Mittwoch, 21. Juni 2017

#fotoprojekt17 – Tierfotografie

Hallo ihr Lieben!

Habt ihr schon mitbekommen, was für ein wundervolles Thema Anne im Juni für ihr #fotoprojekt17 gewählt hat? Tierfotografie steht im Rampenlicht!

Warum ich Tierfotos liebe

Und seien wir mal ehrlich: Tierfotos sind eigentlich mit unter meinen liebsten Fotos. Woran das liegt? Nun ja, Tiere sind eben unberechenbar. Wenn die Fotos gut werden sollen, dann braucht man sowohl Glück als auch ein wenig fotografisches Geschick. Das Tier muss nämlich ab und zu mal fotogene Posen einnehmen, wozu man es wohl nur schwer zwingen kann, und außerdem muss die Lichtsituation möglichst auch noch günstig sein, wenn das Tier gerade seine beste Seite zeigt. Das ist der Faktor Glück für mich. Es bringt schließlich nichts, wenn mir ein Hund aufmerksam in die Kamera schaut, aber Schatten gerade ganz ungünstig fallen, weil er eben in die falsche Richtung schaut. Ebenso wenig habe ich davon, wenn er in bestem Licht steht, aber einfach nur hässliche Fratzen zieht. Denen ja – auch Tiere können furchtbar hässliche Gesichtsausdrücke hervorzaubern.

#fotoprojekt17 - Tierfotografie - Kühe

In den Bereich fotografisches Geschick fällt für mich bei diesem Bereich der Fotografie dann der Rest: Wahl eines geeigneten Ortes, eine angemessene Verschlusszeit (Wer will schon, dass das Huhn einen verwischten Kopf hat, weil es diesen einfach zu schnell bewegt hat?), Abdrücken im richtigen Moment, Herausstellen der wesentlichen Charakterzüge des Tieres.

Okay, der letzte Punkt zählt vielleicht nicht nur zum fotografisches Geschick, sondern hat auch etwas mit einer ausgeprägten Beobachtungsgabe zu tun. Man sollte das Tier, was man abbilden möchte, eben bestenfalls kennen, damit Fotos entstehen können, die das Tier so zeigen, wie es ist. Zumindest bei Portraits von Haustieren finde ich das wichtig, bei Kühen auf der Weide, ist das vielleicht was anderes. Hier will man ja nicht die ganz besondere Kuh festhalten, sondern meist eher die ländliche Idylle, für welche Kühe, Schafe oder sonstige Weidetiere gern als Indikator im Bild auftauchen.

Ich finde also, dass die Tierfotografie allein dadurch reizvoll ist, dass so viel zusammenspielen muss und hinter einem Bild zwar meist ein paar Grundgedanken stecken müssen, aber es letzten Endes in darauf ankommt, in den kurzen Momenten, wo das Tier sich als Model von der besten Seite zeigt, die richtigen Einstellungen zu haben und ab zudrücken.
Dadurch, dass das Motiv eben nicht immer still hält, scheinen mir Tierfotos anspruchsvoller zu sein als Blumen oder Landschaften oder auch Architektur. Das kann aber auch als subjektive Wahrnehmung meinerseits abgestempelt werden, denn dafür haben alle die anderen Bereiche der Fotografie eben ihre ganz eigenen Herausforderungen.

Trotz der Herausforderungen mag ich dieses Genre, falls man das so nennen darf, jedoch sehr, weil dabei eben Aufnahmen entstehen können, zu denen man eine größere persönliche Bindung hat, da sie an das Tier erinnern. Zudem sind diese Modells auch für nahezu jeden verfügbar. Menschen, die sich fotografieren lassen und dann sogar der Veröffentlichung der Bilder zustimmen, sind viel schwerer zu finden als eine Weide voller Schafe. Zumal sowieso sehr viele Haushalte sogar eigene Haustiere haben…

#fotoprojekt17 - Tierfotografie - Kühe

Meine Erfahrungen mit der Fotografie von Tieren

Eigentlich gab es für mich anfangs nichts anderes als Tierfotografie. Menschen traten nur selten vor meine Kamera, Nahaufnahmen fand ich damals ebenso wie Landschaften und Architektur noch blöd.
Aber die Tiere auf dem Bauernhof boten mir auch genug Motive und jedes Mal, wenn es neue Tiere gab, dann gab Mama mir den Auftrag: „Mach mal Fotos.“

Schafe, Pferde, Geflügel, Kaninchen und Hunde standen also nicht selten vor meiner Kamera und das änderte sich auch bei dem Umzug nach Korbach vor fünfeinhalb Jahren nicht, denn wir haben ja einige Tiere mit in die Stadt genommen.

Zwar kamen nun auch andere Motive vor meine Linse, aber bei den Tieren habe ich nie aufgehört, das Knipsen zu üben. Somit konnte ich immer öfter auch Bilder schießen, die nicht nur das Tier abbilden, sondern auch noch wirklich zufriedenstellend aussehen.

Vor allem für Hühner habe ich echt eine kleine Vorliebe entwickelt, obwohl diese Tiere ja eigentlich eher nicht zu denen zählen, an die man zuerst denkt, wenn man von Tierfotografie hört. Daher gab es auch auf meinem Blog diese Tierchen neben Ponys ziemlich oft zu sehen.

Zootiere dagegen fand ich nie so toll wie eigene Tiere. Irgendwie fehlt mir da einfach die persönliche Beziehung und solche Fotos landen eh nicht an meinen Wänden, selbst, wenn sie gut werden. Außerdem nerven mich die Gitter und Glasscheiben da meistens und mein Zoom reicht des öfteren auch nicht.

Während ich früher allgemein sehr viel mit Reihenaufnahme fotografiere, hat sich das inzwischen auch geändert. So muss ich weniger hässliche Bilder aussortieren, was mir das Leben echt vereinfacht.

#fotoprojekt17 - Tierfotografie - Kühe

Meine Tipps für Tierfotos

  • Finger weg von der Serienaufnahme

    Natürlich kann ich nachvollziehen, dass ihr den perfekten Moment nicht „verpassen“ wollte. Ich habe jedoch die Erfahrung gemacht, dass ich dann in Windeseile die Karte voll geknipst habe und zu faul bin, um am Ende alle Bilder durchzusehen und auszusortieren. Somit geht das Foto vom perfekten Moment dann unter den anderen unter und wird nie gewürdigt… Also entweder habt ihr mehr Motivation als ich, eure Fotos konsequent nach dem Shooting durchzusortieren, oder aber ihr übt euch darin, den richtigen Moment einigermaßen mit Einzelaufnahmen zu treffen.
    Ich habe mir echt einen Gefallen damit getan, dass ich mir selbst ein Verbot für die Nutzung der Reihenaufnahme, vor allem bei Hühnern und Kaninchen, auferlegt habe.

  • Kurze Verschlusszeit, mittlere Blendenöffnung

    Der erste Punkt ist schnell erklärt: Tiere halten nicht still, also müsst ihr die Bewegung einfrieren. Längere Verschlusszeiten führen hier ganz schnell zu verwischten Fotos. Die mittlere Blendenöffnung empfehle ich, damit der scharf gestellte Bereich anfangs nicht zu knapp ist. Denn wenn man so darauf achtet, im richtigen Moment abzudrücken, schafft man es manchmal nicht an der richtigen Stelle scharf zu stellen. Also gehe ich bei Tieren lieber mit dem ISO-Wert hoch, als bei diesen beiden Parameter viel für die Helligkeit zu tun, wenn das Licht nicht reicht.

  • Nicht mittags fotografieren

    Diesen Tipp liest man oft, wenn es um gutes Licht für Fotos geht. Hier finde ich den Punkt aber noch mal wichtiger, weil man nicht so gut kontrollieren kann, wo sich das Tier hinstellt. Wäre ja ärgerlich, wenn es dann halb im Schatten und halb in der Sonne steht und ihr mit dem enormen Kontrast kämpfen müsst.

  • Nicht aufgeben

    Manchmal braucht man viele Versuche. Vielleicht sogar mehrere Sessions, aber das ist okay. Denn wenn irgendwann das perfekte Bild dabei ist, war es das wert, glaubt mir.

#fotoprojekt17 - Tierfotografie - Kühe

Gedanken zu den heutigen Fotos

Als ich das Thema am ersten Juni erfuhr war mein erster Gedanke „Ponyfotos!“ – Wie sollte es auch anders sein?

Während die Tage aber nun ins Land zogen, wurde mir immer mehr bewusst, dass das keine allzu gute Idee ist. Auf der Weide macht Adena nur den Kopf runter und frisst. Nicht optimal für Fotos. Auf den eingezäunten Außenplatz kann ich sie nicht bringen, da dieser in der Weidesaison durch die jungen Ponys blockiert wird. Diese Option fällt also weg.
Fotos in der Halle oder im Stall? Nein danke, es gibt doch Schöneres!

Somit war ich froh, als mir bei einem Spaziergang am Fronleichnam auffiel, dass die hübschen Kühe am Zaun sind. Da bin ich direkt nach Hause gelaufen, habe die Kamera geholt und gehofft, dass die Tiere sich in diesen zwanzig Minuten nicht viel bewegen.

Glück gehabt. Sie waren noch da. Gerade dieses grau gefleckte Tier finde ich nämlich total hübsch.
Ich schloss also meine Fotos, aber mit der Perspektive hatte ich keine großartige Auswahl, da ich den Weg nicht verlassen wollte (Man betritt schließlich nicht einfach fremde Grundstücke…). Auch ärgert mich etwas, dass die Bilder nicht so wirklich scharf sind. Dieses Problem habe ich mit dem Objektiv irgendwie fast immer, aber ich komme damit einfach dichter ran an mein Motiv als mit dem Kit-Objektiv. Ob das mit der Schärfe daran liegt, dass es sich um ein altes analoges Objektiv handelt? Oder habt ihr vielleicht einen Tipp für mich?

#fotoprojekt17 - Tierfotografie - Kühe

Trotzdem bin ich ganz zufrieden, denn Kühe mag ich total gerne. Fast so sehr wie Ponys und Hühner.

Welches Tier fotografiert ihr denn am liebsten?


Dieser Blogpost ist mein erster Beitrag zum Fotoprojekt #fotoprojekt17 von Anne. Sie gibt auf ihrem Blog an jedem Monatsbeginn ein Thema bekannt, zu dem dann den Monat über Fotos gezeigt werden sollen. Eine schöne Inspiration also, um auch Mal neue Motive vor die Kamera zu bekommen.
Im Juni geht es beispielsweise um Tierfotografie – und die Links zu den Foto-Beiträgen der anderen Teilnehmer könnt ihr dort auch in den Kommentaren finden.

- geschrieben von Tabea -

Noch kein Kommentar


Sonntag, 18. Juni 2017

das erste Mal „Just 90s“

Hallo meine lieben Leute!

Heute gibt es mal wieder sowas wie einen aufgemöbelten Tagebucheintrag. Für mich ist und bleibt der Blog einfach eine tolle Möglichkeit, meine Erlebnisse schriftlich festzuhalten und mit Fotos zu versehen. Daher MUSS hier wohl auch mein allererster Besuch auf einem großen Konzert erwähnt werden.

Gut, alles auf Anfang nach dieser Einleitung. Wir schreiben irgendein Datum, das Anfang 2017 liegt. Tabea googelt Messen, die sie dieses Jahr besuchen möchte und findet dabei auch heraus, dass der Hessentag dieses Jahr in Rüsselsheim stattfindet. Da sie mit dem dem Semesterticket kostenlos anreisen kann, will Tabea nun unbedingt ihrer Chance nutzen, um endlich ihr „erstes“ Konzert zu besuchen. (In Anführungszeichen steht das „erstes“ übrigens, weil ich 2009 oder 2010 schon mal auf einem Nachwuchs-Rockkonzert in Geismar zum Arbeiten war und letztes Jahr bei dem Scheunen-Rockkonzert im Korbacher Ortsteil die geniale Stimmung genießen durfte. Auf einen wirklich großen Konzert, so wie man sie auf dem Hessentag besuchen kann, war ich bis dahin allerdings noch nie.)

Hessentag 2017 - Just 90s

„Just White“ und „Just 90s“ standen zur Auswahl, da die Karten für die beiden FFH-Partys deutlich günstiger sind, als die für andere Konzerte.
Da Sarah und Carla nicht beide am gleichen Tag Zeit hatten, mich zu begleiten, entschied ich mich kurzerhand dafür, den Neunzigern einen Abend zu widmen. Annette fragte ich, ob sie Lust hätte, da gemeinsam mit mir hinzugehen. Welch ein Glück, dass sie gern dabei sein wollte!

Zwei Tickets waren also bestellt und bis kurz vorher machten wir uns auch keine Gedanken mehr. Als wir dann lasen, dass Rucksäcke und große Taschen strengstens untersagt waren, setzte ich einiges daran, in Erfahrung zu bringen, wo mein Rucksack denn gelagert werden könnte. Denn mitnehmen musste ich ihn auf jeden Fall auf den Hessentag, denn ich bemerkte irgendwann voller Panik, dass ich am angepeilten Samstag direkt von der Vorlesung in den Zug springen müsste.
Mit der Auskunft, man könne diese Gegenstände an der Hessentagsarena abgeben, war ich glücklich.

Am 10.6. war es dann soweit: Ich sprang aufgeregt morgens wie gewöhnlich um fünf Uhr aus dem Bett, lief um acht zur Hochschule und sprang dann direkt im Anschluss an die Vorlesungen nachmittags in den Zug. Umstieg Nummer eins, Umstieg Nummer zwei, Ankunft in Rüsselsheim. Ein mal kurz über Teile der Hessentagsstraße laufen war drin, doch dann begab ich mich auch schon wieder zurück zum Bahnhof, um Annette dort abzuholen. Gemeinsam mit ihr ging es dann weiter zur Hessentagsarena, die bestens ausgeschildert war. Als wir jedoch den Vorplatz der Hessentagsarena erreichten, breitete sich doch zumindest bei mir Erstaunen über die Anzahl der Menschen und die Länge der Schlange auf. Daher fragte ich direkt einen Mann in Security-Gewand, wohin wir unsere Rucksäcke bringen sollten. Nach ca. zwanzig Minuten in der Schlange am Container waren wir also um insgesamt zwei Rucksäcke und zehn Euro leichter (Wir finden die Preise für die Lagerung der Rucksäcke ja echt ein wenig dreist…). Immerhin durften wir nun wegen der Rucksackabgabe durch spezielle Eingangs-Schleusen, die wesentliche kürzere Schlangen hatten. Somit waren wir dann mit perfektem Timing um fünf vor sieben drin.

Hessentag 2017 - Just 90s

In der Hessentagsarena

Auf dem Boden ließen wir uns noch kurz nieder, bevor es leicht verspätet zum 19:10 Uhr los ging. Moderation gab es von denen FFH-Morgenshow-Moderatoren.
Erster Act waren die Vengaboys. War okay, mehr aber auch nicht. Ebenso war die Musik der beiden DJs anfangs ein wenig zu leise. Aber man soll ja nicht nur meckern und deswegen kann ich es guten Gewissens bei diesen wenigen negativen Punkten belassen.

Gute Momente gab es nämlich mehr als genug, um diesen Post zu füllen.

Mit dir zu tanzen, habe ich echt vermisst.
- Annette

Sowas hört man doch gern und ich konnte dieses Kompliment nur erwidern. Mit niemandem macht mir das Tanzen und Feiern gehen so Spaß wie mit meiner Annette – denn in ihrer Gesellschaft kann ich mich völlig wohl und frei fühlen; da ist egal, dass ich eigentlich gar nicht tanzen kann, weil ich ihr vollkommen vertraue.

Den Macarena mussten wir übrigens auch tanzen – natürlich. Bis eben wusste ich aber nicht mal, dass der so typisch für das Jahrzehnt war. Aber egal – ich war froh, die Tanzbewegungen noch irgendwo aus dem Gedächtnis vom Sportunterricht der 10. Klasse zaubern zu können.
Über die 90er habe ich generell am Samstag viel gelernt, denn über Kleidungstrends unterhielten sich in der Bahn auf der Hinfahrt drei Frauen, die auch auf dem Weg zur Party waren. Und die Moderation kam natürlich auch immer wieder auf 90er-Jahre-Zeug zu sprechen. Nur ein Act griff sensationell daneben, als er meinte, in den 90er sei viel passiert und neben der Verbreitung von Internet und Handys sei die Mauer gefallen. Wir beide waren da etwas irritiert – 1989 zählt für uns nicht zu den 90er.

Hessentag 2017 - Just 90s

Außerdem gab es da diesen einen Moment, als 24/7 auf der Bühne stand, in dem ich mich unglaublich gut fühlte. Ich merkte mal wieder, wie viel Spaß das Leben macht, wenn man einfach mal macht, worauf man Lust hat.
Ich fühlte mich, als könne ich alles problemlos ändern, was eventuell noch verbessert werden sollte. Woher das Gefühl kam, weiß ich nicht, aber es war da und das zählt doch, oder?

Ziemlich pünktlich nach genau vier Stunden war es dann auch schon vorbei. Also die Party „Just 90s“, nicht der Abend an sich. Die Arena leerte so ich überraschend schnell, Annette und ich blieben einfach noch eine ganze Weile drin, da wir eh keine Züge erwischen mussten, da unsere Heimfahrt nicht vor halb sieben angetreten werden konnte. So behinderten wir nicht die Leute, die mit den bis um eins zusätzlich fahrenden Zügen noch nach Hause wollten.
Während wir also warteten, unterhielten wir uns schon ein wenig und ich sammelte als Andenken einen der Hessentagsbecher vom Boden auf. Stabiles Plastik… Als Erinnerung ist der Becher also sicher sinnvoller genutzt als in einem Mülleimer, denn Pfand gab es darauf nicht.
Irgendwann machten wir uns dann doch auf den Weg nach draußen, um unsere Rucksäcke zu holen. Da stand aber noch eine ellenlange Schlage vor dem Container… Also nutzen wir die Zeit auf dem Boden sitzend für weitere Gespräche.

Ich jammerte, dass ich so schlecht darin bin, Leute kennen zu lernen. Annette versuchte, mir Tipps zu geben, wo ich Leute in meinem Alter treffen könnte. Anschließend entschied ich mich, das Dixi-Klo noch ein weiteres Mal besuchen. So eklig diese Dinger auch sind, wenn kein echtes Klo vorhanden ist, bin ich sehr froh über deren Präsenz. Nur irgendwie kommt es mir immer so vor, als hätte ich was vergessen… Spülen geht ja nicht.

Als letzte Person bekam ich dann meinen Rucksack zurück und verkündete freudig: „Ich bin die Letzte!“
Es gab etwas Smalltalk mit einem Mann von der Security und dann wollten wir Richtung Bahnhof gehen, da ich gern Wasser für meine Flasche haben wollte.

Hessentag 2017 - Just 90s

Der Rest der Nacht

Wasser habe ich erhalten und Stühle waren am Bahnhof auch frei. Perfekt zum Sitzen und für weitere Unterhaltungen. Mensch, nach so langer Zeit, in der man sich nicht gesehen hat, gibt es auch wirklich viel zu erzählen – welch ein Glück das wir diese Nacht hatten.
Als mir aber kalt wurde, suchten wir eine Fläche unter einem Dach. Leide gab es im Bahnhof keinen Platz unter dem Dach, der Wärme spendet. Da fiel mir dann glücklicherweise noch das Festzelt der Polizei ein und somit liefen wir da hin. Annette hatte ja bisher eh noch nicht viel von Hessentag gesehen, sodass sich der Weg über die Festmeile sowieso anbot.

Überrascht durften wir sogar feststellen, dass hier noch ordentlich Stimmung war – und das, obwohl hier Musik lief, die uns beide normalerweise nicht reizt: Schlager.
Allerdings hörten wir davon nur noch 1,5 Lieder…. Danach war auch hier Schicht im Schacht und wir setzten uns an einen der Biertische, die nun frei wurden. Ziemlich schnell passierte da etwas Wundersames: Zwei Männer setzten sich zu uns und ein Gespräch entstand. Beide aus Frankfurt und Umgebung – und gut gelaunt.

Und weil es ganz nett war, verließen wir das Zelt also zu viert, als die Tische aufgeräumt wurden. Wohin wir gehen sollten, überlegten wir ein wenig, bis wir beschlossen, der hr-Bühne noch einen Besuch abzustatten. Auf dem Weg dahin unterhielt sich Andreas dann plötzlich verstärkt mit mir, später war er angeblich fasziniert von meinen Augen. Süß sei ich ja auch… Und ehrlich sei ich ebenfalls, meinte er, als ich gleich klar stellen wollte, dass ich gerade eher gar kein Interesse an jemandem wie ihm habe. Doch trotz dieser Klarstellung wurde mir der Gute irgendwie zu aufdringlich und ich war froh, als Annette mich um kurz nach drei rettete, indem sie mit mir allein spazieren gehen wollte.

Hessentag 2017 - Just 90s

Wir verließen also Daniel und Andreas, die sich nun auf den Heimweg machen wollten. Erst gegen Ende unserer Begegnung hatten wir erfahren, dass die beiden doch wesentlich älter als erwartet sind: um die 35. Warum spricht man in diesem Alter ausgerechnet Mädchen an, die noch keine zwanzig sind? Naja egal, sie waren weg und wir befanden und auf einem Weg am Main, der leider viel zu schnell endete.

Eine Weile saßen wir redend am Wasser, danach liefen wir wieder zum Bahnhof, weil ich so gefroren habe. Dort kaufte Annette eine Brezel beim Bäcker, weswegen wir uns dort an einen Tisch setzen konnten. Hier war es bequem und als es morgens um halb fünf hell wurde, hörte ich sogar wieder auf zu frieren. Dennoch blieben wir sitzen, bis unsere Züge um halb sieben fuhren. Unsere Wege teilten sich an dieser Stelle, doch die vielen gemeinsamen Stunden waren einfach Gold wert. Annette ist einfach eine Freundin, mit der ich überall eine tolle Zeit haben kann. Allein schon, weil wir über alles reden können und weil sie immer für mich da ist.

In diesem Sinne danke ich Annette für die wundervollen Momente auf dem Hessentag 2017 und halte fest, dass sich Stress und Schlafentzug manchmal eben lohnen. Man ist nur ein Mal jung und „jetzt“ ist immer die beste Zeit, um das Leben zu genießen.

- geschrieben von Tabea -

11Kommentare


Mittwoch, 14. Juni 2017

1. Fototag in Frankenberg

Hallo ihr Lieben,

Stellt euch mal folgende Ausgangssituation vor: 4 Freundinnen lieben es, gemeinsam Fotos zu machen. Sie haben sich aber schon ewig nicht mehr gesehen, weil es zeitlich nie passte. Nun haben am Freitag nach Himmelfahrt tatsächlich mal drei von ihnen gleichzeitig Zeit für einen Fototag.
Also, was macht man da? Leicht ist es uns nicht gefallen, Lea als die vierte im Bunde in diesem Fall auszuschließen… Aber die Sehnsucht nach einem Treffen war einfach viel zu groß. Wir haben also am 26.5. ständig an sie gedacht, während wir uns an einem der schönsten Plätze in Frankenberg aufhielten und Speicherkarten (und Filme) mit Bildern füllten.

Fototag Frankenberg 1
Fototag Frankenberg 1
Fototag Frankenberg 1

Aber lasst uns die Erzählung vorne beginnen, also morgens, als ich den Hefeteig für meine Muffins ansetzte. Und zwei Stunden später war ich dann begeistert, wie gut der aufgegangen ist… Nur doof, dass er mir zu feucht geraten war. Daher musste ich bei der Formgebung improvisieren, aber das war nicht so schlimm. Pünktlich war alles fertig und ich lief zum Bahnhof, denn dort sollten Sarah und Leanna um zwanzig vor elf ankommen.

Nach über drei Monaten endlich mal wieder zu dritt vereint machten wir uns auf den eher beschwerlichen Weg zum Burgberg von Frankenberg. Diesen Ort hatte ich nämlich als Location auserkoren, auch wenn man unzählige Stufen bewältigen muss, um dort hin zu gelangen.
Als wir oben angekommen waren, konnten die beiden auch verstehen, warum ich genau da fotografieren wollte: eine tolle Aussicht, fotogene Geländer, dekorative Mauern, hübsche Bänke, und tolle Bäume. Das waren so viele Argumente für diesen Burgberg, dass wir meinen zweiten möglichen Foto-Ort gar nicht mehr aufsuchten, weil wir erst mal hier ein paar der unzähligen Möglichkeit nutzen wollten.

Fototag Frankenberg 1
Fototag Frankenberg 1
Fototag Frankenberg 1

Während wir nun also Einzel- und Doppelportraits sowie mit Stativ auch Gruppenbilder von uns dreien schossen, unterhielten wir uns natürlich pausenlos.
Wir stellten fest, dass es sicher gut ist, verrückte und belanglose Dinge zu fragen, wenn man jemanden neu kennen lernt. Zumindest, wenn man ab und zu so komische Phasen hat, ist man doch auf der sicheren Seite, wenn man vorher abcheckt, ob der andere mit merkwürdigen Fragen umgehen kann.
Beispiel gefällig? – Woran stirbt man wohl, wenn man sich an einen Windradflügel kettet? Kreislaufversagen? Zumindest würden wir das vermuten.

Aber auch von unseren Ideen für unsere Blogs sprachen wir dieses Mal ab und zu…
Leanna meinte nämlich, dass es Sinn machen würde, dieses Jahr noch mal die Aktion „Farbblick“ zu wiederholen, vielleicht im Sommer oder Anfang Herbst. Hättet ihr Lust dazu? Dann würde ich etwas organisieren.
Nächstes Jahr gibt es dann aber auch eine Aktion zu diesem Thema, da habe ich schon was geplant, wo dann alle mitmachen können, wenn sie möchten.

Soll es im Herbst 2017 eine Farbblick-Aktion geben?

Fototag Frankenberg 1
Fototag Frankenberg 1

Naja, aber jetzt mal zu den Bildern, die wir machten. Früher waren Fototage eher eine gemeinsame Jagd nach schönen Blumen und anderen interessanten Motiven. Seit zwei Jahren aber fotografieren wir uns verstärkt auch gegenseitig, da es doch irgendwie schön ist, mal ordentliche Portraits von seinen Freunden und auch sich selbst zu haben. Dieses Mal kamen uns da zum Glück auch kreativere Ideen… Sitzen auf der Mauer, im Gras am Hang liegen, auf der Lehne der Bank posieren.

Auch eine neue Edition Hüpf-Bilder machten wir… Bis meine Knie dann wieder zu protestieren begannen. Was das angeht, bin ich echt ein Montagsprodukt.

Fototag Frankenberg 1
Fototag Frankenberg 1

Nachdem der letzte meiner Muffins verspeist war und wir einen ganzen Haufen Bilder hatten, machten wir uns dann auf den Weg Richtung Fußgängerzone. Beim Bäcker gab es für Sarah und Leanna was zu essen, ich hatte wie immer was eingepackt. So ließen wir also an diesem wundervollen, sonnigen Tag um einen Tisch sitzend den Fototag bei Gesprächen über den Alltag ausklingen, bevor ich mich mal wieder auf den Weg zu meinem Pony machte und die beiden die Heimreise antraten.

Rundum ein gelungener Fototag, nur Lea fehlte uns wirklich. Nächstes Mal sind wir also hoffentlich zu viert.

Fototag Frankenberg 1
Fototag Frankenberg 1
Fototag Frankenberg 1

Und, wie sieht es bei euch aus: Geht ihr lieber gemeinsam auf die Jagd nach schönen Motiven oder nutzt ihr Gesellschaft beim Fotografieren auch eher für Portraits?

- geschrieben von Tabea -


Ein paar der Portraits, die Leanna von mir gemacht hat, könnt ihr in meinem Geburtstagspost, in dem ich vergleiche, wie unterschiedlich mich Familie, Freunde und Blogger mich wahrnehmen, ansehen.

18Kommentare


Montag, 12. Juni 2017

Wer bin ich – und wie viele?

Hallo ihr Lieben!

Heute ist ein besonderer Tag, der einen besonderen Post verdient. Schon wieder werde ich ein Jahr älter und zu diesem Anlass habe ich mich dann doch mal gefragt, wer dieses „Ich“ eigentlich ist.

Denn ich kann mich selbst zwar beschreiben, aber ich war mir schon immer recht sicher, dass andere Menschen mich ganz anders wahrnehmen. Und diese anderen Menschen, die nehmen mich doch wahrscheinlich auch nicht alle gleich wahr, oder? Aus diesem Grund bin ich also aus persönlichem Interesse der Frage nachgegangen, wer ich bin – oder vielleicht eher wie viele ich bin.

Daher könnt ihr in diesem Post viele Beschreibungen, die von mir handeln, finden – meine eigene, die von Familienmitgliedern, die von Freunden aus der Schulzeit und auch die von einigen Bloggern, die mich nur aus dem Netz kennen. Ich finde es nämlich unheimlich spannend zu erfahren, ob die Wahrnehmung im echten Leben so anders ist als die in unserer gigantischen Onlinewelt, obwohl ich mich kein bisschen verstelle. Also – los geht’s!

Das objektive Zeug

So ein paar Fakten gibt es ja, die sind nicht subjektiv, sondern einfach Tatsache. Ein Rahmen eben – und der sieht so aus:

1,58m Körpergröße
Augen in unterschiedlichen Farben
Eher klapprige Figur aktuell
Kurzhaarschnitt, hellbraune Naturhaarfarbe
Geboren am 12.6.1998

Tabea Studt -Selbstbeschreibung und Beschreibung von Familie, Freunden und Bloggern

Ich über mich

Neben den objektiven Dingen habe ich aber noch einige andere Merkmale, die wir wohl alle unterschiedlich intensiv wahrnehmen… Und da fange ich dann jetzt mit meiner Beschreibung an.

Ich selbst habe das Gefühl, anders zu sein als viele Menschen in meinem Umfeld. Ich habe einen enormen Bewegungsdrang und eine Menge komische Vorstellungen davon, wie mein Essen und meine Konsumgüter sein sollen. Ich lege Wert auf Nachhaltigkeit in vielen Lebensbereichen, aber bin dabei zugegebenermaßen noch inkonsequent.
Freunde habe ich nie wirklich viele gleichzeitig, weil ich dann immer jemanden aus Versehen vernachlässige.

Ich komme häufig auf verrückte Ideen und kann mich voll in Aufgaben (seien es gegebene oder selbst auferlegte) rein steigern und habe meist einen eher strukturierten Tagesablauf, da mir das hilft, produktiv zu sein. Zeit zu verplempern ist für mich der Horror.

Meine wichtigsten Hobbys sind das Reiten und das Bloggen, wobei ich da jemand bin, der nichts halbherzig machen will. Daher stecke ich in beides viel Zeit und habe sogar ein eigenes Pony, weil mir nur gelegentliches Reiten nicht gereicht hätte.

Auch wenn ich gerne lache und seit über einem Jahr immer sofort sagen würde, dass ich grundsätzlich sehr glücklich mit meinem Leben bin, habe ich viele schlechte Phasen. Sobald schulischer Stress aufkommt oder ich zu viele Termine habe, werde ich sehr reizbar und reagiere dann auf nette Kontaktaufnahmen von Freunden und Familie in fairerweise pampig. Da hilft es nur, mich einige Zeit in Ruhe zu lassen und ich fühle mich immer schuldig, weil ich dann eben zu nichts zu gebrauchen bin.

Ich denke, das waren wohl die wichtigsten Punkte…

Meine Familie über mich

Ich gebe ehrlich zu, dass es mir bei meiner Familie am schwersten fiel, sie im eine Beschreibung zu bitten. Ich will ja niemanden nerven und ich hatte sich Angst, dass sie die Idee völlig blöd finden.

Trotzdem, fünf Leute habe ich gefragt und zwei davon haben mir auch geantwortet. Dass die anderen mich ungern beschreiben wollten, kann ich aber auch verstehen.

Meine Stiefmutter, die ich ja nur noch verdammt selten sehe, da ich meinen Vater kaum noch besuche, schrieb mir Folgendes ohne lange nachzudenken direkt auf Whatsapp:

Kurze Beschreibung: mitfühlend, selbstkritisch, schätzt sich selbst geringer als gut für sie ist, verlässlich, zu ergeizig und zu aufopfernd für ihre Lieben!
Aber trotz aller Macken meine liebste „Stieftochter“😘
- meine Stiefmutter

Ich denke, damit beschreibt sie mich ziemlich treffend, denn Macken habe ich viele und meine selbstkritische Haltung haben inzwischen schon sehr viele Lehrer und auch Dozenten an mir bemängelt. Als aufopfernd empfinde ich mich allerdings nicht und es wundert mich, dass gerade sie das so wahrnimmt. Denn ausgerechnet meine Familie väterlicherseits, zu der sie ja für mich zählt, bekommt von mir eher wenig Aufmerksamkeit und von meinem Alltag erzähle ich meist gar nicht so viel, dass da derartige Charakterzüge durchklingen könnten.

Die Beschreibung meiner Oma hat mir dann gezeigt, dass sie mich sehr gut kennt. Sie hat mich während meiner gesamten Kindheit und Jugend relativ regelmäßig gesehen und ich war immer gern bei ihr, sodass es mich nicht wundert, dass sie Dinge nannte, die einigen meiner Freunde vielleicht gar nicht mal bewusst sind. Zum Beispiel zählt sie als negative Eigenschaft meine Angst vor Krankheiten auf – und da konnte ich dann echt nur schmunzeln und zustimmen. Ich habe schon mitten in der Nacht meine Matratze genommen und bin vom Zimmer meiner Schwester ins Zimmer meines Bruders umgezogen, weil meine Schwester sich übergeben hat und ich die Ansteckungsgefahr minimieren wollte. (Das war irgendwann in der späten Grundschulzeit, glaube ich.)

Ach, Leute, ich habe eigentlich gar keine Lust, die Beschreibung wiederzugeben. Lest sie euch lieber im Original durch, denn meine Oma hat das toll formuliert und mir bedeutet dieser Text eine Menge…

Liebe Tabea,

wenn ich an dich denke, sehe ich eine zierliche Person vor mir, die einiges an Selbstbewußtsein aus­strahlt. Du hast dei­nen eigenen Stil, ob er modisch ist oder nicht, du bist davon unabhängig.

Du verfolgst deine Interessen,auch wenn andere es nicht ver­stehen. Deine Berufs­wahl zeigt deine Beg­abungen und die Kons­equenz mit der du sie nützt. Durch deine ruhige Art halten viele Leute dich für schüchtern. Aber eig­entlich verschwendest du bloß keine Zeit mit Leuten und Din­gen, die dich nicht interessieren.

Ich schätze deine Hilfsbereitschaft und deine Tierliebe. Du bist neugierig und experimentierfreudig (siehe deine Art zu kochen).

Ab- und zu bist du auch etwas hysterisch wenn es um Krankhe­iten geht und du eine Ansteckung fürchte­st.

Bei so vielen posit­iven Seiten musste es auch mal etwas and­eres geben.

- meine Oma

Also, mit ist natürlich bewusst, dass zwei Meinungen nicht unbedingt das Bild meiner gesamten Familie realistisch darstellen können, aber dennoch sind hier einige Punkte enthalten, die wohl auch der Rest so sehen würde.
Ich glaube selbstkritisch wirke ich wirklich, ebenso wie ehrgeizig. Das hat man immer sehr an meinem Umgang mit meinen Schulnoten gesehen.
Selbstbewusst benehme ich mich eigentlich nur, wenn ich meinem Umfeld vollkommen vertraue und mich wohl fühle. Daher fällt diese Eigenschaft wohl meiner Stiefmutter auch nicht so auf, denn obwohl ich dort zwar schon oft war, fühle ich mich immer ein bisschen fehl am Platz.

Meine Mama habe ich zwar nicht nach einer Beschreibung gefragt, aber sie betont immer wieder, dass ihre Kinder zuverlässig und selbstständig sind – und ich denke, das trifft auf mich ebenfalls zu.

Meine Familie scheint also meine Macken zu kennen, aber legt den Fokus auf meine Stärken, und genau das freut mich.

Tabea Studt - Beschreibungen von Familie, Freunden & Bloggern

Meine Freunde über mich

Von meinen Freunden bekam ich enorm viel Rückmeldung, was mich natürlich einerseits glücklich macht, aber andererseits das Zusammenfassen erschwert. Daher habe ich mich bemüht, ein paar Stichwörter rauszufischen, die mehrmals genannt wurden und zusätzlich einige Ergänzungen in Form von Zitaten einzubinden.

Meinen Ehrgeiz und mein Durchsetzungsvermögen haben beispielsweise mehrere Freunde genannt.
Zudem haben gerade meine besten Freunde auch betont, dass man mit mir sehr offen über so ziemlich alles sprechen kann. Das ist eine Eigenschaft von mir, auf die ich sehr stolz bin, denn es hat lange gedauert, sie zu entwickeln, auch wenn ich schon immer recht schnell Vertrauen gefasst habe.
Als intelligent und informiert haben mich einige beschrieben… Aber da kommt jetzt wohl wieder meine selbstkritische Haltung zum Tragen, wenn ich euch sage, dass sich das auf gewisse Bereiche beschränkt. Es gibt so viele Dinge, von denen ich weniger Ahnung habe als man eigentlich sollte, und meine guten Noten führe ich gern darauf zurück, dass die Lehrer quasi Mitleid mit mir haben, weil ich im Unterricht nicht so selbstbewusst wirke und ständig in den Kursen sitze, wo sonst (fast) nur männliche Personen anwesend sind.

Meinen eher bewussten Lebensstil mit einem bedachten Konsumverhalten hat auch nicht nur eine meiner Freundinnen erwähnt. Ständig neue Kleidung oder Schminkzeug, das ist einfach nichts für mich. Sarahs Formulierung gefällt mir hier sehr gut:

[…] Ich schätze Tubby als eine sehr praktisch denkende Person ein. Dinge, die sie für nichts braucht, braucht sie auch nicht. Also Deko oder so, die nur rumsteht. Sie hat nur, was sie wirklich benutzt. Und sie weiß, was sie selbst braucht und was ihr gut tut. Alles andere vermeidet sie. Das ist zumindest mein Eindruck.[…]
Schon ihr Studiengang und Ihre LKs – Informatik und Physik – zeigen, das Tubby nicht unbedingt das ist, was viele unter typischen Mädchen verstehen. Auch Schminken, Schmuck, etc. sind nicht ihre Welt.
Tubby ist sehr umweltbewusst. Als konsequente, zivilisierte Person schafft sie es, einen sehr nachhaltigen, bewussten Lebensstil zu führen. Außerdem kann sie super mit Tieren umgehen, denke ich.[…]
- Sarah

Auch als tierlieb bezeichneten mich einige Freunde wie auch bereits meine Oma. Das wundert mich doch, denen obwohl mir gerade Heimtiere und Nutztiere am Herzen liegen, habe ich nicht das Gefühl, besonders tierlieb zu wirken. Mit Hunden, Katzen, Meerschweinchen, Kaninchen usw. kann ich nämlich wenig anfangen…

Eine ehemalige Mitschülerin, mit der ich in der fünften Klasse mal recht für befreundet war und danach nur sehr losen Kontakt hatte, hat außerdem ein paar Worte darüber verloren, wie ich nach außen wirke, wenn man mich nicht so gut kennt. Das finde ich vielleicht auch noch interessant, denn es war mir so noch nicht bewusst:

Ich denke, dass du zuerst als eher ruhig­e, zurückhaltende Pe­rson wahrgenommen wi­rst.
[…] Manchmal sagst du so ehrlich Sachen heraus, dass es schon etwas kalt rüberkommt, auch we­nn das vielleicht gar nicht „böse“ beabs­ichtigt war.
- ehemalige Mitschülerin

Ansonsten haben noch zwei Freunde, die mich sehr gut kennen, erwähnt, dass ich nicht das typische Mädchen bin und andere Interessen habe, als die meisten Menschen in meinem Alter. Das trifft es wirklich auf den Punkt.

Eine Freundin von mir, die mir gerade in Sachen Pony-Kram immer voll zur Seite stand und sich erst in letzter Zeit zu einem sehr wichtigen Menschen in meinem Leben entwickelte, hat mir keinen Text geschickt, sondern eine Mind-Map geschrieben. Das finde ich so cool und kreativ, dass ich euch diese gern zeigen möchte.

Hier fiel mir auf, dass die als einzige Person Bezug auf mein Essverhalten genommen hat. Das erkläre ich mir damit, dass mir die anderen nicht zu nahe treten wollen, weil sie wissen, dass ich da nicht so stolz drauf bin. Außerdem rede ich fast nur noch mit gerade dieser Freundin darüber, weil ich das Gefühl habe, dass sie keine Gedanken zu diesem Thema her versteht als jemand anders.

Mindmap zur Beschreibung von Tabea

Eine einzige Beschreibung möchte ich hier noch komplett einfügen, denn auch die ist eine besondere. Sie stammt von meinem Ex-Freund, der seit unserer Trennung aber eindeutig den Titel „Bester Freund“ tragen darf. Nach unzähligen gemeinsamen Schuljahren lernte ich ihn erst letzten Sommer wirklich kennen… Und hätte nie erwartet, dass er so eine interessante, nette, offene und tolle Person ist.
Die folgenden zehn Punkte hat er über mich für euch aufgeschrieben, nachdem ich zuerst eine ausführlichere Form erhalten hatte, die total rührend ist, aber vielleicht nicht veröffentlicht werden muss 😉.

Was Tabea so besonders macht – 10 Punkte:

  1. Ihre Ausstrahlung und ihr ansteckendes Lächeln.
  2. Sie hat einen starken Willen und Durchsetzungsvermögen.
  3. Ihre durchdringende Ehrlichkeit und ihre offene Art über Probleme zu reden.
  4. Sie gibt einem das Gefühl zu Hause zu sein und strahlt so viel emotionale Wärme aus, dass man sich in ihrer Nähe einfach nur wohlfühlt und gar nicht mehr weg möchte.
  5. Eine negative Eigenschaft ist, dass sie ziemlich schnell enttäuscht ist.
  6. Eine weitere negative, sie kann echt eigenwillig sein, weshalb nicht jeder mit ihr klarkommt, denn Tipps lässt sie sich kaum geben.
  7. Aber trotzdem ist sie ein liebenswerter Mensch, den man einfach nur umarmen möchte, wenn man ihn kennt, da sie sehr hilfsbereit ist, oft einen schlauen Rat auf Lager hat und viele Dinge einfach besser weiß, als man selbst, sich aber damit nicht vor einem aufspielt, sondern es für sich behält.
  8. Auch wenn sie intelligent ist, kann man mit ihr auf Augenhöhe kommunizieren.
  9. Sie handelt eigentlich sehr bedacht, was sie kalt und abgebrüht wirken lässt, kennt man sie aber näher, stellt sich genau das Gegenteil ein. Hinter einem harten Kern steckt eine weiche Schale bei ihr. Ist man aber erst mal durch die harte Schale und hat sich ihr genähert, dann wird man dafür mit einem wirklich guten Freund belohnt.
  10. Sie lässt einem jede Freiheit, die man sich wünscht und ist nicht lange böse auf einen, wenn man sie verärgert.

- Malte

Also – es scheint so, als würden meine Freunde gerade meine positiven Seiten wahrnehmen… oder vielleicht wollten sie auch einfach nicht ehrlich auf zu viele meiner Fehler hinweisen, um mich nicht traurig zu machen?

Nette Blogger über mich

Ach du meine Güte – danke ihr Lieben!!! Ich hatte einer ganzen Menge von Leuten eine Mail geschrieben, ob sie mich mit einem kurzen Text über mich bei diesem Post unterstützen möchten, und ich bin total überrascht, dass mir fast jeder wirklich einen Text zurückgesendet hat. So viel Hilfsbereitschaft ist wirklich toll!

Interessant waren übrigens all diese Texte und die Bloggerinnen haben größtenteils alle unterschiedliche Aspekte genannt, sodass ich gar nicht zu viel zusammenfassen möchte und euch daher vielleicht einfach direkt Zitate aus den Texten präsentiere:

[…]sie war mir auf Anhieb sympathisch, da sie sich nicht verstellt und sich selbst treu bleibt. Wahrgenommen habe ich sie als Jemand, der Natur und Tiere liebt, immer auf verrückte Ideen kommt, sehr offen ist und gerne lacht. […] ich glaube, dass wir beide verdammt oft über Dinge nachdenken, die nur halb so schlimm sind.

Tabea ist in meinen Augen ein sehr fröhlicher, ehrgeiziger und vor allem aber ehrlicher Mensch, da sie auch direkt sagt, wenn ihr etwas nicht gefällt. […]
- Anna

[…]ich glaube, du bist ein neugieriges, aufgewecktes Mädchen (oder sollte ich sagen: eine junge Frau?), die viel wissen möchte und sich gerne mit anderen Menschen austauscht und ihren Horizont erweitert.

Dabei hast du keine Scheu, zu fragen und zu kritisieren, wenn du glaubst, etwas nicht verstanden zu haben oder dass etwas nicht so ist, wie es eigentlich sein sollte. Direkt und unverblümt sagst du, was aus deiner Perspektive Sache ist.

Auf der anderen Seite schätze ich dich als eine sensible und vielleicht auch teilweise unsichere Person ein, die wenige, aber gute Beziehungen benötigt und noch auf der Suche nach sich selbst ist. (Sind wir das nicht alle irgendwie?) Ich glaube weiterhin, dass du sehr heimat- und familienverbunden bist und erst einmal eine Zeit brauchst, wenn Veränderungen sich etablieren.

Du gehst nicht mit dem Mainstream und findest das gut – manchmal leidest du aber auch darunter.

Insgesamt würde ich sagen, dass du eine suchende, wandernde und mit offenem Geist umherstreifende Person bist, die sich auf das freut, was das Leben für sie bereithält.

Tabea Studt - Beschreibungen von Familie, Freunden & Bloggern

  • Du weißt, was du masgst/willst und was nicht und hast eine feste Meinung dazu.
  • Du bist sehr sportlich, lebst gesund und achtest auf deinen Körper.
  • Du unterstützt Freunde/Blogger wo du kannst.
  • Dein Blog ist sehr kreativ und vielseitig und das bist auch du für mich.
  • Du bist sehr ehrlich, sagst immer deine Meinung. Immer sachlich, sodass man gut mit dir diskutieren kann.

- Jana

  • Du wirkst wohltuend „normal“… nicht im Sinne von durchschnittlich, sondern sympathisch bodenständig.
    […]
  • Du nimmst dir viel Zeit für andere Blogs. Nicht nur, dass du immer sehr ausführliche Kommentare verfasst, bei denen man merkt, dass du dich wirklich mit dem jeweiligen Beitrag auseinander gesetzt hast und ihn nicht nur oberflächlich überflogen hast. […]
  • Deine Meinung sagst bzw. schreibst du immer sehr ehrlich, auch wenn du etwas kritisierst. Dabei bleibst du aber trotzdem respektvoll – was gerade in der Onlinewelt keine Selbstverständlichkeit darstellt.
  • Egal, ob es um deine mehrtägige Fahrradtour geht, dein Entrümpelungsprojekt oder dass du dir mit deiner Adena kurzerhand deinen Traum vom Pony erfüllt hast… du machst dein Ding.
  • Ich finde, du kommst gleichzeitig bescheiden und trotzdem selbstbewusst rüber.[…]

- Anne

Ich könnte höchstens schreiben, dass ich deinen Blog sehr ehrlich und authentisch finde. Mir gefällt es, dass du auch persönliches preisgibst und auch Dinge die dir unangenehm sind ( wie Körpergeruch). Manche Blogger wollen nur eine schöne, heile Welt zeigen mit perfekten Photos wie aus einer Zeitschrift. Bei dir ist alles echter und realistischer und nahbarer. Außerdem bist du an deinen Lesern persönlich interessiert und nimmst dir die Zeit, geduldig ihre Fragen zu beantworten. Das finde ich sehr nett und hilfsbereit.
- eine Leserin, die vor einiger Zeit eine Mailkontakt zu mir aufnahm

Ich habe Tabea als eine äußerst freundliche und bodenständige Person kennengelernt.

Man merkt also doch ein wenig, dass ich mich mit den Mädchen und Frauen über ganz unterschiedliche Themen austausche (halt je nachdem, worüber sie vorwiegend bloggen), denn dadurch nehmen sie unterschiedliche Eigenschaften von mir wahr.
Mit Jenni beispielsweise schreibe ich ja viel über Nachhaltigkeit und Rezepte, sodass es kein Wunder ist, dass ihr aufgefallen ist, dass ich da selbst oft noch mit mir hadere und nicht genau weiß, mit welcher Konsequenz ich meine Vorsätze umsetzen möchte. Das war mir interessanterweise selbst noch gar nicht so präsent… Aber als ich es in ihrer Beschreibung las, wurde mir doch klar, dass sie Recht hat.
Insgesamt scheine sich aber durchzuzeichnen, dass ich ehrlich und authentisch wirke – und das freut mich! Ehrlichkeit ist mir einfach sehr wichtig, egal, ob online oder offline.

Gefreut hat mich, dass meine Verrücktheit doch auch im Internet durchkommt, denn die sehe ich als eins meiner wesentlichen Charaktermerkmale an. Aber davon mal abgesehen ist genau das eingetreten, was meine Schwester und ich vermutet haben: Die Bloggerinnen nehmen vor allem meine positiven Eigenschaften wahr – die Momente, in denen ich unerträglich bin, müssen sie ja nicht erleben. Also warne ich an dieser Stelle gern auch mal euch, dass ich wesentlich weniger „toll“ bin, als ich hier vielleicht erscheine. Ich verstelle mich zwar kein bisschen für den Blog und das Internet, aber ich schreibe einfach lieber über meine schönen Erlebnisse und nehme Pannen höchstens mit Humor – auch, um mir selbst zu zeigen, wie schön mein Leben ist. Ich mache das nicht, um hier etwas vorzutäuschen!

Tabea Studt - Beschreibungen von Familie, Freunden & Bloggern

Dass das Bloggen jedoch ein wichtiger Teil in meinem Leben ist, wird wohl auch in den Beschreibungen der Blogger eher deutlich als in den Beschreibungen meiner Freunde. Eigentlich nicht verwunderlich, aber manchmal bin ich doch selbst überrascht, wie viel Raum ich diesem Hobby gebe. So war ich auch erstaunt, als Tina mit folgende Beschreibung schickte:

Tabea ist mit 253 genehmigten Kommentaren sicherlich eine meiner treuesten Leserinnen und dabei nimmt sie kein Blatt vor den Mund. Auch wenn wir nicht immer einer Meinung sind, sie schreibt ECHTE Kommentare und drückt damit ihre ganz eigene Meinung aus – und das schätze ich auch so an ihr!
- Tina

Denn ja, wie auch Anne und Jana es schon erwähnt hatten: Für Kommentare nehme ich mir gerne Zeit, weil ich den Austausch so liebe. Aber dass sich da so viele ansammeln, hätte ich nicht gedacht.

Fazit

Es ist gar nicht so einfach, ein Fazit zu so einem Post zu schreiben. Für mich war es sehr spannend, all die Rückmeldungen zu lesen, denn meine Familie, meine Freunde und auch die Blogger haben teilweise sogar Dinge erwähnt, die mir gar nicht direkt bewusst waren.
Insgesamt haben mich aber alle Personen etwas positiver beschrieben, als ich selbst mich sehe (und das, obwohl mein Selbstwertgefühl in den vergangenen Monaten sich wirklich drastisch verbessert hat). Das freut mich natürlich – denn entweder wirke ich tatsächlich netter, als ich dachte, oder aber ich habe Freunde und Bekannte, die sich an meinem Macken kaum stören und auch noch zu freundlich sind, um mir meine Fehler so direkt vor Augen zu führen.
Trotzdem: Sollte ich mich mal daneben benehmen, dann sagt mir das bitte! Ich kann nur versuchen, mich zu ändern und zu verbessern, wenn ich weiß, dass ich etwas falsch gemacht habe.

Ich danke noch mal allen, die mir geholfen haben (also meiner Stiefmutter, meiner Oma, meinen Freunden, Tina, Nicole, Jana, Anne, Anna, Jenni, Carolin und meine annonym bleibende Leserin) und halte fest: Tabea ist nicht eine Person, sondern „mehrere“. Wenn Tabea allein ist, hadert sie vielleicht doch ab und zu mit sich und ihrem Leben, aber ist dabei doch immer stolz und glücklich wegen all der Dinge und Möglichkeiten, die ihr zur Verfügung stehen.
Für ihre Freunde ist Tabea gerne da, aber braucht diese auch, um sich mal auszuheulen.
Und für die Internetwelt ist Tabea wohl die glücklichste und beste Person von sich selbst, weil sie die schlechten Momente gern runter spielt oder ganz unter den Tisch fallen lässt.
Was alle Tabeas gemeinsam haben, ist die Offenheit und die Verrücktheit, aber auch grundsätzlich eine zufriedene Lebenseinstellung.

In diesem Sinne: Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag an alle Tabeas… Und möge dieser Tag bitte einfach vorübergehen, denn während dieser Post erscheint, darf ich mich durch 12 Stunden Vorlesung quälen.

- geschrieben von Tabea -

– fotografiert von Leanna

20Kommentare


| Ältere Einträge »


Suche

ganzjährige Blogprojekte

12 Colors of Handmade Fashion (jeden Monat eine Farbe, zu der genäht werden darf)
Increase Infinity (jeden Monat eine Farbe, zu der gebloggt werden soll)
Fotoprojekt17 (jeden Monat ein Thema, zu dem fotografiert werden kann)
Fotoprojekt: Rostparade (immer am letzten Tag des Monats Rostfotos online stellen)
Fotoprojekt: Graustufen (jeden Monat ein Thema, zu dem Schwarz-weiß-Fotos gemacht werden sollen)
Fotoprojekt: Bunt ist die Welt (Jeden Sonntag ein Thema, zu dem für fünf Tage fotografiert werden darf)
Näh dir was (Jeden Monat ein neues Nähthema, zu dem man etwas für sich nähen soll)
Lets cook toghether (Jeden Monat ein Thema, zu dem gekocht/gebacken und ab dem 10. Tag des Monats verlinkt werden darf)
Die Gemüse-Expedition (Jeden Monat ein Gemüse, das in der Küche verarbeitet werden soll)

  • Meine Blogparade

  • Blogparaden

    Buch vs. Film
    Kampf der Filmgenres (am 15. des Monats ein neues Thema, bis zum Januar 2018)

  • Empfehlungen


  • Impressum | Datenschutzerklärung | Kontakt