Sonntag, 9. Juli 2017

Aktionsaufruf: Farbblick – Farbkette 2017

Hallo ihr Lieben!

Die kleine Abstimmung, die im Juni in meinem Bericht vom Fototag mit Sarah und Leanna zu sehen war, hat ziemlich eindeutig gezeigt, dass ihr Lust auf eine weitere Runde des „Farbblicks“ habt. Ich komme daher gern diesem Wunsch nach, denn wenn ich ehrlich bin, dann habe ich sogar selbst ein Mal die Abstimmung ausprobiert, indem ich für eine Aktion gestimmt habe.

Aber für alle, die noch nicht wissen, was der Farbblick ist, hier noch schnell eine Erklärung:

Farbblick ist eine Aktion, die erstmals im Mai 2017 stattfand. Es geht darum, dass nur Fotos zu einer bestimmten Farbe gemacht werden sollen, sodass man bei der Fotosession einen Suchblick aufsetzen muss.
Bei der Aktion im Mai haben sich vier Bloggerinnen (Leanna, Jana, Bee und ich) zusammengefunden und je vier Bilder zu je vier selbst gewählten Farben gemacht und in einem Post gezeigt. Daran soll nun diese neue Aktion anknüpfen – allerdings ist sie offen für alle!

Also… Ich habe mir was überlegt. Letztes mal hatte ich mir einfach drei liebe Bloggerinnen vorab ins Boot geholt und für euch gab es daher keine Möglichkeit, dabei zu sein.
Daher habe ich nun beschlossen, diese neue Farbblick-Runde mit diesem Post anzukündigen. Jeder, der Lust hat, dabei zu sein, schreibt das bitte einfach unter diesem Post in ein Kommentar oder schickt mir eine E-Mail an kontakt@habutschu.com.

Die Fotografie-Aufgabe der Farbblick Farbkette

Allerdings läuft es dieses Mal anders ab… Also ihr dürft nicht selbst vier Farben wählen. Die besondere Herausforderung ist nämlich, dass ich euch jemanden zulosen werde, der euch dann eine Farbe vorgeben darf.
Ja, richtig, nur eine. Ich denke, eine Farbe ist vielleicht noch besser als gleich mehrere zur selben Zeit, denn so muss man noch fokussierter die richtigen Motive suchen. Und dadurch, dass die Farbe nicht selbst gewählt werden darf, ist es vielleicht auch herausfordernder… Zumindest schätze ich, dass man dann unter Umständen aus seiner Komfortzone raus muss 😉.

So, und dann habt ihr Zeit, Fotos zu machen. Aus euren Fotos zur vorgegebenen Farbe wählt ihr dann fünf Bilder aus, bastelt einen Blogpost und dann veröffentlichen wir unsere Posts alle gleichzeitig. Na, was haltet ihr davon?

Farbblick

Ablauf der AKtion

Also, noch mal klar strukturiert der Ablauf:

  • Anmeldung

    … mit einem Kommentar unter diesem Post bis zum 24.7. (Alternativ dürft ihr euch per E-Mail an kontakt@habutschu.com anmelden.)

    Achtung: Mit deiner Anmeldung zur Aktion erklärst du dich damit einverstanden, dass ich deine E-Mail-Adresse an einen anderen Teilnehmer weitergebe, damit er dir die Farbe mitteilen kann, zu der du Fotos machen sollst. Außerdem erklärst du damit, dass du mit der E-Mail-Adresse, die ich dir zukommen lasse, um einem anderen Teilnehmer eine Farbe zu wählen, vertraulich umgehst und sie nur im Rahmen der Aktion nutzt.

  • Warten

    Ich sende euch am 25.7. eine E-Mail, in der ihr erfahrt, für wen ihr eine Farbe aussuchen sollt.

  • Farbe für jemanden wählen

    Ich gebe euch auch die E-Mail-Adresse dieser Person, damit ihr dieser bis zum 31.7. die Farbe mitteilen könnt.

    Wer am 1.8. also noch von niemandem eine Farbe zugeteilt bekommen hat, meldet sich bei mir. Ich gebe euch dann eine Farbe.

  • Fotografieren!

    Fünf Bilder braucht ihr für den Blogpost zur Aktion – aber wenn ihr mehr knipst, könnt ihr die besten auswählen 😉.

  • Post tippen.

    Eure fünf Bilder fügt ihr in einem Beitrag ein und schreibt einen kleinen Text dazu, der zumindest beinhaltet, wer euch die Farbe vorgegeben hat und für wen ihr die Farbe gewählt habt (Beides mit Verlinkung, bitte!). So entsteht eine Kette und man kann sich durch alle Posts zur „Farbblick-Farbkette 2017“ schön durchklicken.

    Falls ihr möchtet, dürft ihr auch die Grafik da oben mitnehmen und in eurem Post verwenden.

  • Veröffentlichen!

    Alle Posts erscheinen am 15.9.2017 um sieben Uhr morgens – damit die Kette funktioniert und man sich dann ohne Hindernisse von einem Blog zum nächsten klicken kann.

    Wer mag, darf gerne den Hashtag #farbblick verwenden.

  • Anschauen, bewundern & vielleicht ein paar nette Kommentare?

    Und dann… Dann springen wir alle von Blog zu Blog, schauen tolle Bilder an und sind glücklich.

Also, wer ist dabei und setzt mit mir gemeines den „Farbblick“ auf, um eine Kette von wunderschönen Blogposts mit Fotos entstehen zu lassen?


P. S.: Die Idee zur Aktion „Farbblick“ hatte ich im Frühjahr 2017. Damals hatte die Aktion noch einen etwas anderen Aufbau, bei dem nicht jeder dabei sein konnte. Ansehen könnt ihr meinen Post vom Mai allerdings gerne trotzdem noch mal, falls ihr ihn noch nicht kennt.
Und für 2018 habe ich auch schon eine Idee, wie es mit dem Farbblick weiter geht.

- geschrieben von Tabea -

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Freitag, 7. Juli 2017

Kennt ihr das?

Hallo ihr Lieben!

Wow, heute haben wir aber oft die Zahl Sieben im Datum stehen. Doch eigentlich spielen die Zahlen auch gar nicht mal so eine große Rolle… Zumindest für mich nicht. Nur eins steht fest: Es ist mal wieder Zeit für „Kennt ihr das?“.

Nachdem es letzten Monat ein Blogleser-Special gab, gibt es im Juli zur Abwechslung einen ganz gewöhnlichen Fragenkatalog, zu dem Malte sogar auch eine Frage beigetragen hat. Und im August könnte ich mir vorstellen, das Auto fahren zum Thema zu machen von unserem kleinen Spiel zu machen. Was haltet ihr davon?

So, das war nun genug Worte. Lasst uns lieber anfangen, „Kennt ihr das?“ zu spielen!

kenntihrdaslogo
Kennt ihr das, wenn…
  • … ihr euch bei den Youtube-Empfehlungen nur wundern könnt, wieso euch solche komischen Videos vorgeschlagen werden?
    (Ich dachte ja immer, die Empfehlungen orientieren sich an den Interessen und was man sich sonst so anschaut…)
  • … eure Dusche auf eure Gesundheit achtet und euch Wechselduschen verpasst, ob ihr wollt oder nicht?
  • … ihr beim Haare föhnen merkt, dass ihr mal wieder zum Friseur gehen solltet, weil das so lange dauert, bis sie endlich trocken sind?
  • … ihr etwas anfangt und dann den Zeit vergesst und nicht mehr aufhören wollt?
    (Mir passiert das regelmäßig beim Reiten und Nähen… aber komischerweise auch beim Lernen. Hilfe, ich bin komisch! 😉)
  • … ihr etwas völlig anderes findet, als das, was ihr gesucht habt? (eingereicht von Malte)
  • Wenn ihr etwas zum ersten Mal macht und beschließt, dass Wiederholungsbedarf besteht?
  • … jemand ein Geschenk von euch nicht annimmt?

„Kennt ihr das?“ ist ein Spiel, dass ich schon seit der Anfangszeit dieses Blogs jeden Monat am 7. Tag mit meinen Lesern spiele. Dabei präsentiere ich euch einen Fragenkatalog und ihr dürft in den Kommentaren antworten – damit wir alle wissen, dass wir nicht alleine sind.
Falls du nun Lust hast, in älteren dieser Posts zu stöbern, findest du diese in meinem „Kennt ihr das?“-Archiv.

- geschrieben von Tabea -

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Donnerstag, 6. Juli 2017

geschrieben: Maltes Kurzgeschichte

Hallo ihr Lieben!

Heute haben wir mal als Team einen Post für euch vorbereitet. Wir? Das sind in diesem Fall Malte und ich. Okay, eigentlich hat Malte die meiste Arbeit übernommen, das gebe ich zu… Ich bin nämlich nur für ein paar einleitende Worte, die Formatierung und das Online stellen verantwortlich. Die Fotos habe ich auch nur kurz aus meinem Archiv gekramt…

Vor einiger Zeit erzählte mir Malte nämlich, dass er früher gerne Geschichten geschrieben hat. Da war ich doch irgendwie überrascht, denn auch ich habe ja in meiner Freizeit seit ungefähr acht Jahren diverse Kurzgeschichten entstehen lassen und dachte, das sei eher ein untypisches Hobby.

Malte hat seine Texte im Gegensatz zu mir aber nie jemandem gezeigt… Und daher fühlte ich mich geehrt, als er letztens mal wieder eine Kurzgeschichte schrieb und sie mir zu lesen gab.

Kurzgeschichte Kaninchen von Malte

Und wenn man schon mal so eine Chance hat, dann liest man natürlich auch, was da in dem Word-Dokument steht, stimmt’s? Anschließend war ich dann so begeistert, dass ich Malte anbot, seine Geschichte hier eventuell auch anonym auf Habutschu zu zeigen, falls er mal Feedback von netten Leuten haben wolle. Denn ihr, meine Leser, seid ja echt gut darin, nett eure Meinung zu sagen, was ich sehr zu schätzen weiß.

Und dann kam eines zum anderen: Malte war der Idee nicht abgeneigt und wollte nicht mal anonym bleiben. Ich bemerkte, dass ich keine aktuellen Fotos habe, die zur Story passen… Aber ich habe ja noch meine fotografische Unterstützung… Meine Schwester kann ich nämlich immer fragen, wenn ein Foto-Notstand auf Habutschu herrscht. Das tat ich also. Allerdings kam sie erst zeitlich nicht dazu, die Kaninchen zu fotografieren, die sie und Mama halten. Tja, und dann kam die im letzten Monatsrückblick erwähnte Katastrophe und da hatte sich das dann erledigt mit den aktuellen Fotos. (Zumindest wollte ich Kim nicht noch mal daran erinnern, was passiert ist und fragte daher nicht erneut nach… Versteht ihr sicher, oder?)

Daher beschloss ich am Ende doch, in meinen alten Bildern ein wenig zu stöbern und diesen Post mit Maltes schöner Kurzgeschichte quasi zu einem Gedenk- und Abschiedspost für unsere Kaninchenbande werden zu lassen.

Kurzgeschichte Kaninchen von Malte

Also, hier ist sie, Maltes Geschichte:

Das rosa Kaninchen und der braune Bär

Es war einmal ein kleines rosa Kaninchen, es war gerade aus dem Bau seiner Eltern ausgezogen auf einen anderen Acker. Anfangs war es das große Abenteuer und endlich fühlte es sich groß und erwachsen. Doch nach wenigen Nächten bemerkte es, dass da komische Geräusche draußen waren, dass sich um den Bau Dinge bewegten. Das rosa Kaninchen bekam große Angst und wollte nur noch nach Hause, zu seinen Eltern und den vielen Geschwistern zurück. Es vermisste die Wärme zu Hause ja so doll. Am nächsten Tag ging es nach einer angstvollen schlaflosen Nacht nach draußen, um sich etwas zu Essen zu suchen. Doch es bekam die Gedanken nicht aus dem Kopf, dass da was um den Bau geschlichen war. Ihm wurde echt mulmig und es bekam solche Angst, dass gleich irgendwas passiert.

Sahen die anderen Tiere es nicht so komisch an, als würden sie über es reden. Lachten sie nicht über es, vielleicht, weil es solch ein Angstkaninchen war. Hatten sie womöglich recht? Aber was war das, es raschelte im Gebüsch. Das rosa Kaninchen erschrak und wollte schon im Zickzack weghoppeln. Sein Herz schlug in einem Takt, den es noch nicht kannte. Da sagte eine tiefe brummende Stimme: “Warte bitte, lauf nicht weg.“ Aus dem Gebüsch kam ein großer alter brauner Bär. Es hatte solche Angst und war wie angekettet und blieb stehen. Es konnte seine Gliedmaßen nicht überreden zu laufen.
War es das, würde es jetzt gefressen werden? Würde es seine Familie nie wieder sehen, es war doch gerade erst groß geworden. Alles geschah wie in Zeitlupe. Bis der Bär sagte: “Kannst du mir helfen? Ich fresse dich schon nicht, ich ernähre mich vegetarisch. Mich hat beim Honignaschen eine Biene gestochen, an einer Stelle, wo ich nicht dran komme und seit Tagen geht der Stachel nicht raus, es tut so weh und ich habe niemanden, den ich darum bitten kann, weil wegen meinem Alter niemand etwas von mir wissen will. Ich kann nicht mehr jagen, auf Bäume klettern und und und. Ich bin einfach eine Last für alle gewesen, deshalb hab ich keine Freunde mehr und du siehst so lieb und niedlich aus, da hab ich mir gedacht, dass du mir vielleicht helfen kannst.“

Kurzgeschichte Kaninchen von Malte

Das Kaninchen verstand erst nicht, doch dann, ganz langsam, kam es durch. Es brauchte sich nicht fürchten, der Bär war ganz nett und viel wichtiger, er brauchte Hilfe und war auch allein. Das Kaninchen zog den Stachel und der Bär nahm es in den Arm und zerdrückte es fast, so glücklich war er.
„Du bist echt ein tolles rosa Kaninchen, wollen wir vielleicht etwas spazieren gehen?“
Das Kaninchen hatte auf einmal keine Angst mehr und die beiden gingen spazieren und unterhielten sich über ihre Probleme und Ängste und wurden sogar gute Freunde. Alle anderen Tiere konnten es nicht glauben und lachten über die beiden und tuschelten. Doch die beiden störte das nicht, sondern sie halfen sich, wo sie konnten, der Bär passte auf das Kaninchen auf und beschützte es sogar ein Mal vor einem gefräßigen Wolf. Das Kaninchen hingegen half dem Bären damit, dass es für ihn da war, ihm zuhörte und ihn unterstützte, wo es das konnte. So vergingen viele Jahre, doch irgendwann kam die Zeit in der der alte Bär sterben musste. Er fühlte, das es soweit war und wollte dem Kaninchen das schonend beibringen, doch dazu sollte es nicht mehr kommen, der Bär fiel vom Baum, beim Honigsammeln, und starb.
Das kleine rosa Kaninchen hatte die ersten Tage wieder starke Angst und wollte nicht mehr seinen Bau verlassen, es weinte den ganzen Tag und konnte nicht schlafen, da kam ihm eines Tages in den Sinn, was der Bär einmal gesagt hatte:
„Ich bin nicht das einzige nette Wesen und du bist ein total liebes Wesen, dich mag eigentlich jeder hier, obwohl du klein und rosa bist. Innendrinn bist du stärker, als jeder andere. Du bist stehen geblieben, als ich aus dem Gebüsch kam, du kannst deine Angst also doch beiseite schieben.“

Das machte dem Kaninchen wieder Mut und es ging für eine paar Minuten raus. Erst brannte das Licht in den Augen, doch dann sah es die schönen Frühlingsblumen und die tollen grünen Wiesen und ihm wurde bewusst, so schlimm ist es doch gar nicht, und es ging wieder zurück. Jeden Tag wurden die Spaziergänge länger und es traf wieder andere Tiere, bis eine weiße Häsin auf es zukam und fragte, ob es nicht Lust hätte, mal mit ihr spazieren zu gehen. Es hatte diese hübsche Häsin schon oft gesehen, als es noch mit dem Bären spazieren ging, das fiel ihm jetzt auf. Das rosa Kaninchen willigte ein und die beiden gingen spazieren und bei dem Gespräch vergaß es die Trauer um den Bären. Die beiden trafen sich in nächster Zeit öfter und sie verstanden sich so gut, dass sie enge Freunde wurden, und sie erzählten sich ab dann von all ihren Problemen.

Doch die weiße Häsin zog eines Tages weit weg, weil sie einen Hasen gefunden hatte und die beiden trafen sich kaum noch; das rosa Kaninchen war also wieder alleine. Doch angespornt von dieser schönen Zeit suchte es jetzt aktiv den Kontakt zu anderen und fand einige gute Freunde, die ihm über diese schwere Zeit hinweghalfen und mit denen es sich regelmäßig trifft. Das rosa Kaninchen ist nun sehr glücklich und es hat kaum noch Angst und den Bären, die Häsin und die Geräusche in der Nacht fast vergessen. Es lebt glücklich und zufrieden in seinem kleinen Bau auf einem kleinen Acker, mit ein paar kleinen Freunden, denen es hilft und die ihm helfen.

Ende gut, alles gut.

- Malte, Mai 2016

Ich selbst mag an der Geschichte ja vor allem, dass sie zeigt, dass das Leben zwar manchmal böse und gemein ist, aber am Ende immer alles gut wird, wenn man die Hoffnung nicht aufgibt. Oft sind es eben Zufälle, die einem zu Glück verhelfen – wie hier bei dem Kaninchen, als es dem Bären begegnet. Aus der eigentlich misslichen Situation des Bären wird dabei eine wunderbare Freundschaft, und das nur, weil das Kaninchen Mut beweist und dem Bären vertraut, dass dieser es nicht fressen wird.

Kurzgeschichte Kaninchen von Malte

Ich mag also vor allem die Botschaft, dass man Vertrauen haben muss und nicht aufgeben darf und selbst aus vergangenen Beziehungen zu Freunden, Familie und geliebten Personen immer nur das Gute in Erinnerung behalten sollte, ohne dabei zu vergessen, dass das Leben weiter geht.

Anfangs war ich beim Lesen dennoch traurig, dass das Kaninchen erst zwei Freunde und seine Familie verliert, bevor es wirklich glücklich werden darf… Aber jetzt, wo ich darüber nachdenke, macht es für mich Sinn: Auch im wahren Leben kommen Rückschläge immer wieder und nach einer Krise ist es oft einfach nicht getan und es folgen eben weitere. Das Leben ist böse und gemein, man kann es nicht leugnen.
Die einzige Frage, die mir bleibt, ist also, warum das Kaninchen seine Eltern nicht ab und zu mal besucht? Nur weil man auszieht und erwachsen wird, muss man doch nicht völlig auf Kontakt verzichten…

Und, was sagt ihr zu Maltes Geschichte? Mögt ihr die Botschaft (die ich das hineininterpretiere) auch so sehr wie ich?

- geschrieben von Tabea -

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Dienstag, 4. Juli 2017

Hand in Hand ins Ziel: mein erster Lauf

Hallo ihr Lieben!

Wer von euch erinnert sich noch an meinen Plan, im Jahr 2016 bei einem Triathlon zu starten? Ähm, ja, also, das habe ich immer noch nicht nachgeholt.
Dafür bin ich aber wenigstens am 25. Juni bei meinem allerersten offiziellen Lauf gestartet. Das ist doch schon mal ein Ansatz, oder?

Alleine war ich dabei allerdings kein bisschen. Als ich mich nämlich Anfang 2017 informierte, was in Frankenberg über das Jahr verteilt so los ist, stieß ich auch auf diesen Lauf. Da habe ich dann irgendwann Kira gefragt, ob sie mit mir gemeinsam an den Start geht und glücklicherweise war sie sofort dabei, sodass ich uns beide anmeldete.

Tja und dann gingen die Wochen ins Land und ich war immer froher darüber, nur bei den fünf Kilometern zu starten. Zehn Kilometer und ein halber Marathon standen nämlich auch zur Auswahl – nur, nun ja, meine Motivation beim Training ließ zu wünschen übrig. Ich lief zwar sehr regelmäßig, aber allerspätestens nach drei Kilometern war mir immer zu langweilig und ich hörte auf. Somit hatte ich sogar vor dieser eher kurzen Distanz ordentlich Respekt und fast ein wenig Angst, sie nicht durchzuhalten.

Naja, aber Angst hin oder her – überpünktlich stand Kira am 25. Juni dann in meiner Wohnung, damit wir gemeinsam zum Start gehen konnten. Malte hatte sie als unseren Fan und Kameramann in Schlepptau – und als ihr Schufeur machte es sich auch nicht schlecht.

Kaum hatten wir das frankenberger Fitnessstudio, welches den Lauf veranstaltet erreicht, erschienen auch schon zwei bekannte Gesichter, mit denen ich gar nicht gerechnet hatte: Michael und Nils aus meinem Abijahrgang! Und lustigerweise wollten die beiden auch noch auf die gleiche Distanz an den Start gehen. Keine Frage also, dass wir Fünf und einfach eine Weile unterhielten, nachdem sich Kira und ich unsere Startnummern abgeholt hatten.

Doof war dann nur der Regen. Ganz ehrlich: Welcher Blödmann von Wetterfrosch muss an einem völlig trockenen Tag gerade vor Beginn meines ersten offiziellen Laufs Regen schicken?

Immerhin ließ der Schauer zum Start hin nach… Und nach einigen Metern war es dann auch trocken.

Charisma Fitnesslauf

Tja, und beim Start merkte ich auch: Starten ist das Schlimmste. Da waren so viele Menschen und Füße… Und wir waren gezwungen, ziemlich langsam loszutraben, da uns eben der Weg durch Mitstreiter versperrt wurde.
Kira und ich hatten uns übrigens vorgenommen, die Zeit Zeit sein zu lassen und gemeinsam durchs Ziel zu laufen. Kein Kampf um jede Sekunde, sondern einfach ein gemeinsames Event. Dass Nils und allen davonlaufen würde, war eh allen klar. Und Michael? Tja, also bei dem hätte ich auch nicht erwartet, dass wir fast mithalten können.

In der zweiten Hälfte merkte ich dann, dass ich das Tempo noch hätte anziehen können, zumindest ein wenig. Aber Kira schien besser mit dem aktuellen Tempo bedient zu sein und daher ließ ich das. Versprochen ist versprochen und ich wollte ja auch nicht, das sie am Ende vergleichbare Atemgeräusche wie kurzatmige Plattschnautzen-Hunde macht 😉.

Mit dem Ziel in Reichweite zogen wir das Tempo aber doch noch mal an und dann kam von ihr die ein-Wort-Frage „Hand?“
Dieses eine Wort hat mich gefreut. So richtig. Denn in meinem Kopf hatte sich der Wunsch, so gemeinsam durch das Ziel zu kommen, schon morgens entwickelt – nur war ich wohl zu feige, sie zu fragen. Ich wollte ja als „große“ Schwester nicht peinlich sein…
Michael und Nils, die bereits fertig waren, und
Malte, mit meiner Kamera vor dem Gesicht, rätselten also bis zu dem Moment, in dem ich als Antwort auf ihre Frage natürlich meine Hand hergab, ob wir nun noch mal einen kleinen Streit haben würden, wer zuerst das Ziel überquert.
Aber Pustekuchen – Kira und ich sind gemeinsam gestartet und haben gemeinsam in 29 Minuten gefinisht. Fühlt sich gut an… Und durstig.

Wir ließen uns also erst mal Wasser geben und verspeisten dann alle einen Apfel. Ich brauchte dann nämlich doch mal Frühstück, da ich vor solchen Läufen nicht so gut was essen kann, wenn ich mich nicht mit Übelkeit rumschlagen möchte.
Malte war stolz darauf, uns während des Laufs fotografiert zu haben – bis ich dann selbst zu meiner Kamera griff, um damit die Veranstaltung für diesen Post noch mal festzuhalten. Dabei stellte ich nämlich fest, dass Malte nicht kapiert hatte, dass meine Kamera gerade so eingestellt war, dass die Belichtung für abends um neun in Innenräumen passt. Kann er ja nicht wissen, dass ich immer manuell belichte… Und da er eigentlich wegen des Regens sein Handy nutzen wollte, hatte ich ihn natürlich auch nicht gewarnt.

Charisma FitnesslaufMit etwas Fantasie erkennt man uns beide doch, oder?

Unsere leuchtenden Persönlichkeiten sorgten also zu dieser Tageszeit dafür, dass die Fotos weiß waren.
Nils und ich haben später noch versucht, am PC was zu retten (eher weniger erfolgreich, wie ihr an meinem Versuch oben sehen könnt), aber böse war eh niemand. Und Malte, der machte nun noch mal mit passenden Einstellungen ein Gruppenfoto von uns vier Läufern als Erinnerung. Wir laufen einfach nächstes Jahr noch mal mit und versuchen das mit den Fotos vom Zieleinlauf noch mal 😉.

Kira und ich haben nämlich Blut geleckt… Oder wie formuliert man das so, dass es weniger ekelhaft klingt? Egal, ihr wisst, was ich meine.
Ich bin jedenfalls nächstes Jahr wieder dabei – vielleicht sogar dann bei zehn Kilometern?

Aber zurück zu unseren gefinishten 5 Kilometern. Urkunden gab es für die nämlich noch… Ziemlich praktische Urkunden, mit denen Kira und ich nun je zwei Mal Eintritt in das Fitnessstudio, welches ja der Veranstalter ist, haben. Da dürfen wir allerdings nicht nur Krafttraining machen, sondern können stattdessen auch auf die Massageliege. Ratet mal, was wir uns gemeinsam am Ende meiner Klausurenphase gönnen 😉.

Und wo wir schon beim Gönnen sind: Zeit für Eis!
Ich hatte Kira versprochen, sie einzuladen. Und so fragten wir Nils und Michael, ob sie Lust hätten, mit uns Dreien in die Eisdiele zu gehen. Hatten sie. Also durften wir warten. Wenn Männer nach dem Sport duschen und sich „aufbrezeln“, dann kann das nämlich schon mal eine Weile dauern.

Irgendwann waren sie dann aber beide wieder da, die „Handtaschen“ der beiden wanderten ins Auto und wir machten uns auf den Weg in die Fußgängerzone… Vorbei an Eisdiele Nummer eins… Vorbei an Eisdiele Nummer zwei… Nicht vorbei an Eisdiele Nummer drei!

Hier schoben wir zwei Tische zusammen… Und bestellten. Von Spaghettieis, Himbeer- und Erdbeerbecher über Fruchteis hin zu zwei Kugeln in der Waffel für mich.
Also ich fand mein Eis okay, wie es bei den anderen war, weiß ich nicht. Für die Eisdiele hatten wir uns auch eher willkürlich entschieden, da wir in Frankenberg noch keine Stammeisdiele so wie in Korbach haben.
Mir war nach dem Essen zwar schlecht, weil ich Eis wohl nicht mehr wirklich vertrage, aber da die Gespräche nett waren, war mir das herzlich egal und ich genoss den Nachmittag.

Eis nach dem Charisma Fitnesslauf

Die Jungs haben irgendwann das Zeichen zum Aufbruch und ich führte sie durch die Stadt bis zu dem Kreisel, an dem sich unsere Wege trennten. Kira und Malte kamen wieder mit zu mir, da Maltes Auto vor meiner Garage parkte. Malte wurde noch „gezwungen“, meine Kekse zu probieren, damit ich weiß, ob sie Blogpotential haben, Kira bekam eine Tasche für Mama in die Hand gedrückt und dann waren die beiden weg.

Und ich war auf dem Weg zu Adena, lernte nachher noch und schaffte sogar ein kurzes Telefonat mit meinem Papa. Ein vollkommen gelungener Tag also!

Abschließend halten wir daher fest: Nächstes Jahr will ich wieder dabei sein! Am liebsten wieder in so toller Begleitung – aber wenn wir wieder alle die gleich Distanz laufen, dann melden wir uns besser als Gruppe an – das spart Startgeld, selbst wenn das mit vier Euro auch wirklich nicht zu teuer war.

Seid ihr schon mal gemütlich ohne Zeitdruck einen Lauf mitgelaufen?

- geschrieben von Tabea -

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