Mittwoch, 16. August 2017

Mobilität – von Realität und Wunschvorstellung

Hallo ihr Lieben!

Am 24.6. war hier in Frankenberg eine Elektromobilitätsmesse, die mich zu dem heutigen Post inspiriert hat. Ich wollte sowieso schon länger mal mit euch über Mobilität reden, was nämlich auch bestens an die „Kennt ihr das?“-Sonderedition zum Thema „Auto fahren“ diesen Monat passt…

Ökologisch und mobil?

Also schauen wir uns einfach mal als Einstieg an, wie es um die Umweltfreundlichkeit der unterschiedlichen Verkehrsmittel steht.

Mobilität - Wunsch und Alltag

  • Flieger

    Dass der Flieger nicht allzu wenig CO2 ausstößt, ist uns wohl allen bewusst. Gut zu wissen ist aber, dass das Starten am meisten ausstößt, das Steigen aber auch noch mehr als das Halten der Höhe. Damit wird das Flugzeug durchschnittlich bei zunehmender Fluglänge umweltschonender.
    Außerdem werden für die Langstrecken größere Maschinen genutzt, sodass der anteilige Kerosin-Verbrauch pro Person natürlich besser ausfällt.

    Fast drei Mal so viel CO2 stößt nun also ein Flugzeug im Vergleich zum PKW pro Person aus… Also dann, wenn man eine Kurzstrecke mit einem mit drei Personen besetzten durchschnittlichen Auto vergleicht. Also: Für Reisen, insbesondere unter 1000 km, ist man mit dem Auto besser bedient – spätestens, wenn man mindestens einen Mitfahrer hat.

    Ach, und nur so nebenbei: Es entsteht beim Fliegen auch Wasserdampf, der die Wolkenbildung beeinflussen kann.

  • Bezinauto und Dieselauto

    Ich denke, den Spritverbrauch eines PKWs kennt jeder ungefähr… Mein kleiner VW Up braucht ca. 5,5 Liter Benzin für 100 Kilometer und ist damit wohl ziemlich durchschnittlich… Aber gerade ältere Autos schlucken wesentlich mehr Sprit. Der Umwelt zu Liebe sind also moderne Autos nicht zu verachten – was man auch daran sieht, dass die Emissionen so ausfallen, dass man nicht allzu hohe Steuern zahlt.

    Dieselmotoren brauchen zwar weniger Sprit und lohnen sich finanziell daher für Vielfahrer, aber dafür stoßen sie doch mehr Stickoxide aus, für welche man eben bei der Steuer zahlen darf.

    Das Umweltbundesamt empfiehlt uns also, mit Benzin zu fahren, weil die schlechtere CO2-Bilanz weniger schlimm ist als die Stickoxide.

  • Elektroauto

    Emissionen entfallen. Zumindest dann, wenn man nur Ökostrom tankt – ansonsten sollte man bedenken, dass auch Stromerzeugung nicht so sauber ist. Außerdem belasten diese Fahrzeuge die Umwelt weniger stark durch Geräusche, als andere Autos das tun.
    Problematisch ist aber auch noch, dass die Stromleitungen gerade nicht dafür ausreichen würden, dass alle Leute auf Elektroautos umsteigen. Und die Reichweite liegt eben bei 150-300 Kilometern in Schnitt – danach muss man Ladezeit einplanen.

  • Bahn

    Nachdem wir nun wissen, dass Flugzeuge gerade für kurze Strecken keine gute Idee sind, könnte man die Bahn als Alternative in Betracht ziehen.
    Und siehe da: Durchschnittlich verursachen ICEs nur noch ein Drittel der Emissionen, die ein Auto gebraucht hätte.
    Und bei größeren Strecken lohnt sich der Umstieg von PKW auf Bahn nicht nur für die Umwelt, sondern auch zeitlich. Na, wenn das mal kein Argument dafür ist, zukünftig eher mal mit dem Zug zu verreisen, dann weiß ich es auch nicht.

    Außerdem fahre ich gerne Bahn, da man die Fahrzeit nutzen kann – zum Lernen, zum Lesen, zum Arbeiten, zum Stricken, zum Essen,… Im Auto geht das nicht.

Mobilität - Wunsch und Alltag

  • Bus

    Der Bus ist wohl so ein Kompromiss zwischen Auto und Bahn – er fährt auch kleine Orte an, aber liegt bei durchschnittlicher Auslastung dann eben auch zwischen den beiden Kandidaten. Ungefähr halb so viel Kraftstoff wird pro Person verbraucht, wenn man statt dem Auto einen Bus nutzt… Und würden das mehr Menschen tun, würde sich dieses Verhältnis zu Gunsten des Busses verschieben, da dessen Auslastung dadurch steigen würde.

    Reisebusse, die voll besetzt sind, können daher teilweise sogar klimaschonender als die Bahn fahren.

  • Fahrrad

    Wenn das Fahrrad erst mal hergestellt wurde, ist es wohl unschlagbar klimafreundlich. Keine Emissionen, kein Energiebedarf. Nachteilig sind hier nur der geringe Stauraum, das fehlende Dach beim Regen und dass man je nach Region bergauf ganz schön in die Pedale treten darf.

    Für das Klima ist also ein herkömmliches Fahrrad top, aber was ist mit E-Bikes? Die stoßen wie Elektroautos nicht direkt Abgase aus, sondern brauchen nur 0,5 – 2 kWh für 100 km, um den Fahrer beim Treten unterstützen zu können.
    Doof nur, dass sich solche Angaben schlecht mit herkömmlichen Autos vergleichen lassen… Aber man kann das umrechnen: Sparsame PKW brauchen für die gleiche Strecke mindestens 40 kWh… Meist aber deutlich mehr und selbst ein sparsames Mofa benötigt mindestens 10 – 20 kWh.
    Nur gibt es auch hier bei den E-Bikes noch Probleme: Die Akkus. Geringe Kapazität und die wird bei Benutzung mit jedem Ladezyklus auch noch geringer. Dadurch verschlechtert sich die Klimabilanz so sehr, dass ein Fahrrad dieser Art genauso schlecht für das Klima ist wie ein Auto.

    Also: Fahrrad ist top, aber nur ohne elektrische Unterstützung. Dann ist das Fahrrad nämlich nur noch besser für die Gesundheit als ein Auto, aber dem Klima hilft man damit nicht mehr.

    Trotzdem sollte man sich nichts vormachen: Weite Strecken und Fahrräder vertragen sich einfach nicht…

Theoretisch würden wir nun also alle unsere Autos abschaffen, nie wieder verreisen und für die Besorgungen des Alltags höchstens den öffentlichen Nahverkehr nutzen, wenn wir die Umwelt schützen wollen. Die Vorteile liegen ja auf der Hand: Es ist günstiger für uns (Jahreskarte statt Versicherung, Wartung und Kraftstoff fürs Auto), die Luftqualität verbessert sich, weil weniger Abgase ausgestoßen werden und wir werden fitter, weil Haltestellen erst mal erreicht werden müssen. Es kann ja nicht jeder eine vor der Haustür haben 😉.

Die Realität sieht aber doch etwas anders aus, denn so wirklich umsetzbar ist das Idealbild wohl an den meisten Wohnorten nicht. Gerade im ländlichen Raum ist der öffentliche Nahverkehr einfach eine Katastrophe – im Fahrplan klaffen große Lücken und einige Orte erreicht man nur auf vielen Umwegen. Und auch so ein paar andere Problemchen ergeben sich noch, wenn man auf ein eigenes Auto verzichten will..

Mobilität - Wunsch und Alltag

Die Probleme im Alltag

So gerne ich auch meine Umwelt schonen will, ich schaffe es nicht immer. Im Alltag ergeben sich nämlich folgende Hürden:

  • Zeit

    Den Nahverkehr zu nutzen, um Freunde und Familie in der Region zu besuchen, kostet unheimlich viel Zeit. Selbst wenn ich nach Hause zu Mama fahre, wo die Verbindung mit der Bahn gut ist, dann kostet mich das wesentlich mehr Zeit. Mit dem Auto fahre ich hin und zurück eine Stunde insgesamt. Die Bahn braucht pro Strecke allein eine halbe Stunde… Ich muss allerdings noch die Wege zur Haltestelle bewältigen: 15 Minuten zum Bahnhof in Frankenberg mit dem Fahrrad, fünf Minuten zu Fuß zu Mama. Auf dem Rückweg in umgekehrter Reihenfolge. Fazit: Doppelt so viel Zeit geht für den Weg verloren.

    Da Stadtbusse bei uns auch nicht so fahren, dass mir das beim Einkaufen helfen könnte, nehme ich oft das Fahrrad oder versuche, in meiner Mittagspause einige Besorgungen zu machen. Das kostet allerdings eine Menge Zeit, denn ich kann so keine großen Mengen auf einmal nach Hause transportieren und muss folglich öfter einkaufen – und verliere dabei jedes Mal an der Kasse wieder ein paar Minuten.

  • Große Mengen und schwere Dinge

    … sind sowieso ein enormes Problem, wenn man auf ein eigenes Auto verzichten möchte. Auf dem Rücken soll man nicht zu viel Gewicht tragen, Gepäckträger am Fahrrad sind irgendwann voll (sofern man überhaupt sowas hat), und wenn ein Gegenstand sperrig ist, wie zum Beispiel ein Schrank oder auch nur eine Mikrowelle, dann hat man mit dem Fahrrad keine Chance mehr.

    Selbst im Stadtbus oder einer Bahn machen sich solche Einkäufe nicht gut, denn wie will man sie von der Haltestelle ins Zuhause buchsieren?

  • Die Wartezeiten

    Okay… Jetzt wären wir also vielleicht doch bereit, mehr Zeit in den Weg zu investieren… Doch dann lesen wir den Fahrplan. Stell dir vor du musst um sechs Uhr an der Arbeit sein – und der Bus fährt im zwei-Stunden-Takt, was ja in ländlichen Gegenden wie meiner Heimat keine Seltenheit ist. Praktischerweise kommt ein Bus also um halb fünf an und der nächste im halb sieben. Äh, danke, ich verzichte.

    Klar, ein bisschen Wartezeit muss man immer in Kauf nehmen, aber irgendwo liegen dann eben doch persönliche Toleranzgrenzen, gerade bei solchen frühen Tageszeiten, oder?

    Verschlimmern kann sich das Wartezeitproblem wohl nur noch, wenn man umsteigen muss und da noch mal weitere Wartezeiten dazu kommen, in denen man an einer ungemütlichen Haltestelle festsitzt – im Büro an der Arbeit wäre ja wenigstens geheizt.

  • Die Abfahrtszeiten

    Es gibt Zeiten, da fährt kein Bus. Abends nach der Kirmes nach Hause? Pustekuchen. Wenn man Glück hat, bekommt man hier noch ein Anrufsammeltaxi bis Mitternacht oder in Glücksfällen sogar bis um eins… Aber wer länger feiern will, muss gleich ganz durchmachen und wird erst ab sechs oder sieben in der Früh wieder von einem derartigen Taxi oder einem Bus nach Hause gebracht.
    Das ist doch echt bescheuert, wo viele Partys doch erst um Mitternacht wirklich anfangen…

    Aber nicht nur die Party-People haben das Problem, dass nie ein Bus fährt, wenn man ihn braucht… Am Wochenende und an Feiertagen sind manche Orte per Bus gar nicht erreichbar. Das ist schon blöd, da Dorffeste und andere Veranstaltungen doch eher dann stattfinden, wenn Menschen eben Zeit haben – also genau an diesen Tagen.

  • Zuverlässigkeit

    Okay… Das Thema wurde schon wirklich oft durchgekaut, ich weiß. Aber viel getan hat sich bei der Bahn ja gefühlt noch nicht… Verspätungen sind da einfach normal. Und auch Busse fahren nicht immer pünktlich…
    Gerade das finde ich sehr problematisch, da man diese Verspätungen nicht einplanen kann und dann unverschuldet zu spät du Terminen und Verabredungen erscheint.

    Noch schlimmer wird es, wenn plötzlich Schienenersatzverkehr herrscht, denn der braucht meist für die Strecke auch noch wesentlich länger.

    Außerdem sind vor einiger Zeit ja auch groß angelegte Streikaktionen durch die Medien gegangen (meine und Sarahs Gedanken zu Streiks gibt es in einem eigenen Blogpost)… Und da wäre man wohl recht aufgeschmissen, wenn man sich darauf verlassen würde, dass man Busse und Bahnen nutzen kann, um zur Schule oder zur Arbeit zu kommen. Ein Auto in der Hinterhand ist hier Gold wert…

Das sind also die Punkte, die für mich ausschlaggebend dafür sind, dass ich froh bin, mein Auto zu besitzen.

Dinge, wie das Ansteckungsrisiko für Grippe im Winter oder Ähnliches, habe ich jetzt einfach mal vernachlässigt. Das sind zwar Punkte, die echt nicht schön sind, aber die mich nicht davon abhalten würden, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren. Die oben genannten Punkte wiegen einfach schwerer und sind daher für mich ein Grund, nicht auf das Auto verzichten zu wollen. Denn auch Car-Sharing ist abseits der großen Städte noch nicht alltagstauglich.

Mobilität - Wunsch und Alltag

Mein Umgang mit dem Thema

Ein bisschen angedeutet habe ich es schon: Gefühlt brauche ich mein Auto. Es bringt mich in den Praxisphasen zur Arbeit, weil der Bus mich mindestens die dreifache Zeit kosten würde und an Arbeitstagen jede Minute kostbar ist, da ich ja auch noch reiten möchte.
Auch zu meiner Mutter fahre ich damit manchmal, da ich in der Bahn keine großen Mengen an Zeug hin und her transportieren kann – aber sonst versuche ich, so oft wie möglich den Zug zu nutzen. Zu Messen oder Veranstaltungen fahre ich eigentlich eh nur mit der Bahn – weil ich während der Fahrzeit produktiv sein kann und vor Ort die Parkplatzsuche entfällt.

Ansonsten lebe ich aber nur zu gern nach dem Motto:

Mein Fahrrad fährt mich.

Das ist schon seit Jahren so. Meine Mutter hatte einfach nicht die Zeit dazu, meine Schwester und mich überall hin zu fahren – also nahm ich zum Reithof auch in meiner Jugend immer das Fahrrad, bei so gut wie jedem Wetter. Wenn die Anreise zu Freunden weiter war, dann habe ich zwar auch mal den Bus genommen oder mich mitnehmen lassen, aber solange es in die Nachbarorte ging, war das Fahrrad immer noch erste Wahl.
Das habe ich auch beibehalten, als ich ausgezogen bin. Ich kaufte anfangs mit dem Rad ein, auch wenn der Einkauf dadurch an meinem ersten Wohnort eine Stunde dauerte. Jetzt mache ich das ab und zu immer noch, wenn ich nicht zu Fuß einkaufe oder auf dem Weg von Mama nach Hause oder nach der Arbeit.
Täglich bringt mein Fahrrad mich auch zu Adena – egal bei welchem Wetter. Regen? Ich bin doch nicht aus Zucker! Ich hoffe nur, dass ich das auch im Winter durchziehen werde, wenn es unerträglich kalt ist.

Wenn ich in Sommer Urlaub mache, dann ist das in den letzten Jahren beiden Jahren eine Fahrradtour gewesen und dieses Jahr eine Wanderung. Rückreise via Bahn… Also zumindest wesentlich ökologischer als das Auto zu nehmen.
Ein Mal im Jahr fahre ich jedoch mit meinem Auto zu meinem Vater. Die Bahn wäre hier einfach zu teuer, denn da kostet ein einziges Ticket schon mehr als der Sprit. Und da ich immer mindestens eine Begleitung habe, kommen wir mit dem Auto einfach günstiger weg… Sorry Umwelt. (Wo ich mich ja noch mehr darüber aufregen könnte: Viele Billigflüge sind zwar die größten Klimasünden, aber doch die billigste Verbindung zwischen größeren Städten.)

Also so sieht es bei mir aus… Nicht optimal, aber wohl doch besser als bei einigen anderen Menschen. Eben, weil ich mit dem Fahrrad zum Einkaufen und zum Pony fahre und keine Fernreisen unternehme und doch ab und zu die Bahn statt dem Auto nutze.

Und wie sieht es bei euch aus? Könnt ihr euch ein Leben ohne Auto vorstellen und vor welche moralischen oder anderen Probleme stellt euch Mobilität im Alltag?


Quellen

Umwelt Bundesamt (Diesel. oder Benzinmotoren), Stand 6.8.2017
Umwelt Bundesamt (Bus und Bahn), Stand 6.8.2017
Fahrrad Zukunft, Stand 27.7.2017
Fluglärm.de, Stand 27.7.2017
Verkehrsclub Deutschland (Flugverkehr), Stand 27.7.2017
Verkehrsclub Deutschland (Verkehrsmittelvergleich), Stand 27.7.2017

- geschrieben von Tabea -

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Montag, 14. August 2017

erlebt: mit Leanna auf der Documenta 2017

Hallöchen!

Es ist Documenta in Kassel – und das schon seit einigen Wochen. Dass ich da unbedingt hin möchte, weil ich eben auch mal was erleben will, war mir schon vor einer ganzen Weile klar; aber wann und mit wem, dass stand ewig in den Sternen.
Im Semester hatte ich ja für keinerlei Hobbys Zeit – also erst recht nicht, um eine Ausstellung zu besuchen. Also musste ich wohl die eine Woche nutzen, die ich Semesterferien habe… Doof nur, dass da gefühlt all meine Freunde entweder noch in einer Klausurenphase stecken, arbeiten müssen oder im Urlaub sind. Das liebe Schwesterchen kann sich für die Documenta auch nicht so recht begeistern… und unter meinen Blogger-Freunden war auch niemand, der Zeit hatte.

Alleine zur Documenta? Na gut, wenn’s denn sein muss… oder halt! OMA!
Also frage ich meine Oma… die wollte gerne mit, wir peilten gemeinsam den 26.7. an und freuten uns drauf – bis etwas dazwischen kam. Der Traum von der Documenta mit Oma war geplatzt.

Documenta 2017 in Kassel

Leanna jammerte ich dann Anfang der freien Woche die Ohren voll, obwohl diese im Lernstress war. Und da stellte sich heraus, dass ihre letzte Klausur am Donnerstag statt fand und sie am Freitag Zeit hätte, mich zur Documenta zu begleiten. Außer Zeit hatte sie außerdem auch noch Lust dazu, also fühlte sich dieser Moment, in dem ich das erfuhr, an wie ein Lotto-Gewinn.

Freitag in aller Früh packte ich also meinen tonnenschweren Rucksack und lief zum Bahnhof, um mich dann von einem Bus über Bad Wildungen nach Kassel kutschieren zu lassen. Meine Güte – entweder sind die Busfahrer früher besser gefahren oder ich war einfach „fahr-fester“.

In Bad Wildungen wartete ich dann kurz auf meinen Anschlussbus und hätte dann vor Freude in die Luft springen können: Doppeldecker! Mit so einem Bus wollte ich doch schon immer mal mitfahren – und oben waren sogar noch genug Plätze frei. Also erfüllte ich mir gleich diesen kleinen Lebenswunsch und nahm mir oben einen Sitzplatz, völlig ungeachtet der Tatsache, dass einem da ja noch viel schneller schlecht wird. Die Erfahrung, oben mitzufahren, war mir etwas Übelkeit durchaus wert.
Okay… aus „etwas Übelkeit“ wurde „ziemlich viel Übelkeit“, aber da muss man dann halt durch 😉.

Um kurz vor zehn stand ich dann da, wo Leanna und ich uns treffen wollten: Am Friedrichsplatz. Lange warten musste ich auch nicht, was ziemlich nett war.

Documenta 2017 in Kasselöffentlicher Tempel mit verbotenen Büchern auf dem Friedrichsplatz

Quasi ohne Umschweife ging es an die Kasse – ein ermäßigtes Tagesticket für jeden bitte! 15 € sind zwar nach wie vor nicht gerade wenig, aber Documenta ist eben nur alle vier Jahre und wer weiß, ob ich sie je wieder besuchen werde.

Trotz Ticket war der erste Stopp aber nicht etwa eine Ausstellung, für die man die Eintrittskarte gebraucht hätte, sondern der Tempel mit den verbotenen Büchern auf dem Friedrichsplatz. Dieses Kunstwerk hat zumindest meinem Gefühl nach zu urteilen die meiste öffentliche Aufmerksamkeit erhalten – also wollten wir es natürlich auch live und in Farbe sehen.
Da gehen einem dann doch ein paar Gedanken durch den Kopf, wenn man plötzlich so viele Bücher sieht, die man sogar kennt – und man fragt sich unweigerlich, warum Märchenbücher wie die von den Grimm-Brüdern jemals verboten waren.

(Nur so am Rande, die Märchen der Grimm-Brüder habe ich gegoogelt und herausgefunden, dass sie von den Alliierten verboten wurden, weil sie zu viel an Grausamkeit, Aberglaube und überholten Weltbildern beschrieben. – Quelle: planet schule)

Außerdem fanden wir beide die Plastikfolie passend, die die Bücher an die Säulen bindet und vor Regen schützt… denn verboten Bücher sind ja auch quasi gefangen und bedrückt. Insgesamt bleibt mir also nur zu sagen: „Wow, sooo viele Bücher – wie kann das sein?“ und „Ich dachte irgendwie, der Tempel würde besser aussehen.“
Aber es muss ja nicht immer nur die Optik stimmen – und bei diesem Kunstwerk geht es doch sicher mehr um die Botschaft.

Documenta 2017 in Kassel

Weiter ging es dann zur Neuen Galerie, in welcher wir auch relativ viel Zeit verbrachten, da es so viel zu sehen gab.
Die Kunstwerke verteilten sich über mehrere Etagen… und sie waren ziemlich unterschiedlich.

Mal waren wir fasziniert davon, dass die Maler mit Öl auf Leinwand so gemalt haben, dass es den Eindruck von Wachskreiden erweckte… mal fand ich Skulpturen einfach nur abstoßend… mal verstand ich nicht, was ein Kunstwerk aussagen sollte und manchmal war ich auch einfach nur beeindruckt.
Fotografien mischten sich mit Collagen, Skulpuren, Ölgemälden und sogar Zeichnungen, bei denen ich mich fragte, warum man die als Kunst wertet. Manches sah nämlich so aus, als könnte das jeder Grundschüler nachmalen.

Documenta 2017 in KasselDie Portrait-Sammlung „Real Nazis“ nahm eine komplette Wand ein.
Documenta 2017 in Kassel
Documenta 2017 in KasselKunstwerke zum Thema „Transformation von Mann zu Frau“

Mit Leanna führte ich ab und zu kurze Gespräche zu den Gemälden… Interesse weckte bei uns zum Beispiel eine Arbeit, die das Thema „Geschlechterumwandlung mittels Make-Up und Farbe“ behandelt. Irgendwie war die gesamte Documenta doch nicht gerade wenig auf aktuelle Themen ausgerichtet… hier in der neuen Galerie stießen wir eben auf die Geschlechterumwandlung, aber später kamen noch andere Dinge hinzu.

Nach unserem Besuch in der Neuen Galerie brauchten wir beide dann aber doch eine Verschnaufpause von der Kunst – und auch vom Stehen. Also machten wir eine Mittagspause auf einer netten Bank und unterhielten uns über das Leben. Was man eben so macht, wenn man sich wieder viel zu wenig gesehen hat.

Documenta 2017 in Kassel
Documenta 2017 in Kassel

Danach ging es dann Richtung Documentahalle. Bevor wir diese jedoch betraten, stießen wir auf die Röhrenkonstruktion davor…
Irgendwie irre, dass da echt alles drin war, was man zum Leben braucht – nur eben im Miniformat. Sogar eine Bücherei!!

Diese beherbergt zwar wesentlich weniger Ausstellungsstücke als die Neue Galerie, aber dafür einige, die mich umso mehr beeindruckten.
In einem Raum hingen nämlich zwei Schiffsteile und es standen Leinwände herum… Flucht war hier wohl das Thema der Werke. Wir fragten uns, ob die blauen Männer auch in einer anderen Farbe direkt an Seemänner erinnert hätten – vielleicht auch allein wegen den anderen Kunstwerken, von denen sie umgeben waren. Wir überlegten, wie das rote Bild zu deuten ist – jetzt frage ich mich gerade, ob es einfach nur zeigt, welche Massen von Flucht betroffen sind – denn durch die Anzahl der Flüchlinge wirkt es ja manchmal so, als hätten sie keine Persönlichkeit mehr und seien alle gleich… Ach, ich weiß es nicht. Ich glaube auch, dass ich noch nie so viel über Kunst nachgedacht habe.

Die Disco-Kugel deutet Leanna übrigens so, dass sie zeigt, wie glücklich die Betrachter sich schätzen können, da sie eben nicht fliehen mussten. Ihr Leben ist einfach eine Party im Vergleich mit dem der hier abgebileten Menschen.

Documenta 2017 in Kassel
Documenta 2017 in Kassel

Auch die gefärbten Stoffe auf der anderen Seite dieses großen Raumes haben es mir angetan – und nachdem man dann das Schild gelesen hatte, wusste man auch endlich, warum da die Pflanzen in der Nähe standen. Die braucht man eben für diesen Indigo-Farbton.

Nach der Documentahalle hatten wir noch genug Zeit übrig, um weitere Orte zu besuchen. Leanna wollte gern noch zu den Glaspavillions – und wie hätte ich da auch was gegen sagen können?

Manche von ihnen enttäuschten uns – etwa der, mit den Fellen und dem Laub. Er wirkte einfach falsch – denn echte Felle und technische Geräte sowie Convienice Food passen für mich einfach nicht zusammen (Die Felle haben mich außerdem auch angewidert, wenn ich ehrlich bin.).

Documenta 2017 in KasselGroße Stoffe hängen in einem Pavillon von der Decke.

Dafür war aber der Pavillion mit den bemalten Stoffen einer, den ich sehr mochte. Hier hingen die Stoffe von der Decke – gigantisch große Stücke, in den kräftigsten Farben verziert. Es war einfach eindrucksvoll – und manchmal erinnerten die Muster auch an irgendwas. Rote Kugeln auf grünem Hintergrund ließen mich beispielsweise an Melonen denken.

Auch die Bakery, welche in einem weiteren Pavillion war, gefiel mir sehr und bewegte mich. Die stand für die Geschichte einer Bäckerei, in welcher Ausländer in Syrien Brot gebacken hatten… nur wollte dieses Gebäck niemand kaufen, weil die Ausländer eben als „schmutzig“ galten. Obwohl man also quasi die ganze Küche einsehbar gestaltet, blieben die Kunden weg… und der Laden verkaufte jahrelang nur an Waisenhäuser und ähnliche Einrichtungen sein Brot – bis die Leute dann nur noch die Wahl hatten, zu verhungern oder das Brot der Ausländer zu kaufen. Ab diesem Zeitpunkt standen sie dann Schlange – doof nur, dass die Bäckerei kurz später zerbombt wurde.
Die Geschichte ist also wirklich traurig… sowohl für die Bäckerei, als auch, weil Rassismus wohl in zu vielen Teilen der Welt noch so verbreitet ist.

Documenta 2017 in KasselUnten in dem Bäckerei-Pavillon sind diese Portraits zu finden, aber leider kann ich die Sprache nicht, mit der Texte auf den Blättern der Portraits geschrieben sind.

Den alten Hauptbahnhof wollte ich nun gern noch besuchen – Bahnhöfe finde ich immer magisch. Also liefen wir dann da hin, fanden den Eingang und standen nur kurz später in einem dunklen Raum. Ein bedrückender Raum… und die Zettel auf der einen Seite unterstützten diese vom Film erzeugte Stimmung noch.

How do you start a car? How do you start a war?
- Irgendwas in dieser Art war auf einem Zettel zu lesen…

Ein komisches Gefühl, solche Kunst zu betrachten… ich glaube, so greifbar war es mir noch nie, wie schlimm Krieg wirklich ist.
Anschließend saßen wir nun im alten Bahnhof auf diesen typischen Stühlen und aßen noch ein wenig, während wir uns über die Kunst, die wir bereits gesehen hatten, austauschten. Ich muss echt sagen, dass es wohl keine bessere Begleitung als Leanna für einen Besuch auf der Documenta gibt. Sie studiert ja auch etwas in diese Richtung und hat generell viel Interesse an Kunst und zeichnet und malt selbst – und sie denkt eben auch gern über Kunst nach.

Documenta 2017 in Kassel
Documenta 2017 in Kassel

Ein klein wenig Zeit hatte ich vor meiner Rückreise noch – also machten wir uns auf den Weg zum Hessischen Landesmuseum. Wir dachten, da wäre sicher noch viel zu sehen, da das Museum ja doch recht groß ist…

Zunächst ging es aber in diesen verhüllten Aufbau vor dem Gebäude (Torwache heißt er) – worin wir einige beeindruckende Gemälde vorfanden, die uns aber dennoch nicht so lange dort hielten. Zu groß war die Neugierde auf das Museum selbst.

Also rein da… Treppe hoch. Und dann schauten wir aus Versehen in einen Raum der normalen Ausstellung, bevor wir erfuhren, dass nur die oberste Etage zur Documenta gehört.
Masken trugen hier die Personen, die auf den Fotografien abgebildet waren – mal mit komischen Gesichtsausdrücken, mal mit Tierköpfen. Was ich dabei denken musste? – Eigentlich tragen wir alle unser Leben lang eine Maske, da wir uns der Gesellschaft anpassen müssen. Niemand kann uneingeschränkt der sein, der er sein will, da man immer Rücksicht auf sein Umfeld nehmen muss.
Ob der Künstler aber das damit ausdrücken wollte, das weiß ich nicht. Denn leider stand zu den meisten Gemälden nicht viel auf den Info-Blättern. Künstlername, Bildtitel und das verwendete Material… Entstehungsjahr. Das war’s , obwohl mich oft die Hintergründe des Werkes noch interessiert hätten.

Documenta 2017 in Kassel

Auf den Turm gingen wir beide dann auch noch, denn die Ausstellung hier war irgendwie wirklich eher klein – viel kleiner als erwartet. Aber ein toller Ausblick über Kassel ist ja auch nicht schlecht!
Einziger Nachteil: Danach sitzt die Frisur irgendwie, aber garantiert nicht mehr so, wie das geplant war.

In den verbleibenden Minuten trieben wir uns nun in der normalen Ausstellung des Hessischen Landesmuseums rum. Alltagsgegenstände aus vergangener Zeit mag ich ja total gerne… und wisst ihr was? Ich habe sogar sowas gesehen, was heute den Namen Smoothiemaker tragen würde. Damals, also um 1950 rum, nannte man das allerdings noch nicht so.

Tja… und damit endete wohl mein Besuch auf der Documenta. Leanna brachte mich zur S-Bahn-Haltestelle, ich verabschiedete mich und fuhr zum Bahnhof Wilhelmshöhe. Von dort aus ging es dann nach Korbach zu meiner Mama – denn das war kürzer und außerdem wollte ich am folgenden Samstag noch jemanden in Korbach treffen. Passte also alles perfekt.

Was nun von dem Besuch auf der Documenta bleibt? Der Wunsch, mal mit Stoffmalfarbe zu arbeiten. Noch viel mehr aber der Entschluss, dass ich dringend öfter zu Ausstellungen reisen sollte. Ach, und das Wichtigste: ICH WILL MEINE FREUNDE ÖFTER SEHEN! Warum zum Henker muss das immer so schwer sein, einen gemeinsamen Termin zu finden? Diese Stunden mit Leanna waren einfach Gold wert und ich würde den Tag sofort wiederholen wollen.

- geschrieben von Tabea -

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Samstag, 12. August 2017

Kartoffeln garen für Untalentierte

Hallo ihr Lieben,

wisst ihr eigentlich, wie gerne ich Kartoffeln esse?

Es gibt nur ein einziges Problem: Den Dreh beim Kochen hatte ich bei meinem Auszug von Zuhause noch nicht so richtig raus. Sie wurden matschig, waren nicht ganz durch oder ließen sich irgendwas einfallen, um mich zu ärgern.

Also überließ ich bis vor einer Weile das Kochen dieser Dinger lieber meiner Mutter und lud mich bei ihr einfach öfters zum Mittagessen ein. Aber was mache ich nur, wenn ich Kartoffeln essen will und gerade nicht nach Hause fahren kann (oder sie mir eben keine kochen möchte)? – Kreativ werden!
Es kann nämlich nicht sein, dass man Kartoffeln nur im Kochtopf gar bekommt. Bratpfanne geht ja auch. Aber nur Bratkartoffeln will ich auch nicht, also stellte sich mir die Frage: Was hat die Küche noch zu bieten?
Genau, einen Backofen.

Daher gibt es jetzt hier meine Methode für Kartoffeln aus dem Backofen:

Kartoffeln bereit legen

  1. Kartoffeln suchen und schälen. Dank Sparschäler ist das ja zum Glück kein Problem, zumindest wenn man unter den Tausenden von Modellen das eine gefunden hat, was Schalen in der Dicke produziert, die man gut findet. Ihr wisst doch sicher, wie das nervt, wenn man drei mal drüber schälen muss, damit die Schale komplett ab ist, oder? Aber mindestens genau so schlimm finde ich es, wenn die halbe Kartoffel als „Schale“ weggeschält wird.

Kartoffeln klein schneiden

  1. Kartoffeln in ca. 2cm dicke Scheiben schneiden. Dreieckige Schnitzen gehen auch, wenn man das lieber mag. Das Einzige, was ungünstig ist, ist wenn die Stücke zu breit werden, denn dann verlängert sich die Backzeit. Und wer hat darauf schon Lust, wenn er gerade am verhungern ist? 😉
    1. Kartoffeln auf dem Backblech verteilen

      1. Scheiben auf ein Backblech legen, bei Bedarf ein paar Gewürze drüber werfen und dann bei 200°C für ca. 30 Minuten backen.

      Fertig gegarte Kartoffeln

      1. Kartoffeln auf den Teller schütten 😉.

      Abschließend muss man dann nur noch aufessen und sich freuen, dass man auch mit so wenig Talent, wie ich es besitze, leckere Kartoffeln haben kann. Idiotensicherere Varianten wird es wohl nicht geben, oder?

      Ganz nebenbei hat man übrigens null Bratpfannen und null Kochtöpfe dreckig gemacht. Kurz das Messer und den Sparschäler spülen, das Brett kann in die Spülmaschine und Backpapier tauscht man ja immer mal wieder aus 😉 – perfekt für jeden, der spülen richtig blöd findet.

      Bin ich eigentlich die einzige Person, die kaum Talent zum Kochen abbekommen hat, oder habt ihr mit bestimmten Dingen auch regelmäßig Probleme?

      P. S.: Inzwischen kann ich das mit dem Kochen auch! Übung macht den Meister…

      P. S. Nr. 2: Am 27. August habe ich dann noch mal umfangreichere Tipps für alle, die von zu Hause ausziehen, denn in meinem Jahr in der eigenen Wohnung habe ich nicht nur das Kochen von Kartoffeln gelernt 😉.

      - geschrieben von Tabea -

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Donnerstag, 10. August 2017

Duales Studium Maschinenbau – Semester 2

Hallo ihr Lieben!

Ich habe es geschafft. Was geschafft? Nunja, ich habe das zweite Semester meines dualen Studiengangs überlebt und alle Klausuren geschrieben, sodass ich mich nun in die nächste Praxisphase stürzen kann.

Die Zeit könnte also nicht besser sein, um auch dieses Semester auf dem Blog Revue passieren zu lassen. Daher führe ich mit diesem Post meine Reihe zum dualen Studium der Fachrichtung Maschinenbau fort und knüpfe damit an die Posts zur Kennlern-Phase, dem ersten Semester und der ersten Praxisphase an.

Hinweis
Ich studiere dual nach dem Modell von Studium Plus an einer Außenstelle der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM). An anderen Hochschulen und Universitäten sowie auch an anderen Außenstellen der THM läuft das zweite Semester sicher etwas anders ab.

duales Studium Maschinenbau - Semester 2

Die Fächer und Module

Darf man eigentlich noch von Fächern sprechen? Eigentlich sind es ja Vorlesungen… Und davon nicht gerade wenig. 32 Wochenstunden stehen in den Modulblättern vorgeschrieben – aber dazu kommt ja noch, dass wir eigentlich genau so viel Präsenzzeit in Vorlesungen haben wie wir auch zu Hause zusätzlich investieren sollen.

Übrigens herrscht bei uns Anwesenheitspflicht in allen Vorlesungen. Das liegt daran, dass unsere Partnerbetriebe sowohl uns als auch die Hochschule bezahlen – also muss quasi sichergestellt werden, dass wir auch wirklich was lernen.

Aber gut, schauen wir uns mal an, was so in meinem Stundenplan stand:

  • Mathe

    Gähn. Habt ihr meinen Post zum ersten Semester gelesen, in dem ich geschrieben habe, dass ich das meiste, was in Mathe gelehrt wird, aus dem Abitur schon konnte?
    Ein klein wenig besser wurde das im zweiten Semester zwar, aber dafür kam nun ein anderes Problem hinzu: Der Dozent, welcher der gleiche geblieben war, konnte den Stoff einfach nicht verständlich vermitteln – mir zumindest nicht.

    Daher musste ich also die Vorlesungen quasi absitzen und mir dann zu Hause alles selbst beibringen. Nicht optimal und hat nur semi-gut geklappt. Das Skript zur Vorlesung war dabei auch keine Hilfe…

    Wir haben uns über diesen Dozenten übrigens bereits im ersten Semester beschwert, aber da tut sich nichts. Die THM findet angeblich keinen Ersatz – aber Vorschläge hat sie sich abgelehnt.

duales Studium Maschinenbau - 2. Semester

  • Naturwissenschaften

    Für diese Vorlesung hatten wir zwei Dozenten, denn es gab einen Physik-Teil und einen für Chemie.

    Physik fand wieder samstags statt bei dem Mann, der uns bereits im ersten Semester unterrichtete. Er hatte sich unsere Kritik von damals zu Herzen genommen und hat daher ein Skript zur Vorlesung entwickelt. Das fanden wir alle sehr gut.
    Allerdings muss ich sagen, dass ich hier trotzdem fast nur eine Wiederholung meines Abiturstoffes zu hören bekam… Es hätte mir wirklich gereicht, das Skript zu Hause durchzuarbeiten, aber wegen der Anwesenheitspflicht musste ich ja meine Zeit im Hörsaal absitzen.

    Chemie hatten wir bei einem Dozenten, der von einer anderen Hochschule zu uns kam. Die Dozenten der THM haben nämlich auch nicht so viel Lust, an Außenstellen zu lehren… Das ist ihnen einfach zu viel Aufwand.
    Dieser Dozent konnte den Stoff wirklich gut vermitteln, ging auf alle Fragen ein und thematisierte die Grundlagen: Atom-Aufbau, Bindungen, Redoxreaktionen, Salze, Säuren und Basen
    Doof war nur, dass wir immer 6-8 Stunden am Stück hatten und die Vorlesungen erst spät im Semester lagen, sodass kaum Zeit bis zur Klausur blieb, um alles zu lernen.

    Die Klausur in diesem Fach war übrigens einfach zweigeteilt: 50 Bewertungseinheiten auf den vom Physikdozenten gestellten Teil und fünfzig weitere für Chemie. Geschrieben wurde das aber an einem Tag in zwei Stunden.

  • Technische Mechanik

    Dieses Fach hatte ich ebenfalls bereits im ersten Semester, allerdings gab es nun einen neuen Dozenten.

    Dieser kam auch von einer anderen Hochschule zu uns – und konnte gut erklären, rechnete viele Beispiele und Übungsaufgaben mit uns und war freundlich.

    Inhaltlich ging es um Festigkeitsberechnungen, vorwiegend von Trägern. Allerdings merkte ich hier deutlich, dass ich im ersten Semester was nicht wirklich verstanden hatte, denn mit Schnittkräften hatte ich jedes Mal wieder meine Probleme.

    Trotzdem besuchte ich die Vorlesung eigentlich recht gerne, konnte den neuen Stoff gut aufnehmen und blickte zuversichtlich Richtung Klausur (… und ausgerechnet da wurde es bei mir echt knapp.). Ärgerlich war nur, dass die Vorlesungen in Maschinenelemente diese Vorlesung als Grundlage voraussetzen… Mit technischer Mechanik haben wir aber erst wesentlich später im Semester begonnen… Angeblich wird das für kommende Studenten aber besser.

duales Studium Maschinenbau - 2. Semester

  • Maschinenelemente

    Drei Dozenten, ein Fach. Maschinenelemente wurde nämlich aufgeteilt: Ein Professor vermittelte uns neues Wissen, eine Dozentin leitete die Gruppenarbeit, die Voraussetzung für die Klausurzulassung ist, und eine ehemaliger Student leitete die Übungen.

    Inhaltlich ging es in unserer Vorlesung um die Berechnung von Bauteilen und deren Verbindungen. Also lernte ich Zeug über Schrauben, Schweißverbindungen, Löten, Kleben, Nieten und so weiter. Umfangreich war das echt – wir mussten von jeder Verwindungsart die Vor- und Nachteile sowie den Anwendungsbereich wissen und sie berechnen können. Aber immerhin was das Buch mit allen Formeln in der Klausur erlaubt… Das Skript taugte meiner Meinung nach nämlich nicht mal zum Lernen.

    In der Gruppenarbeit ging es um einen
    Kranträger. Belastung und Größe waren vorgegeben, das passende Profil mussten wir bestimmen, nachdem wir zuvor einiges berechnet hatten. Abgegeben wurden dann Zeichnungen von der Konstruktion, Protokolle der Gruppenarbeit und Berechnungen.
    Danach folgte eine weitere Gruppenarbeit, in der wir mit dem Computer eine Skizze und eine Zeichnung erstellen mussten – auf Grundlage der Daten aus der ersten Gruppenarbeit. Hierbei war ich meiner Gruppe leider wirklich keine große Hilfe, da ich mit dem Programm nicht so recht klar gekommen bin.

    Die Übungen dauerten je zwei Stunden lang und waren viel zu knapp. Hier sollten wir nämlich Aufgaben rechnen… Und zwar viele und umfangreiche.
    Aufgrund der knappen Zeit bekamen wir vom netten Übungsleiter viele Dinge nur vorgerechnet und durften diese erst zu Hause bei den Hausaufgaben, die für die Klausurzulassung bewertet wurden, selbst rechnen. Ich muss zugeben, dass ich da meine Probleme hatte und eigentlich jedes Mal Hilfe brauchte und manchmal sogar vor Verzweiflung heulte. Aber der Übungsleiter hat sich echt Mühe gegeben, antwortete seeeehr schnell auf Hilferufe meinerseits per E-Mails und ich war wohl einfach nur zu dumm…
    Gerade vor der Klausur haben wir aber auch in der Übung viel selbst unter Zeitdruck rechnen dürfen.

  • duales Studium Maschinenbau - Semster 2

  • Konstruktion / CAD

    Dieses Fach unterrichtete die Frau, die auch die Gruppenarbeit leitete. Es gab meistens zuerst zwei Stunden Theorie, in der wir hauptsächlich lernten, auf welchen Formalitäten man bei Zeichnungen und Schnittansichten achten muss.
    Anschließend ging es an den PC und mit Solid Works (ein Programm, mit dem man Konstruktionen am PC erstellt) sollten wir Teile konstruieren und Zeichnungen davon ableiten.
    Darin versagte ich übrigens total, denn leider wurden wir da für meinen Geschmack zu sehr ins kalte Wasser geworfen, da nur wenig vorgemacht wurde und wir uns quasi selbstständig in dem komplexen Programm zurecht finden mussten.

  • Coaching

    Mein Lieblingsfach! Okay, gelernt habe ich da so gut wie nichts, aber der Dozent war wieder der ehemalige Student, den wir in dieser Vorlesung auch schon im ersten Semester hatten.
    Es wurde wieder viel über Probleme im Studium gesprochen, aber auch Kreativität und Arbeitsmotivation bzw. das richtige Lernen kamen zur Sprache. Allerdings erfuhr man da selten was, was man brauchen kann und nicht bereits vorher kannte – es war also mehr ein nettes Beisammensein.

  • duales Studium Maschinenbau - 2. Semester

  • Ettikette Seminar

    Arg. Das Allerschlimmste für mich, würde ich behaupten.

    Es dauerte einen ganzen Tag lang… Vormittags und nachmittags saßen wir im Hörsaal und lernten, was der Unterschied zwischen Etikette und Benehmen ist. Außerdem erfuhren wir, wer wo in der „Hierarchie“ steht, was man bei geschäftlichen Anlässen als Mann als Kleidung zu tragen hat (Da ich die einzige weibliche Person abgesehen von der Seminar-Leiterin war, ging sie auf Frauen nicht ein, um die Herren nicht zu langweilen.) und wie man sich beim Geschäftsessen zu benehmen hat. Ich fand das alles furchtbar langweilig und muss es mir bei Bedarf eh kurz vorher noch mal anlesen, denn behalten kann man den ganzen Kram, der nicht selbstverständlich ist, meiner Meinung nach eh nicht.

    Abends folgte dann der zweite Teil, damit ich auch ja keine Freizeit oder Zeit zum Lernen an dem Tag kurz vor der Klausurenphase hatte. Wir mussten bei über dreißig Grad in Businessgarderobe erscheinen und ein aus fünf Gängen bestehendes Menü verspeisen. Sterne Restaurant (Die Sonne in Frankenberg), zwei Tische, bis abends um halb zehn.

    Ich saß während des Grußes aus der Küche (Gurkenkaltschale), der Vorspeise (Spargelsalat) und der Suppe mit einer Hälfte meiner Mitschüler am Tisch, danach durfte ich mit der Seminarleiterin vom anderen Tisch tauschen, damit alle meine Mitschüler mal in den Genuss ihrer Gesellschaft kamen.

    Ich jedenfalls war froh über den Tausch, denen an Tisch zwei fühlte ich mich viel wohler und wurde nicht aus den Gesprächen ausgegrenzt. Es gab dann noch Roastbeef als Hauptgang für meine Mitschüler (Risotto als vegetarische Alternative für mich) und Waldmeistersuppe, Panna Cotta, Erdbeereis und Erdbeerschaum zum Nachtisch. Leider hat mir das Essen kein bisschen geschmeckt… Ich mochte die Salatsoße nicht, die Suppe war mir zu salzig, Risotto esse ich nicht gern und der Nachtisch war zu süß… ähm ja, ich bin einfach nicht für solche Restaurants geeignet und fühle mich bei solchen Speisen nur unwohl, auch wenn hier die Qualität des Essens und die Portionsgrößen top waren.

duales Studium Maschinenbau - 2. Semester

Das Organisatorische

Also auf dieser Ebene ist das zweite Semester echt unter aller Sau gewesen. Tut mir ja leid, das so schreiben zu müssen, aber anders kann man es nicht formulieren.

Zunächst mal war der Stundenplan grausam. In den ersten Wochen hatten wir kaum Vorlesungen und daher viel Freizeit. Allerdings konnten wir noch nicht für die Klausuren lernen, da es ja kaum Stoff gab…
Einige Dozenten hatten wir erst nach mehreren Wochen erstmalig… Und so lagen beispielsweise 75% der Chemievorlesungen in den drei Wochen vor der Klausur. Wie sollen wir uns da vernünftig auf die Klausuren vorbereiten?
Und das, was mich daran am meisten ärgert, ist, dass man das einzig und allein mit Platzmangel begründete. Die Studenten des sechsten Semesters, welche früher fertig sein sollten, hätten die Räume blockiert, sodass wir in den ersten Monaten kaum Vorlesungen haben konnten. Allerdings hat die Sparkasse der THM sogar angeboten, Räume zur Verfügung zu stellen. Das hat unsere Außenstelle aber abgelehnt – den Verantwortlichen war es also scheinbar egal, dass wir Studenten so behandelt werden und dann in total Lernstress geraten..

Immerhin unsere Dozenten standen uns zur Seite und halfen mit, die Klausuren zu entzehren. Wir schrieben also nicht alles in der einen dafür vorgesehenen Woche, sondern hatten quasi drei Wochen mit Klausuren.

Tja, und davon, dass wir für die Samstage, an welchen wir ständig in der Vorlesung saßen, einen anderen Tag in der Woche angeblich frei haben sollten, merkten wir auch irgendwie nicht viel. Einige Mittwoche konnten wir uns aber wenigstens selbst freischaufeln, indem wir mit dem Dozenten absprachen, dass wir die Vorlesungen auf einen Tag verlegen, an dem wir sowieso schon Vorlesungen hatten.
Sonst hätten wir nämlich etliche 6-Tage-Wochen gehabt…

Und ihr wollt nicht wissen, wie blöd ich das mit den Samstagen fand. Gerade im Sommersemester waren da oft Veranstaltungen, die ich deswegen verpasst habe – etwa die Tierschau auf dem Frankenberger Pfingstmarkt. Und mein Besuch auf dem Hessentag war auch Stress pur, weil ich bis nachmittags im Hörsaal saß und am frühen Abend schon bei Just 90s sein musste.

Einen Messebesuch bekamen wir auch angeboten… Und da wir alle mitfahren wollten, baten wir darum, dass der Bus, der von Wetzlar nach Hannover fuhr, uns in Frankenberg einsammeln würde. Nach Wetzlar fährt man nämlich von uns aus zwei Stunden, aber Frankenberg liegt auf dem Weg von Wetzlar zur Messe.
Erst hieß es, dass wir einen Bus bekämen und drei Tage vorher wurde uns dann mitgeteilt, dass dieser Bus uns nach Wetzlar fahren würde, damit wir von dort aus dann mit allen nach Hannover fahren können. Zurück geht es dann wieder über Wetzlar. Abfahrt: kurz vor vier, nachts; Ankunft nach der Messe in Frankenberg: 23 Uhr.

Diese Informationen lagen den Leuten, die uns informierten, übrigens schon Wochen vor und dann waren sie auch noch sauer, als wir uns beschwerten. Wir versuchten noch, ihnen klar zu machen, dass wir nicht über Wetzlar fahren wollten, aber da war nichts zu retten.
Abschließend wurden wir als unprofessionell bezeichnet, da wir dann letztendlich nicht zur Messe fuhren und den Bus stornieren ließen. Und genau das ärgert mich, denn wir sind die ganze Zeit über freundlich geblieben, haben augenblicklich reagiert, als wir Informationen erhielten, und der Fehler lag auch ganz klar bei den Leuten im Büro der THM.

Aber noch mehr ist bescheiden gelaufen: Das Etikette-Seminar hätte man sicher zu Beginn des Semesters machen können. So lag das mitten in der Zeit vor den Klausuren, was echt doof war, da es ja von morgens bis abends um zehn dauerte. Die Zeit hätten wir da aber dringend zum Lernen gebraucht.

Zudem müssen wir ja unsere Dozenten zur Mitte des Semesters bewerten. Qualitätssicherung der THM nennt sich das.
Doof nur, wenn man einige Veranstaltungen, wie das Etikette-Seminar, noch gar nicht hatte und auch bei einigen Dozenten bis zu dem Zeitpunkt nur eine Vorlesung besuchen konnte, weil der Stundenplan ja so grausam gestaltet war. Diese Evaluation müsste man also echt anders gestalten.

Auch blöd war es, den Hochschul-Betreuer für die zweite Praxisphase zu wählen, bevor wir die Noten für den ersten Praxisphasenbericht hatten. Ich finde es echt unverschämt, dass ich auch nach 2,5 Monaten noch nichts davon gehört hatte, wie der Dozent von der Hochschule meinen Bericht bewertet hatte. Und per E-Mail durfte mir dieser nicht mal die Punktzahl nennen und machte daher dann nach eben diesen 2,5 Monaten nur Andeutungen, als ich nachfragte. Erst am Semesterende waren die Noten eeendlich online – aber eine Einsicht wie bei Klausuren gibt es hier soweit ich weiß auch nicht.

Ich glaube, das war nun alles, was ich kritisieren würde an der Organisation… Kommen wir also gleich zum nächsten Problem.

duales Studium Maschinenbau - 2. Semester

Was man nicht lernt

Die Grundlagen aus dem Studium sollte man schon mitnehmen.
- mein Dozent in der Maschinenelemente-Vorlesung

Dieser Satz fiel in einem Gespräch mit einem unserer Dozenten, der ganz irritiert war, als sich mal jemand traute zu fragen, was der Unterschied zwischen h7 und H7 ist. (Nur am Rande für alle, die sich nicht mit sowas beschäftigen: Das hat was mit Passungen von Bolzen und Bohrungen zu tun.)
Da gab es dann nämlich eine Diskussion, dass wir solche Grundlagen ja eigentlich können müssen. Mit stellte sich da allerdings direkt die Frage, wie ich Grundlagen aus dem Studium mitnehmen soll, wenn ich sie gar nicht im Studium lerne.
… Und auf Aufforderung eines Mitschülers wiederholte ich diesen gemurmelten Gedanken sogar so laut, dass der Dozent es hören und darauf reagieren konnte.

Es folgte eine Erläuterung, dass wir eben durch den Bachelor einfach weniger Zeit hätten und man daher die Vorlesungsstunden so gekürzt habe, dass das eben nicht mehr unterrichtet werden könne.
Für mich macht das alles aber wenig Sinn als Begründung. In Mathe kauen wir all das Zeug aus dem Abi ja auch noch mal durch… Kann man da nicht Mathe dann in den Stunden kürzen, sodass wir zu Hause wenigstens die Zeit haben, uns die Grundlagen selbst beizubringen?

Generell ist es nämlich so, dass sich unser Semester etwas spaltet: Leute mit Abitur, die „die Grundlagen“, also Bezeichnungen von Maschinenelementen, Schrauben und sowas, nicht können, und Leute mit Fachabitur und Ausbildung, die zwar „die Grundlagen“ beherrschen, aber dafür in Mathe eben die Vorlesungen auch wirklich brauchen, in denen ich mich langweile.

Mir kommt es allerdings so vor, als sei dieser duale Studiengang da ein wenig unfair – die Leute mit Ausbildung werden bei ihrem Wissensstand abgeholt, die Leute vom Gymnasium nicht. Da besteht meiner Meinung nach wirklich Verbesserungsbedarf. Entweder man strukturiert die Vorlesungen anders oder man streicht auch bei Mathe ein paar Stunden zu Gunsten von Zeit zum eigenständigem Lernen, in denen jeder sich das aneignet, was ihm fehlt. Denn ich kann mir die Sachen, die mir fehlen, gern selbst anlesen, aber dann brauche ich dazu Zeit. Zeit, die ich nicht mal habe, um ausreichend die Vorlesungen nachzuarbeiten und mich auf Klausuren vorzubereiten.

duales Studium Maschinenbau - Semster 2

Fazit zum zweiten Semester

Ich habe gelitten. Wirklich, gerade die letzten 2,5 Monate waren grausam für mich. Ich hatte zu nichts Zeit – nur für mein Pony und ein Sparprogramm beim Blog habe ich sie mir genommen. Ansonsten musste ich ständig lernen und hatte permanent Angst, die Klausuren nicht zu bestehen. Hausübungen brauchten mich zum Heulen…
Ach ja und meiner Oma und meinem Onkel musste ich einen Besuch zum Kuchen essen auch mehr als ein Mal ausschlagen, weil ich Unterricht hatte oder für Klausuren pauken musste. Das hat mich echt mitgenommen…

Ich bin daher wirklich froh, nun wieder im Betrieb zu sein, wo man eben wirklich frei hat, wenn der Arbeitstag zu Ende ist. Außerdem fühlen sich zwei Tage Wochenende wie purer Luxus an!!!

Trotzdem… Ich bereue nicht, diesen Studiengang gewählt zu haben. Jedes andere Studium würde mir inhaltlich sicher auch nicht leichter fallen. Ich weiß ja genau, warum ich dual studieren wollte – damit ich einen Job habe, wenn ich fertig bin, und auch jetzt schon Geld verdienen. Und genau darüber bin ich immer noch froh, denn sonst hätte ich mir nicht kurz vor dem Beginn des Semesters das Pony kaufen können. Dafür brauchte ich einfach die Sicherheit, dass ich es aus finanziellen Gründen nicht spätestens am Ende des Studiums wieder abgeben muss, weil ich blöderweise keinen Job finden kann.

Also: Es ist die Quälerei wert, weil ich mir damit den Traum vom eigenen Pony verwirklichen konnte und etwas mache, was eigentlich auch ganz interessant ist.

Und, seid ihr mit dem, was ihr gerade macht, glücklich? Oder zieht ihr das gerade nur durch, weil ihr einen Traum oder ein Ziel habt, wofür das eben nötig ist?


Dieser Post ist Teil einer Reihe über mein duales Studium der Fachrichtung Maschinenbau. Bisher erschien ein Post als Überblick über das Studium und es sind weitere geplant zu den einzelnen Semestern und Praxisphasen.
Hier geht es zu allen erschienen Posts.

- geschrieben von Tabea -

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