Dienstag, 21. März 2017

#buchliebenetz: Probleme eines Bücherwurms

Hallo ihr Lieben!

Wem von euch ist das Buchliebenetz ein Begriff? Ich hoffe doch, dass wenigstens ein paar von euch diesen tollen Zusammenschluss von begeisterten Leseratten bereits kennen… Und wenn nicht, dann ist heute ein guter Tag, um die netten bücherverrückten Mädels kennen zu lernen!

Das Buchliebenetz sind also ein paar Blogger, die super gern lesen. Und deswegen haben sie sich zusammen getan, um ab und zu über das gleiche Thema, welches natürlich was mit Büchern zu tun hat, zu schreiben. Und seit wenigen Tagen darf ich mich zu dieser Gruppe dazu zählen und somit heute das erste Mal mit ihnen gemeinsam was veröffentlichen. Daher geht es jetzt bei mir um die Probleme von Leseratten – und noch mehr tolle Posts dazu könnt ihr bei Jana und Nicole lesen.

Blogparade: Buchliebenetz - Probleme eines Bücherwurms

Also, als Bücherwurm hat man so einige kleine Problemchen. Keine gravierenden, die einen vom Lesen jemals abbringen könnten, aber doch ein paar nennenswerte. Mir fallen da folgende ein:

  1. Lesezeichen wo bist du?

    Eigentlich besitze ich sicher 20 mehr oder weniger schöne Lesezeichen in den unterschiedlichsten Ausführungen. Da müsste man meinen, ich hätte immer eins zur Hand, sobald ich ein neues Buch beginne – aber Pustekuchen: Meist liegt dann doch ein aus der Reklame herausgerissener Schnipsel auf der Seite, die ich zuletzt las, da nichts anderes in Reichweite war.

  2. Platz im Regal? Fehlanzeige!

    Egal, wie viele Regale man sich jemals zulegt und irgendwie in seinen Räumlichkeiten untergebracht bekommt, der Platz wird niemals reichen, um all die gelesenen Werke zu beherbergen, die sich ansammeln würden, wenn man jedes Buch aufhebt.

Blogparade: Buchliebenetz - Probleme eines Bücherwurms

  1. Welches Buch behalte ich?

    Alle? – schön wäre es… Aber dann sind wir wieder bei Problem 2.
    Keins? – und was ist, wenn ich ein tolles Buch nach Jahren erneut lesen will?
    Ein paar?… Ja, aber welche? Sie sind es doch fast alle wert, aufgehoben zu werden. Vielleicht auch, um sie irgendwann eventuellen Kindern überlassen zu können. (Ich habe z.B. einige Bücher richtig gut gefunden, die meine Oma noch von meiner Mama und deren Geschwistern hatte.)

  2. Hilfe – wohin mit den Büchern?

    Falls man Problem drei dann irgendwie gelöst hat und sich entschieden hat, nicht alles zu behalten, könnte man nun versuchen, zumindest einen Teil der Bücher zu verkaufen oder zu verschenken. Aber das ist leichter gesagt als getan, denn im Internet wird man das Zeug höchstens zu Spottpreisen los – und da blutet einem doch wirklich das Herz, wenn ein geniales Buch angeblich nur 20ct Wert wert ist. Und so unter Freunden will halt auch nicht immer jemand das Buch haben.
    Achja, wegwerfen ist keine Option, nur damit das mal klargestellt ist!

  3. Wo ist das Ende der Liste?

    So, genug über Platzprobleme und sowas geredet. Es gibt ja auch noch Bücher, die man gar nicht zu Hause hat, aber unbedingt lesen will. Stichwort Leseliste. Und da der Bücherwurm ja jegliche Informationen zu Büchern aufsaugt, stößt er natürlich auch ständig auf neuen Input für die Liste. Kein Wunder also, dass die arme Leseratte lesen kann, soviel sie will, aber die Liste der Bücher, die noch ausstehen, nur in die Länge wächst.

Blogparade: Buchliebenetz - Probleme eines Bücherwurms

  1. Was soll ich nur lesen?

    Eben habe ich noch gesagt, dass man immer mehr Werke noch verschlingen will als man Zeit hat, und nun tue ich so, als gäbe es nichts zu lesen? Ja, richtig. Das liegt daran, dass man sich bei all den tollen Büchern auf der Liste nicht entscheiden kann, welches man zuerst in Angriff nehmen sollte.

  2. Wo krieg‘ ich nur ein neues Buch her?

    Problem 6 lässt sich noch steigern! Stellt euch vor, ihr habt das letzte Buch beendet, dass ihr zu Hause da hattet. Und jetzt wisst ihr einfach nicht, wie ihr an Nachschub kommen sollt, da die Bücherei gerade entweder geschlossen ist oder nicht das hat, worauf ihr Lust habt. Und neue zu kaufen ist auch keine Option, weil Bücher leider verdammt teuer sind und euer Konto sowieso schon leer… Das Leben kann manchmal echt grausam sein. (Lösungsvorschlag: Freunde und Familie fragen, ob die nicht was für euch da hätten, was sie verleihen können.)

  3. Zeit, Zeit, Zeit – ICH BRAUCHE ZEIT!

    Falls Problem 7 gerade kein Thema ist, dann könnte es aber passieren, dass ein Buch gerade so packend ist, dass ihr es am liebsten in einem Rutsch verschlingen wollt. Doof nur, wenn der Bücherwurm das nicht kann, weil irgendwer das „echte Leben“ erfunden hat und er daher wegen diverser Verpflichtungen ständig das geliebte Lesen unterbrechen muss.

Blogparade: Buchliebenetz - Probleme eines Bücherwurms

  1. Das muss ich mir merken! Nur wie?

    Okay, eher ein kleines und fast schon nettes Problem, nur mal so zur Abwechslung. Manchmal schreiben Autoren so wundervoll, dass man sich bestimmte Passagen einfach merken muss. Nur wie macht man das am besten? Im Buch selbst? (Aber was, wenn ich es verleihe, verschenke oder verkaufe?) Oder auf einem Post-it? (Ich werde den Klebezettel sicher verlieren und dann ist es weg 🙁) Ein Foto von der Seite? (Woher will ich dann noch wissen, welches Buch das war und was genau auf der Seite toll war?) Helft mir!

  2. Abbruch?!

    Als Leseratte hat man also immer eine Warteliste an Büchern, die man lesen will. Was macht man also, wenn ein Schriftstück sich als grausam geschrieben oder langweilig entpuppt? Darf man es abbrechen? Natürlich nur, um die kostbare Zeit in bessere Lektüre zu investieren…
    Trotzdem wird da doch immer das schlechte Gewissen bleiben und vielleicht wäre das Buch ja auch noch besser geworden. Also doch weiterlesen? Ein nie enden wollender Kampf.

Ihr seht, obwohl ich nur ein kleiner Bücherwurm bin (sowohl was die Körpergröße angeht als auch was meinen Bücherkonsum betrifft 😉), fallen mir schon ein paar Probleme ein. Und glaubt mir, ich habe sie eigentlich alle schon erlebt. Da will ich also gar nicht wissen, was echte, ambitionierte Leseratten wie die Mädels aus dem Buchliebenetz noch zusätzlich an Problemen haben – wobei: Doch ich will es wissen! Deren Posts lasse ich mir doch nicht freiwillig entgehen 😉.

Und, würdet ihr euch selbst als Leseratte bezeichnen und habt die oben genannten Probleme schon mal live und in Farbe erlebt? Oder fallen euch womöglich sogar noch mehr Probleme ein? Ich bin gespannt!


Dieser Beitrag gehört zu einer Aktion vom Buchliebenetz. Daher haben auch Jana und Nicole einen Post zum gleichen Thema verfasst. Bei den beiden gibt es also noch mehr Probleme von Bücherwürmern!

- geschrieben von Tabea -

15Kommentare


Montag, 20. März 2017

4 Jahre Habutschu

Hallo ihr Lieben!

Ich kann es gar nicht so recht glauben, dass heute der Tag ist, an dem ich vor vier Jahren diesen Blog begann. (Okay, bereits seit dem vorangegangenen Oktober hatte ich einen Blog geführt, doch all die Posts habe ich damals nicht von Overblog mit zu Blogger genommen…)
Somit ist der älteste Post, der hier zu finden ist, von vor genau vier Jahren. Keine Begrüßung, keine großen Ankündigungen – einfach nur zwei nichtssagende Fotos und wenige Wörter. So waren meine Posts eben damals und ich hätte auch nie in meinem Freundes- und Familienkreis von meinem Hobby erzählt. Nur die allerbesten Freundinnen und Manuel durften den Blog anfangs lesen. Ich fand damals nämlich doch irgendwie, dass Bloggen ein peinliches Hobby ist.

Meinen Freunden verriet ich dann nach und nach doch, dass es diesen Blog gab, und rückte sogar den Link raus. Aber meiner Familie davon erzählen?! Im Leben nicht, die würden das nicht verstehen und gutheißen, dachte ich.

Erst letztes Jahr im Mai wagte ich es, meine Schwester einzuweihen. Damals fühlte sie sich für mich erstmalig mehr nach einer Freundin als nach einer kleinen Schwester an.
Goldrichtig war die Entscheidung, ihr zu vertrauen. Sie fand das nämlich verdammt cool und versprach, Mama nichts zu erzählen. Trotzdem hatte ich nun jemandem, von dem ich begeistertes Feedback bekam.

Und genau diese Reaktion meiner Schwester bestärkte mich so sehr, dass ich kurz später auch meine Mama einweihte. Die hat zwar nicht so super viel mit dem Internet am Hut, aber letztendlich war auch sie nicht böse. Nicht entsetzt, dass ich das so lange verschwiegen hatte. Nicht entsetzt, dass ich so etwas mache. Nur verstand sie nun endlich, warum ich so gern so viel am Computer saß.
Übrigens: Den Link hat sie nicht eingefordert und auch als ich ihn ihr anbot, fragte sie erst noch nach, ob es für mich auch wirklich okay sei, wenn sie da ab und zu was lesen und anschauen würde. Lieb von ihr, oder?

Habutschu - 4 Jahre - Bloggeburtstag

Inzwischen kennen noch viele weitere Familienmitglieder meinen Blog – manche mögen ihn, andere sind skeptisch. Aber auch sonst hat sich hier viel verändert. Die Posts wurden länger, das Aufschreiben von Gedanken wurde zu einer richtigen Leidenschaft von mir. Der Plattform Blogger kehrte ich den Rücken, nahm ein bisschen Geld in die Hand und zog zum selbstgehosteten WordPress um. Der Name wurde ein Mal geändert, damit er besser zu mir passt. Die Kommentare kamen irgendwann auch von Leuten, die ich nicht kannte. Und dann wurden sie länger, Diskussionen entstanden. Kurz gesagt: Das Bloggen wird immer besser und inzwischen sehe ich dieses Hobby als Teil von mir an, sodass ich es nicht mehr verschweige.

Habutschu - 4 Jahre - Bloggeburtstag

Blog-Umfrage: die Ergebnisse

Trotzdem war ich neugierig. Neugierig, wie der Blog so wahrgenommen wird. Neugierig, woher meine Leser und Besucher kommen. All solche Dinge fragt man sich als Blogger halt irgendwann – und da gibt es dann eine ganz gute Lösung:
Man macht eine Leser-Umfrage.

Anfang Februar habe ich das also getan und heute, zum vierten Geburtstag würde ich euch gern die Ergebnisse zeigen. Elf Leute waren so lieb und haben meinen Fragebogen ausgefüllt. Ob das nun repräsentativ ist, wage ich also zu bezweifeln, denn Bloglovin meldet ja über 30 Leser und einige verfolgen meinen Blog auch auf anderem Wege… Aber über diese elf Antworten habe ich mich trotzdem sehr gefreut, denn sie geben mir Anhaltspunkte. Und wer sich Zeit für meine Umfrage nimmt, der zählt wohl auch zu den treuesten Lesern und deswegen sind diese Anregungen auch wertvoller als andere, oder?

Wer liest Habutschu?

Nicht anders als erwartet, sind hauptsächlich weibliche Personen hier unterwegs. Jemand meinte zwar, sein Geschlecht sei nicht von Bedeutung, aber eindeutig als männlich klassifizierte sich niemand. Ich glaube aber sowieso, dass Blogs eher Frauensache sind, wenn sie sich um Alltag und nicht um Technik oder Erfolg oder Sport drehen, also wundert mich diese Tatsache nicht.
Die Altersspanne reichte von 17 bis Mitte dreißig. Das finde ich nun doch schon interessanter, denn ich hätte nicht gedacht, dass die Gedanken von jemandem, der gerade erst erwachsen wird, auch für Menschen mit über dreißig, die all das schon hinter sich haben, interessant sein könnte. Irgendwie ist es für mich also ein Stück weit ein Kompliment, dass nicht nur Leute in meinem Alter mein Zeug lesen…

Auf meinen Blog aufmerksam wurden diese Leute übrigens hauptsächlich über Kommentare von mir auf anderen Blogs. Es sind also viele darunter, die sich sowieso im Netz herum treiben. Aber auch meine Aktivität in Foren (vermutlich die beiden Bloggerforen) hat sich positiv ausgewirkt, ebenso wie ein paar Leute den Link direkt von mir bekamen. Da ich in sozialen Netzwerken nicht gerade aktiv bin, wundert es nicht, dass diese quasi keine Rolle spielen, um Leute auf Habutschu aufmerksam zu machen.

Wie und seit wann wird der Blog verfolgt?

Seit einem halben bis einem Jahr verfolgen die meisten diesen Blog – sie kennen also größtenteils nur meine Zeit auf WordPress. Aber zwei Leute haben fast die ganze Entwicklung von Anfang an miterlebt, was mich doch etwas freut. Und zwei Leute besuchten den Blog erstmalig, als sie die Umfrage ausfüllten – also stößt hier auch immer mal jemand neu auf mein Gelaber.

Bloglovin und RSS führen bei der Verfolgung des Blogs, aber es gibt auch Leute, die sich per Mail benachrichtigen lassen und welche, die die Adresse eintippen oder gar nicht regelmäßig rein schauen.

Übrigens: Nur eine Person outete sich als stille Person, die nicht kommentiert. Alle anderen melden sich mindestens ein Mal im Monat zu Wort, die meisten aber fast bei jedem Post. Wow, ich hab doch tolle Leser, oder?
Außerdem spiegelt das ganz gut meine Beobachtungen der Kommentare wieder: Einigen Leuten antworte ich mehrmals pro Woche auf nette Kommentare, anderen etwas seltener, aber auch regelmäßig. Und bei den meisten bin ich dann sogar selbst zur Leserin geworden, weil die Personen mir mit der Zeit so sympathisch wurden.

Gefreut hat mich, dass mein Blog sogar Leute zum Kommentieren bewegt, die sich sonst nie im Internet zu Wort melden. Auch meine Antworten auf Kommentare und die entstehenden Gespräche wurden gelobt – also machte ich wohl zumindest das richtig 🙂

Was wird gern gelesen und was nicht?

Hier bin ich jetzt doch überrascht gewesen – die Bücher-Beiträge sind am beliebtesten! Und das, obwohl ich mit denen oft hadere und das Gefühl habe, dass ich sehr schlecht darin bin, Bücher vorzustellen. Aber wenn ihr diese Beiträge so mögt, dann ist es ja gut, dass da nun wenigstens vierteljährlich was zu erscheint.

Generell war es aber so, dass sich die Interessen ganz gut verteilen… Der bunte Mix, den ich biete, scheint also nicht die schlechteste Wahl zu sein. Das liegt aber vielleicht auch daran, dass eben andere Blogger aus unterschiedlichen Bereichen sowie Freunde und meine Familie hier mitlesen – da hat dann eben jeder andere Interessen und muss damit leben, dass einige Posts dabei sind, die er nicht lesen will.

Lediglich meine Experimente aus der Küche und die Liedzitate schnitten schlecht ab – aber die gibt es ja zum Glück eher selten. Ganz streichen werde ich sie aber nicht, da ich eben gerne in der Küche rumprobiere und das ein Teil von mir ist und die Liedzitate eben auch ihre Anhänger haben.

Auf die Frage, was nicht interessiert, hat sogar nur die Hälfte der Beantwortenden geantwortet. Da stellt sich mir die Frage, ob das vielleicht sogar daran liegt, dass ihnen die aktuelle Mischung gefällt?

Richtig gefreut hat mich, dass gerade meine Gedanken-Posts bei niemandem auf der Abschussliste stehen. Die mag ich nämlich am liebsten und ich würde sie nie im Leben aus dem Programm nehmen wollen!
Die Liedzitate und das gekochte Zeug sind wie gesagt eher unbeliebt…
Selbst gemachtes Zeug und meine Fotos sind auch nicht bei jedem beliebt, aber dafür kommt scheinbar „Kennt ihr das?“ bei allen gut an. Ein Glück, dass das monatlich und bisher auch pünktlich am 7. erscheint.

Blogumfrage: beliebte und unbeliebte Themen auf HabutschuBeliebte und unbeliebte Themen auf Habutschu

Fünf bis zehn Minuten Textlänge finden alle optimal und ich schätze, da fallen die meisten Beiträge von mir ganz gut rein. Viel länger dürften meine Texte selten sein und ganz kurze versuche ich auch zu vermeiden, es sei denn, mir fällt zu Fotos gar nichts ein.

Gewünscht wurden mehrfach noch mehr Gedanken, aber auch Einblicke in mein Studium und Bücher je ein Mal.

Wo besteht Verbesserungspotential?

Also den Wunsch mit dem Studium habe ich ja schon begonnen umzusetzen und den Bücher-Wunsch erfülle ich zukünftig mit „letztens gelesen“ mindestens vierteljährlich. Mehr mag ich nicht.

Mehr Beiträge mit Gedanken, gerade gesellschaftliche Themen, würde ich euch nur zu gern anbieten – aber da brauche ich zum Schreiben wirklich lange und deswegen ist da mehr aktuell nicht drin. Tut mir leid, aber ich gebe mir Mühe und habe auch noch einige Ideen, nur habe ich gerade so ein Herzensprojekt, das mein Leben total verändert und mir wichtiger ist.

Beim Blogdesign wurde angemerkt, dass es rechtslastig und altbacken ist. Und Orange mögen viele nicht und auch die anderen Farben sorgen dafür, dass sich hier das Bild relativ genau in „passt“ und „nicht schön“ spaltet. Da die Farben aber doch irgendwie zu mir gehören, bleiben sie wohl. Und was mit altbacken gemeint ist, das weiß ich leider nicht so genau. Aber so einen modernen Magazin-Style will ich nicht haben…

Meine Bilder waren einer Leserin zu groß – weil sie nicht Text und Bild gleichzeitig lesen kann. Da alle anderen aber mit der Formatierung der Beiträge einverstanden sind, bleiben die so. Ich mag es nämlich, dass die die gleiche Breite wie der Text haben, da mir alles andere zu unruhig wirkt. Und insgesamt ein kleinerer Textbereich scheint mir auch keine gute Lösung zu sein…
Aber immerhin: An der Art meiner Bilder gab es keine Kritik.

Habutschu - 4 Jahre - Bloggeburtstag

Welche Schlüsse ziehe ich daraus?

Das ist doch wohl die interessante Frage, oder?

Was die Themen angeht, werde ich versuchen, mich an euren Wünschen zu orientieren. Da ich aber alle Kategorien mag, weil sie einfach mich als Person widerspiegeln, werde ich wohl keine von ihnen einstampfen, sondern eher mal Sammelposts schreiben, in denen dann ein Bereich ausführlich abgehandelt wird, der eher weniger beliebt ist – Küchenexperimente, Gebasteltes und sowas. So habt ihr weniger Posts, die euch vielleicht nicht interessieren, aber sie sind dafür umfangreicher, sodass trotzdem alles gesagt werden kann, was ich zu dem Thema sagen möchte.

Der Fotografie möchte ich aber vor allem in den wärmeren Monaten wieder mehr Raum geben und gefreut habe ich mich sehr, dass meine Beiträge, die eher kritische Themen anschneiden und meine Meinung zu diesen präsentieren, so gut ankommen. Die mag ich auch am liebsten, selbst wenn sie sehr aufwändig sind.

Das Design bleibt wohl erst mal so, da ich keine Zeit für große Änderungen habe… Und die Farben wollte ich eigentlich auch behalten, weil ich sie mag und es sie nicht auf jedem zweiten Blog gibt.

Tja und sonst – sonst hoffe ich, dass ihr weiterhin Spaß daran habt, auf Habutschu vorbei zu schauen, denn ich liebe es einfach, Texte für den Blog zu schreiben und sie online zu stellen. Und falls jetzt noch jemand Verbesserungswünsche hat, dann gilt wie immer: Her damit!

Achja, Happy Birthday, mein kleiner Blog!

19Kommentare


Samstag, 18. März 2017

Duales Studium Maschinenbau – Kennlernphase im Unternehmen

Hallo ihr Lieben!

In meiner Übersicht über mein duales Studium habe ich euch ja bereits erklärt, dass sich bei mir Phasen im Betrieb mit Phasen in der Hochschule abwechseln. Heute will ich euch daher von der ersten Zeit in meinem Partnerunternehmen erzählen, mit welcher das Studium offiziell begonnen hat: der Kennlernphase.

Bereits am ersten August 2016 sollte ich morgens im Büro des damals für mich verantwortlichen Mitarbeiters eintreffen. Viele Ausbildungen beginnen hier erst im September, sodass viele andere Leute aus meinem Jahrgang, die entweder mit einer Ausbildung begonnen haben oder an einer Hochschule oder einer Universität studieren wollten, noch länger frei hatten als ich.

Duales Studium Maschinenbau - Kennlernphase bei Frank Original

Ich bin damals auch direkt in die unmittelbare Umgebung meines Unternehmens gezogen, da ich nicht so weit fahren wollte. Leider hatte ich das aber erst mal ziemlich auf die lange Bank geschoben und habe dann eher kurzfristig das Erstbeste gemietet, was dann bei mir dazu führte, dass ich nur drei Monate später schon wieder umzog.

Die Kennlernphase dauerte übrigens nur 10 Wochen, glaube ich. Das klingt nun erst mal gar nicht so wenig, aber in dieser Zeit sollte ich nicht nur das Unternehmen kennen lernen, sondern auch Brückenkurse an der Hochschule besuchen.

Die Brückenkurse

Für meinen Studiengang wurden da nämlich vier einwöchige Kurse zur Vorbereitung auf das erste Semester angeboten: Chemie, Physik, Mathe und Englisch. Allerdings war die Teilnahme freiwillig und so empfahl mein Betreuer aus dem Unternehmen mir, Physik auszulassen, da dieser Kurs meinen beiden Vorgängern, die bereits im 5. Semester dual dort studierten, nichts Neues vermitteln konnte. Es gingen mir also nur drei Wochen im Betrieb verloren, die ich stattdessen in Hörsälen verbrachte.

Generell entscheiden die Partnerbetriebe nämlich, für wie viele und welche Kurse ihr freigestellt werdet. Viessmann beispielsweise verpflichtete seine Studenten, alle Kurse zu besuchen; von der Conti gab es aber auch Leute, die keinen Brückenkurs besuchten.

Mathe wäre für mich wohl auch nicht so wichtig gewesen, aber wenn man ein Fachabitur statt einem normalen Abitur hat, dann ist dieser Kurs wirklich sinnvoll. Zumindest soweit ich das anhand dessen, was meine Mitschüler erzählen, beurteilen kann.

Chemie ist eine gute Wiederholung gewesen, aber ich konnte auch einiges dazu lernen, da ich in den letzten beiden Jahren vor dem Abitur keinen Chemieunterricht in der Schule mehr hatte.

Englisch würde ich sowieso jedem empfehlen – allein schon, um wieder in die Sprache hinein zu kommen. Meist hat man ja zumindest schon einige Monate keinen Unterricht in dem Fach mehr gehabt, bei vorangegangener Ausbildung sind es vielleicht sogar schon Jahre…

Die Zeit im Betrieb

So, jetzt aber zu der Zeit im Unternehmen selbst. Die sieht bei jeder Firma wohl anders aus – einige meiner Mitschüler mussten eine Grundausbildung durchlaufen, andere arbeiteten an kleineren Projekten und wurden zum Thema Arbeitssicherheit geschult.
Ich dagegen durfte mir sämtliche Abteilungen anschauen, die die Firma zu bieten hatte. Das hatte das Ziel, dass ich die Produkte und Abläufe kennen lerne und so ein Gefühl für den Betrieb entwickele. Ich bin echt froh darüber, dass das bei mir so lief – denn es war immer spannend, Neues zu sehen. Und selbst wenn mir mal eine Abteilung nicht gut gefiel, dann konnte ich mich immer damit trösten, dass ich meist nur ein bis drei Tage in jedem Bereich verbracht habe. Außerdem lernte ich so ganz viele Arbeitskollegen kennen.

Nur mal so nebenbei: Das Unternehmen stellt landwirtschaftliche Verschleißteile her, also Scheiben und Schare für die Bodenbearbeitung hauptsächlich, aber auch viele Komponenten für Mähwerke und zusätzlich so Zeug wie Ährenheber für die Erntetechnik.
Und ich bin auch die einzige Person, die zu dem Zeitpunkt ein duales Studium dort begonnen hat, allerdings sind vier Semester über mir noch zwei super nette Studenten in dem gleichen Betrieb.

Also – schön der Reihe nach – was habe ich erlebt?

Ich war als erstes in der Qualitätssicherung. Leider hat man die armen beiden Mitarbeiter dort nicht informiert, dass ich kommen würde und somit wussten sie zunächst wenig mit mir anzufangen. Das läuft in anderen Betrieben sicher besser und organisierter. Bei mir wurde nämlich erst am zweiten oder dritten Tag ein Plan ausgearbeitet, auf dem ich die Abteilung nachlesen konnte, in der ich zu erscheinen habe, und der auch die zuständigen Meister informiert hat.

Die Qualitätssicherung hat mir aber trotzdem echt gut gefallen – denn ich habe da einige Verfahren zur Qualitätsprüfung kennen gelernt. Außerdem hat der eine Mitarbeiter mir ganz viel darüber erzählen können, warum dieser Bereich so wichtig ist – denn schlechte Ware beim Kunden schadet dem Unternehmen nachhaltig. Deswegen muss man auch immer freundlich auf Reklamationen reagieren und vor allem neue Teile genauestens in der Fertigung überwachen.

Duales Studium Maschinenbau - Kennlernphase bei Frank OriginalSicherheit geht vor – daher muss jeder Sicherheitsschuhe und Gehörschutz tragen, wenn er die Fertigung betritt.

In der Schweißerei hat es mir danach nicht ganz so gut gefallen. Das lag vor allem daran, dass ich fast eine ganze Schicht lang nur den Schweißroboter bedient habe: Rohling einlegen, Knopf drücken, warten, fertige Scheibe raus nehmen. Das ist eben eine sehr monotone Arbeit und nicht wirklich interessant.
Trotzdem finde ich auch sowas wichtig und bin froh, es mal gemacht zu haben, denn dann weiß man, dass man studiert, um später auch anspruchsvollere Tätigkeiten machen zu dürfen.
Selbst von Hand schweißen durfte ich am zweiten Tag aber auch… Erst ein bisschen üben, danach habe ich zwei kleine Platten zusammengefügt, mit denen wir zur Qualitätssicherung gegangen sind. Die können da nämlich prüfen, wie gut so eine Naht ist. Bei mir war die eine Seite in Ordnung und die andere nicht – aber dafür, dass ich gerade mal eine Stunde Schweißerfahrung hatte, waren alle zufrieden mit mir.

Anschließend war ich im Werkzeugbau und der Schlosserei für eine komplette Woche, wovon ich aber auch einen Tag bei den beiden Elektrikern verbringen durfte.
Zunächst konnte ich mir nicht so recht vorstellen, was man da macht, aber jetzt weiß ich es: Die tauschen die großen, schweren Werkzeuge in den Pressen und Stanzen aus. Aber auch gepflegt werden wollen die Werkzeuge natürlich – denn nach der Verwendung sind sie völlig schwarz und verschmiert. Daher laufen die Männer in dieser Abteilung alle mit Putzlappen rum 😉.
Und nachdem alles sauber ist, werden eventuell einzelne Komponenten der Werkzeuge im Fräsroboter nachgearbeitet, damit sie wieder scharf sind, oder das Werkzeug kann direkt eingelagert werden.
Ich habe also geputzt, beim Ein- und Ausbau zugesehen und den Roboter bedient. Außerdem sollte ich einen kleinen Würfel bauen – das ist so eine Aufgabe, die sie Praktikanten gerne geben, damit diese lernen, Bohrer, Metallfeilen usw. zu benutzen.

Die beiden Elektriker werden immer dann gerufen, wenn irgendwo technische Probleme im Betrieb auftauchen. Als ich da war, mussten wir rausfinden, warum die Trocknungskammer, in der frisch lackierte Teile landen, nicht richtig funktionierte (Da war was falsch verkabelt worden, als man ein Teil ausgetauscht hatte.) und auch einer der riesigen Paternoster-Schränke lief nicht, sodass wir auf Fehlersuche gingen.

Duales Studium Maschinenbau - Kennlernphase bei Frank OriginalGar nicht mal so hässlich – nur weiß ich nicht, was ich jetzt mit meinem Würfel machen soll.

So, mit Chronologie kann ich euch nun nicht mehr dienen… Aber ich war außerdem noch in folgenden Abteilungen:

  • Auftragszentrum

    Irgendwo muss ja entschieden werden, wann wo welches Teil gefertigt wird. Für diese Koordination gibt es das Auftragszentrum, dass jeder Abteilung einen Ablaufplan erstellt, der besagt, welche Teile als nächstes dran sind.
    Hier wird also zwischen dem Versand, Vertrieb und der Fertigung vermittelt und außerdem auch der Kontakt zu unserer zweiten Produktionsstätte in Ungarn abgewickelt. Ich bekam also mal wieder eine Menge erzählt, aber hauptsächlich sitzen die lieben Leute da auch am Computer.

  • Konstruktion

    Hier saß ich leider zwei Tage nur am Rechner und durfte mir anhand eines Lehrbuches beibringen, wie man das CAD-Programm bedient. Das hat mir nicht allzu viel Spaß gemacht…

  • Laser

    Die beiden 2D-Laser werden in der Firma für den Zuschnitt von dünnen Teilen genutzt. Da muss man also ein gigantisches Blech einlegen, warten und dann die Teile vom Schrott trennen. Also quasi genauso langweilig wie Schweißroboter bedienen – nur das hier immer noch ein Mitarbeiter mit dabei war, sodass wir uns gut unterhalten konnten. Ähnlich lief es auch am 3D-Laser, der bereits gebogene Teile ausschneidet…
    Zudem hat der Abteilungsleiter sich noch mal ein paar Stunden Zeit für mich genommen, um mir zu zeigen, wie er dem Laser sagt, wie dieser die Teile auf der Platte anzuordnen hat. Es soll ja immer möglichst viel auf ein Blech gehen, damit es durch den Verschnitt nicht unnötig teuer wird.

  • Mechanische Bearbeitung

    Diese Abteilung ist richtig vielfältig und ich war total gerne dort. Es geht vom Zuschnitt von dickerem Stabmaterial über das Bedienen von Stanzen und Bohrern bis hin zur Steuerung der Biegemaschinen. Und ich durfte alles ausprobieren – und hatte immer sehr nette Kollegen an meiner Seite.
    Monoton waren die Arbeiten zwar auch genau wie das Schweißen, aber langsam begann ich sogar, darin Vorteile zu sehen: Man kann super nachdenken. Ich habe viele Ideen für den Blog entwickeln können und hatte gleichzeitig endlich mal das Gefühl, so richtig nützlich zu sein, da ich ja alleine wie ein normaler Mitarbeiter die Maschinen bedient habe.

  • Warmbearbeitung

    Auch wieder sehr vielfältig. Hier wird gehärtet, gebogen, angelassen…
    Der Verantwortliche führte mich also ein Mal durch die ganze Abteilung, erklärte mir, worauf in den einzelnen Schritten geachtet werden muss und sowas. Leider wurden gerade vorwiegend große und schwere Teile gefertigt, sodass ich nicht viel helfen konnte… Aber ein Mal durfte ich einen Mitarbeiter am Härteofen unterstützen: Mit einer Metallzange nimmt man eine heiße Scheibe von Band, biegt sie in einer Presse in die richtige Form und legt sie denn in eine Härtekassette, die anschließend in ein Wirkmedium taucht und das Teil schlagartig abkühlt. Danach kann die Scheibe wieder raus geholt werden und ist hart und spröde. Deswegen müssen die Dinger noch angelassen werden – also für längere Zeit noch mal erwärmt werden, damit das Material sich entspannen kann und wieder etwas an Sprödheit verliert.
    Das Schmieden mit dem Fallhammer und das Auswalzen von Rohlingen war übrigens ziemlich imposant – aber für diese Arbeiten braucht es wohl ordentlich Erfahrung, damit man die gut ausführen kann.

    Übrigens, was ich an dieser Abteilung sehr genossen habe: Es war immer warm 😉. Obwohl ich ja von August bis Anfang Oktober die Kennlernphase hatte, war es morgens um sechs nämlich fast immer knackig kalt in den Hallen der Produktion.

  • Werksmanagement

    Hier wird das Werkzeug eingekauft, die Arbeitskleidung, Seife, Klopapier und sowas… Nur für das Material, was direkt in die Produkte einfließt, ist der Einkauf zuständig.
    Außerdem organisiert das Werksmanagement auch Schulungen zum gesunden Arbeiten und betreibt Energiemanagement, damit das Unternehmen zunehmend effizienter produzieren kann.
    Alles in allem also sehr vielfältige Aufgaben, aber ich konnte nur dabei sitzen und zusehen.

  • Vertrieb

    Muss ich hierzu noch viel sagen? Die sitzen am PC und haben den Kontakt zu den Kunden – hauptsächlich per Mail und Telefon, aber auch das Fax und die Post kommen zum Einsatz. Sie nehmen also Bestellungen an, geben die in unser umständliches Computerprogramm ein und vertrösten die Kunden, wenn etwas nicht pünktlich fertig wird. Hier durfte ich ab und zu mal Bestellungen eingeben, aber hauptsächlich saß ich wieder nur dabei und freute mich, dass auch da nur nette Leute im Büro sind.

Duales Studium Maschinenbau - Kennlernphase bei Frank Original

  • Marketing

    Besuche auf Messen wollen organisiert, der Webauftritt gepflegt und Flyer erstellt werden.
    Außerdem gibt es Firmenkleidung, die aber niemand tragen muss. Für sowas ist das Marketing zuständig und ich durfte ein paar Stunden zusehen und bekam beispielsweise etwas von der Organisation für eine Messe mit.

  • Kalkulation

    Ab und zu müssen natürlich auch neue Produkte ins Sortiment aufgenommen werden. Da wird dann vorab ein Preis kalkuliert – total aufwändig. Ich lernte, welche Positionen da alle einfließen; ziemlich viele Bestandteile hat der Preis nämlich: Material (direkte Kosten für Stahl und Lack, indirekte Kosten für Lagerung und Beschaffung), Fertigung (Maschinenkosten, Produktionsmittel, Lohn, Geld für die Fertigungssteuerung), Verwaltungs- und Vertriebskosten. Und dazu kommt dann ja noch der Zuschlag, damit das Unternehmen Gewinn machen kann… Ihr seht also, dass da viel berechnet werden muss.

  • Oberfläche und Versand

    Warum diese beiden Bereiche zusammen gehören, war mir zunächst nicht klar. Im Oberflächenzentrum werden fertige Teile an Gehänge gehängt und fahren dann in der Anlage zum Sandstrahlen durch eine Kammer. Dabei werden Zunder vom Erwärmen und andere Rückstände sowie Verunreinigungen entfernt, sodass das Teil sauber heraus kommt, bevor es in einen Bottich mit Farbe eintaucht und anschließend ein paar Zyklen in der Trockungskammer verweilt.
    Nun muss alles nur noch abgehängt werden und wird gleich versandfertig in die richtigen Kisten gepackt – daher also die gemeinsame Abteilung.

    Der Versand kümmert sich dann um den Kontakt zu den beiden Speditionen – eine für Handelskunden und eine für die Erstausstatter.

    Ich war hier die meiste Zeit am Oberflächenzentrum und habe so gut es ging beim Auf- und Abhängen geholfen. Das kann wieder eine sehr langweilige Sache sein, aber da wir zu dritt waren, konnten wir uns super unterhalten und ich war gerne dort.

  • Studenten

    Ziemlich gegen Ende meiner Zeit im Unternehmen durfte ich für einen Tag die beiden Studenten besuchen, die gerade ihr Praxissemester begonnen hatten. Da bekam ich dann noch mal wirklich ein paar gute Tipps, welche Dozenten gut sind und wie das mit den Berichten in den Praxisphasen abläuft.

Außerdem hat sich der Chef persönlich zwei Stunden Zeit für mich genommen, um mich in die Werkstoffkunde einzuführen. Er hofft nämlich, dass mich dieses Gebiet interessiert. Gerade für landwirtschaftliche Teile wird bisher recht wenig Grundlagenforschung betrieben und aktuell ist er der einzige, der sich bei uns im Betrieb damit auseinander setzt.

Und wisst ihr was? – So ganz nebenbei bekam ich nicht nur einen Eindruck von den unterschiedlichen Abteilungen, sondern auch vom Umgang im Unternehmen miteinander. Alle waren unheimlich freundlich zueinander und die Meister haben immer darauf geachtet, wer was besonders gut kann.
Zudem ist eine Kaffeepause am Morgen und eine am Vormittag in der Produktion quasi eingeplant – die gibt es in jeder Abteilung. Da holt einer den Kaffee und der Meister kommt aus seinem Büro dazu und der Becher wird gemeinsam getrunken.

Insgesamt kann ich sagen, dass mir die Zeit in der Kennlernphase einen richtig guten Überblick über mein Unternehmen gegeben hat und ich total froh bin, dass man mir wirklich ermöglicht hat, so viele Bereiche anzusehen. Persönlich hat es mir in der Fertigung wesentlich besser gefallen, da ich dort ab und zu nützlich war und man einfach mehr in Bewegung bleibt. In den Büros waren zwar auch alle nett und es war nicht so laut und dreckig, aber dafür saß ich eben meistens nur daneben und bekam Dinge erklärt.

Hättet ihr gedacht, dass so viel Verwaltungsaufwand entsteht, wenn man Metall für die Landwirtschaft verarbeitet? Ich nicht!
Ich hoffe, ich konnte euch jetzt einen kleinen Eindruck davon vermitteln, in was für einer Firma ich angestellt bin.


Dieser Post ist Teil einer Reihe über mein duales Studium der Fachrichtung Maschinenbau. Bisher erschien ein Post als Überblick über das Studium und es sind weitere geplant zu den einzelnen Semestern und Praxisphasen.
Hier geht es zu allen erschienen Posts.

- geschrieben von Tabea -

8Kommentare


Mittwoch, 15. März 2017

Warum ich ausschließlich Naturjoghurt kaufe

Hallo ihr Lieben!

Habe ich jemals erwähnt, dass ich Joghurt verdammt gerne esse? Tja, das ist auf jeden Fall so und ich habe den fast täglich auf meinem Speiseplan stehen.

Trotzdem kaufe ich aber immer nur eine einzige Sorte… Ohne dass es mir langweilig wird. Wie das sein kann? Ganz einfach: Die Sorte Joghurt, die in meinem Kühlschrank steht, heißt Naturjoghurt.
Da der ja bekanntlich keinen penetranten Eigengeschmack hat, kann ich ihn also wunderbar mit ganz vielen unterschiedlichen Dingen kombinieren, sodass ich ganz viel Abwechslung habe. Beispiele gefällig?

Naturjoghurt abwechslungsreiche Ideen auf Habutschu

Variationsmöglichkeiten für Naturjoghurt

Hier kommen meine liebsten Variationen von Naturjoghurt als Frühstück oder Snack:

  • Joghurt mit Müsli

    Wer kennt das nicht? Für Müsli braucht man einfach noch Milch oder eben Joghurt, damit es wirklich schmeckt.
    Daher liebe ich es, Haferflocken, Sonnen- und Kürbiskerne, Hasel-, Wal- und Erdnüsse sowie Rosinen und Leinsamen in den Joghurt zu rühren.

    Ich finde nämlich, dass Joghurt der Milch vorzuziehen ist, da er das Müsli nicht so schnell aufweichen lässt. Da kann ich sogar alles gemeinsam in einem Glas mit in die Hochschule nehmen und erst nach 5 Stunden essen, ohne einen matschigen Brei frühstücken zu müssen.

  • Joghurt mit eingeweichten Haferflocken

    … Erinnert vielleicht an Overnight-Oats, oder? Aber egal, ob da Ähnlichkeiten bestehen, manchmal liebe ich einfach dieses schleimige Haferzeug. Mit ein wenig untergerührtem Joghurt wird es aber gleich noch besser, finde ich, denn dann stimmt auch der Geschmack vollkommen.

  • Schokojoghurt

    Ja, auch das geht. Er wird zwar nie so wie das, was ich noch von früher aus dem Supermarkt fertig aus dem Becher kenne, aber lecker finde ich meine Version trotzdem. Unter meinen Joghurt rühre ich nämlich einfach etwas Kakaopulver und Honig, schon bin ich fertig. Manchmal gibt es dann nur noch etwas Zimt dazu.

Naturjoghurt abwechslungsreiche Ideen auf Habutschu

  • Stracciatella Joghurt

    … Wo wir doch eben schon bei Schokolade waren: Stratiatta-Joghurt zählte ewig zu meinen Lieblingssorten. Doof nur, dass sich die Zutatenliste bei gekauftem Joghurt dieser Art immer so unschön liest. Ich mag nämlich nicht tonnenweise Konservierungsstoffe und Zucker in mich hineinlöffeln. Also kaufe ich lieber meine Lieblingsschokolade und schneide die mit einem Messer in kleine Stückchen, um sie dann in meinem Joghurt zu versenken. Geht eigentlich sogar schneller, als ich früher gedacht hätte, da ich meist nur 10g benötige. Und es schmeckt noch besser als das Zeug von unseren Discountern, weil ich eben die Schokolade frei wählen kann.

  • Joghurt mit Obst

    Nichts findet man im Joghurtregal des Supermarktes in so großer Vielfalt wie Fruchtjoghurt, oder? Aber da ich eine halbe Erdbeere pro Becher, ergänzt durch ein paar Würfelzucker und natürliches Aroma (Hallo Sägespäne!), eher ekelhaft oder lächerlich finde, bastele ich mir den Fruchtjoghurt lieber selbst:
    Ein Stückchen Banane, eine Apfelschnitze, Melone… All das kann man super klein schneiden und mit Naturjoghurt kombinieren. Außerdem habe ich so auch eine Verwendung für das Obst, dass mir zu weich geworden ist. Denn Renecloden, Birnen und Zwetschgen mag ich eigentlich nur schön knackig, aber in Joghurt sind sie auch weich noch unheimlich lecker.
    Achja, und Beeren mit Joghurt gehen natürlich auch immer!

    (P.S.: Gefrorenes Obst aus dem Supermarkt ist da aber nicht immer so eine gute Idee. Das kann mit Keimen verunreinigt sein und sollte daher immer vor dem Verzehr erhitzt werden. Also lieber frisches verwenden oder in der Saison selbst ein bisschen was im Gefrierfach für schlechte Zeiten einlagern. Quellen: Ökotest, Web.de)

Naturjoghurt abwechslungsreiche Ideen auf Habutschu

  • Zimtjoghurt

    Aus der Zeit, in der ich noch ohne die geringsten Bedenken den Sahnejoghurt von Lidl gegessen habe, habe ich noch eine alte Vorliebe für Zimt in Joghurt zurückbehalten. Von daher gebe ich auch gern mal einen ordentlichen Schuss Zimt und etwas Honig in den Naturjoghurt. Dann habe ich nämlich herrlich süßen Zimtgeschmack und was könnte man bitte mehr wollen?

  • Kokosjoghurt

    Wenn ich mal Lust auf etwas Exotisches habe, dann werfe ich einfach ein paar Kokosflocken in meinen Joghurt. Backzutaten lassen sich eben bestens mit Joghurt kombinieren!

Naturjoghurt abwechslungsreiche Ideen auf Habutschu

Weitere Pluspunkte von Naturjoghurt

Ihr seht also, dass man gar nicht die fertigen Joghurtsorten kaufen muss, damit es abwechslungsreich wird.
Außerdem hat Naturjoghurt noch einen anderen, nicht zu verachtenden Vorteil: Man kann ihn zum Kochen und Backen verwenden. Schnell einen Joghurtdip zu den Pommes? Kein Problem! Joghurtdressing für den Salat? Nichts leicht als das. Joghurt für Muffins und Kuchen? Auch machbar.
Und gerade weil man Joghurt ohne Geschmacksrichtung eben so vielfältig einsetzen kann, kann man den meiner Meinung nach auch wesentlich besser auf Vorrat kaufen, denn eine Verwendung findet sich immer.

Da ich meinen Joghurt aber manchmal lieber etwas fester mag, mische ich des Öfteren Speisequark unter. Mit einem fertigen Fruchtjoghurt würde das sicher nicht so richtig funktionieren vom Geschmack her, aber mit Naturjoghurt geht es bestens: Joghurt für den besseren Geschmack, Quark für die festere Konsistenz.

Naturjoghurt abwechslungsreiche Ideen auf Habutschu

Naturjoghurt ist daher für mich perfekt und somit geht nichts über einen großen Becher Biojoghurt… Denn gerade bei Milchprodukten achte ich ja verstärkt auf Bio-Qualität, da hierbei wenigstens ein kleines bisschen mehr Geld pro Liter beim Bauern ankommt und somit für eine vernünftige Tierhaltung eingesetzt werden kann.

Esst ihr auch so gern Joghurt wie ich? Und habt ihr eine Lieblingssorte, die ihr immer wieder kauft?

- geschrieben von Tabea -

20Kommentare


| Ältere Einträge »


Suche

ganzjährige Blogprojekte

12 Colors of Handmade Fashion (jeden Monat eine Farbe, zu der genäht werden darf)
Increase Infinity (jeden Monat eine Farbe, zu der gebloggt werden soll)
Fotoprojekt17 (jeden Monat ein Thema, zu dem fotografiert werden kann)
Fotoprojekt: Rostparade (immer am letzten Tag des Monats Rostfotos online stellen)
Fotoprojekt: Graustufen (jeden Monat ein Thema, zu dem Schwarz-weiß-Fotos gemacht werden sollen)
Fotoprojekt: Bunt ist die Welt (Jeden Sonntag ein Thema, zu dem für fünf Tage fotografiert werden darf)
Näh dir was (Jeden Monat ein neues Nähthema, zu dem man etwas für sich nähen soll)
Lets cook toghether (Jeden Monat ein Thema, zu dem gekocht/gebacken und ab dem 10. Tag des Monats verlinkt werden darf)
Die Gemüse-Expedition (Jeden Monat ein Gemüse, das in der Küche verarbeitet werden soll)

  • Blogparaden

    Heimat verliebt (August '16 bis Juli '17, jeden Monat ein neues Thema)
    See the bigger Picture (ganzjährig, jeden Monat eine neue Aufgabe, aktuell: alltägliches Zeug aus einer ungewohnten Perspektive)
    App-Empfehlungen (28.2.)
    Vernetzung unter Bloggern (20.2.)
    Buch vs. Film

  • Impressum | Datenschutzerklärung | Kontakt