenschutzerklärung | Kontakt