Sonntag, 22. Januar 2017

Alltag – nur ein bisschen besser

Hallo ihr Lieben!

Es war ein ganz normaler Tag wie viele andere auch.
Draußen lag Schnee, es war bitterkalt, ich musste zur Hochschule.

Wie jeden Morgen hieve ich also den schweren Rucksack auf meine Schultern, nachdem ich meine verdammt dicke Winterjacke angezogen habe. Die mit dem Teddy-Vlies in der übergroßen Kapuze.
Warum ist der Rucksack eigentlich schon wieder so schwer? Müssen die Skripte in Englisch und Mathe wirklich so umfangreich sein? Naja, ich kann es nicht ändern – los geht’s.

Schön, immerhin nicht glatt. Und hübsch aussehen tut es auch mit diesem ganzen Schnee an den Bäumen… wenn nur die Kälte nicht wäre. Handschuhe und Mütze habe ich, die Kapuze noch zusätzlich aufgesetzt und trotzdem – als ich nach 5 Minuten beim Stadtpark angelange, sind meine Hände bereits kalt.
Sollte ich vielleicht mal ein Foto machen? Nein, besser nicht. Sieht zwar wie gesagt toll aus, aber ich habe eh nur die Handykamera zur Verfügung und meinen Händen kann ich nicht zumuten, dass ich die Handschuhe ausziehe zum Knipsen.
Alleine stapfe ich also weiter, nur noch 17 Minuten bis zum Hochschulgebäude und somit der ersehnten Aufwärmung.

Doch jetzt, jetzt passiert etwas, was anders ist als sonst. An einer Wegkreuzung taucht jemand auf. Nichts besonderes. Dieser jemand ist eine Frau. Auch nicht besonders. Sie schlägt die gleiche Richtung ein wie ich. Ebenfalls alles andere als besonders. Ich bin ja nicht die Einzige, die durch den Stadtpark läuft, um von A nach B zu kommen.
Was allerdings besonders ist: Die Frau spricht mich an!

Alltagsbegegnung auf dem Schulweg mit einer fremden Frau

Okay… So besonders ist das doch noch nicht, denn manchmal sage ich auch mehr als „Guten Morgen“ und fahre beispielsweise mit etwas wie „Na immerhin ist ihr Hund schön warm angezogen.“ fort.
Aber es bleibt eben immer bei einem Satz, weiter gehen solche Wortwechsel in der Regel nicht.

Heute ist das jedoch anders.
Es beginnt ganz gewöhnlich mit: „Irgendwie doch ganz schön kalt heute.“
Meine Antwort: „Ja, da haben Sie Recht. Da muss ich jetzt aber mal die Kapuze absetzen, damit ich Sie überhaupt sehen kann.“ Meine Kapuze ist nämlich so riesig, dass mein Sichtfeld sehr eingeschränkt wird und ich rechts und links quasi nichts sehe.

Dieses Geste, also dass ich mich vom wärmenden Teddy-Vlies trenne, um sie sehen zu können, symbolisiert der Dame wohl, dass ich mich auch weiter mit ihr unterhalten wollen würde.

Somit erzählt sie mir, dass sie keine Mütze trage, da ihre Frisur beim Arztbesuch dann nicht mehr passabel aussehen würde. Dafür sei ihr jetzt ziemlich kalt.
Ich gebe ihr den Tipp, zukünftig einen kleinen Kamm in der Jackentasche zu haben und dann kurz eine Toilette aufzusuchen, sobald sie die Mütze absetzen wolle. So ein Kamm in der Jackentasche ist nämlich wirklich praktisch!

Unser weiteres Gespräch dreht sich dann um das Schneeräumen, das Befreien von Autos vom Schnee und auch das Wetter. Schön anzusehen finden wir die Landschaft ja beide, aber 10 Grad PLUS auf dem Thermometer wären uns trotzdem um einiges lieber. Irgendwie nett, wenn man jemanden mit der gleichen Meinung trifft.

Alltagsbegegnung auf dem Schulweg mit einer fremden Frau

Schließlich biegt sie dann in eine andere Richtung ab, ich setze die Kapuze wieder auf und muss lächeln. Heute ist ein guter Tag, wenn er schon mit so einer netten Kleinigkeit beginnt. Da werden jetzt auch 8 Stunden Vorlesungen nichts dran ändern! Das habe ich beschlossen.

Außerdem kaufe ich in einer Pause dann noch Pastinaken. Die wollte ich schon länger Mal probieren, aber irgendwie waren sie mir doch immer zu teuer. Doch heute ist ein besonderer Tag, heute gönne ich mir das. Heute will ich wissen, wie diese Dinger schmecken.

Erlebt ihr auch manchmal solche Kleinigkeiten, die den Tag dann für euch zu etwas Besonderem machen?

P.S.: Da sich das Ganze schon vor einigen Tagen ereignete, kann ich euch jetzt sogar schon verraten, was ich von den Pastinaken hielt. Ich vergebe nämlich eher eine durchwachsene Bewertung: Roh ist das Zeug mit seiner schaumigen Konsistenz Dank des bescheidenen Geschmacks durchgefallen. Ich wagte also Versuch Nummer zwei und schmiss das Gemüse scheibenweise in den Ofen – gute Idee. Davon wird die Rübe etwas weicher und süßer und gefällt mir gar nicht mal so schlecht.

- geschrieben von Tabea -

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Donnerstag, 19. Januar 2017

Liedzitate – Teil 5

Hallo ihr Lieben!

Wie lange ist es nun schon her, dass hier ein Post mit Zitaten aus Songs online ging? Ich fürchte, dass es schon fast acht Monate sein dürften… Und der Blick ins Archiv sagt ganz deutlich, dass im Mai der vierte und bisher letzte Teil der Liedzitate erschienen ist. Upps – aber es gab auch einfach zu viel anderes, über das ich einfach schreiben MUSSTE 😉.

Lange Rede, kurzer Sinn: Es ist also höchste Zeit dafür, die nächste geballte Ladung an wundervollen Zitaten zu präsentieren. Denn auch wenn ich solche Ewigkeiten lang nicht mehr solche Posts getippt habe – im Hinterkopf hatte ich sie immer und somit habe ich mir immer mal wieder schöne Zeilen aus Liedern aufgeschrieben und sie für euch gesammelt.

Hier sind sie also, ein paar Liedzitate, die mir sehr gut gefallen:

You make me smile like the sun
Fall out of bed, sing like a bird
- Uncle Kracker: Smile

Na, wer kennt es auch – dieses Hochgefühl, wenn man tolle Menschen trifft und Zeit mit ihnen verbringt?

Tell me baby, do you recognize me?
- Wham: Last Christmas

Wenn die Weihnachts-CD schon die einzige ist, die ich für ein Foto zu diesem Post in meiner Wohnung finden konnte (und das auch nur, weil ich sie gerade erst bekommen habe…), dann wollte ich doch wenigstens auch einen Weihnachtssong mit in diesen Post integrieren.
„Last Christmas“ ist irgendwie schon ein besonderer Song für mich, denn ich habe mich schon oft gefragt, ob sich manche Personen, die mir mal sehr wichtig waren, noch an mich und die gemeinsame Zeit erinnern… Aber das werde ich wohl nie erfahren.

Liedzitate: Weihnachts-CD

I’m not afraid
They can read all about it
- Emeli Sandé: Read All About It

Dieses Lied mussten wir mal im Ethik-Unterricht in der 9. Klasse analysieren und interpretieren. Bis zu diesen Gesprächen in der Schule war mir da noch gar nicht richtig bewusst, was überhaupt gesungen wird.
Nun, als ich dieses Lied vor Kurzem erneut im Radio hörte, musste ich natürlich erst mal an den Unterricht denken, doch dann fiel mir die Stelle da oben besonders auf. Ich fand nämlich, dass sie perfekt zu dem passt, was ich vom Bloggen denke: Ich habe kein Problem damit, hier so viel über mich zu schreiben, weil ich eigentlich nichts zu verbergen habe. Angst habe ich nicht – ihr dürft alles lesen 😉.

Meet me at the sunset
Summer will be over soon
- Milow: Howling at the moon.

Lass die andern sich verändern und bleib so wie du bist
Ich mag dich so wie du bist – ich brauch dich so wie du bist
- MoTrip: So wie du bist

Dieses Zitat mag ich sehr gerne, weil es mir total wichtig ist, dass man sich für NIEMANDEN verstellt. Entweder, jemand mag mich so, wie ich nun mal bin, oder er lässt es bleiben. Aber wenn ich mich verbiegen soll, dann macht mich das auf Dauer wohl nur unglücklich – egal, für wen ich das tue.

If I know one thing, that’s true
It ain’t what you say, it’s what you do
- The Fray: Love don’t die

Für weniger Gelaber und mehr Taten!

Wir sind sicher nicht perfekt
doch wer will das schon sein
- Christina Stürmer: Seite an Seite

And I don’t know the right words I should say,
never felt anything this way,
can’t you say something?
And break the goddamn silence.
- Sunrise Avenue: Damn Silence

… leider fehlen mir in letzter Zeit doch öfter die Worte. Wie drückt man große Freunde, Erschrockenheit, Trauer oder sonst irgendwelche Gefühle vernünftig in Worten aus? Verratet es mir!

Anmerken möchte ich zum Abschluss noch, dass ich nicht unbedingt alle hier vorkommenden Songs auch wirklich mag. Manchmal gefiel mir einfach nur der Text, als ich ihn im Radio hörte. Es gibt eben Lieder, bei denen die Musik so toll ist, sodass man nicht auf den Text achtet, schlechte Lieder, deren Text genial ist, und auch Lieder bei denen entweder Musik und Text gleichzeitig stimmen oder eben nicht.

Welche Songstelle ist denn momentan eigentlich eure liebste?


Na, hast du Blut geleckt und willst noch mehr schöne Liedzitate lesen? Ich habe bereits einen Teil eins, einen Teil zwei und einen vierten Teil verfasst, den dritten Teil hat Sarah beigesteuert. Viel Spaß beim Stöbern – denn auch alte Songtexte sind noch durchaus lesenswert!

- geschrieben von Tabea -

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Sonntag, 15. Januar 2017

Heimatverliebt: Auf ins Heimatmuseum in Frankenberg

Hallo ihr Lieben!

Bei der Blogparade „Heimatverliebt“ ist diesen Monat Kultur das vorgegebene Thema, also sollen Museen, Ausstellungen und besondere Sehenswürdigkeiten im Vordergrund stehen. Als gut vorbereitete Bloggerin habe ich daher also extra für euch vor einigen Wochen mal ein Museum in meiner Heimat besucht, damit ich es euch vorstellen kann.

Waldeck-Frankenberg ist generell aber eher keine Gegend, die für ihre Museen bekannt ist. Wer also Mal hier her kommt, wird wohl eher andere Dinge in de Vordergrund stellen wollen und das ist auch völlig okay so. Trotzdem gibt es aber ein paar kleinere Museen, vor allem Heimatmuseen, wie z.B. in Korbach und Frankenberg.

Das Heimatmuseum Frankenberg

Zeigen will ich euch heute also das Heimatmuseum von Frankenberg. Ich bin dort ziemlich erwartungslos hingegangen und dachte, es sei verdammt klein, da die Öffnungszeiten doch eher kurz sind:

Öffnungszeiten Heimatmuseum Frankenberg
Dienstag: 10.00 – 12.00 Uhr
Mittwoch 15.00 – 17.00 Uhr
Freitag 10.00 – 12.00 Uhr
Sonntag 13.00 – 17.00 Uhr

Am Ende meines Besuches, der freundlicherweise von Malte begleitet wurde, war ich dadurch mehr als positiv überrascht.

Also zunächst Mal ist der Aufbau des Museums ein bisschen was Besonderes. Alle Ausstellungsstücke befinden sich nämlich in einem alten Zisterzienser Kloster. Ich denke mal, ihr könnt euch vorstellen, dass so alte Dinge in einem derart historischen Gebäude wesentlich authentischer wirken, oder?

Heimatmuseum Frankenberg: Kapelle

Die Ausstellung

Gleich als wir durch das Eingangstor getreten waren, kam der Mann auf uns zu, der für das Museum verantwortlich ist. Und man merkte auch sofort, wie sehr er seinen Job liebte. Woran man das merkte? Na, zunächst führte er uns in die alte Kapelle des Klosters und erzählte uns dort bestimmt fünf Minuten lang das Wichtigste über die Zisterzienser-Nonnen, die diese Räumlichkeiten geschenkt bekamen. Beispielsweise trugen sie ihre Kleidung durchgehend vom Eintritt ins Kloster bis zu ihrem Tod und wuschen sich ausschließlich die Hände – sodass selbst ihr Gestank schon mögliche Räuber in die Flucht schlagen konnte.
Nach seinem Vortrag lies der Mann uns dann wieder allein, damit wir in Ruhe alles anschauen konnten. Bibeln, das Gewand der Nonnen, alte Taufsteine und Kirchenbänke, aber auch das Uhrwerk einer Kirchturmuhr. Besonders schön fand ich hier wie bei allen anderen Ausstellungsstücken, die wir später noch sahen, dass sie vorwiegend aus umliegenden kleinen Dörfern stammten, deren Namen mir sogar ein Begriff war.

Heimatmuseum Frankenberg: Kreuzgang

Nachdem wir nun die Kapelle ausreichend betrachtet hatten, kamen wir wieder in den Eingangsbereich. Hier steht noch ein großes Modell von einigen historischen Gebäuden in Frankenberg – unter anderem dem Marktplatz mit Rathaus. Ein Wunder, wie filigran das alles ausgearbeitet ist.
Der Mann tauchte nun wieder auf, als wir die Gebäude begutachteten und erklärte uns dann, wo der Rundgang weiter ging.
Auf der anderen Seite des Raumes lag nämlich das Schlafgemach der bis zu 50 Nonnen. Auch der Kreuzgang mit ihrer Waschmöglichkeit war dort zu finden.
Dieser war nun mit geschnitzten Balken und sehr kunstvoll gearbeiteten Ofenplatten von Frankenberger Künstlern aus der Zeit der Reformation und der Renaissance geschmückt, wenn ich mich da richtig erinnere. Jedenfalls bekamen wir von dem netten Mann sehr viel Input zu den beiden Künstlern und zu einem – Philipp Soldan – gab er uns auch gleich zwei Broschüren in die Hand.
Anschließend ließ er uns dann aber auf eigene Faust den Rest der Ausstellung erkunden, bevor er gegen Ende wieder erschien und uns noch etwas zu den ausgestellten Uniformen, die zum Frankenberger Pfingstumzug getragen wurden, erzählte.
In der Zeit, die wir vorher aber ohne ihn die Räume und ihren Inhalt begutachteten, stießen wir im Kreuzgang nun also noch auf große, wunderschöne Truhen und auch einige Statuen, teils kopf- und handlos.

Dann jedoch ging es erst mal in meinem Lieblingsteil der Ausstellung: Exponate aus den Wohnungen der Bürger befinden sich nämlich im Keller.
Nichts finde ich so spannend, wie mir anzuschauen, mit was für komischen Gerätschaften früher gekocht wurde – schaut euch mal das Waffeleisen an! – und auch die Sammlung an alten Werkzeuge für das Handwerk konnte sich sehen lassen: Schuster, Hufschmied, Metzger, Weber – alle waren sie vertreten.

Heimatmuseum Frankenberg
Heimatmuseum Frankenberg: Schlachtwerkzeug und Waffeleisen

Positiv muss ich hier noch hervorheben, dass fast jedes Ausstellungsstück mit einer laminierten Karte beschriftet ist, die angibt, um was es sich handelt, woher es stammt und von wann es ist.
Aufgelockert wurde das Ganze zusätzlich dadurch, dass immer mal wieder Sprichwörter auf diesen Karten standen und erklärt wurden. Ein Beispiel? Hier, bitte schön:

Von diesem Bett kommt die Redensart: Sich krumm legen.
Je krummer man sich legte, umso mehr Menschen gingen in das Bett hinein. So sparte man Betten.
- Karte an einem alten, nicht gerade großen Bett

Im Anschluss an diesen Raum begaben wir uns wieder in den Kreuzgang und gingen dann die Treppe hinauf in das Schlafgemach. Hier oben standen nun unzählige Vitrinen, in denen sich alle möglichen Alltagsgegenstände aus dem vergangenen Jahrhundert befanden.
Neben Schreibgeräten, Münzen, Hauben, Trachten, Waffen, Geschirr und Schmuck fanden sich hier oben aber auch zahlreiche Blaudrucke und die zugehörigen Werkzeuge.
Leider stand nirgends, wie Blaudruck funktioniert (der nette Mann hätte es aber sich auf Nachfrage hin erläutert… Nur hatte ich halt keine Lust, zu fragen.), sodass ich eben noch mal gegooglet habe. Die Tücher sehen nämlich wirklich schön aus!

Heimatmuseum Frankenberg: Blaudruck

Blaudruck
Blaudruck ist eine Methode, um Stoff zu färben. Auf weißen Stoff aus Leinen oder Baumwolle wird dazu mit Hilfe von einer Art Stempel (siehe rechts in Foto über dem Kasten) zunächst eine grüne Paste aufgebracht. Anschließend wird der Stoff nach dem Trocknen blau gefärbt und die Paste wieder entfernt. An den Stellen, an denen die Paste war, ist der Stoff also vor der blauen Farbe geschützt gewesen und somit weiß.
Der Stempel besteht aus einem Holzstück, in das Muster geschnitzt wurden. Zusätzlich werden kleine Details mit Nadeln und Nägeln, die aus dem Holz herausstehen, ergänzt.

Auch Urkunden, beispielsweise von Pachtverträgen hingen hier oben aus. Mein Highlight waren aber eher die Lebensmittelkarten aus der Kriegszeit. Davon hört man ja im Geschichtsunterricht allzu oft, aber sie in echt zu sehen, ist doch noch mal etwas anderes. Irre, wofür es alles Karten gab: Fett, Fleisch, Eier, Milch, Kartoffeln…
Und die Mengen erschienen uns auch nicht allzu üppig, wobei aber auch leider nicht erkenntlich war, ob die Karten für eine Person oder für Familien ausgelegt waren.

Heimatmuseum Frankenberg: Mausfalle

Nach ungefähr 80 Minuten hatten wir dann alles zu meiner Genüge angeschaut und ich hoffe, dass ich auch Malte nicht zu sehr weiter gehetzt habe. Dazu neige ich nämlich in Museen durchaus mal. Die zwei Stunden Öffnungszeit sind also durchaus gut angesetzt, sodass sich das Museum gut für einen kurzen Besuch eignet.

Wir bezahlten nun noch den Eintritt – welcher mit einem Euro pro Person nun wirklich günstig ist, wenn man auch noch bedenkt, dass man ja quasi eine halbe Führung von dem netten Herrn bekommt – und machten uns dann auf den Heimweg.

Fazit

Das Heimatmuseum in Frankenberg hat deutlich mehr zu bieten, als ich erwartet hätte. Ich bin eigentlich jemand, der eher nicht so oft in Museen geht, aber dieses hier wollte ich mir nicht entgehen lassen, da es ja so schnell erreichbar ist.
Und ein netter Nebeneffekt des Besuches ist, dass ich mich nun sogar noch ein wenig mehr freue, dass ich heutzutage lebe, denn das Werkzeug des Zahnarztes beispielsweise wirkte nicht sehr vertrauenerweckend und auch sonst scheinen wir heute eben einige Dinge zu haben, die ich praktisch finde und die damals noch Zukunftsmusik waren.

Und? Hat eure Stadt auch ein kleines Museum, das sehenswert ist, oder besucht ihr Museen eh nur auf Reisen oder sogar nur dann, wenn euch jemand dazu zwingt?


Dieser Post ist ein Beitrag zum Projekt „Heimatverliebt“ von Jule. Noch bis zum Ende des Monats könnt ihr selbst über Kultur und Sehneswürdigkeiten eurer Region schreiben, danach gibt es dann ein neues Oberthema für das Projekt.

- geschrieben von Tabea -

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Dienstag, 10. Januar 2017

Meine Inspirationsquellen für den Blog

Hallo ihr Lieben!

Es gibt ja zwei Sorten von Menschen: Blogger und Leute, die auch ohne Blog glücklich sind. Und während die einen sich nur manchmal fragen, was sie denn in ihrer freien Zeit tun könnten, haben die anderen noch ein ganz anderes Problem: Sie überlegen, was den posten könnten.

Tja, und da dachte ich mir, ich erzähle euch heute einfach mal, wie ich so auf meine Ideen für den Blog komme.
Das Problem der Gruppe von Menschen ohne Blog werde ich aber wohl nicht weiter beleuchten. Vielleicht wann anders, wenn da Interesse besteht?

Meine Inspiration kommt meist aus ganz unterschiedlichen Bereichen und selten dann, wenn ich gerade Zeit und Lust zum Tippen habe. Dennoch greife ich dann kurz zum Handy, um mir wenigstens eine Notiz zu machen, damit ich später den Gedankengang doch noch in einen Blogpost verwandeln kann. So baue ich mir über sie Zeit einen richtigen Pool an möglichen Schreibthemen auf, den ich dann durchgehe, wenn ich einen Blogpost verfassen will.

Inspiration beim Bloggen: Nähen

Meine Inspirationsquellen beim Bloggen

Also, jetzt aber… Meine Ideen kommen mir:

  • … im alltäglichen Leben

    Na, wer hätte das gedacht? Den Alltag zählt wohl irgendwie jeder in einer solchen Liste mit Inspirationsquellen auf. Bei mir teilt sich das aber noch mal in Unterpunkte auf:

    • Erlebnisse

      Oft schreibe ich einfach über das, was ich erlebt habe. Also sind mir Urlaube und Ausflüge meist einen Bericht wert, Treffen mit Freunden auch ab und zu.

      Und wenn ich von meinen Urlauben erzähle, kann ich gut noch mal darüber nachdenken, was gut gelaufen ist und was ich beim nächsten Mal besser machen möchte. Das ist echt praktisch. Außerdem habe ich dann auch gleich einen Platz für die Urlaubsbilder.

      Ausflüge und Treffen mit Freunden werden hauptsächlich zum Thema eines Blogposts, damit ich etwas habe, was mich immer an die tollen Momente erinnert. Denn meist werden in den Texten dann lustige Situationen, interessante Diskussionsthemen und besonders schöne Momente festgehalten. Ein bisschen Tagebuch darf der Blog ja auch mal sein, oder?

    • Gemachtes

      Falls ich in meiner Freizeit mal produktiv bin, dann zeige ich von Zeit zu Zeit sogar die Ergebnisse. Diese können dabei aus den unterschiedlichsten Bereichen stammen:
      Wenn ich doch mal etwas bastele, dann teile ich das gern mit euch, denn meist handelt es sich dabei doch nur um kleine Geschenkideen, die ihr vielleicht auch gar nicht so schlecht findet. Meine Schwester hat zum Beispiel meine Müsliriegel-Bastelaktion für Lea gesehen und dann für jemanden was Ähnliches gemacht, was mich sehr gefreut hat.
      Außerdem lassen sich Rezepte von gekochtem und gebackenem Zeug wohl bestens in Blogposts verwandeln, denn sonst gäbe es wohl kaum so viele Foodblogs, oder?
      Auch genähte Werke kann man gut präsentieren – sei es als Inspiration für andere, mit ein paar Tipps zur Umsetzung oder eben als Dokumentation der eigenen Fortschritte.
      Fototouren lassen sich zudem ebenfalls in Blogposts verwandeln, denn wer schaut nicht gern Bilder an?

      Ihr seht also, alltägliche Tätigkeiten und Hobbys sind ein guter Ansatzpunkt, um den Blog damit zu füllen. Denn meist ist es bei sowas so, dass sich im Internet Gleichgesinnte finden lassen, die sich ebenfalls für das Hobby begeistern können und somit sogar auch mal weiterführende Tipps und Anregungen in den Kommentaren da lassen. Dann hat man gleich selbst etwas davon und der persönlichen Weiterentwicklung steht nichts mehr im Wege.

Inspiration beim Bloggen: Kochen

    • Schule und Gespräche

      Manchmal wird in einer Vorlesung oder im Unterricht ja doch mal ein Thema behandelt oder am Rande erwähnt, das ich ganz spannend finde. Dann informiere ich mich gern näher darüber und verwandelte es in einen Text für meinen Blog, um vielleicht noch ein paar weitere Meinungen in den Kommentaren dazu lesen zu können 😉.
      Total eigennützig also…

      Gleiches gilt für Diskussionen mit Freunden… Da schreibe ich einfach gern alle Pro- und Contra-Argumente noch mal geordnet auf und reflektiere beim Schreiben ein Wenig. Auch hier freue ich mich dann immer über die Kommentare, weil meist noch weitere Argumente genannt werden.

  • … durch die Online-Welt

    Ja, ich gebe es zu, dass ich viele Blogposts schreibe, weil ich die Inspiration dazu irgendwo im gigantischen Internet gefunden habe. Meine Hauptquellen dabei sind:

    • Blogparaden

      Es gibt doch nichts Praktischeres als ein vorgegebenes Thema, oder? Und da es so viele Blogparaden gibt, ist auch meist eine aktuelle zu irgendetwas zu finden, dass mich interessiert und zu dem ich was zu sagen habe.
      Manchmal werden sogar Leitfragen oder Ähnliches für die eigenen Beiträge angeboten, sodass das Tippen besonders leicht wird.

      Wenn ich also mal eine große Lücke in meinem Blogplaner habe, schaue ich oft einfach gezielt nach Blogparaden. Fündig wird man da beim z.B. bei einemBlogparadenblog und auch in Foren.

      Ein netter Nebeneffekt ist außerdem, dass meist eben auch andere Leute teilnehmen, sodass ihr am Ende ganz viel Lesestoff zu einem Thema habt, das euch interessiert. Und gut für die Bekanntheit des eigenen Blogs sind solche Aktionen ebenfalls, da man ja auf dem Blog desjenigen, der das Thema gewählt hat, verlinkt wird.

Inspiration beim Bloggen: Notizbuch

    • Blogposts

      Bei mir kommt es zwar selten vor, aber manchmal inspirieren mich auch Blogposts von meinen Lieblingsbloggern. Da sehe ich dann beispielsweise etwas, was mir wirklich gut gefällt und dann entwickle ich ganz automatisch eine Idee, wie ich etwas ähnliches auf meinem Blog verwirklichen könnte. Ein kurzes Beispiel? Gerne doch: Anna zeigt auf ihrem Blog ein Mal im Monat die besten Post aus dem Vorjahresmonat. Ich will meine alten Posts auch nicht im Archiv verrotten lassen, aber eben keinen ganzen Post dafür schreiben, da das bei mir den Rahmen sprengen würde… Also werde ich in diesem Jahr vielleicht am Ende der monatlichen Linktipps ein paar Posts aus dem Archiv verlinken. Was haltet ihr von der Idee?

      Manchmal kommt es auch vor, dass im Blogpost ein, zwei Stichwörter fallen, die mein Hirn dann neu kombiniert und weiter verarbeitet. Sonja hat sich zum Beispiel darüber geärgert, dass es Castingshows zwar für Klappergestelle und Plus Size, aber nicht für Normale gibt. Und auch die Einteilung von Bloggern in Food-, Travel- und Fashionblogger fand sie ziemlich langweilig und hätte gern was Neues. Was mache ich? Schreibe ein paar neue Kategorien für Blogger in Ihre Kommentare und beschließe mit denen eine etwas andere Blogvorstellungsaktion, was ja doch ein bisschen sowas wie ein Casting ist, zu machen. Die kommt dann übrigens im Februar, wenn ich am Semesterende mehr Zeit habe 😉.

      Außerdem kann man natürlich auch tolle Rezepte ausprobieren und sonstige kreative Werke versuchen nachzumachen. Wenn man dann bei der Präsentation der eigenen Ergebnisse noch auf den Inspirationspost verlinkt, dann ist das doch auch eine schöne Werbung für den Kreativen, der euch inspiriert hat, oder?

  • … mit Hilfe des Kalenders

    Er ist einfach eine weitere, enorm große Quelle nie enden wollender Ideen für mich.

    Zunächst mal sind da die Jahreszeiten, zu denen man was schreiben kann.

    Auch Feste wie Ostern und Weihnachten sind immer ein gutes Oberthema.

    Und dann wären da ja noch die ganzen Ehrentage, die für mich wohl am wichtigsten sind, was Inspiration vom aktuellen Datum angeht. Denn ganz ehrlich: Viele Tage sind sogar mehrfach belegt und meist bringt es mich auf tausend Ideen, wenn ich die Tage google, um sie mir in den Blogplaner einzutragen – so habe ich sie nämlich immer da, wenn ich mal eine Idee brauche.
    Der Post über Komplimente und der über Organspende sind zum Beispiel nur deswegen entstanden – ich wäre nicht auf die Idee gekommen, darüber zu schreiben, wenn ich nicht im Kalender stehen gehabt hätte, dass es dazu Ehrentage gibt.

Inspiration beim Bloggen: Kalender

  • beim Hören von Musik

    Selten ist auch mal ein Song für einen Blogpost verantwortlich. Dann hat mir einfach der Text gut gefallen oder aber ich verbinde ihn mit einer bestimmten Situation, über die ich schreiben möchte.
    Und Sammlungen von Lieblingszitaten kommen ja scheinbar auch immer gut an.

Ich schätze, das war es jetzt so im Großen und Ganzen, wobei es manchmal natürlich auch einfach so Momente gibt, in denen mir ein Gedanke kommt, der letztendlich einen Blogpost auslöst.
Man muss ja auch nicht immer einen Grund dafür erkennen können, dass man auf eine Idee kommt, oder?

Wichtig ist halt nur, dass man die Ideen aufschreibt, damit man auf sie zurückgreifen kann, wenn man sie braucht.

Habt ihr noch andere Inspirationsquellen? Und falls ihr nicht selbst bloggt: Möchtet ihr mir ein Thema vorschlagen, weil ihr dazu gern mal einen Blogpost lesen würdet?


Nur wenige Stunden nachdem ich mich daran gesetzt hatte, meinen Entwurf für diesen Post Korrektur zu lesen und ansprechender zu formatieren, entdeckte ich übrigens bei Julia einen Post, der sich ebenfalls mit der Inspiration beim Bloggen beschäftigt. Vielleicht möchtet ihr den ja auch lesen? Dann bitte hier entlang zu „Creativity Boost“ auf Oceanchild.

- geschrieben von Tabea -

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