Samstag, 18. März 2017

Duales Studium Maschinenbau – Kennlernphase im Unternehmen

Hallo ihr Lieben!

In meiner Übersicht über mein duales Studium habe ich euch ja bereits erklärt, dass sich bei mir Phasen im Betrieb mit Phasen in der Hochschule abwechseln. Heute will ich euch daher von der ersten Zeit in meinem Partnerunternehmen erzählen, mit welcher das Studium offiziell begonnen hat: der Kennlernphase.

Bereits am ersten August 2016 sollte ich morgens im Büro des damals für mich verantwortlichen Mitarbeiters eintreffen. Viele Ausbildungen beginnen hier erst im September, sodass viele andere Leute aus meinem Jahrgang, die entweder mit einer Ausbildung begonnen haben oder an einer Hochschule oder einer Universität studieren wollten, noch länger frei hatten als ich.

Duales Studium Maschinenbau - Kennlernphase bei Frank Original

Ich bin damals auch direkt in die unmittelbare Umgebung meines Unternehmens gezogen, da ich nicht so weit fahren wollte. Leider hatte ich das aber erst mal ziemlich auf die lange Bank geschoben und habe dann eher kurzfristig das Erstbeste gemietet, was dann bei mir dazu führte, dass ich nur drei Monate später schon wieder umzog.

Die Kennlernphase dauerte übrigens nur 10 Wochen, glaube ich. Das klingt nun erst mal gar nicht so wenig, aber in dieser Zeit sollte ich nicht nur das Unternehmen kennen lernen, sondern auch Brückenkurse an der Hochschule besuchen.

Die Brückenkurse

Für meinen Studiengang wurden da nämlich vier einwöchige Kurse zur Vorbereitung auf das erste Semester angeboten: Chemie, Physik, Mathe und Englisch. Allerdings war die Teilnahme freiwillig und so empfahl mein Betreuer aus dem Unternehmen mir, Physik auszulassen, da dieser Kurs meinen beiden Vorgängern, die bereits im 5. Semester dual dort studierten, nichts Neues vermitteln konnte. Es gingen mir also nur drei Wochen im Betrieb verloren, die ich stattdessen in Hörsälen verbrachte.

Generell entscheiden die Partnerbetriebe nämlich, für wie viele und welche Kurse ihr freigestellt werdet. Viessmann beispielsweise verpflichtete seine Studenten, alle Kurse zu besuchen; von der Conti gab es aber auch Leute, die keinen Brückenkurs besuchten.

Mathe wäre für mich wohl auch nicht so wichtig gewesen, aber wenn man ein Fachabitur statt einem normalen Abitur hat, dann ist dieser Kurs wirklich sinnvoll. Zumindest soweit ich das anhand dessen, was meine Mitschüler erzählen, beurteilen kann.

Chemie ist eine gute Wiederholung gewesen, aber ich konnte auch einiges dazu lernen, da ich in den letzten beiden Jahren vor dem Abitur keinen Chemieunterricht in der Schule mehr hatte.

Englisch würde ich sowieso jedem empfehlen – allein schon, um wieder in die Sprache hinein zu kommen. Meist hat man ja zumindest schon einige Monate keinen Unterricht in dem Fach mehr gehabt, bei vorangegangener Ausbildung sind es vielleicht sogar schon Jahre…

Die Zeit im Betrieb

So, jetzt aber zu der Zeit im Unternehmen selbst. Die sieht bei jeder Firma wohl anders aus – einige meiner Mitschüler mussten eine Grundausbildung durchlaufen, andere arbeiteten an kleineren Projekten und wurden zum Thema Arbeitssicherheit geschult.
Ich dagegen durfte mir sämtliche Abteilungen anschauen, die die Firma zu bieten hatte. Das hatte das Ziel, dass ich die Produkte und Abläufe kennen lerne und so ein Gefühl für den Betrieb entwickele. Ich bin echt froh darüber, dass das bei mir so lief – denn es war immer spannend, Neues zu sehen. Und selbst wenn mir mal eine Abteilung nicht gut gefiel, dann konnte ich mich immer damit trösten, dass ich meist nur ein bis drei Tage in jedem Bereich verbracht habe. Außerdem lernte ich so ganz viele Arbeitskollegen kennen.

Nur mal so nebenbei: Das Unternehmen stellt landwirtschaftliche Verschleißteile her, also Scheiben und Schare für die Bodenbearbeitung hauptsächlich, aber auch viele Komponenten für Mähwerke und zusätzlich so Zeug wie Ährenheber für die Erntetechnik.
Und ich bin auch die einzige Person, die zu dem Zeitpunkt ein duales Studium dort begonnen hat, allerdings sind vier Semester über mir noch zwei super nette Studenten in dem gleichen Betrieb.

Also – schön der Reihe nach – was habe ich erlebt?

Ich war als erstes in der Qualitätssicherung. Leider hat man die armen beiden Mitarbeiter dort nicht informiert, dass ich kommen würde und somit wussten sie zunächst wenig mit mir anzufangen. Das läuft in anderen Betrieben sicher besser und organisierter. Bei mir wurde nämlich erst am zweiten oder dritten Tag ein Plan ausgearbeitet, auf dem ich die Abteilung nachlesen konnte, in der ich zu erscheinen habe, und der auch die zuständigen Meister informiert hat.

Die Qualitätssicherung hat mir aber trotzdem echt gut gefallen – denn ich habe da einige Verfahren zur Qualitätsprüfung kennen gelernt. Außerdem hat der eine Mitarbeiter mir ganz viel darüber erzählen können, warum dieser Bereich so wichtig ist – denn schlechte Ware beim Kunden schadet dem Unternehmen nachhaltig. Deswegen muss man auch immer freundlich auf Reklamationen reagieren und vor allem neue Teile genauestens in der Fertigung überwachen.

Duales Studium Maschinenbau - Kennlernphase bei Frank OriginalSicherheit geht vor – daher muss jeder Sicherheitsschuhe und Gehörschutz tragen, wenn er die Fertigung betritt.

In der Schweißerei hat es mir danach nicht ganz so gut gefallen. Das lag vor allem daran, dass ich fast eine ganze Schicht lang nur den Schweißroboter bedient habe: Rohling einlegen, Knopf drücken, warten, fertige Scheibe raus nehmen. Das ist eben eine sehr monotone Arbeit und nicht wirklich interessant.
Trotzdem finde ich auch sowas wichtig und bin froh, es mal gemacht zu haben, denn dann weiß man, dass man studiert, um später auch anspruchsvollere Tätigkeiten machen zu dürfen.
Selbst von Hand schweißen durfte ich am zweiten Tag aber auch… Erst ein bisschen üben, danach habe ich zwei kleine Platten zusammengefügt, mit denen wir zur Qualitätssicherung gegangen sind. Die können da nämlich prüfen, wie gut so eine Naht ist. Bei mir war die eine Seite in Ordnung und die andere nicht – aber dafür, dass ich gerade mal eine Stunde Schweißerfahrung hatte, waren alle zufrieden mit mir.

Anschließend war ich im Werkzeugbau und der Schlosserei für eine komplette Woche, wovon ich aber auch einen Tag bei den beiden Elektrikern verbringen durfte.
Zunächst konnte ich mir nicht so recht vorstellen, was man da macht, aber jetzt weiß ich es: Die tauschen die großen, schweren Werkzeuge in den Pressen und Stanzen aus. Aber auch gepflegt werden wollen die Werkzeuge natürlich – denn nach der Verwendung sind sie völlig schwarz und verschmiert. Daher laufen die Männer in dieser Abteilung alle mit Putzlappen rum 😉.
Und nachdem alles sauber ist, werden eventuell einzelne Komponenten der Werkzeuge im Fräsroboter nachgearbeitet, damit sie wieder scharf sind, oder das Werkzeug kann direkt eingelagert werden.
Ich habe also geputzt, beim Ein- und Ausbau zugesehen und den Roboter bedient. Außerdem sollte ich einen kleinen Würfel bauen – das ist so eine Aufgabe, die sie Praktikanten gerne geben, damit diese lernen, Bohrer, Metallfeilen usw. zu benutzen.

Die beiden Elektriker werden immer dann gerufen, wenn irgendwo technische Probleme im Betrieb auftauchen. Als ich da war, mussten wir rausfinden, warum die Trocknungskammer, in der frisch lackierte Teile landen, nicht richtig funktionierte (Da war was falsch verkabelt worden, als man ein Teil ausgetauscht hatte.) und auch einer der riesigen Paternoster-Schränke lief nicht, sodass wir auf Fehlersuche gingen.

Duales Studium Maschinenbau - Kennlernphase bei Frank OriginalGar nicht mal so hässlich – nur weiß ich nicht, was ich jetzt mit meinem Würfel machen soll.

So, mit Chronologie kann ich euch nun nicht mehr dienen… Aber ich war außerdem noch in folgenden Abteilungen:

  • Auftragszentrum

    Irgendwo muss ja entschieden werden, wann wo welches Teil gefertigt wird. Für diese Koordination gibt es das Auftragszentrum, dass jeder Abteilung einen Ablaufplan erstellt, der besagt, welche Teile als nächstes dran sind.
    Hier wird also zwischen dem Versand, Vertrieb und der Fertigung vermittelt und außerdem auch der Kontakt zu unserer zweiten Produktionsstätte in Ungarn abgewickelt. Ich bekam also mal wieder eine Menge erzählt, aber hauptsächlich sitzen die lieben Leute da auch am Computer.

  • Konstruktion

    Hier saß ich leider zwei Tage nur am Rechner und durfte mir anhand eines Lehrbuches beibringen, wie man das CAD-Programm bedient. Das hat mir nicht allzu viel Spaß gemacht…

  • Laser

    Die beiden 2D-Laser werden in der Firma für den Zuschnitt von dünnen Teilen genutzt. Da muss man also ein gigantisches Blech einlegen, warten und dann die Teile vom Schrott trennen. Also quasi genauso langweilig wie Schweißroboter bedienen – nur das hier immer noch ein Mitarbeiter mit dabei war, sodass wir uns gut unterhalten konnten. Ähnlich lief es auch am 3D-Laser, der bereits gebogene Teile ausschneidet…
    Zudem hat der Abteilungsleiter sich noch mal ein paar Stunden Zeit für mich genommen, um mir zu zeigen, wie er dem Laser sagt, wie dieser die Teile auf der Platte anzuordnen hat. Es soll ja immer möglichst viel auf ein Blech gehen, damit es durch den Verschnitt nicht unnötig teuer wird.

  • Mechanische Bearbeitung

    Diese Abteilung ist richtig vielfältig und ich war total gerne dort. Es geht vom Zuschnitt von dickerem Stabmaterial über das Bedienen von Stanzen und Bohrern bis hin zur Steuerung der Biegemaschinen. Und ich durfte alles ausprobieren – und hatte immer sehr nette Kollegen an meiner Seite.
    Monoton waren die Arbeiten zwar auch genau wie das Schweißen, aber langsam begann ich sogar, darin Vorteile zu sehen: Man kann super nachdenken. Ich habe viele Ideen für den Blog entwickeln können und hatte gleichzeitig endlich mal das Gefühl, so richtig nützlich zu sein, da ich ja alleine wie ein normaler Mitarbeiter die Maschinen bedient habe.

  • Warmbearbeitung

    Auch wieder sehr vielfältig. Hier wird gehärtet, gebogen, angelassen…
    Der Verantwortliche führte mich also ein Mal durch die ganze Abteilung, erklärte mir, worauf in den einzelnen Schritten geachtet werden muss und sowas. Leider wurden gerade vorwiegend große und schwere Teile gefertigt, sodass ich nicht viel helfen konnte… Aber ein Mal durfte ich einen Mitarbeiter am Härteofen unterstützen: Mit einer Metallzange nimmt man eine heiße Scheibe von Band, biegt sie in einer Presse in die richtige Form und legt sie denn in eine Härtekassette, die anschließend in ein Wirkmedium taucht und das Teil schlagartig abkühlt. Danach kann die Scheibe wieder raus geholt werden und ist hart und spröde. Deswegen müssen die Dinger noch angelassen werden – also für längere Zeit noch mal erwärmt werden, damit das Material sich entspannen kann und wieder etwas an Sprödheit verliert.
    Das Schmieden mit dem Fallhammer und das Auswalzen von Rohlingen war übrigens ziemlich imposant – aber für diese Arbeiten braucht es wohl ordentlich Erfahrung, damit man die gut ausführen kann.

    Übrigens, was ich an dieser Abteilung sehr genossen habe: Es war immer warm 😉. Obwohl ich ja von August bis Anfang Oktober die Kennlernphase hatte, war es morgens um sechs nämlich fast immer knackig kalt in den Hallen der Produktion.

  • Werksmanagement

    Hier wird das Werkzeug eingekauft, die Arbeitskleidung, Seife, Klopapier und sowas… Nur für das Material, was direkt in die Produkte einfließt, ist der Einkauf zuständig.
    Außerdem organisiert das Werksmanagement auch Schulungen zum gesunden Arbeiten und betreibt Energiemanagement, damit das Unternehmen zunehmend effizienter produzieren kann.
    Alles in allem also sehr vielfältige Aufgaben, aber ich konnte nur dabei sitzen und zusehen.

  • Vertrieb

    Muss ich hierzu noch viel sagen? Die sitzen am PC und haben den Kontakt zu den Kunden – hauptsächlich per Mail und Telefon, aber auch das Fax und die Post kommen zum Einsatz. Sie nehmen also Bestellungen an, geben die in unser umständliches Computerprogramm ein und vertrösten die Kunden, wenn etwas nicht pünktlich fertig wird. Hier durfte ich ab und zu mal Bestellungen eingeben, aber hauptsächlich saß ich wieder nur dabei und freute mich, dass auch da nur nette Leute im Büro sind.

Duales Studium Maschinenbau - Kennlernphase bei Frank Original

  • Marketing

    Besuche auf Messen wollen organisiert, der Webauftritt gepflegt und Flyer erstellt werden.
    Außerdem gibt es Firmenkleidung, die aber niemand tragen muss. Für sowas ist das Marketing zuständig und ich durfte ein paar Stunden zusehen und bekam beispielsweise etwas von der Organisation für eine Messe mit.

  • Kalkulation

    Ab und zu müssen natürlich auch neue Produkte ins Sortiment aufgenommen werden. Da wird dann vorab ein Preis kalkuliert – total aufwändig. Ich lernte, welche Positionen da alle einfließen; ziemlich viele Bestandteile hat der Preis nämlich: Material (direkte Kosten für Stahl und Lack, indirekte Kosten für Lagerung und Beschaffung), Fertigung (Maschinenkosten, Produktionsmittel, Lohn, Geld für die Fertigungssteuerung), Verwaltungs- und Vertriebskosten. Und dazu kommt dann ja noch der Zuschlag, damit das Unternehmen Gewinn machen kann… Ihr seht also, dass da viel berechnet werden muss.

  • Oberfläche und Versand

    Warum diese beiden Bereiche zusammen gehören, war mir zunächst nicht klar. Im Oberflächenzentrum werden fertige Teile an Gehänge gehängt und fahren dann in der Anlage zum Sandstrahlen durch eine Kammer. Dabei werden Zunder vom Erwärmen und andere Rückstände sowie Verunreinigungen entfernt, sodass das Teil sauber heraus kommt, bevor es in einen Bottich mit Farbe eintaucht und anschließend ein paar Zyklen in der Trockungskammer verweilt.
    Nun muss alles nur noch abgehängt werden und wird gleich versandfertig in die richtigen Kisten gepackt – daher also die gemeinsame Abteilung.

    Der Versand kümmert sich dann um den Kontakt zu den beiden Speditionen – eine für Handelskunden und eine für die Erstausstatter.

    Ich war hier die meiste Zeit am Oberflächenzentrum und habe so gut es ging beim Auf- und Abhängen geholfen. Das kann wieder eine sehr langweilige Sache sein, aber da wir zu dritt waren, konnten wir uns super unterhalten und ich war gerne dort.

  • Studenten

    Ziemlich gegen Ende meiner Zeit im Unternehmen durfte ich für einen Tag die beiden Studenten besuchen, die gerade ihr Praxissemester begonnen hatten. Da bekam ich dann noch mal wirklich ein paar gute Tipps, welche Dozenten gut sind und wie das mit den Berichten in den Praxisphasen abläuft.

Außerdem hat sich der Chef persönlich zwei Stunden Zeit für mich genommen, um mich in die Werkstoffkunde einzuführen. Er hofft nämlich, dass mich dieses Gebiet interessiert. Gerade für landwirtschaftliche Teile wird bisher recht wenig Grundlagenforschung betrieben und aktuell ist er der einzige, der sich bei uns im Betrieb damit auseinander setzt.

Und wisst ihr was? – So ganz nebenbei bekam ich nicht nur einen Eindruck von den unterschiedlichen Abteilungen, sondern auch vom Umgang im Unternehmen miteinander. Alle waren unheimlich freundlich zueinander und die Meister haben immer darauf geachtet, wer was besonders gut kann.
Zudem ist eine Kaffeepause am Morgen und eine am Vormittag in der Produktion quasi eingeplant – die gibt es in jeder Abteilung. Da holt einer den Kaffee und der Meister kommt aus seinem Büro dazu und der Becher wird gemeinsam getrunken.

Insgesamt kann ich sagen, dass mir die Zeit in der Kennlernphase einen richtig guten Überblick über mein Unternehmen gegeben hat und ich total froh bin, dass man mir wirklich ermöglicht hat, so viele Bereiche anzusehen. Persönlich hat es mir in der Fertigung wesentlich besser gefallen, da ich dort ab und zu nützlich war und man einfach mehr in Bewegung bleibt. In den Büros waren zwar auch alle nett und es war nicht so laut und dreckig, aber dafür saß ich eben meistens nur daneben und bekam Dinge erklärt.

Hättet ihr gedacht, dass so viel Verwaltungsaufwand entsteht, wenn man Metall für die Landwirtschaft verarbeitet? Ich nicht!
Ich hoffe, ich konnte euch jetzt einen kleinen Eindruck davon vermitteln, in was für einer Firma ich angestellt bin.


Dieser Post ist Teil einer Reihe über mein duales Studium der Fachrichtung Maschinenbau. Bisher erschien ein Post als Überblick über das Studium und es sind weitere geplant zu den einzelnen Semestern und Praxisphasen.
Hier geht es zu allen erschienen Posts.

- geschrieben von Tabea -


8 Kommentare zu Duales Studium Maschinenbau – Kennlernphase im Unternehmen

  1. Hey, ich bin grade über smalltownadventure auf deinen Blog gestoßen und hab mich erstmal geärgert. Wir haben in der letzten Woche über Frauen berichtet, die in handwerklichen Berufen (traditionellen Männerberufen) arbeiten. Da hättest du doch auch reingepasst 😀 Sind in deinem Studiengang hauptsächlich Männer?

    Dein Studium hört sich auf jeden Fall super interessant an. Welche Abteilung hat dir eigentlich am meisten gefallen? Ich glaube bei mir wäre es Marketing gewesen!

    • Oha, hat mir dein Kommentar gerade einen Schrecken eingejagt. Als ich „habe mich geärgert“ las, dachte ich im ersten Moment, ich hätte aus versehen etwas unangebrachtes veröffentlicht oder sonst einen Fehler gemacht 😀

      Also in meinen Studiengang sind zumindest bei mir an der Außenstelle von 23 Leuten im Semester 22 männlich. Und in den Semestern über uns sind auch maximal vier Frauen auf 30 Leute. Aber vielleicht sieht das anders aus, wenn man nicht dual studiert? Das kann ich dir nicht sagen… Aber die meisten Leute reagieren erst mal überrascht, wenn sie mein Studienfach erfahren.

      Also Marketing finde ich zwar interessant, aber in unserer Firma wird da nicht allzu viel gemacht, finde ich. Also einfach, weil man ja nur gezielt Händler und Erstausstatter von Landmaschinen ansprechen will und nicht so sehr die breite Masse. Das stelle ich mir außerdem in größeren Konzernen oder dem Konsumsektor spannender vor. Am liebsten mochte ich daher die Qualitätssicherung, weil die essentiell für jedes Unternehmen zu sein scheint und man eben mit allen Bereichen des Betriebs in Kontakt steht, um Fehler zu finden, zu beheben und vorzubeugen.
      Aber die mechanische Bearbeitung hat mir auch Spaß gemacht, weil ich da eben auch mal was selbst machen konnte und nützlich war.

      Liebe Grüße

  2. Jana am

    Find ich sehr gut, dass du von deinem Dualen Studium berichtest. Ist für Schüler bestimmt sehr interessant und sie können sich Eindrücke holen, ob das vielleicht was für sie ist. Ich habe auch mal was über meinen Ausbildungsberuf berichtet, aber auf meinem alten Blog glaube ich.
    Maschinenbau ist ja richtig anspruchsvoll und wäre mir zu techniklastisch xD Aber ich musste in meiner Ausbildung zur Industriekauffrau auch in die Fertigung für 2 Monate und auch Teile einlegen, beim Rüsten zuschauen, montieren etc. und fand das richtig interessant mal. Selbst dort zu arbeiten könnte ich mir aber nicht vorstellen 😀

    Ja klar, das Thermomixbuch ist für dich nix xD Aber sind echt schöne Rezepte drin, die einem auch außerhalb des Thermomixes inspirieren können. Ich mag Kochbücher zwar sehr gerne, kaufe mir aber so gut wie keine (mehr)…

    Mit dem Thermomix kannst du Mixen, Kochen, Dämpfen, kneten, etc. Aber natürlich kannst du da nichts anbraten (ist ja keine Pfanne, sondern ein Topf xD).
    Aber du kannst z.B. Omlette im Varoma (dampfgegart) machen oder Pizzateig ruckizucki.

    Jaaa, die Zutaten sind auch immer die ersten Sachen, die ich mir anschaue und wenn zu viel Zutaten reinmüssen, die ich für unnötig halte oder so generell nicht einkaufe, mag ich die Rezepte auch nicht. Aber man kann ja auch vieles abwandeln.

    Also es gibt in dem Buch sehr viele vegetarische und sogar vegane Gerichte und generell beim Thermomix gibt es glaube ich mehr vegetarische Rezepte, weil einfach das Braten wegfällt. Und gibt ja auch spezielle vegetarische/vegane Kochbücher.

    Ich habe ja das Grundbuch und drei weitere Bücher (mal günstig erstanden) und habe schon einen rießigen Rezepteschatz und im Internet findest du auch viele 🙂

    Werde ich definitiv machen mit dem Joghurt 🙂

    Ach dem kann man viel sagen, aber ob ers macht ist was anderes 😀 Hab ihm auch gesagt, nimm bitte das geschlossene Blech mit dem kleinen Rand, aber nein, er nimmt den Rost….

    Okay krass, wenn es dann doch mit deinem Gemütszustand zu tun hatte. Zum Glück gehts dir jetzt wieder besser 🙂

    • Ich hoffe auch, dass meine Posts irgendwann mal jemandem bei der Wahl helfen, wo der Weg nach der Schule hingehen kann. Da hätte ich mir damals doch manchmal mehr Informationen gewünscht.

      Cool, dass du in deiner Ausbildung auch sowas kennen gelernt hast! Ich finde es echt wichtig, dass man ein grundlegendes Verständnis von Produktionsabläufen und der Situation der Mitarbeiter hat, auch wenn man nur in Büro sitzt.

      Technische Berufe müssen einem wohl wirklich liegen. Und ich bin ziemlich froh, diese Stärke in dem Bereich zu haben, denn ich habe das Gefühl, dass es insgesamt doch leichter ist, in Naturwissenschaften und Technik herausragende Leistungen zu erbringen als sich beispielsweise in Deutsch von der Masse abzuheben.

      Kaufst du dir die Bücher nur nicht mehr, oder bekommst du Kochbücher inzwischen auch nicht mehr gern geschenkt? Ich finde ja immer, dass die eben zu viel Platz verschwenden im Verhältnis zu der Anzahl der Rezepte, die man daraus regelmäßig zubereitet. Deswegen habe ich gerade auch meine zwei im Blog-Flohmarkt drin, weil ich sie einfach nie verwende und lieber aus dem Internet Dinge abwandele 😉

      Liebe Grüße

  3. Also mich hätte auch das Marketing am meisten interessiert, aber weißt ja, dass ich in die Richtung später auch gerne mal gehen würde ;). Ansonsten finde ich es toll, dass man dir erstmal die Möglichkeit gegeben hat überall reinzuschauen und zu betrieb und leute kennenzulernen. Die Mitarbeiter hören sich auch alle richtig nett an und ich finde auch das mit den Kaffeepausen schön, dass dann auch der Meister dazu kommt und man so auch merkt, dass man geschätzt wird und sic hauch immer austauscht. Das fehlt in manchen Betrieben echt. Generell scheint das Klima bei euch ja zu stimmen und, dass ist echt sehr wichtig, damit eine Arbeit Spaß macht und man gerne hingeht.

    In welcher Abteilung würdest du denn später gerne arbeiten? Beziehungweise weißst du schon, wo du nach dem Studium dann landen wirst?

    • Beim Marketing musste ich selbst noch darum bitten, da wenigstens kurz hineinschauen zu dürfen. Erst stand es auf meinem Plan drauf, aber dann ging es irgendwie an dem Tag nicht und sollte wegfallen. Aber ich finde es eben auch total spannend, wobei das sicher in anderen Branchen noch einen anderen Stellenwert bekommt oder wenn die Unternehmen größer sind. Trotzdem bin ich froh, da am Ende zumindest für 2 Stunden gewesen zu sein.

      Also ich muss sagen, dass ich den Betrieb gerade deswegen der Conti und Viessmann vorgezogen hätte, weil ich hier schon beim Vorstellungsgespräch das Gefühl hatte, dass das Betriebsklima klasse ist. In großen Betrieben geht das wohl doch eher flöten… Ein Glück also, dass ich allein schon wegen meiner Kollegen gern zu Arbeit komme 🙂

      Also ich würde später gerne irgendwie ins Produktmanagement oder die Werkstofftechnik einsteigen, zumindest soweit ich das momentan schon einschätzen kann. Aber da bin ich eh gespannt, was man mir anbietet, sobald ich fertig bin. Im Moment ist nämlich noch alles offen 😉

      Liebe Grüße

  4. nossy am

    Wow, wenn jede Abteilung mit den Kaffeepausen sozusagen den gleichen Brauch pflegt, scheint es ein sehr einheitliches Führungsverständnis zu geben. Toll! Das ist leider nicht in vielen Unternehmen so…

    Lieben Gruß, nossy


Natürlich freue ich mich über jedes einzelne Kommentar, da es mir viel bedeutet, wenn ihr euch Zeit für meinen Blogpost nehmt und sogar noch ein paar Zeilen an mich verfasst! Trotzdem wäre es nett, wenn ihr die Links zu eurer eigenen Website oder eurem Blog NUR in dem dafür vorgesehenen Feld eintragt, statt sie auch noch in eurem Kommentar einzufügen. Solche Links aus Kommentaren entferne ich sonst nachträglich sowieso - und das macht nur Arbeit.

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