Samstag, 27. Mai 2017

Gastpost: Food-Fotografie

Hallo zusammen!

Ich liebe es, neue Rezepte auszuprobieren. Auf Pinterest und Instagram nach Bildern von leckeren Gerichten Ausschau zu halten, ist eine meiner absoluten Lieblingsbeschäftigungen. Weil ich so gerne koche und backe und schon auch mal selber Rezepte erfinde, dachte ich mir, warum nicht auch mal die Welt an meinen Kreationen teilhaben lassen? Gesagt, getan: Essen gezaubert, ansehnlich auf dem Teller angerichtet, Kamera in Position gebracht, abgelichtet und… blöd aus der Wäsche geschaut: Was ich da sorgfältig gekocht und arrangiert hatte, sah auf dem Foto aus, als hätte ich ein Bild von der laminierten Speisekarte einer Imbissbude geschossen – nicht besonders appetitlich jedenfalls. Was für ein Reinfall! Ich wollte mich jedoch nicht geschlagen geben und habe mich ein wenig informiert, indem ich den Profis der Food-Fotografie auf die Finger geschaut habe. Und siehe da, mit ein paar unkomplizierten Kniffen habe ich es letztendlich doch noch geschafft, Fotos zu schießen, auf denen das Essen genauso gut aussieht, wie es schmeckt! Hier meine Lieblingstricks:

Food-Fotografie Tipps

Auf Geschirr und Besteck achten

Ob Reispfanne, Sandwich oder Cupcake, wie man sein Meisterwerk präsentiert, macht einen Riesenunterschied. Auf einem Foto bleibt selbst ein winziger Fleck nicht unentdeckt, und plötzlich ist das ganze Bild verschandelt. Deshalb ist es besonders wichtig, darauf zu achten, dass Teller, Besteck, Servietten – also alles, was auf das Foto kommt – blitzsauber ist. Ich wische also Tellerrand und Geschirr vorher nochmal mit einem Küchentuch ab und poliere Gläser und Besteck, damit auch wirklich keine Schmierer, Krümel oder Fingerabdrücke mehr zu sehen sind. Außerdem achte ich immer darauf, dass die Farben im Bild harmonisch wirken. Am liebsten benutze ich deshalb schlichtes weißes Geschirr oder Glasschüsseln. Zu buntem Porzellan greife ich nur, wenn das Essen selbst wenig Farbe besitzt – Grießbrei kommt zum Beispiel in einer farbigen Schüssel super zur Geltung.

Food-Fotografie Tipps

In Szene setzen

Wenn wir schon beim Thema Geschirr und Besteck sind, hier einige Tipps zum Thema Utensilien. Hier war es für mich wichtig, zu lernen, die richtige Balance zu finden: Mein Bild sollte weder überladen noch langweilig wirken. Neben Geschirr und Besteck benutze ich auch gerne Töpfe, Pfannen, Kochlöffel oder Servietten. Ich achte immer darauf, dass das Gezeigte auch zusammenpasst (ein Löffel für die Suppe, ein Frühstücksbrett für das belegte Brot usw.), da-mit das Bild auch authentisch wirkt. Durch ein paar Requisiten mache ich auch gerne die Dimensionen im Bild deutlich. Oft weiß man ja nicht genau, wie groß das Pizzastück oder die Mousse au Chocolat im Foto in Wirklichkeit ist – ein Löffel dazu und schon weiß man Bescheid. Übrigens, wenn euch wie mir vor lauter Herumprobieren beim Arrangieren auch gerne mal was daneben geht und die Kleidung was abbekommen hat: Ich habe super Tipps gefunden, wie man Schokoladenflecken entfernen kann.

Verschiedene Materialien wie Geschirrtücher aus Stoff oder Anrichten aus Marmor, Fliesen oder anderem wirken super auf Fotos – ich lasse meiner Fantasie gerne freien Lauf und kombiniere, wonach mir gerade der Sinn steht. Ich habe gemerkt, dass ein Kontrast oft hilft, das Essen so richtig zur Geltung zu bringen – für traditionelle Gerichte, beispielsweise einen Schmorbraten, wähle ich gern modernes Geschirr und Utensilien, während ein frischer grüner Salat super zu einem rustikalen Hintergrund passt.

Food-Fotografie Tipps

Auf den Hintergrund kommt es an

Somit wären wir beim Thema Hintergrund angekommen. Wenn man zu den Glücklichen zählt, die eine tolle Küche haben, super – wenn nicht, ist das aber auch kein Problem. Mit ein paar Handgriffen habe ich mir ganz fix mein eigenes kleines „Fotostudio“ zusammengestellt: Mit ein paar weißen Pappkartons aus dem Bastelladen, die ich rechtwinklig zusammengeklebt habe, ist eine wunderbare Hintergrundkulisse entstanden. Auch ein Holzschemel oder ein Holzbrett eignet sich prima als Untergrund, wenn ich dem Bild etwas Vintage-Atmosphäre verleihen möchte. Selbst draußen auf der Wiese, einer Steinplatte oder einer Balkonbrüstung lässt es sich super fotografieren – aber aufpassen, dass das Essen nicht auf der Straße landet.

Ins rechte Licht rücken

Eine der wichtigsten Regeln, die ich gelernt habe, ist diese: Essen, wenn möglich, bei Tages-licht fotografieren. So kommen die Farben einfach am besten heraus. Dafür rücke ich mein Objekt in Richtung Fenster, stelle den ISO auf 100/200 ein und drehe meine Hintergrundkulisse so, dass das Motiv gleichmäßig belichtet ist und kein Schatten entsteht. Dabei helfen auch Reflektoren oder Styroporplatten. Wer in einer dunkleren Wohnung lebt oder lieber abends fotografiert, kann auch einen Tageslichtdiffusor verwenden und mit dem Weißabgleich der Kamera spielen; so wirkt das Foto, als wäre es bei Tag aufgenommen. Wenn die Lichtverhältnisse aber einfach zu ungünstig sind und alles nichts mehr hilft, bearbeite ich das Foto mithilfe Tonwertkorrektur oder der Gradiationskurven in Photoshop etwas nach (dafür wähle ich immer das RAW-Format, damit mir vor der Bearbeitung keine Bildinformationen verloren gehen).

Food-Fotografie Tipps

Foto-Food-Story

Bei der Food-Fotografie ist nicht nur das fertige Gericht wichtig, sondern auch seine ganze Entstehungsgeschichte. Deshalb mache ich auch gerne Schritt-für-Schritt-Bilder von meinen Kreationen, ob beim Kochen oder beim Backen. Dabei beachte ich besonders Folgendes: Wenn ich die Rohzutaten fotografiere, passe ich auf, dass das Obst und Gemüse (genau wie die Oberfläche) sauber ist und keine Druckstellen hat, beziehungsweise diese auf dem Bild nicht zu sehen sind. Oft hilft auch schon ein kurzes Abwischen oder Nachpolieren mit einem Küchentuch. Kleingeschnittene Zutaten, gehackte Kräuter und dergleichen lichte ich gerne auf Holzbrettern ab, während Backzutaten in verschiedenen kleinen Glas- und Porzellanschüsseln super zur Geltung kommen. Auch hier wieder auf Farbkontraste achten – weißes Mehl oder hellen Teig etwa am besten in einer bunten Rühr- oder Porzellanschüssel fotografieren. Besonders lebendig wird ein Bild, wenn man darin Bewegung festhält. Zum Beispiel mache ich gerne Aufnahmen, wenn ich kleingeschnittene Zutaten in die Pfanne fallen lasse oder das Gericht mit Sauce übergieße – dabei lasse ich mir entweder helfen oder betätige im Notfall auch mal den Selbstauslöser meiner Kamera. Außerdem setze ich das Essen gern ganz natürlich in Szene, indem ich auf dem Bild auch meine Hände zeige und Zutaten, Besteck, Küchenutensilien oder Gebäckstücke halte. Aufgepasst, saubere Hände und Fingernägel sind hier ein Muss!

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt

Diese Tipps haben mir bei meinen anfänglich frustrierenden Instagram-Ambitionen schon gewaltig geholfen. Der beste Ratschlag, den ich mir beim Fotografieren immer wieder in Erinnerung rufe, ist aber der: Der Kreativität freien Lauf lassen! Selbst, wenn man mit der Zeit seinen eigenen Stil entwickelt, sollte es einen nicht davon abhalten, neue Dinge auszuprobieren: Mal kann man die Perspektive wechseln, mal mit verschiedenen Hintergrundkulissen und Zubehör spielen oder beim Anrichten und Garnieren erfinderisch werden – warum zum Beispiel nicht mal einzelne Blüten zum Dekorieren verwenden? So entstehen wirklich inspirierende Bilder. Und nicht vergessen, Probieren geht über Studieren. Deshalb, selbst wenn ihr anschließend Schokoladenflecken entfernen müsst, seid ruhig mutig und probiert verschiedene Sachen aus.
Viel Spaß beim Knipsen!


Über die Autorin
Mina B. arbeitet als Texterin und Übersetzerin in London. Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens, des Universums und dem ganzen Rest – Danke an Douglas Adams – stürzt sie sich genauso gern in den Großstadtdschungel wie auf Bücherberge und plant derzeit ihren Road Trip durch die Staaten. Neben Malerei, Fotografie und Musik, zählt Kochen zu ihren Leidenschaften, besonders selbsterfundene Food-Fusion-Kreationen.

Bildnachweise
Bild 1: Pixabay, https://pixabay.com/en/chocolate-mousse-food-dessert-2003019/
Bild 2: Pixabay, https://pixabay.com/de/salat-birne-käse-blattsalat-2157795/
Bild 3: Pixabay, https://pixabay.com/de/plätzchen-gebäck-süß-547636/
Bild 4: Pixabay, https://pixabay.com/de/torte-tortenstück-schwarzwälder-1227842/


– geschrieben von Mina, einer freiberufliche Autorin und Hobbyfotografin

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Mittwoch, 24. Mai 2017

#fotoprojekt 17: Color-Key

Hallo ihr Lieben!

Es ist mal wieder Fotozeit auf meinem Blog! Und zwar Schwarz-weiß mit farbigen Highlights.

Okay, jetzt aber mal langsam und von vorne. Anstoß für diese Fotos und somit auch diesen Blogpost war Annes #fotoprojekt17. Pünktlich zum ersten Mai konnte ich mir da nämlich morgens, während andere Leute noch ihren Rausch ausschliefen, das neue Thema für den Monat ansehen: Color-Key.

Es dreht sich also dieses Mal alles um die richtige Bearbeitung und nicht primär wie in den vorherigen Monaten um das Motiv. Da fühlte ich mich dann doch im ersten Moment leicht überfordert – ganz ehrlich: Ich habe von Fotobearbeitung und -manipulation NULL Ahnung. Das Einzige, was ich über diese Art der Bearbeitung weiß, ist also, dass das Bild überwiegend in schwarz-weiß umgewandelt wird, aber einzelne Bereiche farbig bleiben dürfen.

Fotoprojekt17 - Colorkey

Anne war jedoch so schlau, uns gleich noch ein paar Information zum Color-key mit auf den Weg zu geben. Wirklich, wenn ihr wissen wollt, warum solche Bilder so ein Blickfang sein können, dann schaut besser mal in ihren Post rein! Ich werde darauf nämlich nicht weiter eingehen und euch lieber meine beiden Fotos zeigen.

Die Idee zu diesen kam mir nämlich doch recht schnell. Da dieser Bearbeitungsstil Details hervorhebt, wollte ich natürlich etwas abbilden, was ich grundsätzlich spannend finde. Augen mag ich unheimlich gerne und nicht umsonst heißt es ja, dass die das wichtigste am Portrait sind. Und da meine Schwester auch noch die allerschönsten Augen hat, die ich kenne, bat ich sie um ein kurzes Shooting. Ich hatte also nun endlich mal jemanden vor der Kamera, der mir erlaubte, Nahaufnahmen von seinen Augen zu machen. Ein Traum! Da schwebte ich tatsächlich so sehr auf Wolke sieben, dass ich bei den ersten Fotos völlig vergaß, auf die Belichtung zu achten 😉

Zum Glück bemerkten wir meine Unachtsamkeit allerdings schnell genug und ich konnte auch noch einige Fotos mit der passenden Helligkeit schießen, die mir dann als solide Ausgangslage für die Bearbeitung dienten.

Fotoprojekt17 - Colorkey

Bei der Bearbeitung selbst wählte ich dann den weniger schönen Weg mit mehreren Ebenen und einer Ebenenmaske in gimp. Was anderes kann ich einfach nicht… Aber dafür ist das Ergebnis eigentlich ganz gut geworden, finde ich. Kims geniale Augen kommen nämlich viel besser zur Geltung, wenn die Haut farblos ist und nicht von der Iris mit den traumhaften Wimpern ablenkt! (Auf diese Wimpern bin ich übrigens ziemlich neidisch, auch wenn ich selbst schon recht dunkle und lange Exemplare habe. Kim braucht nämlich keine Wimperntusche, um ihre Wimpern so wundervoll aussehen zu lassen!)

Was haltet ihr von den Fotos? Ich glaube, ich werde zukünftig noch ein bisschen üben, Augen zu fotografieren. Mit dem perfekten Fokus hat es nämlich noch nicht so geklappt und daher probiere ich beim nächsten Mal auch noch mein anderes Objektiv – falls mir noch mal jemand seine Augen als Model zur Verfügung stellt.

Habt ihr euch eigentlich schon mal an Color-Key versucht? Und welches Motiv hättet ihr für diese Aufgabe beim #fotoprojekt17 gewählt?


Dieser Blogpost ist mein erster Beitrag zum Fotoprojekt #fotoprojekt17 von Anne. Sie gibt auf ihrem Blog an jedem Monatsbeginn ein Thema bekannt, zu dem dann den Monat über Fotos gezeigt werden sollen. Eine schöne Inspiration also, um auch Mal neue Motive vor die Kamera zu bekommen.
Im Mai geht es beispielsweise um Color-Key – und die Links zu den Foto-Beiträgen der anderen Teilnehmer könnt ihr dort auch in den Kommentaren finden.

- geschrieben von Tabea -

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Sonntag, 21. Mai 2017

genäht: Upcycling-Shorts für #naehdirwas

Hallo ihr Lieben!

Erinnert ihr euch noch daran, dass ich mir im Januar vorgenommen hatte, zumindest ein paar Kleidungsstücke in diesem Jahr zu nähen? (zum Nachlesen: meine Ziele für 2017)
Eins habe ich ja schon im Januar geschafft, aber seitdem beschränke ich mich aus Zeitgründen doch wieder auf Upcycling und kleinere Dinge, die man nicht anziehen kann. Da kann man ja oft auch schon viel mit erreichen und diesen Monat passt mein Projekt auch bestens zu der Näh-Aktion #naehdirwas von Katha, Lisa und Jenni. Im Mai wollten die drei nämlich uns alle dazu motivieren, irgendwelche Flicken in unsere Kleidungsstücke zu integrieren. Nichts leichter als das, dachte ich mir gleich, als ich von diesem Thema las.

Eine alte Jeans hatte ich noch rumliegen, deren Schnitt mir kein bisschen gefiel. Die hat meine Schwester aussortiert, weil sie ihr zu klein geworden ist. Obenrum saß sie allerdings erstaunlich gut bei mir, sodass ich sie gern verwerten wollte. Also hatte ich zwei Optionen: Die Beine enger nähen oder eine kurze Hose entstehen lassen. Lange Hosen besitze ich aber schon genug. Weil kurze dagegen Mangelware in meinem Schrank sind, entschied ich mich also für diese Idee.

Upcycling-Shorts

Nähen wollte ich das Ganze eigentlich erst später… Der erste Mai sollte nämlich meinem Pony gehören. Betonung auf sollte – es blieb bei diesem Wunsch, da Adena so schlecht drauf war, dass an reiten nicht zu denken war. Also hatte ich unerwartet nachmittags noch eine Stunde Zeit übrig und war frustriert, weil ich mich so auf das Reiten gefreut hatte. Und was macht man gegen Frust? – Nähen!

Der Entstehungsprozess

Tja, und dann ging an dem Nachmittag alles ganz schnell. Hose rausgesucht. In die Stoff Kiste geschaut und Reste gesehen. Maschine auf den Schreibtisch gestellt. Schere geholt und der Hose die Beine abgeschnitten.

Und dann ging es ENDLICH wirklich ans Nähen selbst. Erst kam das kleine Stückchen Gardine als weißes Highlight, dann das Stückchen dunkle Jeans, damit die Gardine als einziger „Flicken“ nicht so verloren wirkt.

Nun musste ich nur noch die Beine irgendwie umnähen, weil ich es nicht mag, wenn die Schnittkante so ausfranst. Einfach ein Mal Zickzack an der Kante und dann nach innen feststeppen wäre wohl das gewesen, was ein normaler Mensch da macht. Wenn ich aber ehrlich bin, sieht diese Variante bei mir immer sehr nach „Gewollt & nicht gekonnt“ aus. Also musste eine Alternative her.

Upcycling-Shorts

Ein Glück, dass mir da gleich die passende Idee kam. Ich klappte die Ränder also nach außen um und nähte sie mit einem Zickzack-Stich fest. So können die Kanten nun im Used-Look noch etwas ausfransen, aber werden sich nicht komplett auflösen. Sieht individuell und gewollt so gemacht aus, finde ich. Daher bin ich auch mega glücklich mit meinem Ergebnis, dass aufgrund der Einfachheit bereits nach nicht mal einer Stunde fertig gestellt war.

Eine Frage an die nähenden Leute unter euch hätte ich aber noch. Kann mir jemand sagen, woran es liegt, dass meine Maschine manchmal zwar in den Stoff sticht, aber den Unterfaden scheinbar nicht greift, sodass ich da an manchen Stellen sowas habe, was wir Gradstich aussieht, aber mit Zickzack genäht wurde?

Das fertige Kleidungsstück

Für die Fotos von meiner neuen Hose habe ich mir dann mal Unterstützung geholt. Meine Schwester war zum Glück so lieb und hat sich eine Weile als Fotografin aufgeopfert, denn Tragebilder sind doch immer besser, wenn es um Kleidung geht, stimmt’s?

Upcycling-Shorts

Ich jedenfalls kann mir gut vorstellen, die Hose im Sommer viel zu tragen, denn sie sitzt sehr bequem und ich habe auch noch Luft in ihr, sodass ich gerne noch 5-10 Kilo zunehmen kann. Endlich ein genähtes Werk von mir, dass garantiert nicht in der hintersten Schrankecke verschwindet. Vielleicht sollte ich öfter nur so kleine und einfache Upcyclings machen, damit ich mit dem Resultat zufrieden bin?

Das T-Shirt, was ich im Januar für 12 Colors of Handmade Fashion genäht habe, sitzt nämlich ehrlich gesagt eher unschön und ich überlege aktuell eher, ob ich es noch retten kann. Tragebilder hat Kim aber an diesem Tag gleich mit von dem Teil gemacht, sodass ich sie nun nachträglich noch in den Post von damals eingebaut habe.

Upcycling-Shorts
Upcycling-Shorts

Achja, und wo wir jetzt schon bei Selmins tollem Nähprojekt sind… Im Mai ist die vorgegebene Farbe Weiß. Erst war ich entsetzt, da diese Farbe mir als vierte in Folge nicht zusagt. Ich will nämlich aus Prinzip keine weißen Kleidungsstücke im Schrank haben, weil ich aus meiner Kindheit, wo wir uns immer furchtbar eingesaut haben, noch diese „Da sieht man immer Flecken drauf und kriegt sie nie mehr raus“-Mentalität habe. Und das, obwohl ich mich heute eigentlich eher selten dreckig mache…
Ursprünglich wollte ich also nichts zur Challenge nähen, da meine Zeit eh knapp genug ist und #naehdirwas einfach diesen Monat besser zu mir passte, aber dann ist mir die Gardine in die Hände gefallen. Weiß. Ein kleines Highlight in dieser kurzen Hose. Ob das wohl reicht, um die Hose bei Selmin einzureichen?Ich hoffe es.

Und, was sagt ihr zu meinem schnellen Upcycling? Habt ihr ein ähnliches Projekt selbst schon mal verwirklicht?


Dieser Post ist mein Beitrag zu #naehdirwas im Mai. Auch bei 12 Colors of Handmade Fashion werde ich ihn am Ende des Monates einreichen.

- geschrieben von Tabea -

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Donnerstag, 18. Mai 2017

Foto-Aktion: Farbblick 4×4

Hallo ihr Lieben!

Heute ist der perfekte Tag, um hier wieder Fotos im Rampenlicht stehen zu lassen! Gemeinsam mit drei weiteren, super netten Bloggerinnen habe ich mir da nämlich etwas überlegt und es „4×4 – Farbblick“ getauft.

Schon seit Jahren habe ich nämlich in meinem Notizbuch einen Eintrag stehen, dass ich mal gezielt nur Dinge in einer Farbe fotografieren möchte bei einer Fototour. So mit einem „Grün-Suchblick“ oder einem „Rot-Suchblick“ durch die Gegend zu streifen, stellte ich mir nämlich irgendwie spannend vor. Nur der sprichwörtliche Tritt in den Hintern fehlte mir lange Zeit, bis ich auf die Idee kam, daraus diese Blogaktion zu kreieren und mir drei andere nette Personen mit ins Boot zu holen.

Farbblick 4x4 Aktion Banner

Also, was ist das nun für eine Fotoaktion geworden?

4×4 Farbblick

4 x 4 steht in diesem Fall für 4 Bloggerinnen mit je vier Bildserien. Und zwar soll jede Bildserie aus Fotos zu genau einer Farbe bestehen. Dabei haben wir alle selbst unsere vier Farben gewählt, denn 1. erhofften wir uns davon mehr Abwechslung und 2. war es auch spannend, ob wir ähnliche oder unterschiedliche Farben wählen würden.

Für sich genommen bildet aber auch der Post jeder Bloggerin ein 4×4, denn die gezeigten vier Bildserien bestehen jeweils aus vier Einzelbildern – so durfte also nicht wahllos alles fotografiert werden, sondern es mussten die besten Bilder herausgefiltert werden, die der Suchblick lieferte.

Jana, Bee und Leanna haben also alle ebenfalls heute einen Beitrag zu unserer Aktion online gestellt – schaut da unbedingt auch vorbei!

Meine Fotos

So, jetzt wisst ihr, worum es geht. Zeit, die Bilder anzuschauen, die ich gemacht habe. Als Farben wählte ich Grün, Rot, Türkis und Orange. Einen ziemlich bunten Mix also; das ist daraus geworden:

Grün

Farbblick
Farbblick
Farbblick
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Grün musste einfach sein! Immerhin war die Farbe jahrelang meine einzige Lieblingsfarbe und steht auch jetzt noch sehr weit oben auf der Liste der am meisten von mir gemochten Farben. Natürlich mag ich da nur die schönen Töne… also bitte keine verwaschenen Töne, kein Mintgrün und kein Olivgrün, aber dafür umso mehr sattes, kräftiges Grün oder auch Hellgrün !

Fotografisch gesehen wäre diese Farbe wirklich leicht umzusetzen; gerade jetzt zur eher warmen Jahreszeit ist ja draußen genug grünes Gras zu sehen. Die Bäume haben ebenfalls wieder Blätter… aber dann wäre das mir eben wieder nicht genug Herausforderung gewesen. Also habe ich versucht, grün dort zu finden, wo man es nicht als allererstes sucht. Das war dann doch wieder schwerer als erwartet…
Daher gönnte ich mit am Ende dann doch ein klein bisschen Grünzeug neben den bunten Ostereiern 😉.

Rot

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Farbblick
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Rot war lange Zeit eine Farbe, die ich gar nicht mochte. Irgendwie war sie mir zu aggressiv, zu auffällig, zu … was weiß ich.

Inzwischen mag ich die Farbe aber doch ganz gerne, denn irgendwie fällt sie eben auf und solange sie nicht zu hell ist und genug Sättigung hat, kann sie wunderschön aussehen. Um Aufmerksamkeit zu erregen oder zur Warnen ist Rot ja auch eigentlich überall zu finden – man muss es also nur hinbekommen, dass die Objekte auf den Fotos dann auch gut wirken. Was meint ihr, ist mir das gelungen?

Aber auch andere Assoziationen kommen bei der Farbe den meisten Menschen in den Sinn: Liebe, Gefühle,…
Daher also auch die Blume hier unter den Bildern, denn Blumen sind für mich irgendwie ein Zeichen für Zuneigung.

Fehler werden zudem in unserer Gesellschaft auch immer gern rot markiert. Alles, was nicht richtig ist, wird rot kenntlich gemacht; oder kommt das nur mir so vor? Daher wählte ich also den roten Fineliner als Motiv, denn dieser ist für mich der Lehrerstift schlechthin.

Türkis

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Auch meine zweite Lieblingsfarbe neben Grün darf hier nicht fehlen. Außerdem glaubte ich, dass so ein Farbton nicht allzu leicht aufzuspüren ist. Türkis ist ja doch nicht so alltäglich, oder täusche ich mich da?

Die Fototour hat eher meine Vermutung bestätigt und ich habe mehrfach mit dem Gedanken gespielt, die Farbe durch das wesentlich öfter anzutreffende Blau zu ersetzen… Aber nein, ich habe es durchgezogen und das macht mich wenigstens etwas stolz.

Orange

Farbblick
Farbblick
Farbblick
Farbblick

Abschließend habe ich dann noch Orange gewählt. Einfach so… dumm nur, dass ich mir die Farben erst eine Woche nach dem Tag überlegt habe, an dem ich meine letzte Mandarine aufgegessen hatte. Die Schalen hätten sicher prächtige Makroaufnahmen abgegeben, aber diese Chance hatte ich verspielt.

Eine Weile später fiel es mir dann glücklicherweise wie Schuppen von den Augen (komisches Sprichwort): Eins meiner absoluten Lieblingsgemüse ist doch orange. Und beim Fotografieren der Möhren bemerkte ich dann auch die Orange, die ich in der Zwischenzeit gekauft hatte… Die ist sogar noch besser als eine Mandarine, das sie sogar den Namen der Farbe teilt!

Fazit zum Projekt

Letztendlich war Rot wirklich am leichtesten zu finden und ich musste mich sehr zurückhalten, um nicht nur schöne Blüten zu zeigen. Spaß gemacht hat mir das Projekt aber wirklich und ich bin tagelang mit dem Suchenden Blick rumgelaufen, gerade, weil Türkis, Grün und Orange eher schwer zu finden waren.

Wie gefallen euch meiner Bilder? Und was haltet ihr von der Idee, beim Fotografieren einen Suchblick aufzusetzen und damit seine Motivwahl drastisch einzuschränken?

Erst mal ist das ja doch ungewohnt, wenn man nicht alles knipst, was gerade schön aussieht. So war es zumindest bei mir. Aber es macht eben auch so richtig Spaß – und kann ziemlich süchtig machen, sodass es am Ende echt schwer werden kann, Favoriten aus den Fotos auszuwählen. Ich glaube, ich werde jetzt öfter mal nur ein bestimmtes Motiv oder eine Motivgruppe pro Fototour ins Visier nehmen.

Die Fotos meiner lieben Blogger-Kollegen

So, und jetzt schaue ich mir aber erst mal die Fotos meiner lieben Bloggerkollegen an. Ich bin schon ganz gespannt, was die aus ihren Farben gemacht haben. Also, auf geht es zu

Jana mit Rosa, Weiß, Lila und Grün,

Bee mit Rot, Grün, Gelb und Pink ,xxx und xx und

Leanna mit Weiß, Blau, Braun und Gelb!

- geschrieben von Tabea -

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