Montag, 26. September 2016

22 Wochen – Woche 10 und 11

10/22: Deine Liste von Dingen, die du vor dem Tod gemacht haben möchtest, ist auf drei Punkte beschränkt…

22 Wochen: 3 Dinge, die Sarah vor ihrem Tod erleben will

Ein Kind haben.

Eine lange, abenteuerliche Reise (Interrail?).

Meinen Traumberuf finden.

11/22: Was du diese Woche gegessen hast

Zum Frühstück geliebtes Lieblingsschokomüsli, Pfirsich, Banane, oder auch mal Toast.
Bei der Arbeit (in einer Förderschule) beim Frühstück Himbeermarmeladenbrot. Einen leckeren Geburtstagsmuffin einer anderen Praktikantin. Selbst belegte, überbackene Baguettes, die wir mit den Kindern gemacht haben.
Omas Gemüsesuppe. Gyros, Nudeln und Salat.
Jede Menge Kuchen und süßes Gebäck an meinem Geburtstag und Marmormuffins, die ich für die Kids, bei denen ich arbeite, gebacken habe.
Ein Schnitzel beim neuen Imbiss in der Pause vom Erste-Hilfe-Kurs.
Käsebrot. Zwetschgen. Beim Volkswandern unterwegs gepflückte Äpfel und Birnen.

22 Wochen: Was Sarah in Woche 11 gegessen hat, hier Kuchen und Muffins
22 Wochen: Was Sarah in Woche 11 gegessen hat, hier ihr Geburststagskuchen
22 Wochen: Was Sarah in Woche 11 gegessen hat, hier ihr ein Muffin

Ich habe mich diese Woche wohl fürchterlich ungesund ernährt… Aber vielleicht darf man das, wenn man Geburtstag hat? 😉

- geschrieben von Sarah -


Dieser Blogpost ist ein Beitrag zum Projekt „22 Wochen“ von Charlotte Leonie. Daher findet ihr auch auf ihrem Blog eine List mit drei Dingen, die sie vor ihrem Tod machen will und einen Überblick über das, was sie in der 11. Woche gegessen hat. Sarahs bisherige Beiträge könnt ihr euch hier anschauen.

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Samstag, 24. September 2016

Albtraum made by Deutsche Bahn

Hallo ihr Lieben.

Manchmal werden scheinbar Albträume war. Am 21. Juli war bei uns so ein Tag, an dem das passierte. Eigentlich hatten meine Schwester und ich ja nur ganz entspannt die Heimreise von der Fahrradtour angetreten – mit der Bahn.

Die Blogposts zur Tour waren alle fertig getippt, doch dann war es so weit: Wir kamen in Schwerte an der Ruhr an und das Übel nahm seinen Lauf…

Ich sah auf der Anzeigetafel schon vom Gleis nebenan, dass da etwas nicht stimmte. Mein erster Gedanke war eine Verspätung oder eine Änderung des Gleises. Als ich jedoch vor der Tafel stand, ahnte ich bereits, dass es Probleme geben würde.
Der Zug fuhr nämlich nicht bis nach Brilon Wald, sondern wurde nach einigen Stationen von einem Ersatzverkehr abgelöst. Allerdings werden dann natürlich die Anschlusszüge nicht mehr erreicht…

Ich rief also beim Service der Bahn an – das Center hatten sie ja vorsorglich eine halbe Stunde vor unserer Ankunft geschlossen.

Minutenlang hingen wir in der Warteschleife und ich ärgerte mich zu Tode, dass man mit der deutschen Bahn auf solche Probleme stößt.

Endlich ging eine Frau ans Telefon und verkündete mir, dass wir mit unseren Fahrrädern nicht mehr nach Hause kommen. Höchstens nach Warburg könnten wir noch mit der Bahn reisen. Ankunft dort um halb 11 abends. Sind ja dann nur noch 55km nach Hause.
Mehr könne sie mir auch nicht sagen.

Na DANKE! Wir sitzen also in Schwerte an der Ruhr, haben zwei Fahrräder, kein Internet und keine Ahnung, wo wir uns auf der Landkarte befinden.
Im gesamten Bahnhofsgebäude befindet sich keine Karte und Internet hat hier auch niemand… wir wissen also nur, dass wir bis Warburg fahren könnten. Wo das liegt, wissen wir aber auch nicht.
Ich musste da einfach erst mal heulen. Ein Wunder, dass meine Schwester einen kühlen Kopf bewahrt hat… Wie hat sie das bloß gemacht?

Ich jedoch fühlte mich völlig verantwortlich für dieses Elend und hasste die Bahn dafür, dass sie zwar E-Mail-Adressen speichert, aber für solche Fälle nicht nutzt, um die Fahrgäste VORHER zu informieren.
Ein Anruf bei meiner Mutter brachte uns zunächst wenig weiter, da diese auch nicht so genau wusste, wie weit die genannten Orte von zu Hause entfernt sind.
Außerdem war sie noch an der Arbeit und musste erst mal zu Hause in die Karte schauen…

Warnschild der deutschen Bahn am Bahnhof

In der Zeit riefen wir dann den Vater meiner Schwester an. Der informierte sich schnell, wie er nach Warburg kommen könnte, um uns dort zu retten. Das ist ihm wirklich hoch anzurechnen, denn er hatte gerade auch viel Arbeit und konnte auch erst um 22 Uhr den Verkaufsstand auf dem Viehmarkt schließen, um uns dann abzuholen, wenn wir um halb 11 in Warburg landen.
Planmäßig wollten wir übrigens um zwanzig nach neun bereits zu Hause sein, nur mal so am Rande bemerkt.

Naja, so langsam beruhigte ich mich und meine Schwester meinte, ich täte ihr Leid. Sie würde aber extra nicht die Nerven verlieren, weil sie mich ja sonst vom Boden aufkratzen könnte, so schlimm wie es mir eh schon ginge. (Ist das nicht furchtbar lieb von ihr? Ich habe schon ein enormes Glück mit meinem kleinen großen Schwesterchen!)

Ich: „Vom Boden? Vom Bahngleis wohl eher! Wozu sind wir denn an einem Bahnhof… die deutsche Bahn ist doch eh zu nichts gut, außer um sich vor Züge zu werfen.“
Kim: „Aber spring nicht zu früh, du weißt ja, Verspätungen sind die Stärke der Bahn.“
Ich: „Ich warte einfach noch zwanzig Minuten, nachdem der Zug planmäßig abfährt, und springe dann los. Sollte dann passen und wenn nicht, kann ich es ja zwanzig Minuten später noch mal versuchen.“
- ironische Gespräche zum Zeitvertreib

Bei einer Wartezeit am Bahngleis entdeckten wir dann noch ein Schild der Bahn, welches darauf hinweist, dass man doch bitte rückwärts springen solle. Ich habe euch ein Foto von dem Ding oben mal eingefügt, damit ihr es euch selbst anschauen könnt und wisst, was ich meine 😉
Vielleicht hoffen sie ja, dass man beim rückwärts springen so oft den Zeitpunkt verfehlt, dass man aufgibt und sich lieber in der Apotheke einen Ausweg aus dem Leben besorgt…

Spaßbild: Ich tue so, als würde ich stelle das Warnschild nach, weil ich sauer auf die Deutsche Bahn binSpaßbild zur Aufmunterung und zum Zeitvertreib: Ich tue so, als würde ich das Warnschild nachstellen, weil ich sauer auf die Deutsche Bahn bin.

Sooo, zurück zu meinem Albtraum. Langsam finde ich mich damit ab, erst mitten in der Nacht zu Hause anzukommen, auch wenn ich Schlaf dringend gebrauchen könnte.
Froh bin ich darüber, gerettet zu werden.

Außerdem freue ich mich nun zum ersten Mal in meinem Leben wirklich, dass ich einen Führerschein und ein Auto besitze. Denn nach dieser Aktion will ich mich nie wieder auf die Bahn verlassen müssen.
Die taugt für mich nämlich ab jetzt eher als gemeinsames Thema, um darüber zu lästern, als als zuverlässiges Fortbewegungsmittel.

Dem hätte ich dann nichts mehr hinzuzufügen… mir tut nur der Mensch am Bahnschalter in Korbach leid, der sich eine gravierende Beschwerde von mir anhören müssen wird. Ich finde es nämlich absolut frech, zwei Mädchen an einem Bahnhof weit weg von zu Hause stranden zu lassen mit der einzigen Info, dass es keine Möglichkeit gibt, nach Hause zu kommen.

Hattet ihr mit der Bahn auch schon solche Probleme oder blieb es bei euch zum Glück bei harmloseren Verspätungen?


Interesse am aktuellen Stand der Sache? Ich habe direkt am folgen Tag den Mensch am Bahnschalter besucht, das Reklame-Formular ausgefüllt und es gemeinsam mit meinen Tickets einschicken lasen. 5 Wochen haben sie gebraucht, bis sie sich bei mir gemeldet haben und der Meinung waren, die bräuchten von mir die Zugnummern der ursprünglich geplanten Züge. Wozu habe ich denn das Ticket eingeschickt? Froh war ich da, dass meine Schwester ein Foto vom Ticket gemacht hatte, was ich noch besaß, um die Züge angeben zu können.
Mitte September habe ich dann einen Brief erhalten, dass man mir ganze 12,40€ überweisen wird. Entschädigung für die Fahrtkosten, da wir uns ja abholen lassen mussten. Ganz ehrlich: Ich fand das nur noch unverschämt und habe mich dann auch direkt ziemlich unfreundlich bei der Service-Hotline erneut beschwert. Immerhin musste jemand erst mal da hin fahren, um uns abzuholen und wir waren auch erst drei Stunden später als geplant zu Hause!!! Es hieß dann, dass das nun noch mal geprüft wird.
… Da kann sich der Service der Bahn meiner Meinung nach echt schämen, wenn erst solche Probleme entstehen und man die verärgerten Kunden dann ewig auf Rückmeldungen warten lässt. Ich bin mal gespannt, ob ich irgendwann doch noch eine angemessene Entschädigung erhalte.

PS: Außerdem wirklich ironisch, dass ich mit dem Brief wegen der Rückzahlung von 12,40€ auch gleich Bahn-Werbung erhielt. Aufschrift: „Entspannt verreisen“. Mit der Bahn bin ich noch nie wirklich entspannt gereist! Immer gab es Verspätungen… und jetzt diese Katastrophe. Ein neuer Werbeslogan wäre angebracht!

- geschrieben von Tabby -

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Donnerstag, 22. September 2016

Heimatverliebt: Travelguide für Waldeck-Frankenberg

Hallo ihr Lieben,

Also leicht finde ich die Aufgabe nicht, vor die mich Jule diesen Monat mit dem Projekt „Heimatverliebt“ gestellt hat. Sie fordert nämlich einen Travelguide. Das klingt jetzt vielleicht auf Anhieb nicht so schwer, doch wenn man sich die weiteren Themen vom Projekt ansieht, merkt man, dass schöne Restaurants, Sehenswürdigkeiten sowie Wander- und Radwege erst in einigen Monaten thematisiert werden sollen. Das wären aber alles Punkte gewesen, die ich in einem Reiseführer gesucht hätte…

Zu einer noch größere Herausforderung wird dieser Post nun für mich, da ich selbst noch nie einen gekauften Reiseführer wirklich gelesen habe. Entweder hat meine Stiefmutter sich um die Organisation des Urlaubs gekümmert oder aber ich habe mal kurz im Internet sehenswerte Dinge gegoogelt, um dann doch lieber nach Gefühl durch die neue Stadt zu laufen. Ein Ausdruck aus Google Maps war immer das Einzige, was wichtig war, denn ich wollte ja meine Unterkunft (wieder-)finden.

Trotz dieser beiden Hürden werde ich jetzt aber versuchen, einen brauchbaren Guide zu schreiben.

Reiseführer Waldeck-Frankenberg: Foto von den Fischteichen in Korbach

Warum Waldeck-Frankenberg?

Deutschland hat ja wirklich eine Menge schöne Ecken. Und wenn man sich dann entschließt, genau dieses Land als Reiseziel zu wählen, dann denkt man vermutlich zuerst an die Nord- und Ostsee, den Schwarzwald, die Alpen oder eine Großstadt wie München, Berlin oder Hamburg. Waldeck-Frankenberg haben da vermutlich die wenigsten im Sinn, obwohl wir hier sogar die Ferienregion Edersee, den Nationalpark Kellerwald-Edersee und das Wintersportgebiet in Willingen haben.
Also, ihr merkt, auch meine ländliche Heimat hat einiges zu bieten und könnte das perfekte Ziel sein, wenn ihr plant, euren Urlaub in Deutschland zu verbringen.

Reiseführer Waldeck-Frankenberg: Foto von der Eder

Wer sollte dieses Urlaubsziel in Betracht ziehen?

Also empfehlen kann ich unsere Region jedem, der die Natur liebt. Wir haben hier nämlich schöne Wälder, Berge sowie Flüsse und Seen.
Wer einfach mal eine Auszeit vom Stadtleben braucht, ist hier ebenfalls gut aufgehoben, denn es gibt haufenweise ländliche Ecken hier. Selbst die Kleinstädte sind umgeben von Wiesen mit Kühen und Wanderwegen.

Sogar Sportjunkies kommen hier auf ihre Kosten. Wie bereits erwähnt ist Willingen ein Skigebiet, sodass man hier im Winter bestens mit ein bis zwei Brettern unter den Füßen den Berg runter brettern kann. Das habe ich mir zumindest sagen lassen, denn ich selbst will mit diesen Sportarten lieber nichts am Hut haben 😉.
Aber auch im Sommer, wenn der Schnee weg ist, dann kann man hier gut einen sehr aktiven Urlaub verbringen. Mountainbiking könnte auf dem Programm stehen. Aber auch verhältnismäßig flache Radwege sind vorhanden, in den Seen kann bei entsprechendem Wetter geschwommen werden und wandern geht sowieso immer.

Eine weitere Gruppe fällt mir noch ein, die Waldeck-Frankenberg vielleicht mal in Erwägung ziehen sollte: Kurbedürftige.
Kurorte und Erholungsgebiete sind bei uns nämlich auch vorhanden. Beispielsweise in Bad Wildungen gibt es ein großes Kurangebot und einen richtig schönen Kurpark, in dem auch regelmäßig Märkte stattfinden, sodass der Aufenthalt in der schönen Stadt sicher nicht zu schnell langweilig wird.

Wer kommt besser nicht hier her?

Also wer Lust auf eine richtige Shoppingtour oder Großstadtleben mit dem vielfältigsten Angebot am Cafés und Restaurants hat, der ist hier falsch. Denn wie bereits erwähnt, ist alles eher ländlich geprägt; und der vegane und vegetarische Trend ist auch noch nicht so stark auf dem Vormarsch, sodass es durchaus viele Restaurants gibt, bei denen man manchmal nur den Beilagensalat als fleischfrei bezeichnen kann oder maximal 3 Gerichte zur Auswahl hat.
Sehenswürdigkeiten gibt es hier zwar genau wie Museen, aber eben nicht gehäuft an einem Ort, sondern über die Kleinstädte verstreut.
Tja, und wer auf der Suche nach besserem Wetter ist, der wird hier auch nicht glücklich. Dafür muss man einfach ins südlichere Ausland, schätze ich.

Reiseführer Waldeck-Frankenberg: Foto von verschneiter Umgebung

Wie sieht es mit der Unterkunft aus?

Also was diesen Punkt angeht, stehen euch in meiner Heimat wirklich alle Möglichkeiten offen.
Fangen wir mal ganz klassisch mit Gasthäuser und Hotels an. Letztere findet ihr wohl eher in Willingen, also beim Skigebiet. Gasthäuser dagegen sind überall anzutreffen: in den Kleinstädten, manchen Orten und auch mitten im Nirgendwo in der Natur, wie zum Beispiel hier 3 Kilometer von meiner Wohnung in Reddighausen entfernt.

Für alle, die sich vorzugsweise selbst versorgen möchten, bieten sich natürlich auch die zahlreichen Ferienwohnungen und -häuser an, die überall zu finden sind. Ich wette, bei dem enormen Angebot ist das passende für jeden dabei.

Wer nun etwas ganz besonders möchte und das Leben auf dem Land schätzt, der kann sogar über Ferien auf dem Bauernhof nachdenken. Ich weiß zum Beispiel, dass es in Welleringhausen bei Familie Fass sowas gibt. Gerade, wenn man Kinder hat und aus der Stadt kommt, stelle ich mir das schön vor. So ein Pony zum Streicheln und Kühe, die keine lilanen Flecken haben, haben doch ihren Reiz, oder?

Und falls es noch mehr Abenteuer sein darf, dann packt das Zelt ein oder holt das Wohnmobil raus. Campingplätze gibt es nämlich auch ohne Ende, vor allem an unseren schönen Seen. Aber auch in meiner Nähe ist einer, der ganz sympathisch aussieht.

Dazu, wie gut einzelne Hotels, Gasthäuser und Ferienwohnungen sind, kann ich euch aber leider nichts sagen. Denn wie das nun mal so ist, übernachtet man in der eigenen Heimat selten außerhalb des eigenen Hauses. Und wenn doch, dann schläft man meist eher bei Freunden.

Reiseführer Waldeck-Frankenberg: Foto von Willingen

Wann ist die beste Reisezeit?

Der optimale Reisezeitpunkt hängt natürlich davon ab, was man hier vorhat.
Für die Wintersportler unter uns sind wohl die Monate Januar und Februar am geeignetsten, da es dann so gut wie immer wenigstens kalt genug für Kunstschnee ist, sodass alle Pisten befahrbar sind.

Wer unsere Seen genießen will oder auf Camping steht, der muss natürlich im Sommer vorbei kommen. Aber da hattet ihr sicher auch nichts anderes erwartet, oder?

Denjenigen, die auf das Wandern oder Fahrrad fahren stehen, empfehle ich dagegen eher den Frühling und den Herbst. Erstens sind die Temperaturen dann gemäßigt, sodass man sich beim Sport nicht zu Tode schwitzt, und zweitens muss man sich unsere schöne Region dann nicht mit all den Touristen teilen, die eben zum campen und schwimmen in den Seen hier her kommen. Ich denke, das könnte sich also auch auf die Preise für die Unterkunft auswirken.

Für Kurgäste in Bad Wildungen habe ich auch noch eine ganz besondere Empfehlungen, was den Zeitraum anbelangt. Denn am dritten Oktober findet im Kurpark eine sehr große Direktvermarktermesse statt, bei der, wenn ich mich recht erinnere, mehr als 100 Direktvermarkter aus unserer Region vor Ort ihr Angebot präsentieren. Also vielleicht passt es ja, die Kur so zu legen, dass ihr das miterleben könnt.

Reiseführer Waldeck-Frankenberg: Foto von Winterlandschaft

Wie reist man bestenfalls an?

Um nach Waldeck-Frankenberg zu kommen, kann ich euch eigentlich nur das Auto empfehlen. Die nächsten Flughäfen liegen nämlich in Brilon, Kassel und Frankfurt, sodass man da dann noch mit dem Zug recht lange Fahrten, teilweise mit Umstiegen, auf sich nehmen müsste.
Auch die Bahn bietet sich nicht so an, da wir meines Wissens nach nicht ins ICE-Netz eingebunden sind, sodass meist tausend Zwischenstopps mit Zugwechsel nötig sind und die Fahrt ewig dauert.
Dazu kommt dann noch, dass das Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln sehr bescheiden ist. Wer also was vom Landkreis sehen will und nicht an einem einzigen Ort bleiben mag (Was mir sicher nach spätestens fünf Tagen zu langweilig wäre…), der braucht ein Auto.

Aber Achtung, auch damit dauert die Anreise vielleicht länger, als ihr das gewöhnt seid. Denn Autobahnanschluss ist hier auch so eine Sache. Diemelstadt und Kassel sind da die beiden Orte, an denen ich auf die Autobahn meist auffahre, ansonsten bieten sich Fritzlar und Gießen an.

Reiseführer Waldeck-Frankenberg: Foto vom Edersee

Gibt es typische Gerichte?

Für viele Leute spielt im Urlaub ja auch das Essen zumindest eine kleine Rolle. Denn wenn man schon mal abseits von zu Hause ist, dann will man ja vielleicht doch mal etwas probieren, dass eben typisch für die Urlaubsregion ist.

Ich muss hier leider zugeben, dass mir für Waldeck-Frankenberg nur zwei Sachen eingefallen sind und die auch noch beide ziemlich fleischig sind. Ob das daran liegt, dass ich jahrelang mit einem Metzger unter einem Dach lebte?

Jedenfalls kann man hier Stracke kaufen. Das ist eine lange, dünne Schweinemettwurst, die sonst außerhalb unseres Landkreises auch mal als Aale Wurst (oder mit Dialekt als „Aale Worscht“) bezeichnet wird. Solange die Wurst noch sehr frisch ist, ist sie sehr weich und hat einen eher milden Geschmack. Für mich war daher zu Zeiten, in denen ich noch Fleisch aß, die Variante, die etwas abgehangen war, die erste Wahl. Von dieser nun intensiv schmeckenden Wurst kann man nämlich herrlich dünne Scheiben abschneiden und sich dann auf’s Brot legen. Und auch in Nudelpfannen schmeckt die Wurst genau so sehr wie in Bratkartoffeln.

Das zweite typische Lebensmittel ist dann jetzt wirklich ein Gericht und nicht nur ein Brotbelag: Weckewerk. Das habe ich auch noch nie außerhalb meiner Heimat gesehen… Wobei ich es nie mochte, da es einfach nicht meinen Geschmack trifft, und daher nie danach Ausschau gehalten habe. Vorstellen will ich es aber trotzdem:
Weckewerk ist eine Mischung aus Fleisch und Weißbrot, die mit Zwiebeln und Knoblauch zu einer feinen Masse verarbeitet im Darm daher kommt. Die Zubereitung ist kein Kunststück, denn man schneidet von der großen Wurst einfach eine dicke Scheibe ab und entfernt die Pelle, sodass man anschließend nur den Inhalt in eine Pfanne gibt und erwärmt. Dazu reicht man dann Kartoffeln. Das war es auch schon und ich kann euch sagen, dass es hier nicht gerade wenig Leute gibt, die das sehr gern essen. Also vielleicht solltet ihr trotz meiner Abneigung dagegen einmal kosten, sofern ihr euch nicht zu den Vegetariern und Veganer zählt.

Da mir zu diesem Punkt wie gesagt nicht noch mehr einfiel, fragte ich mal ein wenig rum.
Meiner Oma fiel da noch eine Suppe ein, die aus Unterkohlrabi bzw. Steckrüben gemacht wird. Aber ganz ehrlich: „Waldecker Südfrüchte“ habe ich bisher auch noch nie zu Gesicht bekommen.
Carla konnte mir versichern, dass Reibekuchen zu uns Waldeck-Frankenbergern gehören. Die habe ich mein Leben lang für so selbstverständlich gehalten, dass ich gar nicht gedacht hätte, dass sie wirklich ein typisches Essen für unsere Region sind. Außerdem zählte sie noch ihren selbstgemachten Holunderschnaps auf. Ja, den gibt es wohl wirklich nur hier, aber ich glaube ja nicht, dass ihr Gelegenheit habt, den zu probieren. Da müsste die liebe Carla uns schon das Rezept verraten…
Alkohol zum Orobieren hatte dafür Annette als Tipp: Flechtdorfer Klosterbier.
Und Malte ist dann noch ein Gericht eingefallen, von dem ich genauso wenig gehört hatte, wie von der Suppe meiner Oma. Somit musste ich erst mal Google fragen, was ich mir unter einem Krautgugelhupf vorzustellen habe – aber Google streikte und brachte mich nicht weiter…

Reiseführer Waldeck-Frankenberg: Foto vom Eisenberg

Wie sieht es mit Sehenswürdigkeiten aus?

Explizit stehen Sehenswürdigkeiten ja erst im Januar beim Projekt „Heimatverliebt“ auf dem Plan. Von daher möchte ich hier auch noch gar nicht so sehr vorgreifen und stelle noch nichts im Detail vor, sondern gebe vorerst nur einen groben Überblick.

Es gibt also:

Mehr fällt mir jetzt nicht mehr ein. Aber ich denke, dass das auch genug Informationen sein dürften, um abzuschätzen, ob der Landkreis Waldeck-Frankenberg für euch als Reiseziel in Frage kommt.


Dieser Blogpost ist ein Beitrag zur Blogparade „Heimatverliebt“ von Jule. Jeder, der Lust hat mitzumachen, stellt hierfür seinen Wohnort, die Region oder gleich das ganze Bundesland vorstellt. Die Aktion erstreckt sich über ein ganzes Jahr, wobei es jeden Monat ein neues Oberthema für die Blogposts gibt. Im September hat Jule beispielsweise dazu aufgerufen, Travelguides zu schreiben.
Alle meine Beiträge zu diesem Projekt findet ihr hier.

- geschrieben von Tabby -

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Montag, 19. September 2016

Katastrophenschutz – Lebensmittelvorrat anlegen?

Hallo ihr Lieben,

Also eigentlich hatte ich diesen Blogpost schon komplett fertig getippt. Doch mein Handy hat ihn mit in den Tod gerissen, als es Anfang September einfach so den Geist ohne Vorwarnung aufgegeben hat.
Nach einem anfänglichen Stock und ein wenig Wut auf mich selbst, weil ich den Text nicht gesichert hatte, habe ich nun also beschlossen, noch mal von vorne zu beginnen, da mir das Thema doch irgendwie zu spannend erschien, um es nun einfach von meinem Blog fern zu halten.

Es gab da nämlich vor einer Weile so einen Arbeitstag, an dem ich mich wie sonst auch in der Pause mit einem Kollegen unterhielt. Er hatte im Radio auf dem Weg zur Arbeit etwas davon gehört, dass man sich nun Lebensmittelvorräte anlegen soll. Das hatte ich auch nebenbei aufgeschnappt, als morgens FFH lief, während ich meine Tasche packte. Den Auslöser für diese uns suspekt erscheinende Empfehlung hatten wir aber beide nicht mitbekommen und somit trieb mich meine Neugier dann nur kurz später dazu an, mal ein wenig Recherche zu betreiben. Und das Ergebnis sowie meine Gedanken zum ganzen Thema möchte ich jetzt also mit euch teilen.

Warum soll man Vorräte anlegen?

Also es sieht so aus, als hätten sich unsere Politiker überlegt, dass Deutschland ein wenig Katastrophenschutz gebrauchen könnte. Daher haben sie diese Empfehlungen veröffentlicht, die dafür sorgen sollen, dass jeder ein paar Tage überlebt, wenn im Katastrophenfall die öffentliche Versorgung zusammenbricht. Deutschland ist zwar ein Staat, der dann schnellstmöglich ein Hilfsprogramm für die Bevölkerung auf die Beine stellen wird, aber schnellstmöglich kann eben trotzdem eine Weile dauern – je nach Ausmaß des Problems.

Was für Katastrophen sind gemeint?

Bei Katastrophen unterscheidet man in zwei Hauptgruppen: von der Natur verursachte und vom Menschen gemachte.
Ich denke, unter dem ersten Bereich können wir uns alle etwas vorstellen. Orkane, Erdbeeren, Tsunamis, Überflutungen.
Bei der zweiten Gruppe hatte ich zunächst keine wirkliche Ahnung, doch als ich von Terroranschlägen, Kriegen, Hackerangriffen und Atomkatastrophen las, leuchtete mir auch das ein.

Wird sowas HIER wirklich passieren?

Das war die Frage, die sich mir nun umgehend aufdrängte. Ich bin zwar kein Experte, aber die Naturkatastrophen scheinen mir irgendwie sehr unwahrscheinlich. Sowas habe ich in meinem ganzen Leben noch nie vor Ort so stark erlebt, dass es meine Versorgung mit Lebensmitteln bedroht hätte, und deswegen scheint es mir etwas zu sein, was es nur an anderen Plätzen auf dieser Erdkugel gibt. Natürlich könnte sowas mich gaaanz eventuell auch mal betreffen, aber die Wahrscheinlichkeit halte ich für so gering, dass es mir den Aufwand nicht wert wäre.

Tja, und dann beschäftigte ich mich etwas mit den anderen Kandidaten.
Krieg? Na, ich will doch schwer hoffen, dass Deutschland aus seiner Vergangenheit gelernt hat und daher alles daran legen wird, Krieg zu verhindern. Wir sind ja inzwischen doch eher ein Land mit Vorbildfunktion und ich bin eigentlich auch der Meinung, dass wir alle so weit entwickelt sein sollten, dass wir Probleme durch den Austausch von Argumenten lösen können, statt uns gegenseitig ganz Steinzeit-like die Köpfe einzuschlagen.

Atomkatastrophen? Ja, kann passieren… So wirklich sicher gebaut sind unsere Kraftwerke ja nicht und ich habe mal gehört, dass ein abstürzendes Sportflugzeug reicht, um einen unserer Reaktoren zu zerstören. Außerdem liegt die Verantwortung ja nicht nur bei unserem Staat selbst, sondern auch bei allen Nachbarländern. Wenn die Mist machen, kriegen wir die Strahlung trotzdem ab. Nur ist mir da schleierhaft, wie viele Lebensmittel man dafür brauchen würde… Ich meine, diese Strahlung verschwindet ja nicht nach einigen Wochen.

Lebensmittelvorrat: Obst,  Nüsse, Nudeln, Bohnen

Unter Hackerangriffen konnte ich mir zunächst wenig vorstellen. Ich hatte nämlich nur den Datenklau, der ja öfter durch die Medien geistert, auf dem Schirm. Aber nur weil jemand jetzt sensible Daten von mir besitzt, heißt das ja nicht, dass ich deswegen nicht mehr an Nahrung komme, oder?
Nun ja, aber ich vergaß wohl, dass man auch unsere Energieversorgung bei so einem Angriff lahmlegen könnte. Ich hoffe zwar, dass das aufgrund ausreichender Sicherheitsvorkehrungen nicht möglich ist, aber man weiß ja nie…

Zu Terroranschlägen brauche ich wohl nicht mehr viel schreiben. Es vergeht ja im Moment leider nur viel zu wenig Zeit zwischen den Meldungen über neue Anschläge.
Aber bis jetzt gab es dann nur für kurze Zeiträume die Aufforderung, das Haus nicht zu verlassen, bis alles wieder unter Kontrolle war. Und da ich hoffe, dass das auch so bleibt, braucht man für diesen Fall wohl auch keine großartigen Vorräte. (Wobei es mir natürlich noch lieber wäre, nie wieder solche Schreckensnachrichten im Radio zu hören…)

Ihr seht schon, dass ich die meisten Katastrophen entweder für sehr unwahrscheinlich halte oder ihre Auswirkungen auf den Zugang zu Lebensmitteln für sehr gering. Daher bin ich eigentlich der Meinung, dass es übertrieben ist, nun in eine Panik zu verfallen.

Wie sehen die Empfehlungen aus?

Wie lange sollen die Lebensmittelvorräte reichen

Dennoch wollte ich wissen, wie die Empfehlungen aussehen.
Zunächst mal interessierte mich der Zeitraum, für den die Notration im Ernstfall vorhalten soll. Und da fand ich unterschiedliche Informationen. Es begann mit gerade mal fünf Tagen und ging hin bis zu mehreren Monaten. Die meisten meiner Quellen sprachen jedoch eher von 10 bis 14 Tagen.
Also ich muss doch sagen, dass ich mehrere Monate total utopisch finde. Unser Staat wird die Situation doch wohl hoffentlich schneller in den Griff bekommen?! Zumal wir in dieser globalisierten Welt sicher in schlimmen Fällen auch auf die Hilfe von anderen Ländern hoffen dürfen. Und so ganz nebenbei hat der Durchschnittsbürger wohl auch gar nicht ausreichend Stauraum für einen derartigen Lebensmittelvorrat.

Eine Woche finde ich da doch am besten – so viel kann man gut lagern… Aber auch zwei Wochen könnten noch vernünftig sein.

Was muss vorrätig sein?

Hier ähnelten sich die Angaben dann wieder.
Zunächst fand ich überall den Hinweis, dass man darauf vorbereitet sein sollte, dass man keine Kühlung zur Verfügung hat, falls der Strom ausfällt. Auch Herd und Backofen stehen unter Umständen nicht zur Verfügung, wenn man auf die gelagerten Speisen angewiesen ist.
Damit ist also schnell klar, dass eine Tiefkühltruhe voller Fertiggerichte nicht die Lösung ist.

Empfohlen werden uns ca. ein halbes Kilogramm Fett, also ein Päckchen Butter und ein Drittel Liter Öl. Dazu darf man dann auf Nudeln setzen (zur Not muss man sie halt roh knuspern 😉 ). Auch Knäckebrot wird empfohlen, da normales Brot nach einer gewissen Zeit ja nicht mehr genießbar ist und Gefahr läuft, zu schimmeln. Kartoffeln und Getreideflocken werden stehen ebenfalls auf dem Einkaufszettel.
Außerdem sollen Trockenfrüchte und Nüsse da sein, sowie Konserven mit Obst und Gemüse. Frische Produkte würden halt einfach zu schnell verderben.
Trotzdem soll man Eier da haben. Fast ein ganzes Dutzend gleich. Die halten nämlich auch ein paar Tage ungekühlt aus… Wobei ich ja nicht weiß, wie man die verwenden will, falls man sie nicht kochen kann.
Aber auch H-Milch und Hartkäse dürfen angeblich nicht fehlen… das hätte ich jetzt nicht erwartet. Genauso sieht es mit Dauerwurst und Fischkonserven aus.
(Die Angaben in diesem Absatz sind ungefähr vom Handelsblatt übernommen, da ich hier die konkretesten Werte genannt wurden und alles sehr übersichtlich und noch detaillierter präsentiert wird.)

Zu diesem Grundsortiment soll man dann noch Lebensmittel ergänzen, die man selbst sehr häufig und gern konsumiert. Also müssen wir wohl immer alle 10 Tafeln Schokolade auf Vorrat haben und eine Packung Kekse schadet auch nicht. Und für das trockene Brot gibt es ja noch Honig und Marmelade, wenn die Wurst und der Käse mangels Kühlung doch schlecht geworden sind.

Lebensmittelvorrat; Obst, Nüsse, Nudeln, Knäckebrot, Bohnen, Öl

Tja und jetzt kommt der Teil, der mir eher Probleme macht: Wasser. Es kann nämlich sein, dass man im Ernstfall nur noch dreckiges oder gar kein Leitungswasser mehr aus dem Hahn bekommt.
Nudeln kochen ohne Wasser? Pustekuchen.
Und ich bin ja auch so ein Mensch, der ausschließlich Leitungswasser trinkt und normalerweise keine anderen Getränke im Haus hat.
Nun soll man aber 2 Liter für jeden Tag bereit halten. Das macht sage und schreibe 28 Liter bei den zwei Wochen. Wo soll man das alles lagern? Denn überlegt euch mal, dass das im vier Personen Haushalt ja schon mehr als 100 Liter sind…
Naja… Und mein Problem ist auch, dass ich diese Wasserreserven nicht anrühren würde, solange noch Normalzustand herrscht und ich somit an Leitungswasser komme. Das Zeug wäre also im Ernstfall dann total abgestanden, da die Flaschen nicht immer mal wieder durch neue ersetzt werden.

Komisch fand ich dann die Empfehlung, auch Tee, Kaffee und Säfte immer da zu haben. Wenn wirklich eine Katastrophe eintritt, dann wäre ich wohl nicht so wählerisch beim Getränk und eher froh, überhaupt was zu haben.

Mein Problem mit den Vorratsempfehlungen

Sicher habt ihr schon mal gehört, dass man aufhören soll, Lebensmittel zu horten. Denn bei großen Vorräten kann es schnell passieren, dass man den Überblick verliert und somit irgendwas verdirbt. Lebensmittelverschwendung ist hier das Stichwort. Es landen sowieso schon zu viele Dinge im Müll, weil man sie nicht rechtzeitig verbraucht hat. Von daher sind die Maßnahmen zum Katastrophenschutz hier für diesen Umweltaspekt wohl kontraproduktiv.

Bei der Empfehlung für Konservendosen bin ich auch etwas skeptisch. Grund dafür, dass die laut Bundesamt für Katastrophenschutz wichtig sind, sollen vermutlich die Vitamine sein. Doch mir stellt sich da immer die Frage, ob diese da überhaupt noch in nennenswerten Mengen enthalten sind. (Hat da jemand mal eine brauchbare Quelle für mich, die Klarheit über den Vitamingehalt von Konservenobst und -gemüse bringt?)
Außerdem wären mir Vitamine wahrscheinlich eh herzlich egal, wenn die Situation entsprechend ist. Da bin ich froh, dass ich nicht verhungern muss… Gesunde Ernährung ist ein Thema, dem ich mich auch dann wieder widmen kann, wenn alle akuten Probleme der Katastrophe gelöst sind.

Ich würde daher wohl eher dazu neigen, Süßigkeiten, die ich so eigentlich gar nicht in großen Mengen konsumiere, einzulagern. Da sind ja meist schön viele Kalorien drin, schmecken tut das Zeug auch jedem und eine Weile haltbar ist die Schokoladentafel oder die Tüte Gummibärchen auch. Keine Zubereitung, keine Kühlung, kein Besteck.
Natürlich müssten bei mir auch Nüsse und Rosinen vorrätig sein und das in wesentlich größeren Mengen, als in den Empfehlungen angegeben… Aber die habe ich sowieso immer in Massen da, weil ich sie eben viel und gerne esse.
Nudeln, Knäckebrot, Haferflocken… Da würde ich dann nur noch Kekse hinzufügen.
Bei den Kartoffeln bin ich allerdings auch etwas skeptisch, denn soweit ich weiß, darf man die ja nicht roh essen – was bei meinem Stromausfall dann zum Problem werden würde. Aber zu Hause habe ich die trotzdem, weil ich sie im Alltag gern verwende, wenn ich auf die Schnelle irgendwas kochen will.
Tja und statt Dosenobst gibt es ja den Keller mit eingelagerten Äpfeln aus unserem Garten. Da habe ich wohl doch ein wenig Luxus, so im Vergleich zu den meisten Leuten.
Öl und Butter würde ich nicht in den Notvorrat aufnehmen, da ich die sowieso nur im Salat und Gemüse mag… Ohne frisches Gemüse und Möglichkeiten zum Kochen hätte ich also eh keine Verwendung dafür.
So ein Vorrat sollte also meiner Meinung nach von jedem an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden.

Bestandsaufnahme

Also zunächst dachte ich ja, das wären immense Mengen, die man nun einlagern müsste. Also habe ich kurzerhand mal geschaut, was ich denn eh schon da hätte.

Nüsse und Rosinen kann ich vorweisen und das in ausreichender Anzahl. Auch Nudeln habe ich sicherlich 2,5kg im Küchenschrank, da ich ja mehrere Sorten habe und man die auch so gut lagern kann, sodass Ersatzpackungen bereits vorhanden sind, wenn eine Tüte leer sein sollte.
Mein Vorrat an Knäckebrot ist eher klein, aber solange wir noch Strom und Wasser hätten, könnte ich haufenweise Mehl in Brot verwandeln.
Gemüse habe ich immer für drei bis vier Tage da und mein Apfelvorrat reicht bei einem normalen Verbrauch sicher 3 Wochen. Sogar ausreichend Salatöl steht im Schrank. Ich müsste also hauptsächlich in Dosengemüse investieren, wenn ich den Empfehlungen folgen will. Und Wasser bräuchte ich halt in Mengen…
Aber so lange sauberes Wasser aus dem Wasserhahn käme, wage ich mal zu behaupten, dass ich genug zu Essen hätte, ohne dass ich da jetzt drauf achten müsste. Ob ich mich damit allerdings optimal ernähre, ist fraglich.

Und jetzt? Vorräte anlegen?

Also ich nicht. Die Gefahr durch Terroranschläge erscheint mir zwar real, doch da gibt es ja meist noch Wasser aus der Leitung und sie sind schnell unter Kontrolle. In so einem Fall reicht mir also das, was ich sowieso besitze. Und außerdem wohne ich in einer sehr ländlichen Gegend – also bin ich wohl nicht dafür prädestiniert, so ein schlimmes Erlebnis in der nächsten Zeit erleben zu müssen.
Die restlichen Gefahren erscheinen mir so unwahrscheinlich, dass ich auch für die keinen Aufwand betreiben werde… Denn ich bräuchte ja hauptsächlich enorme Wasservorräte und die finde ich nicht so einfach anzulegen. Platz habe ich nicht unbegrenzt und ich will ja auch nicht, dass das Zeug uralt wird.
Jedoch muss ich sagen, dass mir die Gefahr durch Menschen gemachte Katastrophen bis zu meiner Recherche eben nicht bewusst war. Also halte ich Katastrophenschutz nun für nicht mehr ganz so unwichtig wie vorher. Allerdings denke ich, dass man sich da eben nicht auf die Lebensmittel beschränken sollte, sondern eher versuchen muss, die Wahrscheinlichkeit für den Eintritt einer Katastrophe zu senken. Und das ist wohl eher Aufgabe unseres Staates als unsere, oder?

Wie seht ihr das? Habt ihr nun vor, einen Vorrat anzulegen, besitzt ihr bereits einen oder ist das ganze Thema für euch Panikmache und wird ignoriert?


Wenn ich schon mal wirklich für einen Post recherchiere, dann möchte ich euch natürlich auch die Quellen nennen, die ich gelesen habe:

  • Handelsblatt (detaillierte Auflistung aller wichtigen Lebensmittel mit Mengenangaben)
  • Die Welt (beschäftigt sich nicht mit Lebensmittelmengen, sondern gibt einen Überblick, was sonst noch im Haus sein sollte, um für Katastrophenfälle gerüstet zu sein)
  • Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (allgemeine Tipps, wie man sich selbst seinen Vorrat zusammenstellen soll)
  • Geigerzaeler.com (Erläuterung der möglichen Katastrophen; Tipps für Vorräte, die länger als 2 Wochen halten)
  • RTL NEXT (Eine grobe Auflistung der wichtigsten Lebensmittelgruppen)

Alles mit Stand vom 11.9.2016

Außerdem habe ich eine Weile später ein Video auf Youtube zu dem Thema geschaut. Falls ihr also nach einer weiteren Meinung dazu sucht, dann bietet sich Christians Video, dass sich damit beschäftigt, ob sich Lebensmittelvorräte mit Minimalismus vereinbaren lassen, an.

- geschrieben von Tabby -

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